Alexa, habe ich die bikondyläre Knieprothese Größe 5 für Patient XY im OP Lager?

Das ist ein Addon des E-Procurement Anbieter Coupa. Wird sich Alexa, also Sprachsteuerung mit künstliche Intelligenz auch in der Krankenhaus Beschaffung durchsetzen? Und was ist mit intelligenten Waagen, die die Bestände automatisch messen und nachbestellen? Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz , Data Analytics , machine learning und Internet der Dinge?


Die Prognose ist das in 5 Jahren bei ein Drittel der Kliniken all diese Dinge umgesetzt sind. Grundlage hierfür ist natürlich ein sauberes Datenmanagement. Kliniken die jetzt hier investieren, werden uneinholbar in zehn Jahren vorliegen.

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Cognitive Procurement, Automatisierung & Robotik Das Berufsbild des „Einkäufers“ im Wandel – Wie sieht meine Jobbeschreibung 2025 aus?

Der technologische Wandel und die Digitalisierung eröffnen vielfältige neue Möglichkeiten – auch für die Einkaufs- und Logistikprozesse. Elektronische Kataloge und Beschaffungsprozesse waren hierbei erst der Anfang. Beschaffungsmanagement 4.0 geht hierüber aber deutlich hinaus und zielt auf die weitestgehende Automatisierung komplexer Prozesse in Echtzeit unter Einbezug von Robotik und künstlicher Intelligenz ab. In diesem Zusammenhang fällt auch oft der Begriff des Cognitive Procurement. All diese Entwicklungen machen auch vor den Krankenhäusern nicht Halt, eröffnen neue Möglichkeiten, verändern aber gleichzeitig das Berufsbild des „Einkäufers“.


Das Fachforum I widmet sich dem Thema von zwei Seiten: Zum einen werden neue Technologien kurz erläutert, um aufzuzeigen, wo wir technologisch stehen, wohin die „Reise“ im Einkauf in den nächsten Jahren geht, und welche Grenzen ggf. (noch) gesetzt sind. Zum anderen konzentrieren wir uns auf das Berufsbild des „Einkäufers“ im Wandel, die Frage, welche Qualifikationen künftig wichtig sind und wie technologische Innovationen und Mensch künftig zusammenwirken. Oder kurz: Wie sieht die Jobbeschreibung eines Einkäufers 2025 aus?


Moderation:


Hartmut Ponßen
Vorstand
gök Consulting AG



Diskutanten:


Stefan Krojer
Leiter strategischer Einkauf
Johanniter Competence Center GmbH


Bünyamin Saatci
Leiter Beschaffung
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein


Dr. Marcus Schüller
Partner, Advisory, Head of Operations Consulting
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2018, 5./6. Dezember 2018, Hotel de Rome


Zur Kongreß-Website

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Warum jedes Krankenhaus einen Digitalisierungseinkäufer braucht

Ein neuer Warengruppen Einkäufer für Smarte Produkte wird im Krankenhaus benötigt
Ein neuer Warengruppen Einkäufer für Smarte Produkte wird im Krankenhaus benötigt

Die Zeiten haben sich gewandelt. Kein privater Haushalt ist mehr so, wie er vor 10 Jahren war. Spotify, Google Maps, Amazon und Alexa bestimmen unseren Alltag und sind zuhause angekommen. Nun kommen diese Technologie nach und nach auch in den Geschäftsbereich. 


Doch welcher Krankenhaus-Einkäufer kümmert sich um die Digitalisierung der Einkaufsprozesse, aber auch um die Digitalisierung der eingekauften Produkte? Egal ob technische, medizinische oder hygienische Produkte. Alles Produkte werden zunehmend "smart" oder erhalten smarte "Addons". Das Krankenhaus der Zukunft benötigt einen Warengruppen Manager für "Smarte Produkte" und "Smarte Addons", der diese Produkte im Hinblick einer integrierten Gesamtstrategie identifiziert, beschafft und integriert (Plattformstrategie). 


Wer kümmert sich als neuer Digitalisierungsspezialist im Einkauf um diese neuen, intelligenten Produkte? Wer kümmert sich um das Identifizieren wertschöpfender smarter Lösungen oder Addons? Wer sorgt dafür, dass diese smarten Produkte einer Gesamtkosten - und Gesamtnutzen Analyse unterzogen werden? Wer steuert das so wichtige Schnittstellenmanagement zwischen Einkauf, Technik, Medizintechnik, Ärzte, Hygiene und Pflege? Wer steuert gemeinam mit der IT Abteilung die Projekte? Wer identifiziert geeignete Test-/Pilothäuser oder Pilotabteilungen? Welche Einkaufsgemeinschaft bietet diese Dienstleistung Ihren Mitgliedern zukünftig an? 


Kliniken und Klinikgruppen lösen diese Fragen derzeit unterschiedlich. Je nach Digitalisierungsgrad und je nach Digitalisierungskompetenz der eigenen  Einkaufsabteilung. Vor allem müssen Einkäufer die eigenen Einkaufsprozesse digitalisieren. Aber parallel müssen sich Einkäufer auch als Wertschöpfungspartner der Geschäftsführung positionieren und neue, innovative oder smarte Produkte beschaffen, die zum medizinischen Portfolio und Prioritäten passen. Der Einkauf muss in die Unternehmens-, Medizin- und IT-Strategie eingebunden sein, um zielgerichtet die richtigen smarten Produkte zu beschaffen. Wenn alle Abteilungen im Krankenhaus Hand in Hand arbeiten, dann schafft das Krankenhaus die digitale Transformation. Und die digitale Transformation sichert das Überleben des Krankenhauses. 

Geschäftspartnerschaften im digitalen Zeitalter

Verfolgen Sie die Veranstaltung auf Twitter unter dem hashtag #medtechvk.

 

Weitere Bilder der Veranstaltung (BVMed) 

 

Zusammenfassung der Veranstaltung MedTech-Vertriebskonferenz von MedInform am 19.09.2018 in Düsseldorf (Pressemitteilung BVMed):

 

"Der MedTech-Vertrieb der Zukunft ist lösungs- und nicht produktorientiert. Der Lieferant wird zum Wertschöpfungspartner der Klinik!"

 

 

Krankenhäuser und Medizinprodukte-Unternehmen werden künftig Geschäfts- und Wertschöpfungspartner werden, um gemeinsam an der Optimierung der Versorgungsprozesse zu arbeiten und Lösungen für eine bessere Patientenversorgung zu entwickeln. Das ist die gemeinsame Vision der Experten aus Klinik und Industrie der 4. MedTech-Vertriebskonferenz von MedInform am 18. September 2018 in Düsseldorf mit rund 200 Teilnehmern. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed. Die Medizintechnik-Branche befindet sich durch die Digitalisierung, die Veränderungen im Klinikmarkt und neue regulatorische Anforderungen in einem dramatischen Umbruch. Um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, müssen sich die MedTech-Unternehmen dabei "vom reinen Produktlieferanten zum Lösungsanbieter" wandeln.

 

Bei den Servicelösungen gehe es dabei immer um einen "Mehrwert", nicht nur für den Kunden durch Prozessverbesserungen, sondern vor allem um einen individuellen Mehrwert für die Patienten, so Dr. Dirk Ghadamgahi von Johnson & Johnson Medical. "Wir sind auf der Gewinnerseite, wenn wir das Ergebnis für den Patienten verbessern, und gleichzeitig die Prozesskosten in der Versorgung reduzieren." Die Unternehmen könnten ihr Expertenwissen einbringen, um die unterschiedlichen Behandlungsergebnisse der Kliniken und Ärzte anzugleichen und zu verbessern, betonte Dr. Jens Deerberg-Wittram von Boston Consulting. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen der MedTech-Branche bietet sich in der Zusammenarbeit mit Start-ups eine große Chance, ein von Unternehmergeist geprägtes Handeln in der Mitarbeiterschaft zu entfachen, so Darius Moeini von NUMA Berlin. Von der Klinikseite betonten Adelheid Jakobs-Schäfer von den Sana Kliniken und Stefan Krojer von den Johannitern die Bedeutung von Lieferanten als strategische Partner, um "gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, Wirtschaftlichkeit und Innovationen zu fördern". "Das Ziel von neuen Systempartnerschaften im digitalen Zeitalter ist es, gemeinsam mit den Versorgungspartnern Prozesse zu optimieren, Wirtschaftlichkeitsreserven zu heben, Innovationen zu fördern – und damit gemeinsam die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern", fasste Konferenz-Moderator und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt die Erkenntnisse zusammen.

 

Unternehmensberater Dr. Jens Deerberg-Wittram von der Boston Consulting Group (BCG) beleuchtete in seinem Einführungsvortrag die Chancen von "Value Based Healthcare" (VBHC) für die MedTech-Branche. Ausgangspunkt der Überlegungen sei, dass es bei verschiedensten medizintechnischen Verfahren wie Hüftgelenkersatz, Schrittmacher-Implantation, Gefäßerkrankungseingriffen oder Schlaganfall- und Herzinfarkt-Therapien große Qualitätsunterschiede in den Kliniken gibt. Die große Variabilität entlang einer Versorgungskette "bietet Chancen für eine effektivere Qualitätskontrolle bei chirurgischen Eingriffen", so der BDG-Experte. Der VBHC-Ansatz versuche, eine hohe Ergebnisqualität aus Patientensicht mit möglichst geringen Kosten für das System zu erreichen, indem die gesamte Behandlungskette und nicht nur der Eingriff selbst betrachtet werden. Ziel sei eine qualitätsabhängige Vergütung statt einer festen Vergütung pro Patient. Solche "Bündelverträge", die Qualität und Kosten verbessern, gibt es beispielsweise in Schweden im Bereich der Hüft- und Knie-Endoprothetik. In Deutschland zeigt die Einführung der Qualitätsverträge einen "Perspektivwechsel und Kulturwandel in der Versorgung und Finanzierung", so Deerberg-Wittram. Neue Vergütungsmodelle berücksichtigen stärker die Qualität als die Menge. Die MedTech-Branche sei bei der erforderlichen Bereitstellung von Mehrwertdiensten insgesamt gut positioniert. Die Unternehmen müssten sicherstellen, "dass alle neuen Produkte mit einem überzeugenden klinischen und wirtschaftlichen Wertversprechen verbunden sind". Die Vertriebsteams müssten in der effektiven Kommunikation des Mehrwertes gegenüber dem Kunden geschult werden. Auf Vertragsseite müssten innovative Lösungen entwickelt werden, um den Kunden Anreize zu bieten. Dazu gehören beispielsweise Ergebnisgarantien oder Risk-Sharing-Modelle. Sein Fazit: "Value-based Healthcare eröffnet MedTech-Unternehmen neue Möglichkeiten der Differenzierung."

 

Dr. Dirk Ghadamgahi, Mitglied der Geschäftsführung und Medical Director bei Johnson & Johnson Medical, stellte den "Care Advantage"-Ansatz seines Unternehmens vor, um kundenorientierte Lösungen zu entwickeln, die einen konkreten Mehrwert schaffen. "Lösen beginnt dabei mit Verstehen", so das Motto der Werteorientierung des Unternehmens. In Zukunft steht dabei weniger die Frage im Mittelpunkt, ob der Kunde, der Arzt oder die Klinik zufrieden ist, sondern ob der Patient zufrieden ist. "Die Qualitätswahrnehmung muss sich künftig auf den Patienten zentrieren", so Ghadamgahi. Sein Unternehmen versteht sich selbst als "Partner, Unterstützer und Problemlöser". Das Angebot geht über das Produkt hinaus und umfasst Leistungen, die Kostenreduzierung, Verbesserung der Ergebnisqualität und Steigerung der Patientenzufriedenheit unterstützen. Die Ergebnisse müssen dann auch durch Daten und Analysen validiert werden. Als ein konkretes Beispiel nannte Ghadamgahi die Standardisierung von Prozessen im OP, die durch die Integration des Surgical Process Institutes (SPI) bei Johnson & Johnson vorangetrieben wird. Über 60 Prozent der chirurgischen Prozesse könnten standardisiert werden. Digitale Checklistensysteme von SPI helfen dabei, dass sie eingehalten und Prozesse optimiert werden können. Das System visualisiert dabei die Abläufe im OP und vermeidet so Fehler. Und es dokumentiert alle Verfahrensschritte und fasst sie zusammen. Begonnen hat die Implementierung in der ACQUA-Klinik in Leipzig. "Wir sind auf der Gewinnerseite, wenn wir das Ergebnis für den Patienten verbessern, und gleichzeitig die Prozesskosten in der Versorgung reduzieren", so Ghadamgahi. Wichtig sei, dann auch die Krankenkassen als Partner für "Value Based Healthcare" einzubeziehen. "Wir sehen im deutschen Markt die Notwendigkeit, nicht nur in Richtung Ärzteschaft und Krankenhäuser zu schauen, sondern auch noch stärker mit Krankenkassen zu kooperieren."

 

Adelheid Jakobs-Schäfer, Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik der Sana Kliniken, beleuchtete "Geschäftspartnerschaften mit der Industrie auf der Basis von Qualität" aus Sicht eines großen Einkaufsverbundes. Sana hat dafür eine "Cross-Check"-Strategiematrix für Systempartnerschaften entwickelt, zu denen neben Wirtschaftlichkeit und Qualität auch Service und Kompetenz gehören. Nach einem Pre-Test 2017 wurde der "Cross-Check", basierend auf einem hochkomplexen IT-Tool, 2018 durchgeführt. 71 Prozent der Industriepartner haben daran bereits teilgenommen. Ziel sei eine "Geschäftspartnerschaft auf der Basis von Qualität". Aspekte im Prozess seien ein verbessertes Feedback an die Geschäftspartnerschaften, Handlungsbedarf zu erkennen, Objektivierung zu steigern, sowie Qualitätsberichte oder die zertifizierte Lieferantenbewertung nach ISO 9001. Das Motto des Sana-Einkaufs lautet: "Medizinische Qualität braucht Messbarkeit. Vertriebsqualität braucht Nachhaltigkeit. Prozessqualität braucht Bodenhaftung." Jakobs-Schäfer nannte konkrete Probleme in der Zusammenarbeit mit Lieferanten: Stammdaten und Konditionenmodelle führen zu Rechnungsklärfällen, Analysepotenziale werden nicht genutzt. Verpackungseinheiten wurden nicht auf Modulsysteme und medizinische Veränderungen angepasst. Darreichungstechniken wurden nicht an hygienische Maßnahmen angepasst. Lieferprobleme sind zum Teil selbst verursacht, hohe Volumina brauchen abgestimmte Übernahmezyklen und Sicherheitsbestände. "Um diese Probleme im Alltag zu lösen, benötigen Kooperationen mehr Kliniknähe, Reflexion und Prozessverständnis. Dazu gehört auch, dass die Kliniken ihre Partner in der Industrie hineinschauen lassen", so die Sana-Expertin.

 

Wie können Start-ups und MedTech-Unternehmen besser zusammenkommen? Mit dieser Frage befasst sich Start-up-Experte Darius Moeini von NUMA Berlin. Er versteht sich als "Innovations-Accelerator" für Start-ups und etablierte Unternehmen. Die gesamte Gesellschaft sei von Disruption erfasst: durch den technologischen Wandel, neue Vertriebskanäle, eine Änderung des Kundenverhaltens und einem einhergehenden Kulturwandel. Davor mache auch die Medizin nicht halt. Start-ups bieten bei der Entwicklung neuer Lösungen die Vorteile von weniger Hierarchie, mehr Transparenz, Experimentierfreude und Risikobereitschaft, Agilität, Geschwindigkeit und digitalem Fokus. Auf der anderen Seite stehen Mitarbeiter- und Liquiditätsmangel sowie ein Mangel an Wissen über die Produkte und die Vertriebswege. Hier könnten beide Seiten, Start-ups und Unternehmen, von den jeweiligen Stärken der anderen profitieren, wenn sie geeignete Kooperationsformen finden. "Bei Kollaboration trifft Stabilität auf Agilität, Hardware auf Software, Ressourcen auf Momentum und Vertrauen auf Sexiness", so Moenis Vision. Möglichkeiten der Zusammenarbeit sieht er in den Bereichen Training und Kulturwandel, Markt- und Technologie-Analysen, Verkauf und Portfolio, Innovation und Investment. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen der MedTech-Branche bietet sich in der Zusammenarbeit mit Start-ups eine große Chance, ein von Unternehmergeist geprägtes Handeln in der Mitarbeiterschaft zu entfachen.

 

Armin Haas, Geschäftsführer von build’n’break und langjähriger Mitarbeiter bei Paul Hartmann, bezeichnete "Social Selling" als Vertriebsmarketing der Zukunft. Soziale B2B-Netzwerke wie LinkedIn, XING oder Twitter "bieten Vertriebsteams eine super Möglichkeit, ihre Kunden im digitalen Zeitalter effektiv und frühzeitig im Kaufprozess zu unterstützen", so Haas. Durch die Nutzung der sozialen Medien und gut aufbereitete persönliche Profile könnten Vertriebsmitarbeiter "Teil der 80 Prozent Kaufentscheidung werden, die vor dem ersten Kontakt mit einem Vertriebsmitarbeiter bereits getroffen ist". Denn neben der Technologie habe sich in den letzten Jahren auch das Kaufverhalten der Kunden extrem verändert. Das Management der MedTech-Unternehmen müsste auf diese Veränderungen reagieren. Social Media sei mittlerweile ein relevanter Kanal, um Entscheider zu erreichen. Traditionelle Vertriebsaktivitäten würden dagegen an Bedeutung verlieren. "Mehr Personen sind heute an Kaufentscheidungen beteiligt und müssen erreicht werden", stellt Haas fest. Deshalb sei die effektive Nutzung von relevanten Social Media-Kanälen im B2B-Vertrieb für den Aufbau von Beziehungen zu Entscheidungsträgern, für das gezielte Erreichen des passenden Ansprechpartners und damit eine Steigerung der Vertriebsproduktivität unverzichtbar. Zu den Werkzeugen des "Social Sellings" gehören ein kundenorientiertes Profil in den Netzwerken, das regelmäßige Überprüfen und Optimieren der Kennzahlen in den Kanälen und die thematische Vernetzung über Hashtags und Interaktionen.

 

Die Bedeutung sozialer Netzwerke für die B2B-Kommunikation betonte auch Stefan Krojer, Leiter Strategischer Einkauf des Johanniter Competence Centers sowie Initiator und Betreiber der Plattform "zukunft-krankenhaus-einkauf.de". Der Krankenhauseinkäufer der Zukunft werde die sozialen Netzwerke effizient nutzen. Die Unternehmen müssten deshalb digitale Tools nutzen und "ihr Wissen als Coach teilen", so Krojer. "In sozialen Netzwerken beschaffen Einkäufer fast alle Informationen zu Lieferanten, Produkten und Ansprechpartnern in real time. Das Teilen von Wissen über soziale Plattformen wird Standard werden." Um den Wandel aufzuzeigen, stellte der Klinikeinkaufsexperte die Ergebnisse seiner Zukunftsstudie "Krankenhaus-Einkauf 2025" vor, für die er 85 Einkaufsexperten befragte. Der Krankenhauseinkäufer der Zukunft besitzt demnach die Kern-Fähigkeiten: Prozessdenker, Problemlöser, Datenanalyst. 77 Prozent der befragten Krankenhauseinkäufer gaben an, dass Lieferanten zukünftig in die Verantwortung genommen werden, Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele zu erreichen. "Wertschöpfungspartnerschaften werden Produkte und Prozesse gemeinsam bewerten", so Krojer. Wenn Lieferanten zukünftig zum Wertschöpfungspartner werden, verbessern sie im Krankenhaus gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, die Wirtschaftlichkeit und fördern Innovationen. Einkäufer identifizieren, segmentieren und entwickeln Industriepartner, um passgenaue Lösungen für ihr Haus zu erarbeiten. So wandeln sich einige Lieferanten vom reinen "Produktanbieter" zum "strategischen Geschäftspartner". Sie betreiben mit dem Krankenhaus ganze Leistungseinheiten oder entwickeln in enger Kooperation neue Produkte und digitale Lösungen. Krojers Vision: "Dies könnte so weit gehen, dass Kliniken mit Lieferanten sogar gemeinsame Start-ups gründen oder sich Investition und Profit teilen. Kliniken bieten als Innovationscoach für die Lieferanten einen Mehrwert in der Produktentwicklung. Strategische Partner erhalten so tiefe Einblicke in die Klinikprozesse."

 

Petra Popp, Senior Vice President Global Service bei Carl Zeiss Meditec in Jena, betonte die Bedeutung moderner Services zur Vertriebsunterstützung. Weltweit arbeiten rund 4.500 Menschen in der Medizintechnik-Sparte von Zeiss, deren Ziel es ist, Ärzten zu helfen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Digitale Services spielen dabei eine zunehmend wichtigere Rolle. Einen Mehrwert durch digitale Services will Zeiss für Ärzte, aber auch für Patienten schaffen. Zu den praktischen Beispielen gehört eine App, die das Smartphone mit dem robotischen Visualisierungssystem von Zeiss verbindet. Damit können Fälle auf das Smartphone geladen und mit Kollegen leichter besprochen oder in Präsentationen eingebaut werden. Mit einer zahnmedizinischen App können Zahnärzte ihren Patienten den Wert einer Versorgung direkt in der Praxis visualisieren. In der Versorgung mit Intraokularlinsen bietet Zeiss Unterstützungslösungen an, die die Versorgungskette von den Patientengewinnen über die Untersuchung und Versorgung bis zur Nachsorge abdecken. Der technische Service von Zeiss umfasst Trainings, E-Learnings, Animationen, Handbücher, Videos, FAQs und Onlinehilfen, aber auch Virtual Reality-Lösungen. Die Services werden für die Kunden in einem "Digital Customer Companion"-Portal zusammengefasst. Hilfe gibt es zudem per Remote Service.

 

Manuela Forster, Strategic Account Manager Corporate / Shared Services beim MedTech-Unternehmen BD Becton Dickinson sowie Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises "Krankenhausmarkt" (AK KHM) beleuchtete die künftigen Herausforderungen für den Medizinprodukte-Außendienst. Insgesamt stehe das Gesundheitssystem vor der Herausforderung begrenzter Ressourcen beispielsweise durch einen Mangel an qualifizierten Pflegekräften, sinkende Investitionsquoten und einen enormen medizinisch-technischen Fortschritt. Hinzu kommen die Herausforderungen an eine qualitativ hochwertige Versorgung durch den demografischen Wandel und die notwendige sektorenübergreifende Versorgung. Die MedTech-Unternehmen könnten hier ihre spezielle Expertise durch zusätzliche Services einbringen, um Prozesse zu optimieren und die Patientenversorgung zu verbessern. Dafür muss der Vertrieb strategisch ausgerichtet werden, um konzeptionelle Lösungen zu entwickeln. Bei BD hat man sich dabei auf das Thema "Patientensicherheit" fokussiert. Neben der Vermeidung von Infektionen geht es auch um die Medikationssicherheit. Das Unternehmen unterstützt hier die Kliniken mit ihrer Fachkompetenz.

 

Mark Jalaß, BVMed-Vorstandsmitglied und Divisionsleiter Vertrieb & Marketing Ambulanter Bereich Deutschland bei Lohmann & Rauscher, plädierte dafür, die Vertriebsmitarbeiter gut auf die neue Rolle vorzubereiten. Es gehe künftig um ganzheitliche Lösungen statt reinem Produktservice. Beispielsweise hapere es bei den Stammdaten, beim Order-to-Cash-Prozess sowie beim OP-Management. "Hier generieren Lösungen einen echten Mehrwert", so Jalaß. Lohmann & Rauscher hat hierfür mit "Optiline" ein Konzept zur Effektivitätssteigerung und Qualitätssicherung im Krankenhaus entwickelt. Das Servicekonzept habe bereits mehr als 400 Kunden, "das auf unserer Erfahrung als kompetenter Vollsortimenter und Partner in der transsektoralen Versorgung aufbaut".

 

Weitere Informationen unter www.bvmed.de

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Survey of german purchasing departments - supply chain efficiency

Hospital Efficiency Forum 2018, Barcelona. 

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Tracking von Medikalprodukten ist auf der Prioritätenliste deutscher Krankenhausmanager

Wow! Herzlichen Glückwunsch an alle Einkäufer und Logistiker im Krankenhaus. Ihr habt den Platz 6 in der Priorität deutscher Führungskräfte zur Krankenhaus-Digitalisierung errungen. Und zwar für das Thema:


Materialwirtschaft/Artikel-Tracking


Die Zeit ist reif für Prozessoptimierung und Digitalisierung im #Bestandsmanagement #stockmanagement #doku #rfid #standards #gs1 #edi #plattform #Digitalisierung


Zum vollständigen Artikel in der deutschen Ärztezeitung


Studien-Download

„Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft“ – Herausforderungen und Chancen Deutscher Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen


Bereits zum dritten Mal führte Rochus Mummert 2018 die Studie „Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft“ durch. Dafür befragte die Personalberatung 362 Führungskräfte deutscher Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mittels eines Onlinefrage bogens im Zeitraum Januar bis März 2018.


In der Bildergalerie finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse im Bereich Materialwirtschaft und Digitalisierung (Quelle: Rochus Mummert Studie Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft)

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Hospital 4.0 - Digitalisierung in der Krankenhauslogistik und Einkauf

Quelle: Polavis


Krankenhaus 4.0? Wir sind heute beim Krankenhaus 1.5 bis 2.0. Wir haben also noch sehr viel Handlungsbedarf. Prof. Dr. Wilfried von Eiff, Leiter des Zentrums für Krankenhausmanagement an der Uni Münster und Direktor des Ludwig Fresenius Center for Healthcare Management and Regulation, sieht in Zukunft durch die Digitalisierung den Krankenhaus-Einkauf und die Krankenhaus-Logistik revolutioniert. 


Prof. von Eiff verortet den aktuellen Stand jedoch erst beim Krankenhaus 1.5 bis 2.0 und sieht daher großen Handlungsbedarf und sehr viel Arbeit. Insbesondere in der Neuorganisation, Rationalisierung, Verbesserung und letztlich digitalen Unterstützung von Prozessen. Es mache keinen Sinn, Prozesse, die heute nicht optimal laufen, durch Digitalisierung geschmeidiger zu machen, sie müssen vorher überarbeitet werden. 


Die Akzeptanz aller Akteure des Gesundheitswesens für neue digitale Lösungen kann durch Transparenz gesteigert werden. Jede Veränderung löst Angst aus. Eine Veränderung ist für einen Mitarbeiter immer verbunden mit der Frage "Was hat das für Auswirkungen für mich", für meinen Berufsstand, für meine Arbeitsweise, für mein tägliches Brot?‘ – da gilt es Angst zu nehmen und Angst nimmt man durch Transparenz.


Quelle: 

Polavis Website

Polavis YouTube Kanal 

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eBusiness Strategie der Uniklinikum Düsseldorf

Femak symposium am 11. September 2018 in der Universitätsklinik Düsseldorf
Femak symposium am 11. September 2018 in der Universitätsklinik Düsseldorf

eBusiness – Strategie und Zielsetzung der Uniklinik Düsseldorf.


Thomas Klein, Dezernent Einkauf und Logistik, Universitätsklinikum Düsseldorf gibt tiefe Einblicke in die Materialwirtschaft mit seinem Vortrag und einer Besichtigung des Versorgungszentrums im Rahmen des femak e.V. Symposium am 11.09.2018 in Düsseldorf.


Weitere Referenten zum Schwerpunktthema "Einkauf wird digital": 

Prof. Dr. Hubert 

Otten Sylvia Reingardt


Programm und Anmeldung: https://www.femak.de/images/stories/2018_femak/2018_09_11_Symposium_UNI_Dueesseldorf/Flyer_Symposium_Einkauf-Digital.pdf

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GHX kauft Medical Columbus

Medical Columbus AG
Medical Columbus AG
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Digitalisierung in der Klinikbeschaffung - bei der Umsetzung der Visionen die Menschen mitnehmen

Auf der 10. BVBG-Veranstaltung am 22. Juni 2018 im KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum in Berlin diskutierten hochrangige Experten offene Fragen im Rahmen des Digitalisierungsprozesses im Gesundheitswesen.


Was bedeutet Digitalisierung im Gesundheitswesen, wie soll sie finanziert werden und wie soll die Umsetzung erfolgen? Fragen, mit denen sich die Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft auf der 10. Jahresveranstaltung des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen intensiv befassten.


„Wir brauchen bei der Digitalisierung weniger Visionen und mehr Realität“, betonte Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland e. V. (BVBG) sowie Vorstandsvorsitzender der P.E.G. Einkaufsgenossenschaft eG bei der thematischen Einführung in das Programm. Wie designt man Digitalisierung? Diese Frage diskutierte Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer Gesellschaft für Risikoberatung (GRB), mit den Teilnehmern. „Design muss die Menschen dazu verführen Produkte einzusetzen“, so Dr. Gausmann. Das gelte auch für den digitalen Einsatz. Das sich durch digitalisierte Prozesse auch Chancen für die Kostenträger ergeben, stellte Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher, Vorsitzender des Vorstands IGV-Research, vor. Allerdings warnte er vor dem unstrukturierten Einsatz von Daten, der zu falschen Schlüssen führen könne. „Algorithmen brauchen eine Art Facharzt-Tüv“. Nur so könne die Herstellung falscher Zusammenhänge vermieden werden. Zu viele unterschiedliche digitale Plattformen und eigene Systeme im Rahmen der Beschaffung bemängelte Dr. Oliver Gründel, Geschäftsführer AGKAMED GmbH und plädierte für die branchenweite Etablierung elektronischer Standards, die eine einheitliche Scannerlösung ermöglichen. Als „Sünden der Vergangenheit“ bezeichneten Adelheid Jakobs-Schäfer, Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik der SANA Kliniken AG und Bernd Christoph Meisheit, Geschäftsführer Sana IT Services GmbH frühere Entscheidungen der Digitalisierung. So wurde die IT in vielen Bereichen lange nur als Kostenfaktor angesehen, Systeme nicht weiterentwickelt und keine Fachkräfte eingestellt. Überrascht waren viele der Teilnehmer von der Aussage von Dr. Michael Meyer, Vice President Siemens Healthineers, dass ca. ein Viertel aller Cyberangriffe im Gesundheitsbereich – und hier speziell im Umfeld von Kliniken – stattfinden. Dr. Martina Oldhafer, Leiterin Changemanagement Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, setzte beim Changemanagement auf einen emotionalen Ansatz. „80 % der Entscheidungen werden auf emotionaler Ebene getroffen. Veränderungen können zu Ängsten, Emotionen und Widerständen führen, wenn die Menschen, dies es betrifft, nicht mitgenommen werden.“


Der BVBG unterstützt die Tätigkeit von Beschaffungsinstitutionen in der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung und Optimierung der Gesundheitsfür- und Vorsorge. Ziel des Verbandes ist es, die Qualität, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zu erhalten und zu verbessern.


Quelle / Weitere Informationen:


Anton J. Schmidt

Vorstandsvorsitzender

P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG

BVBG e.V.

Kreillerstr. 24

81673 München

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Die Zahl des Monats von DeviceMed ist 52/100

Screenshot von der mobilen Webseite www.devicemed.de
Screenshot von der mobilen Webseite www.devicemed.de
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EDI-Anbieter im Vergleich: GHX, HBS / PAGERO, Medical Columbus

Ein absolutes Highlight der 36. Bundesfachtagung der femak ist dieses Jahr der Vergleich der marktführenden EDI Plattformen für Krankenhäuser. Dem Vergleich stellen sich die drei Marktführer GHX, HBS und Medical Columbus. 


Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Martin Merkel der langjährige Erfahrung bei der Umsetzung von EDI Strategien in seiner Krankenhausgruppe besitzt.


Zum Programm und Anmeldung www.femak.de

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Mehr Geld für Krankenhäuser: Umstrukturierungen, neue Technologien, Digitalisierung

Das Ergebnispapier der Sondierungsgespräche CDU/CSU/SPD ist heute veröffentlicht. Darin steht: "Darüber hinaus sind deutlich erhöhte Investitionen in Krankenhäuser für Umstrukturierungen, neue Technologien und Digitalisierung notwendig." 

Hier der Original Abschnitt des Ergebnispapiers: 

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Alle reden über automatisches Fahren, ich spreche über automatisches Beschaffen

Wäre es nicht toll, wenn das Beschaffen von Produkten für das Krankenhaus so einfach und bequem wäre, wie man sich autonomes fahren in der Zukunft vorstellt? Stellen Sie sich vor: Einfach ein Ziel auswählen, einsteigen und sich zurücklehnen. Vollautomatischen Beschaffungsmanagement wäre das schon ab spätestens 2019 möglich.

 

Automatisiert und trotzdem Herr über alles

Krankenhaus-Beschaffung der Zukunft heißt, bequem den Algorithmen beim Arbeiten zusehen. Wäre es nicht schön, wenn Sie einen auf ihr Krankenhaus persönlich zugeschnittenes Produktportfolio verfügen könnten, dass über modernste Technologie laufend dynamisch kontrolliert und automatisch angepasst wird? Automatische das passgenaue Produktportfolio auswählen, das macht die Digitalisierung möglich. Aber natürlich bestimmen Sie, wo es langgeht und welches Tempo sie festlegen, welche Preiskategorie, welche Risiken Sie pro Warengruppe eingehen möchten, wie flexibel sie bleiben möchten Bezug auf Laufzeit der Verträge und Weiteres.

 

Smarter Konfigurator

Sie können im Vorfeld ihre wichtigen Kriterien in einem Konfigurator eingeben. Der Algorithmus berechnet dann für Sie das optimale Portfolio mit einer passgenauen Warengruppenstrategie auf ihre aktuelle Leistungsfähigkeit und ihr aktuelles Leistungsspektrum des Krankenhauses. Und da das smarte System sie nach ein paar Bestellungen gut kennt (Amazon und Netflix lässt grüßen), schlägt Ihnen das System neue Produkte vor, die Sie auch gut gebrauchen könnten. Das geht soweit, dass der ganze Supplychain Prozess automatisch optimiert werden kann, wenn sie ihn mit weiteren Daten füttern (Daten aus OPS, §21, Benchmarks, BQS Indikatoren, KIS, Labor...). 

 

Adaptive Intelligenz

Auch können in die Zukunft gerichtete strategische Änderungen bereits eingeplant werden oder automatisch angepasst werden, zum Beispiel wenn eine medizinische Abteilung wegfällt oder ausgebaut wird.  Ideal ist es, wenn die Algorithmen direkt mit Ihrem Krankenhausinformationssystem verbunden sind, und so auf ihre Leistungsentwicklung und sogar externe Daten aktiv reagieren kann. Sogar können proaktiv vorhersagen getroffen werden, aufgrund externer Marktdaten und Hochrechnungen interner Leistungsdaten . 

 

Und das ist noch nicht alles

Selbst Produkt-Testungen können zukünftig digital realisiert werden. In Zukunft wird der Arzt mit VR Brille durch die virtuelle Shoppingmall des Medikal Anbieters oder der Plattform flanieren. In Kürze kann der Arzt Mithilfe sensorbestückter Handschuhe und VR Brille sogar die Produkte im virtuellen Shop "befühlen". Influencer und digitale Einkaufsberater ersetzen den Verkäufer in Zukunft fast komplett.  Beispielsweise kann Amazon heute bereits per Echo-Look (lernende Kamera) und Echo (Sprachsteuerung Alexa) Videos und Fotos aufnehmen und Kunden in Echtzeit im OP virtuell beraten. Microsoft wird mit seiner Mixed Reality Brille Hololens die Planung von OPs revolutionieren. In größeren Kliniken wird zukünftig ein 3D-Drucker stehen, um Patienten individuelle Produkte gleich komplett selbst zu produzieren. Weitere Use Cases werden in 2018 dazukommen. 

 

Blanke Theorie?

Sie glauben, diese Beschreibung ist erst was für das Jahr 2020 und betrifft mich nicht? Sie sind Lieferant oder Einkaufsgemeinschaft und sind der Meinung, dass Sie der first mover auf dem Weg zur Digitalisierung des Klinikeinkauf sind? Achtung: Amazon, IBM und innovative Startups werden den Markt revolutionieren. 

 

Wollen Sie mehr über innovative Beschaffungskonzepte erfahren? Schreiben Sie mir eine Mail per kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de. 

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Das sind die Vorteile von Scan4Safety

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HygNova GmbH (Unternehmenseintrag in der "Startup Corner")

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Die Klinik darf kein umzäumter Garten der großen Anbieter werden

Exklusiver Beitrag unseres Gastbloggers: Sven Kleber

 

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Neue Technologien zur Verbesserung des Klinikeinkaufs gewinnbringend einsetzen

Digitalisierung ist in aller Munde. Zahlreiche eHealth Startups sprießen wie Pilze aus dem Boden. Auch im Bereich digitale Beschaffung geht derzeit die Post ab. Aber für welche Technologien gibt es welche Anwendungsszenarien?

 

Dash-Knopf zur Bestellanforderung 

Zum Beispiel könnte man mit dem "AWS Amazon IoT Dash-Button" Bestellanforderungen von unregelmäßigen Bedarfen tätigen. Einfach Button über AWS Cloud Plattform per App eine Funktion zuordnen und fertig. Schon könnte die Bestellanforderung per eMail oder direkt ins SAP geliefert werden. Der Dash Button kostet 25 € und kann im Amazon Store gekauft werden. 

 

3D-Brille zur Visualisierung des OPs 

Mit einer 3D-Brille für 7€ "Cardboard"  könnte man den eigenen OP in 3D ortsunabhängig "durchleben". Einfach mit Handy und einer 3D Kamara App OP eine Aufnahme machen und Handy anschließend in die Pappbrille stecken. Lieferanten könnten sich so schnell ein Bild von Klinik OP machen, um passgenaue Produkte anzubieten. 

 

Smarte Waage zum automatischen Bestandsmanagement

Intelligente Waagen messen in realtime den Bestand. Bei Unterschreitung eines dynamischen Mindestbestands sendet die Waage eine Nachricht ins SAP. Die Waage weiß sogar, wann Feiertage sind oder wann andere bestandsrelevante Ereignisse sind. So kann 50% Bestand auf den Stationen und im OP gespart werden. 

 

Amazon Echo zur sprachgesteuerten Anforderung und Reporting 

Mehr unter: VIDEO

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Presseecho im MTD-Instant zu unserer Digitalisierungs-Befragung der MedTec-Unternehmen

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In den Sachkosten steckt noch großes Potential

Interview im Rahmen der 18. PEG-Fachtagung - Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin GmbH. 

 

"Wirtschaftlichkeitsreserven stecken in den Sachkosten".

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Wer die Digitalisierung heute nicht mitmacht, wird auf der Strecke bleiben

Interview im Rahmen der 18. PEG-Fachtagung 2017 - Prof. Dr. Kurt Marquardt, Konzernbereichsleitung IT, Rhön-Klinikum AG.

 

  • Er prognostiziert: "Wer die Digitalisierung heute nicht mitmacht, wird auf der Strecke bleiben"
  • Er fordert: "Kliniken brauchen eine Anschubfinanzierung für Digitalisierung" 

 

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Digitalisierung ist Segen, aber nur wenn ich Altes vernichte! Ines Manegold im Interview

Digitale Lösungen sind Segen, aber nur wenn ich Altes vernichte! Prozesse müssen neu gedacht werden. 

18. PEG-Fachtagung - Ines Manegold, Geschäftsführerin Katholische Kliniken Emscher-Lippe

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10 Technologie Trends 2018

Artificial intelligence

immersive experiences

digital twins

event-thinking

continuous adaptive security 

create a foundation for the next generation of digital business models and ecosystems.


#Gartner


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Hallo Technik, mir ist übel. Sprachsteuerung als Technologie für Einkauf und Pflege gewinnbringend nutzen.

Der 17 Jahre alte Unternehmer Jan Schumann, Schüler des Math.-Nat.-Gymnasiums, hat ein Sprachsteuerungssystem für Krankenhäuser entwickelt. 


Was brauchen wir im Gesundheitswesen, wenn es immer weniger Pfleger gibt? "Digitalisierung", sagt der 17-jährige Jan Schumann, Schüler des Math.-Nat.-Gymnasiums. Er möchte das Krankenzimmer durch ein Sprachsteuerungssystem revolutionieren. In einem Krankenhaus in Essen soll das nun ausprobiert werden.


Mehr unter RP 10.10.2017


Quelle: RP, 10.10.2017, Mönchengladbach, Marei Vittinghoff

Jan Schumann aus Mönchengladbach
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Zukunftstudie "Krankenhaus-Einkauf 2025" zeigt: Lieferanten und Einkaufsgemeinschaften werden zu strategischen Digitalisierungspartnern

Berlin, 10. Oktober 2017


Die Studie „Krankenhaus-Einkauf 2025“ von Stefan Krojer, Leiter Wirtschaft und Versorgung im St. Marien-Krankenhaus Berlin zeigt, dass Einkaufsgemeinschaften und Lieferanten künftig in die Verantwortung genommen werden, um Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele beim Klinikkunden zu erreichen. Wertschöpfungspartnerschaften zwischen Kliniken und Anbietern bewerten Produkte und Prozesse gemeinsam, setzen sich messbare Ziele  und entwickeln zunehmend digitale Lösungen. 85 Klinikeinkäufer nahmen an der nicht repräsentativen Online-Umfrage teil. Zudem wurden Experten-Interviews durchgeführt und aktuelle Fachliteratur einbezogen.


Kernergebnisse:

  • 47% der Befragten geben an, sich gut oder sehr gut mit Digitalisierung auszukennen.

  • 53% geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu haben. Im Vergleich dazu haben 89% der Klinikgeschäftsführer eine digitale Strategie.

  • Der Krankenhauseinkäufer der Zukunft besitzt drei Kern-Fähigkeiten:
    Prozessdenker 88%, Problemlöser/Veränderungskompetenz 77%, Datenanalyst 73%.

  • Das „Internet der Dinge“ hält Einzug: 72% stimmen zu, dass RFID-Tags Medizintechnik lokalisieren und den Lagerbestand optimieren.

  • Lieferanten werden zu strategischen Partnern (Betreibermodelle, Innovationscoaching, Softwarelösungen, gemeinsame Startups, Invest/Profit-Sharing)

  • Standardisierung der eigenen Daten und Prozesse ist Voraussetzung für die neue Rolle des Einkäufers als Berater, Innovationscout und Digitalisierungsbuyer.

  • 70% gaben an, dass der Einkauf kleinerer Kliniken von Einkaufsgemeinschaften komplett übernommen wird.

  • Die Konsolidierung der Einkaufsgemeinschaften geht weiter. Im Jahr 2025 dominieren zwei Einkaufsgemeinschaften den Markt. SANA und Prospitalia erhalten zusammen doppelt soviel Zustimmung wie alle anderen Anbieter  zusammen.

  • 77% gaben an, dass Lieferanten zukünftig in die Verantwortung genommen werden, Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele zu erreichen. Wertschöpfungspartnerschaften werden Produkte und Prozesse gemeinsam bewerten.

  • 47% sind der Meinung, dass der operative Einkäufer aussterben wird.

  • Künstliche Intelligenz interpretiert Daten und erstellt automatisch Vorschläge für Warengruppenportfolios, Vertragsmuster und Konditionsmodelle.

  • In Sozialen Netzwerken beschaffen Einkäufer fast alle Informationen zu Lieferanten, Produkten und Ansprechpartnern in realtime. Das Teilen von Wissen über soziale Plattformen wird Standard werden.


Einkaufsgemeinschaften werden zum digitalen Systemanbieter

Einkaufsgemeinschaften  können größtenteils  den kompletten Einkauf kleinerer Kliniken übernehmen, meinen 70 % der Befragten. Die Einkaufsgemeinschaften können verstärkt als Komplettanbieter auftreten. Sie bieten strategischen Einkauf, operativen Einkauf sowie Logistik und treten als IT-Lösungsanbieter auf. Zum Trend der Digitalisierung könnten IoT und RFID Technologien beitragen, die die Lokalisierung von Geräten und die Steuerung von Medizintechnik übernehmen, den Bestand und den Auslastungsgrad pro Gerät optimieren helfen und für mehr Medikamentensicherheit sorgen könnten. Die Umfrageteilnehmer erwarten zudem, dass die Disposition der OP- und Stationslager automatisiert durch RFID-Chips an der Produktverpackung erfolgt. Fast drei Viertel rechnen auch damit, dass bis 2025 eine automatisierte Stammdatenpflege mittels UDI (Unique Device Identification) etabliert ist.


Anforderung an Lieferanten

Lieferanten werden zukünftig zum Wertschöpfungspartner. Sie verbessern im Krankenhaus gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, die Wirtschaftlichkeit und fördern Innovationen. Einkäufer identifizieren, segmentieren und entwickeln Industriepartner, um passgenaue Lösungen für ihr Haus zu erarbeiten. So wandeln sich einige Lieferanten vom reinen „Produktanbieter“ zum „strategischen Geschäftspartner“. Sie betreiben mit dem Krankenhaus ganze Leistungseinheiten oder entwickeln in enger Kooperation neue Produkte und digitale Lösungen. Dies könnte so weit gehen, dass Kliniken mit Lieferanten sogar gemeinsame Startups gründen oder sich Investition und Profit teilen. Kliniken bieten als Innovationscoach für die Lieferanten einen Mehrwert in der Produktentwicklung. Strategische Partner erhalten so tiefe Einblicke in die Klinikprozesse. Krojer beschreibt dies so: „Krankenhaus und Lieferanten beurteilen Produkte und Prozesse gemeinsam, teilen ihr Wissen, lernen ständig voneinander.“ Auf Basis des neu gewonnenen Wissens, werden sich neue intelligente IT-Lösungen etablieren. Anwender, Einkäufer, Lieferanten und Beschaffungsdienstleiter sind eng miteinander vernetzt. „Der Dreiklang aus Einkauf, Logistik und Technologie wird den Markt verändern“, so Krojer. Etwa 58 % erwarten, dass 2025 Lieferanten und externe Partner in Echtzeit die Material- und Leistungsdaten der Kliniken erhalten. Dies könnte auch für Fachhändler als Systempartner interessant sein. Mehr als drei Viertel  stimmen  der These  zu, dass die Lieferanten in die Verantwortung zur Erreichung der Qualitätsziele einbezogen werden.


Einkäufer müssen sich weiterbilden

47% der Befragten geben an, sich gut oder sehr gut mit Digitalisierung auszukennen. 53% geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu haben. Im Vergleich dazu haben 89% der Klinikgeschäftsführer eine digitale Strategie, laut Krankenhaus-Studie 2017 von Roland Berger. Der Krankenhauseinkäufer muss also diese Lücke schließen. Dazu muss er insbesondere über drei Kern-Fähigkeiten verfügen: Prozessdenker 88%, Problemlöser/Veränderungskompetenz 77%, Datenanalyst 73%. Der Einkäufer der Zukunft wird über immer mehr Daten verfügen, die er richtig analysieren muss. Aber aus welchen Daten kann ich eine Verbesserung ableiten? Und wie ich diese Daten aufbereiten und vernetzen? Kann ich damit meine meine Prozesse verbessern und Probleme lösen?  Als interner Schnittstellenmanager wird sich der Einkäufer aufgrund von Big Data immer weiter vorne im Wertschöpfungsprozess einer Klinik einschalten. “Er wird das sogenannte „Upstreaming“ beherrschen müssen”, so Krojer. Um sich weiterzubilden nutzt der Einkäufer der Zukunft verstärkt neue Technologien wie zum Beispiel die Virtuelle Realität und eLearning Plattformen ein.

Künstliche Intelligenz und Blockchain optimiert Einkauf
Künstliche Intelligenz interpretiert Daten und erstellt automatisch Vorschläge für Warengruppen, Vertragsmuster und Konditionsmodelle. Per Sprachsteuerung und per Chatbot interagiert die künstliche Intelligenz mit dem Anwender und dem Einkäufer. Unternehmenssuchmaschinen (Enterprise Search) durchsuchen alle im Unternehmen vorhandenen Dokumente und Informationen zum Beispiel zu einem bestimmten Lieferanten und kombinieren die Ergebnisse mit Informationen aus externen Datenquellen. So entsteht aus strukturierten und unstrukturierten Daten neues Wissen, das den Einkäufer zum aktiven Steuermann macht. Durch den Austausch in Sozialen Netzwerken beschaffen sich Einkäufer wichtige Informationen zu Lieferanten, Produkten und Ansprechpartnern in Echtzeit. Das Teilen von Wissen über soziale Plattformen wird Standard werden.

“Durch meine Studie zur Zukunft Krankenhaus-Einkauf 2025 habe ich festgestellt, dass ein enormer Handlungsbedarf zur Ausgestaltung von Wissens- und Innovationspartnerschaften zwischen Industrie und Kliniken besteht.” Deshalb hat Krojer gemeinsam mit dem Innovationsunternehmen und Krankenhausdigitalisierer “BuildnBreak” den “Medizinprodukte Check 4.0” entwickelt. Der Check soll mehr P.S. in die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Industrie bringen.

Die Studie kann unter www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de/studie angefordert werden.


Kontakt:

Stefan Krojer

Leiter Wirtschaft und Versorgung

St. Marien-Krankenhaus Berlin

www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de

kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de

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Datenerfassung entlang des Patientenpfads

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Services und Digitalisierung als Chance für neue Geschäftsmodelle

Mittwoch, 20.09.2017, Quelle BVmed


MedTech-Vertriebskonferenz "Vom Produkt- zum Lösungsanbieter"


Düsseldorf/Berlin | Die Medizintechnik-Branche befindet sich durch erhöhten Margendruck, höhere Anforderungen an Marktzugang und Erstattung sowie durch die Digitalisierung im Umbruch. Neue Geschäftsmodelle ergeben sich für MedTech-Unternehmen "auf dem Weg vom Produkt- hin zum Serviceanbieter", so die Experten der 3. MedTech-Vertriebskonferenz von MedInform am 19. September 2017 in Düsseldorf mit über 210 Teilnehmern. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed. Bei den Servicelösungen gehe es dabei immer um einen "Mehrwert", nicht nur für den Kunden durch Prozesseffizienz, sondern vor allem um einen individuellen Mehrwert für die Patienten, so Medtronic-Experte Dr. Daniel Fallscheer. Komplettlösungen für Versorgungspfade brauchen in Deutschland aber einen langen Atem. Dr. Oliver Scheel von A. T. Kearney sieht solche Servicelösungen vor allem im Bereich chronischer Erkrankungen und bei Volkskrankheiten wie Herzerkrankungen oder Diabetes. 


Praxisberichte kamen vom VKD-Präsidenten Dr. Josef Düllings, von Prospitalia-Geschäftsführer Markus Wild sowie von den Medizinprodukte-Unternehmen Medtronic, Freudenberg und sfm. Digitalisierungs-Insight gaben die Beratungsunternehmen Simon Kucher und A. T. Kearney. Die Digitalisierung könne ein Motor und Beschleuniger für die Neuentwicklung von Geschäftsmodellen sein, so Jörg M. Krütten von Simon-Kucher. Scheel forderte die Unternehmen zu mehr Mut auf, mit agilen, digitalen Startups zusammenzuarbeiten, um Lösungen zu entwickeln und auszuprobieren. BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt plädierte für einen angstfreien und mutigen Umgang mit dem Thema Digitalisierung. "Wir dürfen die digitale Entwicklung weder unter- noch überschätzen. Wir müssen sie besser wertschätzen." Wichtig sind aus Sicht der Hersteller, Kliniken und Einkaufsgemeinschaften vor allem einheitliche internationale Standards, um Prozesse zu optimieren. 


Jörg M. Krütten, Vorstandsmitglied und Leiter des globalen Life Science-Geschäftsbereichs beim Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners, sieht die MedTech-Branche in einer Zeit des Umbruchs, aber "das Glas ist halb voll, nicht halb leer". Die Branche werde weiter wachsen. Patienten, Ärzte und Kliniken seien auf bessere technische Behandlungsmethoden angewiesen. Die MedTech-Branche müsse aber akzeptieren, dass medizintechnische Innovationen den medizinischen Fortschritt sowie den ökonomischen und klinischen Wert beweisen müssten. Eine reine Produktinnovation sei künftig nicht mehr ausreichend. Zwar setze die MedTech-Branche weiterhin vor allem auf Produktinnovationen, "aber 70 Prozent der neuen Produkte erfüllen nicht die Gewinnerwartungen", so Krütten. Die Rahmenbedingungen der Branche hätten sich durch den massiven Preisdruck, durch gestiegene Serviceerwartungen der Kunden und höhere Anforderungen an Marktzulassung und Erstattung geändert. Gepaart mit hohen Vertriebs- und Marketing-Kosten führt die aktuelle Situation zu einem gestiegenen Margendruck. Die MedTech-Unternehmen müssten daher ihre Geschäftsmodelle überdenken und neue Lösungen ausprobieren. Dazu gehörten evidenzbasierte Wertemodelle oder maßgeschneiderte Servicepakete für den Kunden. "Die Digitalisierung kann ein Motor und Beschleuniger für die Neuentwicklung von Geschäftsmodellen sein", so Krütten. 80 Prozent der von Simon-Kucher befragten Unternehmen sehen Digitalisierung in erster Linie als Chance, nicht als Risiko. Digitalisierung sei aber kein Wert für sich. Man müsse auch in der Lage sein, Patientenversorgungen zu verbessern und die neuen Lösungsansätze und Technologien auch zu monetarisieren. 


Dr. Josef Düllings, Hauptgeschäftsführer des St. Vincenz-Krankenhauses in Paderborn und Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) sieht die Krankenhäuser unter großem Druck. Der notwendige Dreiklang aus Qualität, Personal und Finanzierung sei nicht mehr harmonisch. "Die Brandherde nehmen eher zu. Das hat auch Auswirkungen auf die Sachmittel und den Umgang mit dem Medizinproduktebereich", so Düllings. Als Beispiel nannte er die jährliche Deckungslücke bei den Investitionskosten von 3,7 Milliarden Euro. Ursache sei die "unterirdische Investitionsförderung" auf Länderebene. Ein weiterer Faktor sei die Unterfinanzierung bei Tarifsteigerungen. Hinzu kommen die Auswirkungen durch das DRG-System: "Wir haben dadurch ein Höchstmaß an ökonomischer Effizienz erreicht, aber auf Kosten der Attraktivität der Arbeitsplätze", so der VKD-Präsident. 


Sehr kritisch sieht Düllings auch die Abwertung der sachkostenintensiven DRG-Fallpauschalen. Dieser dirigistische Eingriff in das DRG-System sei eine "falsche Entwicklung" und führe in diesem Jahr zu einer Umverteilung von einer Milliarde Euro von den sachkostenintensiven hin zu den personalkostenintensiven Fallpauschalen. Das treffe vor allem spezialisierte Einrichtungen und Universitätsklinika. Bei Sachkostenabwertungen und Fallzahlstagnation bleibe dann oft nur noch, dies personell zu kompensieren. Dies sei bei dem gegenwärtigen Ärzte- und Pflegekräftemangel aber auch eine riskante Gratwanderung. Die Folge dieser Entwicklungen: "Der Wettbewerbsdruck für die Medizinprodukte-Unternehmen wird weiter steigen", stellt Düllings fest. Es komme zu einer Fokussierung auf weniger Anbieter und mehr Standardisierung. Erstaunlich sei, dass nur die Hälfte der Krankenhäuser in Deutschland eine Deckungsbeitragsrechnung mit transparenten Sachkosten habe. Düllings: "Im Management fehlt es oft auch an einer systemischen Strategie. Reine Kostenreduzierungen sind keine Strategie und gehen zu Lasten der Qualität der Patientenversorgung." Sein Appell: "Wir müssen weg vom primären Preisdumping. Denn wir brauchen eine hohe Qualität auch bei Medizinprodukten, wenn das Credo von der besten Qualität für den Patienten Bestand haben soll." Erforderlich seien zudem "kreative Alternativansätze zur Wertschöpfung, beispielsweise durch Prozessoptimierungen als Teil einer Gesamtstrategie des Krankenhauses, im Idealfall gemeinsam mit Medizinprodukte-Unternehmen." Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Industrie sieht Düllings auch durch ein "frühzeitiges Innovations-Coaching". So könnten Kliniken mit der Unterstützung von Medizinprodukte-Unternehmen "evidenzbasierte Innovationen frühzeitig auf dem Schirm haben und organisatorisch schneller umsetzen, um damit einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen".


Dr. Daniel Fallscheer von Medtronic präsentierte Fallbeispiele von Services des MedTech-Unternehmens über das Produkt hinaus. Es gehe dabei immer um einen "Mehrwert", nicht nur für den Kunden durch Prozesseffizienz, sondern vor allem um einen individuellen Mehrwert für die Patienten. Derzeit gebe es noch keinen echten Wettbewerb um die beste Qualität der Leistung am Patienten, aber der werde kommen. Dabei brauche man nicht nur Partner im Krankenhaus, sondern auch auf Seiten der Krankenkassen. Als Beispiel für "Qualitätsexzellenz" nannte Fallscheer die Martini-Klinik am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg. Es ist eine Spezialklinik für die Prostatakrebs-Behandlung mit einem modernen MRT-Prostataverfahren‎. Die Klinik erzielt für die Patienten spürbar bessere Ergebnisse mit weniger Inkontinenz oder weniger erektilen Dysfunktionen. Die Behandlungsfälle stiegen in den letzten Jahren um durchschnittlich 16 Prozent. "Die Frage ist: Wie kann man solche qualitätsorientierten Lösungen skalierbar machen, und wie bekommt man die bessere Qualität besser vergütet?" Zum Medtronic-Weg: Seit der Gründung des Geschäftsbereichs "Medtronic Integrated Health Solutions" im Jahr 2013 ist Medtronic Partnerschaften mit Krankenhäusern in ganz Europa eingegangen. Gegenstand dieser Partnerschaften sind verschiedene Programme zur Qualitätsverbesserung, Erhöhung der Patientenzufriedenheit und Effizienzsteigerung sowie der Betrieb von mittlerweile über 250 Katheterlaboren und rund 100 Operationssälen. Insgesamt gibt es 130 langfristige partnerschaftliche Kooperationen mit Kliniken. "Das Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen Effizienz- und Prozessoptimierung – mit dem Ziel, bessere medizinische und wirtschaftliche Ergebnisse für die Krankenhäuser zu realisieren", so Fallscheer. Der Mehrwert werde auch vergütet, das Unternehmen müsse aber mit ins Risiko gehen, damit das Krankenhaus mitmacht. Über das Betreibermodell hinaus gehe es langfristig um das Ziel, "den Patienten zukünftig noch besser medizinisch zu versorgen und gleichzeitig die krankenhausinternen Ressourcen optimal und wirtschaftlich zu nutzen", so der Medtronic-Experte. Mit dem Wissen aus den Betreibermodellen können Behandlungspfade in einem "Playbook" standardisiert werden. Fallscheers Appell: "Um von der Kosten- zu einer Ergebnisbetrachtung zu kommen, muss man auf die Krankheitsbilder fokussieren." Medtronic sei hier in den Bereichen Schlaganfall oder Parkinson bereits auf dem Weg. 


Den Krankenhauseinkauf der Zukunft beleuchtete Prospitalia-Geschäftsführer Markus Wild aus Sicht einer Einkaufsgemeinschaft. Prospitalia steht nach der Übernahme von Comparatio für ein Einkaufsvolumen von 2,2 Milliarden Euro im Jahr für mehr als 1.250 Krankenhäuser, Klinikapotheken, Pflege- und Rehaeinrichtungen. Er sieht die Branche auf dem Weg "vom preisgetriebenen zum strategischen Einkauf" und "von der Beschaffung hin zur Krankenhaussteuerung". Der Einkauf der Zukunft habe nicht nur das preisgünstige Beschaffen zum Ziel. Durch die IT-gestützte Digitalisierung von Beschaffungsprozessen erreiche man auch eine optimierte Prozesssteuerung und Vereinheitlichung von Prozessen, eine effiziente Fehlerminimierung, eine Unabhängigkeit von den handelnden Personen mit gleichbleibend guten Ergebnissen sowie eine effiziente Kostensenkung bei allen Beteiligten durch optimierte Beschaffung mit weniger Platz und Materialeinsatz im Krankenhaus und weniger gebundenes Kapital seitens der Lieferanten. "Vor allem aber liefert die digitale Beschaffung alle Informationen zu einer effizienten Krankenhaussteuerung durch das direkte Zuordnen aller Prozesskosten und Erlöse", so Wild. Gerade im Bereich der IT-Entwicklungen mit elektronischen Standards sei das Optimierungspotenzial "grenzenlos". Dazu gehören Rechnungsdigitalisierung, digitales Vertragsmanagement, Produktscanner oder automatisierte Bestellprozesse. IT-Service müsste hier ein Baustein der Gesamtstrategie sein, Prozesse ganzheitlich zu betrachten und zu optimieren. Als Beispiel nannte Wild das "AIS-Center" von Prospitalia mit allen Artikeldaten und einem "Cockpit" für die Kunden. Von der Industrie erwartet die Prospitalia vor allem die Vereinheitlichung von Barcodes. "Statt nur Preise zu verhandeln müssen wir einen ganzheitlichen Unterstützungsansatz anbieten – begleitet durch entsprechende IT-Services und Infrastruktur", so Wild. 


Dr. Max Gisbert Kley, CEO der Freudenberg Medical Group, sieht die Medizintechnik-Zulieferindustrie unter erheblichem Veränderungsdruck. Gründe seien die zunehmende Konsolidierung auf der Kundenseite wie Medizintechnikunternehmen und Krankenhäuser, der Eintritt neuer Wettbewerber, die Globalisierung der Medizintechnikindustrie, die steigenden regulatorischen Anforderungen, aber auch die Digitalisierung auf der Produkt-und Prozessebene. "Die Konsolidierung der Branche wird sich fortsetzen", erwartet Kley. Denn es gebe niedrige Hürden für die Aufnahme von Kapital und strategische Investoren, die versuchen würden, die "kritische Masse" zu erreichen. Zudem würden die vermeintlich attraktiven Rahmenbedingungen der MedTech-Branche branchenfremde Investoren anziehen. Die Grenzen dieser Entwicklung sieht der Freudenberg Medical-CEO aber durch die Fragmentierung der Industrie mit einer hohen Anzahl mittelständisch geprägter Unternehmen. Auch die Breite der technischen Anforderungen, die teilweise niedrigen Stückzahlen sowie die enge Verzahnung mit den Kunden setzten dem Konsolidierungstrend in der MedTech-Branche Grenzen. Dennoch würden weitere "Mega-Zulieferer" mit breitem Produktportfolio und globaler Präsenz entstehen. Sein positiver Ausblick für die MedTech-Zulieferer: "Unternehmen mit technischer Differenzierung und einer Konzentration auf abgrenzbare Nischenmärkte werden auch in Zukunft Erfolg haben." Ziel müsse es sein, die eigene Relevanz für den Kunden zu erhöhen. Dabei spielen neue Geschäftsmodelle wie ein erweitertes Leistungsportfolio eine Rolle. Dazu gehören die frühe Einbindung der Zulieferer in den Entwicklungsprozess eines Medizinprodukts und das Eingehen von Entwicklungspartnerschaften. Freudenberg Medical biete hier beispielsweise seine Simulationskompetenz für medizintechnische Projekte an. 


Dr. Alexander Dziengel, Geschäftsführer des mittelständischen Zulieferers sfm medical devices, sieht Unternehmen seiner Größe und Produktbereiche vor allem durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) erheblich belastet. Nach den MDR-Bestimmungen unterliegt der Zulieferer prinzipiell denselben Verpflichtungen, wie alle anderen Wirtschaftsakteure, und ist zur Offenlegung sämtlicher relevanter Daten und Dokumente verpflichtet, die zur Bewertung der Konformität notwendig sind. Die gestiegenen Anforderungen aus der MDR setzten vor allem die kleinen Unternehmen unter Druck. "Die Probleme vieler Kleiner werden aber schnell zu den Problemen weniger Großer, wenn es zu Lieferengpässen kommt", so Dziengel warnend. Er plädiert daher für eine stärkere Zusammenarbeit von Herstellern und Zulieferern bei der MDR-Umsetzung. Für die Zulieferunternehmen in der Medizintechnik sei es wichtig, "so viel wie möglich eigenes Know-how zu generieren", so der sfm-Manager. "Je komplexer die Leistung des Zulieferers, desto schwerer ist es, sie zu kopieren." Es gebe keine Patentlösungen, jedes mittelständische Unternehmen und jeder Zulieferer brauche seine individuelle Strategie, um die Branchenumbrüche zu meistern. Dabei sei es auch denkbar, dass sich ein Zulieferer zum Hersteller wandle, wenn die Ressourcen dies erlauben. 


Dr. Arne Kreitz vom Beratungsunternehmen A. T. Kearney beleuchtete, ob die MedTech-Branche auf den disruptiven Wandel vorbereitet ist. Zum Wandel gehört, dass branchenfremde Konzerne wie Amazon Geschäftsmodelle für Medizintechnologien entwickeln. Der Vertrieb der Medizintechnik-Industrie wird sich insgesamt wandeln müssen. "Einer der Treiber ist die zunehmende Digitalisierung", so Kreitz. Viele Medizintechnik Unternehmen seien sich bewusst, dass die Digitalisierung stattfinde, haben aber noch keine klaren Antworten auf zentrale Fragestellungen gefunden. A. T. Kearney hat in Zusammenarbeit mit dem BVMed in den letzten Wochen über eine Online-Umfrage die Exzellenzstufen der MedTech-Unternehmen in der Digitalisierung des Vertriebs evaluiert. 24 Unternehmen haben an dieser Umfrage teilgenommen, davon einige globale Champions. 


Ein Ergebnis: die MedTech Unternehmen sehen einen großen Nachholbedarf in der digitalen Kundeninteraktion. Das sogenannte "Omnichannel-Management", also ein professionelles internes Informationsmanagement der Kundenkontakte, ist nicht umgesetzt. Drei Viertel der Unternehmen haben keinen bzw. nur einen geringen Abstimmungsgrad zwischen den Kanälen. Zudem verfügt keines der MedTech-Unternehmen über eine systematische Optimierung der digitalen "Customer Journey". Das bedeutet, den Kunden auf seiner Reise vom Interesse bis zur Kaufentscheidung zu begleiten. Bei der Entwicklung digitaler Services gibt es durchaus gute Ansätze. So hat Aesculap zahlreiche digitale Angebote im Markt eingeführt: beispielsweise eine lückenlose Dokumentation der Sterilgutversorgung über Individualcodierung auf Instrumentenebene. In einem anderen Versorgungsbereich überwacht ein Sensor den Hirndruck und ermöglicht dem Arzt die digitale Überwachung. 


Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Bei der digitalen Vertriebsanalyse werden in der Nutzung von Datenquellen und in der Datenverwaltung Potenziale gesehen. Die Verfügbarkeit und Nutzung von Datenquellen soll zukünftig verbessert werden. 44 Prozent der Unternehmen verwenden kaum externe Daten. 65 Prozent wollen aber künftig vollständige und durchgängig etablierte Datenmanagement-Prozesse einführen. In der Digitalisierung der Vertriebsprozesse besteht weiteres Potenzial. Die Berater identifizierten fünf Erfolgsfaktoren, um in der Digitalisierung zu den Gewinnern zu gehören:


1. Top-Down-Mandat: eine klare CEO-Bekenntnis zur Digitalisierung;


2. Digitale Vision: eine digitale Vision und Ambition als Leitfaden für die digitale Transformation;


3. Digitaler Akzelerator: eine Verantwortung als Anker und Akzelerator für die digitale Transformation, direkt berichtend an den CEO;


4. Startup-Atmosphäre: Fehler als Teil des Lernens und agile Arbeitsmethoden;


5. Aktives Change-Management: Kreieren einer positiven Atmosphäre; Digitalisierung als Chance und nicht als Bedrohung begreifen.

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Mit Virtual Reality gesund werden

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Digitale Transformation in der Beschaffung

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Supplychain 2030 - Looking forward

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Wie Ali gegen Foreman! Rumble in Leipzig: Schumann vs. Krojer

Krojer (links), Schumann (rechts)
Krojer (links), Schumann (rechts)

Zwei Krankenhaus-Digitalisierer treffen heute aufeinander... beim femak-Symposium in Leipzig. Jan Schumann (17 J., 1,82 m, 79 kg) vs. Stefan Krojer (40 J., 1,76 m, 78 kg). Nach der Werbung geht's um 10 Uhr los... Promoter: femak e.V.


Jan Schumann (17 J.) hat sich Unterstützung in Form von Florian Bechtel (23 J.) geholt. Beide sind zusammen genauso alt wie Krojer (40 J.).

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Automatische Materialerfassung und Materialdokumentation im OP Uniklinik Tübingen per Barcode und Scanner

Healthcare Award 2017 der GS1 für die Uniklinik Tübingen und Gallmann und Schug. 

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Megatrends der Zukunft - Blockchain wird sich im Jahr 2025 durchsetzen

Hype Cycle for Emerging Technologies, Quelle: Gartner 7/2017
Hype Cycle for Emerging Technologies, Quelle: Gartner 7/2017

Laut Gartner wird sich die Blockchain Technologie in 8-10 Jahren durchsetzen. Nun sei es an der Zeit, die Technologie den Nutzern und Geschäftsführern zu erklären und die Anwendungsfälle für Ihr Business darzustellen. Im Bereich Einkauf, Logistik, Supplychain und Healthcare ist die Blockchain sehr gut anzuwenden. Wie, wird in diesem Blog die nächsten Monate erklärt. 


Hier der Link zum CIO Artikel über die 3 Mega Trends der Zukunft. 

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Im Jahr 2053 werden Roboter künstliche Kniegelenke eigenständig operieren

Zum Video: Weltwirtschaftsforum (Facebook) https://m.facebook.com/worldeconomicforum/video_grid/

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Die vierte industrielle Revolution

Tolles Video des Weltwirtschaftsforums zum Thema vierte industrielle Revolution. Die Medizin und damit auch der Krankenhauseinkauf verändert sich die nächsten 20 Jahre rapide. Gestalte mit! #zukunftkrankenhauseinkauf 

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WACHSTUMSBESCHLEUNIGER FÜR MEDIZINPRODUKTE DURCH GELEBTE UND FLEXIBLE „SYSTEMPARTNERSCHAFT“

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Beschaffung 4.0

Procurement 4.0: Are you ready for the digital revolution?

by Reinhard Geissbauer, Robert Weissbarth, Jürgen Wetzstein

Published: May 4, 2016

 

Quelle: PWC

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Die Zukunft der kognitiven Beschaffung

Quelle BME 

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Mein digitaler sprachgesteuerter Assistent im Einkauf

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Roboter im Krankenhaus

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Zukunft digitale Supply Chain: Thesen und Zielbild zur Logistik 203

 

Die Digitalisierung hat alle Bereiche der produzierenden Unternehmen längst erreicht und mündet im Schlagwort Industrie 4.0. In diesem Zusammenhang rückt die Logistik immer stärker in den Fokus. Logistische Funktionen bieten sowohl auf Planungs- als auch auf operativer Ebene besonders viele Potentiale. Mit Hilfe digitaler Technologien können bestehende Prozesse autonom gestaltet bzw. eingeführt werden.

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Algorithmus soll die Logistik revolutionieren

Das Hamburger Start-up Cargonexx sorgt mit seiner Software dafür, dass Spediteure weniger Leerfahrten haben. Zahl der Kunden wächst

 

Rund 500.000 Lkw rollen täglich über Deutschlands Straßen und 150.000 von ihnen sind, rein rechnerisch, ohne Fracht. 30 Prozent Leerfahrt – ein Phänomen, das die Umwelt belastet und Transportfirmen wie Spediteure Geld kostet, während sich Autofahrer über verstopfte Autobahnen ärgern. Und die Lage spitzt sich zu: Bis 2030 soll der Güterverkehr auf Straßen noch mal um 17 Prozent zunehmen. Das heißt, noch mehr Lkw, noch vollere Straßen, noch stärkere Umweltverschmutzung – wenn nichts passiert. Ein Logistik-Start-up aus Hamburg will nun zur Lösung des Problems beitragen.

 

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Einkauf 4.0 - Digitale Transformation der Beschaffung

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Digitalisierung des Einkaufs: Einkauf kann Führungsrolle übernehmen

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Blockchain wird die Supply Chain verändern #3

Die Blockchain wir in 5 Jahren unsere Lieferketten revolutioniert haben. Alle Transaktionen werden nachvollziehbar sein, transparent und unmanipulierbar. Patienten Sicherheit wird dadurch erhöht werden. Mehr dazu in den nächsten Monaten auf diesem Blog.

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Startup innerhalb des Krankenhauses aus Medizintechnik, IT und Einkauf (Interview Josef Düllings VKD bei FKT)

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Das femak-Symposium "Digitalisierung - Der Patient im Netzwerk“

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Anmeldung und Flyer zur Veranstaltung
Flyer_Symposium_Digitalisierung_Leipzig.
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Interview mit Kurt Marquardt, Universitätsklinikum Marburg Giessen, zum Krankenhauseinkauf im digitalen Wandel bei der Bundesfachtagung Femak 2017

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Watson und die Lieferkette

Anleitung für die digitale Transformation in 10 Schritten

Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle (Quelle: Bitkom)
Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle (Quelle: Bitkom)

In 10 Schritten digital - ein Praxisleitfaden 

 

Wie digitalisieren Sie ihr Krankenhaus und ihren Krankhaus-Einkauf? Die Bitkom gibt Ihnen Hilfestellung mit diesem gelungenen 10 Punkte Leitfaden: 

 

In 10 Schritten digital (Bitkom e.V., Berlin) 

 

Die Digitale Transformation hat zwei Dimensionen. Eine ist die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Das ist das tägliche Geschäft der IT-Branche. Dabei geht es vor allem um höhere Effizienz, Margen und Produktivität, sowie die Senkung von Kosten und eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit. 

 

Die zweite Dimension ist die Digitalisierung von Geschäftsmodellen. Innerhalb dieser beiden Dimensionen können Sie Ihr Klinikum digital transformieren. Fangen Sie noch heute damit an, Ihren ersten Plan aufzustellen. Sie sind immernoch eine der Ersten! "You have to put a stick in the ground!" 

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Künstliche Intelligenz steuert Einkauf der Zukunft - SAP Ariba und IBM Watson kooperieren

Quelle: beschaffung aktuell


Die Softwareunternehmen SAP und IBM werden zukünftig noch enger zusammenarbeiten und gemeinsam für ihre Geschäftskunden neue, intelligente Lösungen auf Basis der „Watson“-Technologie entwickeln. Geplant seien gemeinsame Entwicklungszentren, zuerst in Palo Alto im Silicon Valley, dann auch am SAP-Firmensitz in Walldorf. Dort soll die Entwicklungn weiterer intelligenter Beschaffungslösungen und -services gefördert werden.



Exzellenz und Spitzenqualität für die Transformation des Einkaufs

 

„Wir haben eine Cognitive-Procurement-Plattform entwickelt, die speziell darauf trainiert ist Beschaffungstransaktionen und unstrukturierte Daten wie Wetterinformationen, atypische Teilenummern in Vertragstexten und komplexe Preisstrukturen zu verstehen“, erklärt Jesus Mantas, General Manager Cognitive Process Transformation bei IBM Global Business Services. „Indem wir die Power von IBM Watson und der IBM Cloud mit den Fähigkeiten von SAP Ariba bündeln, sprengen wir die bisherigen Standards für die Beschaffungsperformance und bieten unseren gemeinsamen Kunden beispiellosen Mehrwert.“

 


Künstliche Intelligenz unter der Haube 

 

So transformiert ein mit IBM Watson Services kombinierter digitaler Assistent z. B. die Einkaufspolitik, indem er bei der Festlegung des RFP-Typs und der Ermittlung geeigneter Lieferanten auf Basis von Warenkategorie, Region oder Branche hilft sowie Informationen zu Marktsignalen und Preisentwicklung liefert, um optimale Resultate zu erzielen.

 

Auch die Vertragsvergabe wird mit SAP Leonardo und IBM Watson smarter und umfassender, indem Anwendungen automatisch relevante, auf juristische Textsammlungen und Taxonomien abgestimmte Vertragsbedingungen identifizieren, auf Basis von Benchmarking-Daten ähnliche Vertragsbedingungen für bestimmte Waren nach Branche oder Region ermitteln und optimale Preisziele vorschlagen, die Volumenplanungen und Rabattvereinbarungen berücksichtigen. 


Zudem soll das Auffinden von Vertragsbedingungen und -zusammenfassungen automatisiert werden, damit in den komplexen Procurement-Szenarien der Zukunft jederzeit die Compliance gewährleistet ist.

 

Ausführliche Informationen zur Procurement-Partnerschaft von SAP Ariba und IBM sowie ein Interview mit SAP Ariba President Alex Atzberger finden Sie in der Juni-Ausgabe von Beschaffung aktuell.

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Die Zukunft hat begonnen - was ist gut, was ist schlecht?

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Genetik und Big Data verändert das private und geschäftliche Leben in den nächsten Jahren auf drastische Weise. Das kann man gut oder schlecht finden. Wahrscheinlich ist es Fluch und Segen zugleich. Wie bei den meisten vorgelagerten industriellen Revolutionen. Sollten Kliniken bereits heute die Entwicklung proaktiv mitgestalten oder eher noch abwarten, welcher Mega-Trend sich am meisten durchsetzen wird? 

 

Der Gesundheitsmarkt wird von Patienten und neuen Marktplayern aufgemischt 

Die meisten Krankenhäuser befinden sich aktuell noch ganz am Anfang dieser digitalen Transformation. Man könnte sagen auf "Kutschenniveau". Der Patient wird in den nächsten 2 - 5 Jahren die Kliniken von "unten her" treiben. Der Patient wird also der Treiber der Entwicklung sein. Der Anbieter (Krankenhaus) ist gezwungen darauf zu reagieren. Ein weiterer Trend ist, dass immer mehr branchenfremde Player in den Gesundheitsmarkt eindringen und die bisherigen Experten (Krankenhäuser, Ärzte, Krankenkassen) verdrängen werden. Sobald IBM, Google, Apple, Philips und Co. ihre Aktivitäten für den Gesundheitsmarkt "scharfschalten", wird es zu großen und disruptiven Umwälzungen im Markt kommen. Egal, ob die Lösungen dieser Unternehmen die Menschheit unbedingt benötigt oder nicht und welchen Beitrag sie zur tatsächlichen Verbesserung der Lebensqualität der Menschen und Patienten hat. Die Lösungen und Produkte dieser Firmen werden mit Milliarden Summen in den Markt gedrückt und deshalb auch gekauft werden. Kapital siegt in unserer heutigen Gesellschaft. Philosophische und ethische Diskussionen über den Sinn sowie Kosten und Nutzen von neuen ehealth-Lösungen sind zwar gut und müssen unbedingt geführt werden. An der Tatsache, daß die Produkte der großen IT-Unternehmen auf den Markt kommen und von Kunden und Patienten gekauft werden, geht kein Weg vorbei. Es kommt also in den nächsten Jahren von Patientenseite und IT-Anbieterseite eine Dynamik in den bisher sehr konservativ geprägten Klinikmarkt. 

 

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Digitalisierung in der Pflege - der Einkauf muss mitziehen

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Chef für Digitale Transformation

Peter Gocke, Chief Digital Officer der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Foto privat
Peter Gocke, Chief Digital Officer der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Foto privat

Charité startet mit Chief Digital Officer in die Zukunft

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat jetzt die Stabsstelle „Digitale Transformation“ eingerichtet und Peter Gocke die Leitung als Chief Digital Officer (CDO) übertragen.

 

Damit ist die Charité das erste Universitätsklinikum und eines der wenigen deutschen Unternehmen, das einen CDO beschäftigt.

Die digitale Transformation bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft und insbesondere Unternehmen betrifft. Ein Schwerpunkt der Arbeit des CDO wird die koordinierte Digitalisierung und Integration der administrativen, klinischen und wissenschaftlichen Prozesse sein, damit die Charité ihre universitätsmedizinischen Aufgaben in Krankenversorgung, Forschung und Lehre effizient und nachhaltig wahrnehmen kann.

Peter Gocke berät den Vorstand zur digitalen Transformation und entwickelt in Koordination mit den beteiligten Fachbereichen eine entsprechende Strategie sowie einen Plan zu deren Umsetzung. „Wir freuen uns, mit Peter Gocke einen ausgewiesenen Experten auf dem Fachgebiet der Digitalisierung gefunden zu haben, der als Mediziner zudem die Besonderheiten und Abläufe eines Krankenhauses versteht", betont Astrid Lurati, Direktorin des Klinikums.

 

 

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Sonderdruck f&w BVBG

Bundesverband der beschaffenden Institutionen im Gesundheitswesen
Bundesverband der beschaffenden Institutionen im Gesundheitswesen

Sonderdruck f&w BVBG

 

BVBG –  Impulsgeber für das Beschaffungsmanagement in der Gesundheitswirtschaft

 

Der Sonderdruck der f&w enthält alle Veröffentlichungen des BVBG aus dem Jahr 2016.

 

Folgende Artikel finden Sie dort:

 

  • Neues Vergaberecht Countdown läuft, Heiner Osterhues
  • BVBG-Herbstbefragung 2015 – Größe wird zum Risiko, Anton J. Schmidt
  • Arbeitsgruppe Medizinprodukt – assoziierte Risiken – Schäden vermeiden lernen, Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko und Prof. Dr. Hartmut Siebert
  • Prozessmanagement im Krankenhaus – Komplex, aber notwendig, Prof. Dr. Rudolf Schmid
  • Krankenhausstrukturgesetz 2016 – Gegenwartsmodell oder Zukunftslösung?, Anton J. Schmidt
  • Wiederaufbereitung von Einmalprodukten – Wirtschaftlich und ethisch, Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff
  • Sparen bei Sachkosten – Am Ende der Preisspirale, Dr. Meinrad Lugan
  • 8. BVBG-Veranstaltung – Klinikreform auf dem Prüfstand, Kerstin Tschuck
  • Digitalisierung – Prozessentwickler und –treiber, Dr. Oliver Gründel
  • Verpflegungsmanagement in Klinik und Heim – Korrekte Kostenabrechnung, Hans-Gerd Janssen
  • Beschaffungsmanagement – Das BVBG-Gütesiegel braucht Sie!, Anton J. Schmidt
  • Abwertung sachkostenintensiver Prozeduren – Spezialisten unter Druck, Anton J. Schmid

 

Bei Interesse an dem Sonderdruck, wenden sich an den BVBG

 

Quelle: PEG Website 

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Einkaufs- und Datenmanagement für Kliniken erfolgreich gestalten

Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart
Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart

Der Einkauf muss sich digital transformieren, um die Herausforderungen der nächsten 10 Jahre zu meistern. Dies ist das Fazit des Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart. Vom 03.-04. April 2017 trafen sich über 600 Teilnehmer aus Krankenhaus, Apotheke und Industrie, um über die Zukunft des Klinikeinkaufs zu diskutieren. Die Tagung stand unter dem Motto "Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Chancen und Herausforderungen aus Sicht des Einkaufs". 

Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia
Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia

Datenmanagement ist Erfolgsfaktor der Zukunft 

Markus Wild, Geschäftsführer der Prospitalia GmbH begrüßte die Teilnehmer und betonte in seiner Einführungsrede die wachsende Bedeutung der Digitalisierung. Datenmanagement sei ein zentrales Zukunftsthema. Dabei ginge es ihm nicht nur um Artikelstammdaten, sondern um die sinnvolle Verknüpfung aller vorhandenen Daten im Klinikum wie Materialbewegungsdaten oder Controllingdaten. Die Einkaufsgemeinschaft Prospitalia entwickle derzeit das bestehende Artikelinformationssystem (AIS) zum Supply-Chain-Cockpit aus. Oft würden sich die Kliniken fragen, wie sich die Erlöse zu den Kosten entwickeln würden. Auf diese Frage könne das Cockpit eine Antwort geben, indem es Leistungsdaten der Klinik mit Kostendaten verknüpfe. Für das Vertragsmanagement biete die Prospitalia ebenfalls eine Lösung an. Das System der Firma Optimal Systems sei im Supply-Chain-Cockpit integriert. Ebenfalls eingebettet in das Cockpit sei das Auswertungstool der Firma Click Sense. Angeschlossen würden die Kliniken per direkter Mawi-Schnittstelle oder per Rechnungsdigitalisierung. 

 

Barcodes noch verbesserungswürdig 

Die Prospitalia hilft ihren Mitgliedern dabei, Innovationsprojekte und Technologiepartnerschaften zu initiieren und zu begleiten. Zunächst werden gemeinsam mit den Kliniken Ziele und Strategien definiert.

Die Basis der Digitalisierung müsse allerdings stimmen. So sei oft noch ein falscher Barcode auf den Produkten oder zwei unterschiedliche Barcodes für ein und denselben Artikel, weil die Produkte aus zwei unterschiedlichen Ländern kämen. Wenn die Basis nicht stimme, dann bräuchte man über die folgenden Prozesse erst gar nicht mehr sprechen. 

 

2,2 Milliarden Einkaufsvolumen

Michael Lange, Leiter Key Account Management der Prospitalia, skizzierte die positive Mitgliederentwicklung für das Jahr 2016. Insgesamt seien 711 Senioren- und Rehaeinrichtungen, 534 Akutkliniken, 22 Maximalversorger und 8 Unikliniken Mitglied bei der Prospitalia mit mehr als 190.000 Betten. Die Einrichtungen könnten derzeit auf 745.000 verhandelte Artikel zugreifen. Das Einkaufsvolumen beträgt 2,2 Milliarden Euro, so Lange.  

 

Konsolidierung der Medizintechnikanbieter 

Karin Gensow, Leiterin Einkauf Prospitalia, stellte das Einkaufsteam der Prospitalia vor. Das Team des strategischen Einkaufs wurde auf insgesamt 30 Mitarbeiter vergrößert, um der wachsenden Bedeutung des Vergaberechts Rechnung zu tragen. Gensow berichtete, dass Deutschland im europäischen Vergleich sehr wenige Ausschreibungen realisieren würde, weshalb derzeit die Vergabepraxis der deutschen Kliniken von der EU-Kommission untersucht werde. Gensow informierte die Mitglieder über neue Lieferantenlistungen und aktuelle Fusionen gelisteter Partner. Derzeit vollziehe sich eine Konsolidierung am Medizintechnikmarkt. Durch den Zukauf der Einkaufsgemeinschaft Comparatio im März 2017 sei die Prospitalia aber für die Zukunft gut gerüstet und könne selbst eine hohe Marktmacht den Lieferanten entgegenstellen. Aktuell sind laut Gensow 400 Vertragslieferanten gelistet. 

 

Aesculap ist Lieferant des Jahres 2016

Im Rahmen der Abendveranstaltung des Prospitalia Jahreskongresses wurde die Fa. Aesculap zum Lieferanten des Jahres 2016 gekürt (Gesamtnote 1,934). Der deutsche Anbieter für Endoprothetik, Nathmaterial und chirurgische Instrumente überzeugte die Mitglieder der Prospitalia vor allem beim Service, bei der Qualität der Produkte und bei der Erreichbarkeit des Innendiensts. Die Plätze zwei und drei gingen an Sarstedt und Paul Hartmann. Die Plätze vier und fünf belegten Lohmann & Rauscher und B.Braun. Insgesamt wurden bei der Lieferantenbewertung 51 Medikallieferanten von den Mitgliedern der Prospitalia anhand von 14 Kriterien bewertet. 

 

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Kliniken müssen zukünftig "anders" arbeiten statt schneller

Prof. Lohmann führte durch die Veranstaltung
Prof. Lohmann führte durch die Veranstaltung

Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer aus Hamburg, eröffnete das Plenum des Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart. Seine These: Kliniken müssen besser (Patient wird Konsument), billiger (Schere zwischen Kosten und Erlöse) und moderner (Arbeitnehmermarkt) werden. Kliniken müssten endlich weg vom "schneller" und hin zum "anders" Arbeiten kommen. Diese Transformation hätten bereits andere  Branchen erfolgreich durchlaufen. 


Der Klinikeinkäufer hat laut Lohmann eine wichtige Schanierfunktion inne. War der Einkäufer noch früher eher ein Wadenbeißer und selten harmoniesüchtig, so kommuniziere er heute gleichermaßen nach innen und nach aussen. Dies erfordere eine hohe Kommunikationskompentenz. Der Einkäufer von Morgen beherrsche sowohl die Kommunikation mit Menschen als auch die Kommunikation und die Sprache der IT-Systeme.  


Lohmann beobachtet, dass die Kliniken im Einkauf derzeit noch auf sehr unterschiedlichen Niveaus arbeiten. Deshalb müsse der Einkauf in den meisten Einrichtungen besser werden (Einkaufen von Patientensicherheit, Patientennutzen, Mehrwerten),  billiger werden (gute Konditionen und gute Prozesse) und moderner werden (innovative und vernetzte Medizintechnik). Die Digitalisierung und die konsequente Ausrichtung der Prozesse an den Patientenbedürfnissen spiele eine bedeutende Rolle, so Lohmann. 


In Kürze werden wir ein ausführliches Interview mit Prof. Lohmann zum Thema Krankenhaus-Einkauf veröffentlichen. 

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Die Zukunft des Gesundheitswesens: eine Mischung aus IT und Medical-Food

Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Direktor 2b AHEAD Think Tanks
Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Direktor 2b AHEAD Think Tanks

Sven Gábor Jánszky, Direktor 2b AHEAD Think Tanks, ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher Europas (http://www.2bahead.com/tv/). Jánszky sprach am 04.04.2017 im Rahmen des Prospitalia Jahreskongresses vor über 400 begeisterten Zuschauern in Stuttgart. Die Tagung für Krankenhauseinkäufer stand unter der Motto "Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Lösungen aus Sicht des Einkaufs".

 

Das Gesundheitswesen ist die Branche, die sich im Rahmen der Digitalisierung am meisten wandeln werde, führte Jánszky ein.  Die Zukunft der Kliniken werde aber nicht aus den Kliniken selbst entwickelt, so Jánszky. Vielmehr werde sie von außen, den Patienten und den IT-Firmen vorangetrieben. Um die Zukunft zu erfragen, muss der Zukunftsforscher deshalb Personen aus diesen Branchen befragen. Zukunftstreiber sind laut Jánszky Unternehmen wie Google, IBM oder Qualcomm. Die Entwicklung der Digitalisierung wird exponentiell steigen. Derzeit verdoppelt sich alle 18-24 Monate die Rechenleistung eines PCs. Die gegenteilige Entwicklung kann man bei der Nutzungsdauer von Handys und Medizinischen Geräten beobachten. Diese werden immer kürzer und Geräte seien bereits nach 2 bis 3 Jahren veraltet.  

 

Digitalisierungsstrategien sind gefährlich 

Jánszky behauptete, dass alle digitalen Strategien der Unternehmen für das Jahr 2025 falsch seien. Diese Erkenntnis müssten die Manager aber erst einmal gewinnen. Es sei zwar durchaus sinnvoll eine Digitalisierungsstrategie für sein Unternehmen und den Einkauf aufzustellen, jedoch ist die Entwicklung in den nächsten Jahren so exponentiell, dass im Jahr 2025 alles wieder anders sein würde, als vorher angenommen. Deshalb könnte man keine Strategie aufstellen, die einen Zeitraum länger als fünf Jahre umfasst. Die Strategie muss ständig angepasst werden, so Jánszky. Als Beispiel für die exponentielle Entwicklung nannte er das iPhone 1. Dies wurde vor genau 10 Jahren auf den Markt gebracht. Damals lag die Zustimmung der Bevölkerung zur täglichen Verwendung des Handys und eines Touchscreens unter 2 Prozent. Heute hält jeder das iPhone für das normalste auf der Welt. Wir empfinden Regelbrüche, die wir vorher als Spinnerei abgetan haben, im Nachhinein als normal, betonte Jánszky. 

 

IBMs Watson im Handy 

Eric Brown, Director IBM Watson, veröffentlichte bereits im Jahr 2016 eine kostenlose Watson-Testversion für Studenten, so Jánszky. Jánszky Prognose: Im Jahr 2025 erledigen Studenten ihre Excel Arbeiten nur noch mit einem integrierten Watson-Algorithmus. Künstliche Intelligenz wird zur normalsten Sache der Welt werden. Jánszky prognostiziert eine spannende Entwicklung im Bereich Kundenservice und Call-Center: Watson könnte ab 2025 80% der eingehenden Anrufe thematisch voraussagen. Und zwar bevor der Anruf überhaupt beim Call-Center eingeht. Jánszky nannte ein Beispiel: Herr Musterman hat wahrscheinlich ein Problem "XY". Zu seinem Problem passt wahrscheinlich die Lösung "XY", berechnet Watson. In drei Jahren werde jeder Mensch eine mobile Watson-Version in seinem Smartphone mittragen. Watson werde in drei Jahren Krebs besser erkennen als Menschen. Der Chinesischer Computer "Quantum Physics" hat zu Watson bereits aufgeschlossen., meint Jánszky. Die Entwicklung geht rasant weiter. Wir würden an der Schwelle zum Zeitalter des Quanten-Computer stehen, so Jánszky. Die kognitive Intelligenz, also die Denkgeschwindigkeit, die Fähigkeit Strategien zu bilden oder Verhandlungen zu führen, wird im Jahr 2057 vom Computer endgültig besser ausgeführt werden als vom Menschen, prognostiziert Jánszky.  

 

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Digitale Transformation des Einkaufs gelingt nur gemeinsam mit der IT

IT- und Einkaufsmanager ticken unterschiedlich. Sie leben in zwei Welten. Während die IT über Server, Netzwerke und Datenbanken nachdenken, reden Einkäufer über Artikelstandardisierung und Artikelklassifikationen. Wie es dennoch gelingt beide Welten für das Unternehmen gewinnbringend zusammenzuführen demonstrierten Martin Merkel , Leiter Zentraler Einkauf bei der Management und Servicegesellschaft Chemnitz mbH MSG der edia.con-Gruppe, und Lars Forchheim, Abteilungsleiter IT und Organisation, eindrucksvoll auf der femak 35. Bundesfachtagung 2017 in Rotenburg a.d. Fulda. 

 

In den neun Einrichtungen der edia.con-Gruppe existieren derzeit 210 unterschiedliche Anwendungen. 2.400 Anwender werden von 15 IT-Mitarbeiter betreut. Alle Anwendungen müssten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Im Krankenhaus-Einkauf stehen dabei für Merkel spezielle im Fokus (siehe Vortrag). Zentraler Erfolgsfaktor für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen IT und Einkauf sei laut Merkel und Forchheim das gegenseitige Verständnis und die ständige Kommunikation. Nur dann könne die digitale Transformation gelingen. 

 

 

Merkel arbeitet im Zentraleinkauf zum Beispiel mit der Klassifikation "Warengruppe plus" von Medical Columbus. Der konkurrierende  branchenübergreifende Standard "eClass" sieht er für seine Einrichtungen in Kombination mit der GS1 als aktuell noch nicht geeignet an. Merkel forciert die Automatisierung von OP-Dokumentation und Bestellungen von Implantaten. Merkel arbeitet bereits mit zahlreichen digitalen Anwendungen im Einkauf, unter anderem mit den Lösungen von Snap, Amondis, Logbuch und Optimal Systems. Diese Lösungen seien durch die IT optimal in die vorhandene IT-Welt eingebunden worden. Der Einkauf könne sich nur digital transformieren, wenn die hausinterne IT frühzeitig im Projekt eingebunden würde.

 

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EINKAUF vs. IT
Vortrag auf der 35. femak Bundesfachtagung 13. März 2017
Merkel femak EINKAUF und IT .pdf
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Klinikeinkäufer rüsten sich für die Zukunft

Die 35. Bundesfachtagung der femak (Fachverband für Einkäufer, Materialwirtschaftler und Logistiker im Krankenhaus e.V.) fand am 13. und 14. März 2017 in Rotenburg statt. Das Motto der diesjährigen Tagung lautete "Kompetenzzentrum Krankenhauseinkauf - sozial, digital … Und wie geht es weiter?".  Zwölf interessante Vorträge informierten über 160 Teilnehmer über aktuelle Trends und erfolgreich umgesetzte Projekte aus dem Krankenhaus-Einkauf.  

Innere Qualität  

Prof. Dr. Kuno Rechkemmer vom Stuttgarter CGIFOS Institut sieht für die Zukunft die "Innere Qualität" und das "Empowerment" als Megatrend in deutschen Kliniken.  In­ne­re Qua­li­tätig bedeute die Qua­li­tät des Ver­hal­tens der Be­schäf­ti­gen ge­mes­sen an den Vor­ga­ben zu Wert­hal­tun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen (Kun­den­ori­en­tie­rung, Wirt­schaft­li­cher Um­gang mit Res­sour­cen, Füh­rung etc.). Ei­ne gu­te In­ne­re Qua­li­tät sei für die Qua­li­tät und den Er­folg von Kliniken von ho­her, kaum zu über­schät­zen­der Re­le­vanz. Selbst bes­te Struk­tu­ren und Pro­zes­sblau­pau­sen nut­zen we­nig, wenn die In­ne­re Qua­li­tät nicht stimmt. Das Kon­zept der In­ne­ren Qua­li­tät führe zu ei­nem neu­en Ver­ständ­nis der Qua­li­tät und da­mit auch des Ma­nage­ments von Or­ga­ni­sa­tio­nen. Das bis­lang vor­nehm­lich auf die Äu­ße­re Qua­li­tät (Struk­tu­ren, Pro­zes­se, Er­geb­nis­se) kon­zen­trier­te Den­ken und Han­deln wird um ei­ne zwei­te Grund­di­men­si­on er­wei­tert – eben die In­ne­re Qua­li­tät. Prof. Rechkemmers These ist, dass der Einkauf sich nur weiterentwickeln könne, wenn das Verhalten der Menschen gemessen und optimiert werde. Dadurch liese sich die Interne Qualität des Einkaufs verbessern. Die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger im Einkauf wer­den nicht an­ge­mes­sen in der Wahr­neh­mung ih­rer Auf­ga­ben un­ter­stützt. Her­kömm­li­che An­sät­ze ent­spre­chen nicht den An­for­de­run­gen, seien teils so­gar fehl­lei­tend und kon­tra­pro­duk­tiv. Zum einen geht bei Innerer Qualität des Einkaufs um die Qualität der Zusammenarbeit und der Aufgabenerfüllung. Am Rande vielleicht auch um die Optimierung der Compliance und Minimierung von Betrug. Noch wichtiger erscheint Rechkemmer, dass es der Einkauf mit in der Hand hat, bisherige Fehlleitungen zu korrigieren. Ein Beispiel seien die Kosten  für Kommunikationstrainings, Coachings, BGM-Massnahmen, Diversifizierungsmanagement, Soft-Fächer in der Aus- und Fortbildung. Wie wird der Return kontrolliert beziehungsweise gemessen? Hier könnte der Einkauf klare Vorgaben machen (Organisationsrichtlinie etc.). 

Sein Er­geb­nis: Die Zie­le wer­den trotz ho­hen Auf­wands oft nicht er­reicht. Hier setze das Konzept Management der Inneren Qualität an (MIQ). Die Interne Qualität sei zentrale Voraussetzung, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. 

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