Digitalisierung in der Klinikbeschaffung - bei der Umsetzung der Visionen die Menschen mitnehmen

Auf der 10. BVBG-Veranstaltung am 22. Juni 2018 im KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum in Berlin diskutierten hochrangige Experten offene Fragen im Rahmen des Digitalisierungsprozesses im Gesundheitswesen.


Was bedeutet Digitalisierung im Gesundheitswesen, wie soll sie finanziert werden und wie soll die Umsetzung erfolgen? Fragen, mit denen sich die Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft auf der 10. Jahresveranstaltung des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen intensiv befassten.


„Wir brauchen bei der Digitalisierung weniger Visionen und mehr Realität“, betonte Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland e. V. (BVBG) sowie Vorstandsvorsitzender der P.E.G. Einkaufsgenossenschaft eG bei der thematischen Einführung in das Programm. Wie designt man Digitalisierung? Diese Frage diskutierte Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer Gesellschaft für Risikoberatung (GRB), mit den Teilnehmern. „Design muss die Menschen dazu verführen Produkte einzusetzen“, so Dr. Gausmann. Das gelte auch für den digitalen Einsatz. Das sich durch digitalisierte Prozesse auch Chancen für die Kostenträger ergeben, stellte Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher, Vorsitzender des Vorstands IGV-Research, vor. Allerdings warnte er vor dem unstrukturierten Einsatz von Daten, der zu falschen Schlüssen führen könne. „Algorithmen brauchen eine Art Facharzt-Tüv“. Nur so könne die Herstellung falscher Zusammenhänge vermieden werden. Zu viele unterschiedliche digitale Plattformen und eigene Systeme im Rahmen der Beschaffung bemängelte Dr. Oliver Gründel, Geschäftsführer AGKAMED GmbH und plädierte für die branchenweite Etablierung elektronischer Standards, die eine einheitliche Scannerlösung ermöglichen. Als „Sünden der Vergangenheit“ bezeichneten Adelheid Jakobs-Schäfer, Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik der SANA Kliniken AG und Bernd Christoph Meisheit, Geschäftsführer Sana IT Services GmbH frühere Entscheidungen der Digitalisierung. So wurde die IT in vielen Bereichen lange nur als Kostenfaktor angesehen, Systeme nicht weiterentwickelt und keine Fachkräfte eingestellt. Überrascht waren viele der Teilnehmer von der Aussage von Dr. Michael Meyer, Vice President Siemens Healthineers, dass ca. ein Viertel aller Cyberangriffe im Gesundheitsbereich – und hier speziell im Umfeld von Kliniken – stattfinden. Dr. Martina Oldhafer, Leiterin Changemanagement Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, setzte beim Changemanagement auf einen emotionalen Ansatz. „80 % der Entscheidungen werden auf emotionaler Ebene getroffen. Veränderungen können zu Ängsten, Emotionen und Widerständen führen, wenn die Menschen, dies es betrifft, nicht mitgenommen werden.“


Der BVBG unterstützt die Tätigkeit von Beschaffungsinstitutionen in der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung und Optimierung der Gesundheitsfür- und Vorsorge. Ziel des Verbandes ist es, die Qualität, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zu erhalten und zu verbessern.


Quelle / Weitere Informationen:


Anton J. Schmidt

Vorstandsvorsitzender

P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG

BVBG e.V.

Kreillerstr. 24

81673 München

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Schwergewichte greifen an - Zwei Einkaufsgemeinschaften im direkten Vergleich

Zukunft Krankenhaus-Einkauf hat Anfang Januar 2018 sieben Einkaufsgemeinschaften per eMail für ein schriftliches Interview angefragt (AGKAMED, clinicpartner, GDEKK, PEG, Prospitalia, SANA Einkauf, UNICO). Zwei Einkaufsgemeinschaften haben mitgemacht. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an diese beiden Unternehmen. Sie tragen dazu bei, dass Kliniken die Geschäftsmodelle der Einkaufsgemeinschaften noch besser verstehen und die Zusammenarbeit verbessert werden kann. 

 

Die Einkaufsgemeinschaften werden namentlich nicht erwähnt. Erraten Sie es, um welche beiden Einkaufsgemeinschaften es sich handelt? 

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Werden Einkaufsgemeinschaften zu IT-Unternehmen? Live Voting auf der 36. Bundesfachtagung der femak

TED-Umfrage im Rahmen des Vortrags von Martin Merkel und Stefan Krojer zum Thema "Schnittstelle IT und Einkauf - Probleme und Lösungen". Über 220 Teilnehmer trafen sich am 12.03.2018 in Rotenburg a.d. Fulda. 


Möchten Sie den gesamten Vortrag einsehen? Dann schreiben Sie mir eine Mail an kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de. 

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Wer ist der König unter den US Einkaufsgemeinschaften?

Top 3 Einkaufsgemeinschaften in den USA
Top 3 Einkaufsgemeinschaften in den USA
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Neuer Stammdatenpool im Gesundheitswesen wird geschaffen

Wie die f&w in ihrer News des Tages am 20.02.2018 berichtet, entwickeln die vier  Einkaufsgemeinschaften GDEKK eG, P.E.G. eG, Prospitalia GmbH und Sana Klinik Einkauf GmbH einen Pool für elektronische Artikelstammdaten.

 

Der Datenpool, genannt "Healthcare Content Data Portal (HCDP)", soll eine einheitliche Klassifikation (eCl@ss) nutzen und die Standards der GS1 für die Identifikation und Datenübertragung abbilden. Der BVMed (Forum eStandards) und die Einkaufsgemeinschaften sollen dazu federführend die Validierungsregeln für die Stammdaten vorgeben.

 

Zeitschiene für Start des Projektes ist Mitte 2018. In einem Pilotprojekt sollen Hersteller und Lieferanten Zugang über ein neu geschaffenes Portal erhalten. Sie können Mithilfe des Portals ihre Artikelstammdaten per Upload in definierten Formaten bereitstellen und auch pflegen können. Mit der Ausführung wurde die Bayard Consulting Group beauftragt.

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Streamline your cost management efforts (GPO, PremiereConnect Supply Chain)

Die US-Einkaufsgemeinschaft "Premier" bietet ihre Mitgliedern eine Vielzahl an IT-Tools zur Kostensenkung, Patientensicherheit und Erlössteigerung an. Mehr unter Premier.

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Die größte Einkaufsgemeinschaft der Welt? England kauft für seine Kliniken selbst ein

Seit 2016 kauft die englische NHS Supply Chain für ihre Kliniken ICDs, Stents und vielseitig mehr ein. Der Ansatz: Innovationen durch Einkaufsbündelung schnell in den Markt bringen und dabei auch noch Geld sparen. Ein draus sehr interessanter Ansatz. Vielleicht auch ein Erfolgsmodell für Deutschland? Warten wir die nächsten zwei Jahre noch ab, ob die NHS ihre angestrebten Einsparungen auch tatsächlich erreichen werden.

 

Hier die Beschreibung des Modells in Englisch (Quelle: https://www.england.nhs.uk/commissioning/spec-services/key-docs/medical-devices/

 

New system for buying and supplying high-cost medical devices in specialised services

 

NHS England is introducing a new nationwide system for purchasing expensive medical devices and implants used in specialised services. Its implementation is being rolled out from April 2016 and it is expected that the new approach will see savings of over £60 million reinvested into specialist care in its first two years.

What it will deliver

 

NHS England currently spends around £500 million a year on devices such as implantable cardioverter defibrillators (ICDs) for people with abnormal heart rhythms, bone-anchored hearing aids and bespoke prosthetics. There are wide variations in the prices hospital trusts pay for the same products, and in the rates of adoption and usage of devices across the country.

 

By taking a more rigorous commercial approach, the advantage of economies of scale and reducing price variations, it is estimated that tens of millions of pounds can be saved from the annual cost of devices currently being purchased – savings which will be reinvested into other specialised services and treatments.

 

It is thought that £12 million may be saved from the £80 million currently spent on ICDs, for example. While the price paid for dual-chamber ICD systems can vary by over 50% between different trusts.

 

In future, we believe that the national supply chain will also improve access for patients to new technologies by allowing novel devices, with proven effectiveness and value, to be adopted quickly, easily and at the best price.

 

For example, developments in miniaturisation and digital technologies are seeing injectable recorders, as opposed to implantable recorders, move some procedures from theatres into outpatients clinics. We intend to monitor and support adoption of such technologies using the new system.

 

There will be no restrictions on product use on introduction of the new supply chain. The system should see improved clinical practice and device optimisation, as clinicians will be able to choose the best device for the patient based on evidence.

How it will work

 

A single national approach for purchasing and supplying these devices has now been agreed between NHS England and NHS Business Services Authority. The new system for hospital trusts to order devices for specialist services will be operated by NHS Supply Chain.

 

The approach involves a transactional model involving zero cost to healthcare providers.

 

Rather than separate hospital trusts paying for the devices and being reimbursed by NHS England as previously happened, providers will place orders for devices with NHS Supply Chain at zero cost to them. NHS Supply Chain will then place the order with suppliers and invoice NHS England.

 

At launch, the new system covers the full range of current devices from a near-complete list of existing suppliers to the NHS. New devices will be added to the online catalogue in a timely manner. The few devices currently purchased from other suppliers – a fraction of NHS usage – can continue to be purchased by hospital trusts as before.

What devices are included?

 

The new system covers all ‘high-cost tariff excluded devices’ set out in the List of High Cost Devices in the 2016/17 National Tariff Payment System. These are devices that are expensive and are paid for on top of the national price, or tariff, for the procedure in which they are used. This is because the devices are provided by a relatively small number of centres, and it is recognised that the costs would not be fairly reimbursed if they were simply funded through the tariff.

 

The initial implementation will focus on the following 17 categories:

 

  •     Three-dimensional mapping and linear ablation catheters (complex cardiac ablation)
  •     Aneurysm coils and flow diverters for intracranial aneurysms
  •     Bespoke orthopaedic prostheses
  •     Circular external fixator frames
  •     Bone anchored hearing aids
  •     Carotid, iliac and renal stents
  •     Deep brain, vagal, sacral, spinal cord and occipital nerve stimulators
  •     Endovascular stent graft
  •     ICD (Implantable Cardioverter-Defibrillator) ICD with CRT (Cardiac Resynchronisation Therapy) capability
  •     Intracranial stents
  •     Intrathecal drug delivery pumps
  •     Maxillofacial bespoke prostheses
  •     Occluder, vascular, appendage and septal devices
  •     Percutaneous valve repair and replacement devices (mitral/pulmonary valve)
  •     Peripheral vascular stents
  •     Radiofrequency, cryotherapy and microwave ablation probes and catheters

 

Introduction of the system

 

The first phase of implementation will be focussed on the 57 healthcare providers that account for over 90% of devices purchased each year. A later, second wave of implementation will see the remaining Trusts join in. The aim is for every Trust performing operations using these high cost devices to be using the new system by the end of 2016.

 

All providers who implant NHS-funded high cost tariff excluded devices will be moved to the new system, with NHS Supply Chain working with trusts to plan the transition.

Zukunftstudie "Krankenhaus-Einkauf 2025" zeigt: Lieferanten und Einkaufsgemeinschaften werden zu strategischen Digitalisierungspartnern

Berlin, 10. Oktober 2017


Die Studie „Krankenhaus-Einkauf 2025“ von Stefan Krojer, Leiter Wirtschaft und Versorgung im St. Marien-Krankenhaus Berlin zeigt, dass Einkaufsgemeinschaften und Lieferanten künftig in die Verantwortung genommen werden, um Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele beim Klinikkunden zu erreichen. Wertschöpfungspartnerschaften zwischen Kliniken und Anbietern bewerten Produkte und Prozesse gemeinsam, setzen sich messbare Ziele  und entwickeln zunehmend digitale Lösungen. 85 Klinikeinkäufer nahmen an der nicht repräsentativen Online-Umfrage teil. Zudem wurden Experten-Interviews durchgeführt und aktuelle Fachliteratur einbezogen.


Kernergebnisse:

  • 47% der Befragten geben an, sich gut oder sehr gut mit Digitalisierung auszukennen.

  • 53% geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu haben. Im Vergleich dazu haben 89% der Klinikgeschäftsführer eine digitale Strategie.

  • Der Krankenhauseinkäufer der Zukunft besitzt drei Kern-Fähigkeiten:
    Prozessdenker 88%, Problemlöser/Veränderungskompetenz 77%, Datenanalyst 73%.

  • Das „Internet der Dinge“ hält Einzug: 72% stimmen zu, dass RFID-Tags Medizintechnik lokalisieren und den Lagerbestand optimieren.

  • Lieferanten werden zu strategischen Partnern (Betreibermodelle, Innovationscoaching, Softwarelösungen, gemeinsame Startups, Invest/Profit-Sharing)

  • Standardisierung der eigenen Daten und Prozesse ist Voraussetzung für die neue Rolle des Einkäufers als Berater, Innovationscout und Digitalisierungsbuyer.

  • 70% gaben an, dass der Einkauf kleinerer Kliniken von Einkaufsgemeinschaften komplett übernommen wird.

  • Die Konsolidierung der Einkaufsgemeinschaften geht weiter. Im Jahr 2025 dominieren zwei Einkaufsgemeinschaften den Markt. SANA und Prospitalia erhalten zusammen doppelt soviel Zustimmung wie alle anderen Anbieter  zusammen.

  • 77% gaben an, dass Lieferanten zukünftig in die Verantwortung genommen werden, Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele zu erreichen. Wertschöpfungspartnerschaften werden Produkte und Prozesse gemeinsam bewerten.

  • 47% sind der Meinung, dass der operative Einkäufer aussterben wird.

  • Künstliche Intelligenz interpretiert Daten und erstellt automatisch Vorschläge für Warengruppenportfolios, Vertragsmuster und Konditionsmodelle.

  • In Sozialen Netzwerken beschaffen Einkäufer fast alle Informationen zu Lieferanten, Produkten und Ansprechpartnern in realtime. Das Teilen von Wissen über soziale Plattformen wird Standard werden.


Einkaufsgemeinschaften werden zum digitalen Systemanbieter

Einkaufsgemeinschaften  können größtenteils  den kompletten Einkauf kleinerer Kliniken übernehmen, meinen 70 % der Befragten. Die Einkaufsgemeinschaften können verstärkt als Komplettanbieter auftreten. Sie bieten strategischen Einkauf, operativen Einkauf sowie Logistik und treten als IT-Lösungsanbieter auf. Zum Trend der Digitalisierung könnten IoT und RFID Technologien beitragen, die die Lokalisierung von Geräten und die Steuerung von Medizintechnik übernehmen, den Bestand und den Auslastungsgrad pro Gerät optimieren helfen und für mehr Medikamentensicherheit sorgen könnten. Die Umfrageteilnehmer erwarten zudem, dass die Disposition der OP- und Stationslager automatisiert durch RFID-Chips an der Produktverpackung erfolgt. Fast drei Viertel rechnen auch damit, dass bis 2025 eine automatisierte Stammdatenpflege mittels UDI (Unique Device Identification) etabliert ist.


Anforderung an Lieferanten

Lieferanten werden zukünftig zum Wertschöpfungspartner. Sie verbessern im Krankenhaus gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, die Wirtschaftlichkeit und fördern Innovationen. Einkäufer identifizieren, segmentieren und entwickeln Industriepartner, um passgenaue Lösungen für ihr Haus zu erarbeiten. So wandeln sich einige Lieferanten vom reinen „Produktanbieter“ zum „strategischen Geschäftspartner“. Sie betreiben mit dem Krankenhaus ganze Leistungseinheiten oder entwickeln in enger Kooperation neue Produkte und digitale Lösungen. Dies könnte so weit gehen, dass Kliniken mit Lieferanten sogar gemeinsame Startups gründen oder sich Investition und Profit teilen. Kliniken bieten als Innovationscoach für die Lieferanten einen Mehrwert in der Produktentwicklung. Strategische Partner erhalten so tiefe Einblicke in die Klinikprozesse. Krojer beschreibt dies so: „Krankenhaus und Lieferanten beurteilen Produkte und Prozesse gemeinsam, teilen ihr Wissen, lernen ständig voneinander.“ Auf Basis des neu gewonnenen Wissens, werden sich neue intelligente IT-Lösungen etablieren. Anwender, Einkäufer, Lieferanten und Beschaffungsdienstleiter sind eng miteinander vernetzt. „Der Dreiklang aus Einkauf, Logistik und Technologie wird den Markt verändern“, so Krojer. Etwa 58 % erwarten, dass 2025 Lieferanten und externe Partner in Echtzeit die Material- und Leistungsdaten der Kliniken erhalten. Dies könnte auch für Fachhändler als Systempartner interessant sein. Mehr als drei Viertel  stimmen  der These  zu, dass die Lieferanten in die Verantwortung zur Erreichung der Qualitätsziele einbezogen werden.


Einkäufer müssen sich weiterbilden

47% der Befragten geben an, sich gut oder sehr gut mit Digitalisierung auszukennen. 53% geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu haben. Im Vergleich dazu haben 89% der Klinikgeschäftsführer eine digitale Strategie, laut Krankenhaus-Studie 2017 von Roland Berger. Der Krankenhauseinkäufer muss also diese Lücke schließen. Dazu muss er insbesondere über drei Kern-Fähigkeiten verfügen: Prozessdenker 88%, Problemlöser/Veränderungskompetenz 77%, Datenanalyst 73%. Der Einkäufer der Zukunft wird über immer mehr Daten verfügen, die er richtig analysieren muss. Aber aus welchen Daten kann ich eine Verbesserung ableiten? Und wie ich diese Daten aufbereiten und vernetzen? Kann ich damit meine meine Prozesse verbessern und Probleme lösen?  Als interner Schnittstellenmanager wird sich der Einkäufer aufgrund von Big Data immer weiter vorne im Wertschöpfungsprozess einer Klinik einschalten. “Er wird das sogenannte „Upstreaming“ beherrschen müssen”, so Krojer. Um sich weiterzubilden nutzt der Einkäufer der Zukunft verstärkt neue Technologien wie zum Beispiel die Virtuelle Realität und eLearning Plattformen ein.

Künstliche Intelligenz und Blockchain optimiert Einkauf
Künstliche Intelligenz interpretiert Daten und erstellt automatisch Vorschläge für Warengruppen, Vertragsmuster und Konditionsmodelle. Per Sprachsteuerung und per Chatbot interagiert die künstliche Intelligenz mit dem Anwender und dem Einkäufer. Unternehmenssuchmaschinen (Enterprise Search) durchsuchen alle im Unternehmen vorhandenen Dokumente und Informationen zum Beispiel zu einem bestimmten Lieferanten und kombinieren die Ergebnisse mit Informationen aus externen Datenquellen. So entsteht aus strukturierten und unstrukturierten Daten neues Wissen, das den Einkäufer zum aktiven Steuermann macht. Durch den Austausch in Sozialen Netzwerken beschaffen sich Einkäufer wichtige Informationen zu Lieferanten, Produkten und Ansprechpartnern in Echtzeit. Das Teilen von Wissen über soziale Plattformen wird Standard werden.

“Durch meine Studie zur Zukunft Krankenhaus-Einkauf 2025 habe ich festgestellt, dass ein enormer Handlungsbedarf zur Ausgestaltung von Wissens- und Innovationspartnerschaften zwischen Industrie und Kliniken besteht.” Deshalb hat Krojer gemeinsam mit dem Innovationsunternehmen und Krankenhausdigitalisierer “BuildnBreak” den “Medizinprodukte Check 4.0” entwickelt. Der Check soll mehr P.S. in die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Industrie bringen.

Die Studie kann unter www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de/studie angefordert werden.


Kontakt:

Stefan Krojer

Leiter Wirtschaft und Versorgung

St. Marien-Krankenhaus Berlin

www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de

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Prospitalia übernimmt englische Healthlogistics

Die Prospitalia GmbH, Deutschlands führende Einkaufsdienstleistungsgesellschaft im Gesundheitswesen, gibt heute die Übernahme der englischen HealthLogistics.co.uk Limited mit Sitz in Tring, Hertfordshire, UK bekannt.

Healthlogistics ist führend auf dem Gebiet der automatischen, elektronischen Beschaffung im Krankenhaus sowie der digitalen Erfassung, Auswertung und lückenlosen Dokumentation aller im Krankenhaus aufkommenden Daten, vom Einkauf über operative Prozesse bis hin zum Patienten.

Über ihre Tochtergesellschaften, der hTrak Europe Limited sowie der hTrak Pty Limited mit Sitz in Melbourne, Australien, bietet Healthlogistics ihr Dienstleistungsportfolio bereits erfolgreich international an.


Bradley P. Gould, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Klinikkunden der Prospitalia zu der Übernahme: „Seit vielen Jahren unterstützen wir als Marktführer unter den Einkaufsgemeinschaften deutsche Krankenhäuser dabei, effizient, wirtschaftlich und vor allem gesetzeskonform Waren zu beschaffen. Der Fokus unserer Unterstützung richtet sich vor allem auf Geschäftsführer und Einkäufer. Durch die Übernahme der Healthlogistics und deren Kernprodukt hTrak werden wir nun zusätzlich in der Lage sein, alle in den operativen Bereichen einer Klinik aufkommenden Daten, unter anderem Art und Anzahl der eingesetzten Waren, aufgewendete Zeiten, handelnde Personen und auch Patientendaten, digital zu erfassen. Unser Ziel ist es, dadurch das medizinische Fachpersonal nachhaltig zu entlasten und ihnen so wieder mehr Zeit für ihre eigentliche Hauptaufgabe zu beschaffen – der Pflege des Patienten. Unser Anspruch, Einrichtungen im Gesundheitswesen ganzheitlich und vollumfänglich zu unterstützen, wird somit erfüllt.“


hTrak, welches seit 2002 als Produkt auf dem Markt ist, ist ein cloudbasiertes Informationssystem, welches verschiedenste Daten dort aufnimmt wo sie generiert werden, also im Lager, in der Verwaltung aber auch direkt im OP. Diese bilden anschließend eine genaue und verlässliche Entscheidungsgrundlage sowohl für Kliniker als auch Krankenhausmanager. Es wird bereits in einer Vielzahl an Krankenhäusern in Australien, Neuseeland und im Vereinigten Königreich erfolgreich eingesetzt.

Markus Wild, Geschäftsführer Finanzen, IT und Lieferantenmanagement bei der Prospitalia ergänzt: „Die datenbasierte Steuerung eines Krankenhauses ist vielerorts aus Sicht der Geschäftsführungen und Einkaufsleitungen noch immer sehr schwer zu realisieren, da herkömmlich erfasste Daten bezüglich Wareneinsatz, Lagergrößen, Haltbarkeiten, Sachkostenrentabilität etc. einen gewissen Grad an Ungenauigkeiten beinhalten, und obendrein nur durch einen sehr hohen Personalaufwand zu beschaffen sind. Gerade hTrak liefert die digitale Plattform zum Erfassen, Nachverfolgen und Dokumentieren relevanter Informationen um jederzeit aufzeigen zu können, wer wann was bei welchem Patienten zu welchen Konditionen eingesetzt hat, und was dadurch erlöst wurde. Der Link zwischen Materialwirtschaft, Klinik-Informations-Systemen und Artikelinformationen seitens der Lieferanten wird automatisch hergestellt und vereinfacht so das Handeln für alle Beteiligten.“


Kirk Kikirekov, Managing Director der hTrak Pty und Non-Executive Director von Healthlogistics reagiert erfreut auf die Übernahme: “Die Übernahme der Healthlogistics durch die Prospitalia wird es uns ermöglichen, unsere Produktlösungen, vor allem hTrak, weiter im europäischen Markt zu etablieren. Die Herausforderungen denen sich Krankenhausgeschäftsführer gegenüber sehen sind vielfältig, doch die Lösungen welche hTrak bereits heute in Australien, Neuseeland und England erfolgreich anbietet sind natürlich auch für den deutschen Gesundheitsmarkt anwendbar. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit, das erfolgreiche Einkaufsdienstleistungsmodell der Prospitalia auch in unseren Heimatmärkten zum Nutzen unserer Kunden einzuführen.“

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Wer ist der König unter den Einkaufsgemeinschaften?

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Sana Kliniken AG übernimmt die Roeser Medical Gruppe

Die Sana Kliniken AG übernimmt die ROESER-Unternehmensgruppe (ROESER Medical Group) in Essen. Das haben beide Unternehmen heute gemeinsam bekannt gegeben. Die ROESER Medical Group ist der größte Systemanbieter im medizinischen Fachhandel Deutschlands. Mit dem Tochterunternehmen HospiGate GmbH bietet sie Lager- und Logistikleistungen bis hin zur Krankenhausvollversorgung. Zu den Kunden gehören Kliniken, Einkaufsgemeinschaften, ambulante Gesundheitseinrichtungen und medizinische Spezialzentren. Das Essener Unternehmen ist seit einigen Jahren im Besitz einer Investorengruppe.


Der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG, Thomas Lemke, sagte, mit der Übernahme wird die bestehende Expertise auf dem Gebiet der Einkaufsdienstleitungen exzellent ergänzt. „Sana ist und bleibt ein Krankenhausbetreiber. Gleichzeitig wollen wir aber – dort wo es sinnvoll ist – auch Geschäftsfelder rund um das Krankenhaus besetzen, unser bereits sehr breites Dienstleistungsportfolio ergänzen und so außerhalb des Kerngeschäftes weiter wachsen.“ Lemke verwies darauf, dass Sana eines der wenigen Unternehmen auf dem Markt sei, das nahezu alle Dienstleistungen im Krankenhaus aus einer Hand anbieten könne. Die Übernahme der ROESER-Unternehmensgruppe stellt aus Sicht der Sana Kliniken AG eine Erweiterung des Kerngeschäftes dar. Die Sana Klinik Einkauf GmbH (SKE) gehört bereits seit vielen Jahren zu den führenden Einkaufskooperationen in Deutschland.  Die ROESER-Unternehmensgruppe bietet Lösungen für die Beschaffung von B- und C-Artikeln und für das Management von Medizinprodukten. Als Händler vertreibt ROESER zahlreiche Eigenmarken. „Mit der Übernahme dieses Systemlieferanten können wir unseren Kunden künftig vom Commodity-Artikel bis hin zur vollständigen OP-Ausstattung und dem Instrumentenmanagement alle Produkte und Dienstleistungen anbieten“, sagte Dr. Jens Schick, Vorstand der Sana Kliniken AG. Geplant ist, dass die ROESER-Unternehmensgruppe neben der SKE als eigenständiges Tochterunternehmen am Markt agieren soll.


„Nachdem die vertraglichen Grundlagen geschaffen wurden, muss nun noch das Bundeskartellamt über die Übernahme entscheiden“, sagte die zuständige Generalbevollmächtigte Adelheid Jakobs-Schäfer. „Erst nach der Zustimmung können wir über die Strukturen und weiteren Planungen beraten“. Klar sei: Die Verträge aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ROESER-Unternehmensgruppe, die in Essen ihren Hauptsitz hat und über einen weiteren Standort in Leinfelden-Echterdingen verfügt, bleiben unverändert bestehen.


ROESER vermittelt zwischen dem Bedarf der Kliniken und dem Angebot der Hersteller, als unabhängiger Dritter“, erklärte Adelheid Jakobs-Schäfer. „Als zuverlässiger und strategischer Partner wollen wir diese Geschäftsbeziehungen intensivieren.“ Über Vertragsdetails haben die Parteien Vertraulichkeit vereinbart. 

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Einkaufsgemeinschaften, Berater und Lieferanten wandeln sich von Experten zu Coaches

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Indikationsbezogene OP-Sets sind die Zukunft

Indikationsbezogene Patienten-Trays
Indikationsbezogene Patienten-Trays
Vorteile beim Einsatz von OP-Trays
Vorteile beim Einsatz von OP-Trays
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GDEKK stellt strategische Projekte 2017 vor

Mitgliedermagazin der GDEKK
Mitgliedermagazin der GDEKK

Die GDEKK veröffentlicht ihr aktuelles Mitgliedermagazin emptio salveo. 

 

Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe 1/17 der emptio salveo ist ein ausführlicher Überblick zu zahlreichen Projektarbeiten im laufenden Jahr. Daneben geht es um die neue Unterschwellenvergabeverordnung, um eine Weltpremiere als Ergebnis einer Ausschreibung der GDEKK, um Auswirkungen des IT-Sicherheitsgesetzes und vieles andere mehr.

 

Zweimal jährlich bietet das GDEKK-Mitgliedermagazin emptio salveo einen umfassenden Überblick zu aktuellen Initiativen und Projekten der GDEKK sowie viel Wissenswertes.

 

Die Frühjahrsausgabe 2017 befasst sich unter anderem mit folgenden Themen:

 

  •     Weichenstellung: Operative Zielsetzungen mit klarem strategischem Fokus
  •     Die Produktbereichsleiter der GDEKK und ihre Zuständigkeiten
  •     Programmüberblick zum Personal- und Bildungsforum 2017
  •     Neue Unterschwellenvergabeverordnung: die Ablösung der VOL/A steht vor der Tür
  •     Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Aktive Überwachung von Softwarelizenzen
  •     Weltpremiere in Bielefeld: Neueste Generation eines  80-Zeiler-CT
  •     Das neue IT-Sicherheitsgesetz – ein Gastbeitrag von Thorsten Schütz

Die aktuelle Ausgabe der emptio salveo finden Sie hier zum Download.

 

Quelle: GDEKK Website

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Sonderdruck f&w BVBG

Bundesverband der beschaffenden Institutionen im Gesundheitswesen
Bundesverband der beschaffenden Institutionen im Gesundheitswesen

Sonderdruck f&w BVBG

 

BVBG –  Impulsgeber für das Beschaffungsmanagement in der Gesundheitswirtschaft

 

Der Sonderdruck der f&w enthält alle Veröffentlichungen des BVBG aus dem Jahr 2016.

 

Folgende Artikel finden Sie dort:

 

  • Neues Vergaberecht Countdown läuft, Heiner Osterhues
  • BVBG-Herbstbefragung 2015 – Größe wird zum Risiko, Anton J. Schmidt
  • Arbeitsgruppe Medizinprodukt – assoziierte Risiken – Schäden vermeiden lernen, Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko und Prof. Dr. Hartmut Siebert
  • Prozessmanagement im Krankenhaus – Komplex, aber notwendig, Prof. Dr. Rudolf Schmid
  • Krankenhausstrukturgesetz 2016 – Gegenwartsmodell oder Zukunftslösung?, Anton J. Schmidt
  • Wiederaufbereitung von Einmalprodukten – Wirtschaftlich und ethisch, Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff
  • Sparen bei Sachkosten – Am Ende der Preisspirale, Dr. Meinrad Lugan
  • 8. BVBG-Veranstaltung – Klinikreform auf dem Prüfstand, Kerstin Tschuck
  • Digitalisierung – Prozessentwickler und –treiber, Dr. Oliver Gründel
  • Verpflegungsmanagement in Klinik und Heim – Korrekte Kostenabrechnung, Hans-Gerd Janssen
  • Beschaffungsmanagement – Das BVBG-Gütesiegel braucht Sie!, Anton J. Schmidt
  • Abwertung sachkostenintensiver Prozeduren – Spezialisten unter Druck, Anton J. Schmid

 

Bei Interesse an dem Sonderdruck, wenden sich an den BVBG

 

Quelle: PEG Website 

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Einkaufs- und Datenmanagement für Kliniken erfolgreich gestalten

Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart
Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart

Der Einkauf muss sich digital transformieren, um die Herausforderungen der nächsten 10 Jahre zu meistern. Dies ist das Fazit des Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart. Vom 03.-04. April 2017 trafen sich über 600 Teilnehmer aus Krankenhaus, Apotheke und Industrie, um über die Zukunft des Klinikeinkaufs zu diskutieren. Die Tagung stand unter dem Motto "Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Chancen und Herausforderungen aus Sicht des Einkaufs". 

Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia
Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia

Datenmanagement ist Erfolgsfaktor der Zukunft 

Markus Wild, Geschäftsführer der Prospitalia GmbH begrüßte die Teilnehmer und betonte in seiner Einführungsrede die wachsende Bedeutung der Digitalisierung. Datenmanagement sei ein zentrales Zukunftsthema. Dabei ginge es ihm nicht nur um Artikelstammdaten, sondern um die sinnvolle Verknüpfung aller vorhandenen Daten im Klinikum wie Materialbewegungsdaten oder Controllingdaten. Die Einkaufsgemeinschaft Prospitalia entwickle derzeit das bestehende Artikelinformationssystem (AIS) zum Supply-Chain-Cockpit aus. Oft würden sich die Kliniken fragen, wie sich die Erlöse zu den Kosten entwickeln würden. Auf diese Frage könne das Cockpit eine Antwort geben, indem es Leistungsdaten der Klinik mit Kostendaten verknüpfe. Für das Vertragsmanagement biete die Prospitalia ebenfalls eine Lösung an. Das System der Firma Optimal Systems sei im Supply-Chain-Cockpit integriert. Ebenfalls eingebettet in das Cockpit sei das Auswertungstool der Firma Click Sense. Angeschlossen würden die Kliniken per direkter Mawi-Schnittstelle oder per Rechnungsdigitalisierung. 

 

Barcodes noch verbesserungswürdig 

Die Prospitalia hilft ihren Mitgliedern dabei, Innovationsprojekte und Technologiepartnerschaften zu initiieren und zu begleiten. Zunächst werden gemeinsam mit den Kliniken Ziele und Strategien definiert.

Die Basis der Digitalisierung müsse allerdings stimmen. So sei oft noch ein falscher Barcode auf den Produkten oder zwei unterschiedliche Barcodes für ein und denselben Artikel, weil die Produkte aus zwei unterschiedlichen Ländern kämen. Wenn die Basis nicht stimme, dann bräuchte man über die folgenden Prozesse erst gar nicht mehr sprechen. 

 

2,2 Milliarden Einkaufsvolumen

Michael Lange, Leiter Key Account Management der Prospitalia, skizzierte die positive Mitgliederentwicklung für das Jahr 2016. Insgesamt seien 711 Senioren- und Rehaeinrichtungen, 534 Akutkliniken, 22 Maximalversorger und 8 Unikliniken Mitglied bei der Prospitalia mit mehr als 190.000 Betten. Die Einrichtungen könnten derzeit auf 745.000 verhandelte Artikel zugreifen. Das Einkaufsvolumen beträgt 2,2 Milliarden Euro, so Lange.  

 

Konsolidierung der Medizintechnikanbieter 

Karin Gensow, Leiterin Einkauf Prospitalia, stellte das Einkaufsteam der Prospitalia vor. Das Team des strategischen Einkaufs wurde auf insgesamt 30 Mitarbeiter vergrößert, um der wachsenden Bedeutung des Vergaberechts Rechnung zu tragen. Gensow berichtete, dass Deutschland im europäischen Vergleich sehr wenige Ausschreibungen realisieren würde, weshalb derzeit die Vergabepraxis der deutschen Kliniken von der EU-Kommission untersucht werde. Gensow informierte die Mitglieder über neue Lieferantenlistungen und aktuelle Fusionen gelisteter Partner. Derzeit vollziehe sich eine Konsolidierung am Medizintechnikmarkt. Durch den Zukauf der Einkaufsgemeinschaft Comparatio im März 2017 sei die Prospitalia aber für die Zukunft gut gerüstet und könne selbst eine hohe Marktmacht den Lieferanten entgegenstellen. Aktuell sind laut Gensow 400 Vertragslieferanten gelistet. 

 

Aesculap ist Lieferant des Jahres 2016

Im Rahmen der Abendveranstaltung des Prospitalia Jahreskongresses wurde die Fa. Aesculap zum Lieferanten des Jahres 2016 gekürt (Gesamtnote 1,934). Der deutsche Anbieter für Endoprothetik, Nathmaterial und chirurgische Instrumente überzeugte die Mitglieder der Prospitalia vor allem beim Service, bei der Qualität der Produkte und bei der Erreichbarkeit des Innendiensts. Die Plätze zwei und drei gingen an Sarstedt und Paul Hartmann. Die Plätze vier und fünf belegten Lohmann & Rauscher und B.Braun. Insgesamt wurden bei der Lieferantenbewertung 51 Medikallieferanten von den Mitgliedern der Prospitalia anhand von 14 Kriterien bewertet. 

 

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Die Einkaufsgemeinschaft der Zukunft - auf den Spuren von Google & Co.

Im deutschen Gesundheitswesen gibt es derzeit ungefähr acht relevante Einkaufsgemeinschaften (siehe Übersicht Einkaufsgemeinschaften im Krankenhaus ). Alle Anbieter erzielen marktgerechte Preise für Ihre Mitglieder. Vor allem im B- und C-Artikel Bereich, teilweise auch bei A-Artikeln, je nach Bündelungsgrad der Klinik und Stärkenprofil der Einkaufsgemeinschaften.


Alle wesentlichen Medizintechnik-Marktplayer und wichtige Nischenlieferanten sind gelistet. Im Schnitt sind das 200 bis 400 Lieferanten. Der Lieferanten decken den Bedarf einer Klinik in den Warengruppen Medikal, Pharma, Wirtschaftsbedarf, Lebensmittel, IT und Investitionen/Medizintechnik ab.


Die Gegenwart der Einkaufsgemeinschaften

Kliniken können auf die verhandelten Artikel und Preise per Internet-Datenbank zugreifen und in ihr Materialwirtschaftssystem downloaden. Bei manchen Einkaufsgemeinschaften sind die Mitgliedskliniken direkt an die zentrale Artikeldatenbank angeschlossen. Eine Alternative ist die Übersendung der Klinik-Materialumsätze per Rechnungsdigitalisierung. Der Vorteil der Rechnungsdigitalisierung: Auf jede Bestellung erfolgt eine Rechnung. Somit wird jede Bestellung erfasst. Auch diejenige, welche per Telefon, Fax oder Mail aufgegeben wurde. Die Einkaufsgemeinschaften unterscheiden sich im Wesentlichen durch folgende drei Merkmale:

1. Zielgruppenfokus (z.B. Unikliniken)

2. Sourcing Strategie (z.B. Single Sourcing)

3. Mehrwertleistungen (z.B. Beratung Logistik oder IT-Tools)


In Kürze startet eine Studie zum Thema Einkaufsgemeinschaften und deren Marktpositionen. Darin werden die Unterschiede ausführlich dargestellt.


Die Zukunft der Einkaufsgemeinschaften - Wandeln zum Technologiekonzern

Egal wie die Vernetzung zwischen den Kliniken und der Einkaufsgemeinschaften derzeit ausgestaltet ist, in den nächsten 2 bis 5 Jahren wird sich in diesem Bereich sehr viel verändern. Die Einkaufsgemeinschaften rüsten aktuell ihre IT-Tools kräftig auf. Und das ist kein Wunder. Denn Daten sind - wie bei Google &  Co - der entscheidende Zukunftsfaktor und Differenzierung merkmale zugleich. Nur wer Daten hat, kann auch aktiv steuern, Mehrwerte generieren und Kunden langfristig an sich binden.


Einkaufsgemeinschaften werden, genau wie Google, Facebook oder Apple, den Kliniken zukünftig kostenlos oder zu geringen Gebühren Software-Tools und Apps ihren Kunden zur Verfügung stellen, um weitere wichtige Daten zu erhalten. Die dabei immer tiefer stattfindende Vernetzung zwischen Einkaufsgemeinschaft und Mitglied nimmt die Klinik in Kauf, solange die Gegenleistung, also der Mehrwert stimmt. Warum sollte eine Klinik die Stammdaten selbst pflegen, wenn dies auch die Einkaufsgemeinschaft kostenlos erledigt. Warum sollte die Klinik ein teures Auswerungstool kaufen, wenn die Einkaufsgemeinschaft dies zur Verfügung stellt. Dies wird soweit gehen, dass Teile des operativen und strategischen Einkaufs aus den Kliniken komplett verschwinden wird.


Einkaufsgemeinschaften werden eine eigene Tool-Landschaft um den Kunden herum bauen. Sozusagen ein modulares "Betriebssystem" für den Einkauf mit dessen Hilfe die Mitglieder Sachkosten senken, Prozesse verbessern und Erlöse optimieren können. Die IT-Tools werden an das KIS und die Mawi angeschlossen sein und die Informationen automatisiert abziehen.


Fazit

Zukünftig werden Einkaufsgemeinschaften ihren Mitgliedern immer mehr IT-Tools anbieten. Die Beschaffungsinstitutionen wandeln sich zum Technologieanbieter. Der Dreiklang aus Einkauf, Logistik und IT wird zukünftig zur ErfolgsDNA einer Einkaufsgemeinschaft. Daten werden zu Gold. Diese Entwicklung kann man gut oder schlecht finden. Aufzuhalten ist sie aber nicht. Ein Wechsel der Einkaufsgemeinschaften wird damit in Zukunft immer schwieriger werden. Ähnlich wie bei ihrem Google Account. Einmal Google immer Google?


Drum prüfe, wer sich ewig bindet! Hier finden Sie eine

Übersicht Einkaufsgemeinschaften im Krankenhaus

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Prospitalia übernimmt Comparatio

Die Prospitalia GmbH, eine in Deutschland führende Einkaufsdienstleistungsgesellschaft für Medizinprodukte, gibt heute die Übernahme der Comparatio Health GmbH bekannt. Die Comparatio ist eine strategische Einkaufs- und Dienstleistungsgesellschaft im Gesundheitswesen mit dem Fokus auf Universitätskliniken.

 

Mit dieser Übernahme bestätigt sich die These von "Zukunft Krankenhaus-Einkauf", dass sich die Konsolidierung der deutschen Einkaufsgemeinschaften weiter fortsetzen wird. Wir sind der Meinung, dass diese Entwicklung sich weiter fortsetzen wird. Im Jahre 2025 wird es unserer Einschätzung nach nur noch drei marktrelevante Einkaufsgemeinschaften geben. 

 

Seit der Gründung 2006 bietet die Comparatio umfassende Lösungen und Dienstleistungen rund um das Thema Beschaffung und unterstützt ihre Partnerkliniken mit dem Ziel einer qualitativ hochwertigen, innovativen und wirtschaftlichen Patientenversorgung.

Gerade in Universitätsklinika führt die große Anzahl unterschiedlichster Lieferanten und Bedarfe sowohl im strategischen als auch im operativen Einkauf zu einer hohen Komplexität bei der Beschaffung. Zur Optimierung der Prozesse verfügt die Comparatio über eine praxiserprobte elektronische IT-Informationslogistik. Sie verknüpft Stammdatenmanagement, Vertragsmanagement, Lieferantenmanagement und Auswertungsplattformen zu einer intelligenten Gesamt-Architektur.

 

Bradley P. Gould, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Klinikkunden der Prospitalia zu der Übernahme: „Die Übernahme der Comparatio unterstreicht und festigt unsere Markführerschaft unter den deutschen Einkaufsdienstleistern. Neben den nahezu 600 Klinikkunden profitieren nun fast 25 Prozent der Universitätsklinika in Deutschland vom breiten Dienstleistungsangebot der Prospitalia. Der stete und produktive Austausch mit unseren Klinikkunden auf der einen Seite, unseren Industriepartnern auf der anderen, welchen wir regelmäßig in verschiedenen Formaten und Gremien initiieren und begleiten, ermöglicht es uns, unser Angebot permanent weiterzuentwickeln und zu verfeinern.“

 

Markus Wild, Geschäftsführer Finanzen, IT und Lieferantenmanagement bei der Prospitalia ergänzt: „Universitätsklinika stehen für Ausbildung, Innovation und Kompetenz. Diese endet allerdings nicht in der medizinischen Versorgung, sondern setzt sich fort in Themen wie Beschaffung, Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung. Durch den Kauf der Comparatio wollen wir, gemeinsam mit unseren Klinikkunden und Industriepartnern, diese Themen weitertreiben und innovative, optimierte Lösungen im Interesse aller Beteiligten finden.“

 

Dr. Sebastian Freytag, Geschäftsführer der Comparatio, und Klaus Fischer, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Regensburg und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Comparatio, sagen: „Die universitären Partnerkliniken der Comparatio stellen wie bisher hohe Ansprüche an eine strategisch ausgerichtete Einkaufsgemeinschaft. Wirtschaftlichkeit ist auch und gerade in der Universitätsmedizin ein zunehmend wichtiger Faktor. Wir haben aus den geführten Gesprächen in dem wettbewerblichen Bieterverfahren die Überzeugung gewonnen, dass die Prospitalia der richtige Partner für den Weg in die Zukunft ist und wir dadurch weiterhin hohe Effizienz bei Einkauf und Beschaffung sicherstellen.“

 

Als eine der führenden Einkaufsdienstleistungsgemeinschaften im deutschen Gesundheitsmarkt bietet Prospitalia ihren Vertragskliniken ein großes Portfolio an Dienstleistungen. Das effiziente Verhandeln von Preisen mit den Industriepartnern bietet hierbei den Kern, wird aber ergänzt durch Leistungen wie Wirtschaftlichkeitsanalysen, Interimsmanagement von Einkaufsabteilungen, Beratungsangeboten, Unterstützung bei der Beschaffung von Investitionsgütern sowie EU-konforme, rechtssichere Beschaffung.

Mit ihrer Tochter, der Pro Care Management GmbH, vermittelt die Prospitalia GmbH ein Einkaufsvolumen von insgesamt über 2 Milliarden Euro.  

Quelle: Prospitalia

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Neu abgeschlossene Lieferantenvereinbarungen einhalten einen Vorbehalt, der neue Preisverhandlungen vorsieht, falls der Sachkostenanteil in den DRGs durch die g

Quelle: UNICO 

 

Wie man die Sachkosten in den Griff bekommt Rahmenbedingungen, Lösungen und Erfolgsbeispiele. 

 

Die Referenten des EK-UNICO-Symposiums auf dem Innovationsforum 2016 des VUD: Fritz Grupe (Moderator und Senior Client Partner, InterSearch Executive Consultants), Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx (Klinikdirektor, Universitätsklinikum Aachen), Dr. Frank Obbelode (Geschäftsführer, EK-UNICO GmbH), Prof. Dr. med. Thomas Ittel (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, Universitätsklinikum Aachen), Dr. Axel Kaiser (Stellv. Vorstandsvorsitzender, Lohfert & Lohfert AG)

 

Die intelligente Steuerung der Sachkosten spielt für die Wirtschaftlichkeit der Universitätsklinika eine immer entscheidendere Rolle. Aufgrund ihres spezifischen Leistungsspektrums ist es dabei eine besondere Herausforderung, den hochpreisigen High-End-Bedarf patientengerecht und zugleich kostengünstig zu decken. Eine Reihe von Beispielen zeigt, dass erhebliche Einsparungen beispielsweise durch Produktstandardisierungen oder Leitlieferantenkonzepte realisiert werden können – bei gleicher oder sogar verbesserter Versorgungsqualität. Erfolgsfaktoren sind die konsequente Digitalisierung aller Prozesse, eine Kommunikation zwischen ärztlichen Anwendern, Pflegepersonal und strategischem Einkauf, die auf Augenhöhe stattfindet, und die Unterstützung durch eine auf den universitären Bedarf spezialisierte Einkaufsgemeinschaft.

 

Überzeugende medizinische Qualität mit Kostenbewusstsein und wirtschaftlichem Handeln zu verknüpfen, wird zunehmend eine gesundheitsökonomische Kernaufgabe der Krankenhäuser. Ein gewichtiger Faktor sind die medizinischen Sachkosten, die bei den Universitätsklinika einen Anteil von etwa 20 Prozent an den Gesamtkosten ausmachen. Universitätsklinika haben als Träger der medizinischen Forschung wie auch der Maximalversorgung einen besonderen Bedarf an hochwertigen, innovativen und oft auch sehr speziellen Produkten, um die an sie gestellten hohen medizinischen und wissenschaftlichen Anforderungen zu erfüllen, den vor allem komplexe Erkrankungen und die große Zahl multimorbider Patienten erfordern.

 

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