AGKAMED und GDEKK: Heirat ist geplatzt

Die nach langem Sondierungs-und Evaluierungsverfahren geplante Fusion der EKK Plus GmbH (Tochter der GDEKK) und der AGKAMED GmbH ist gestoppt und wird nicht vollzogen. Das gab die AGKAMED am 10. Januar 2020 und die GDEKK am 13. Januar 2020 bekannt.  Hier lesen sie die offiziellen Meldungen der beiden Einkaufsgemeinschaften. 

 

Die offizielle Meldung der AGKAMED vom 10.01.2020:

 

Keine Fusion von AGKAMED und GDEKK

 

Abbruch der Gespräche durch den Aufsichtsrat der AGKAMED

 

Die geplante Fusion der AGKAMED GmbH und der EKK Plus GmbH wird nicht vollzogen. Vorausgegangen war ein rund 18-monatiges Sondierungs- und Evaluierungsverfahren, an dessen Ende sich aus Sicht der AGKAMED herausstellte, dass die Voraussetzungen zur Umsetzung der strategischen Konzeption beider Unternehmen nicht miteinander vereinbar sind.

 

"Leider fehlte in der finalen Phase der Verhandlung die Bereitschaft des Fusionspartners, die entscheidenden, offenen und strategischen Eckpunkte in einem persönlichen Verhandlungstermin abzustimmen. Eine erfolgreiche Umsetzung im Rahmen des gegebenen Verhandlungsmandates war so nicht mehr umsetzbar", berichtet die Aufsichtsratsvorsitzende der AGKAMED Gabriele Wolter.

 

"Wir hätten gerne beide Unternehmen in eine schlagkräftige neue Organisation überführt, um uns weiterhin in den Top Einkaufsgemeinschaften fest zu etablieren. Natürlich wäre es sinnvoll gewesen, durch die erhöhte Nachfragemacht unsere Position gegenüber der Industrie zu stärken. Die Lernkurve aus dem langen Verhandlungszeitraum hat allerdings auch einige Zweifel auf die Erfolgswahrscheinlichkeit in der operativen Umsetzung aufgeworfen. Und es ist die Aufgabe von Aufsichtsrat und Geschäftsführung Schaden von unseren Mitgliedern abzuwenden", fasst Dr. Frank Obbelode Geschäftsführer der AGKAMED GmbH zusammen.

 

"Die AGKAMED wird nun Ihren Vorsprung im Bereich der Informationstechnologie weiter ausbauen und den bereits eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung in den Bereichen Digitaliserung, Value Added Services und weiterer Dienstleistungen weiterverfolgen. Selbstverständlich wird das Alleinstellungsmerkmal aufrechterhalten, dass alle wirtschaftlichen Erfolge nach Abzug der Selbstkosten zu 100% transparent, direkt an die Mitglieder ausgeschüttet werden", ergänzt Vertriebs- und Marketingdirektor Markus Meise

 

Die offizielle Meldung der GDEKK vom 13.01.2020:

 

EKK plus bleibt selbständige Einkaufsgemeinschaft mit klarem strategischen Fokus

 

Die eingehenden Beratungen der Geschäftsführungen und Aufsichtsgremien von GDEKK und AGKAMED bezüglich einer möglichen Verschmelzung des operativen Geschäfts wurden eingestellt. Bis zuletzt ist es im Rahmen der Gespräche nicht gelungen, bezüglich wichtiger wirtschaftlicher Rahmenparameter eine abschließende Einigung zu erzielen.

 

Die GDEKK und ihr Tochterunternehmen EKK plus werden damit auch künftig selbstständig mit einem klaren strategischen Fokus am Markt agieren und weiterhin hochengagiert die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Vor dem Hintergrund der erforderlichen Planungssicherheit für das neue Jahr und somit im erklärten Interesse der eigenen Mitglieder waren weitergehende Verhandlungen nicht länger zielführend.

 

So gehen die GDEKK und ihr Tochterunternehmen EKK plus überaus selbstbewusst in die nächsten Monate: mit zahlreichen neuen Mitarbeitern und mit einer weiterhin engen Einbindung der Mitgliedseinrichtungen über wichtige Gremien wie Procurement- und Pharma-Board sowie der Bearbeitung bedeutender neuer Aktionsfelder aus den Mitgliedseinrichtungen der GDEKK.

 

„Wir sind personell gut aufgestellt und haben durch die jetzt vollzogene Beendigung der Gespräche über eine mögliche Fusion nunmehr Klarheit. Wir können und wir werden all unsere Kräfte und unsere Energie ab sofort wieder einzig auf das bündeln, was seit über zwanzig Jahre unser herausragendes Image prägt: die wirtschaftlichen und messbaren Erfolge für unsere Mitglieder“, kommentiert Rainer Ott, Aufsichtsratsvorsitzender der GDEKK, das Ende der Gespräche zu einer möglichen Fusion.

 

 

Presse Echo zur gescheiterten Fusion: 

 

 Social Media Echo zur gescheiterten Fusion

  • "Es kam, wie es kommen musste. Es war ja keine Überraschung mehr"
  • "Unabhängig davon wird der Konsolidierungsprozess der Einkaufsgemeinschaften weiter voran schreiten müssen. Ich finde, dass hier eine große Chance vertan wurde sich gegen deutlich strukturiertere Wettbewerber zumindest durch die neu gewonnene Größe zu positionieren."
  • "da werden sich die anderen Marktteilnehmer aber freuen, bin ich mal gespannt, wer sich (noch) stärker am Markt positioniert. Aber es wird sich wohl auf 4-5 Einkaufsgemeinschaften im klassischen Sinne einpendeln, der verbleibende Rest wird wohl unter- oder in einer Konstellation aufgehen."
  • "Sollte sich einer der Beiden endlich für eine neue, zukunftsweisende Unternehmensstrategie entscheiden, könnte es nochmal spannend werden"
  • "Das war vielversprechend. Gibt es Details zu den Gründen?"

 

Mehr zum Thema Einkaufsgemeinschaften finden sie hier.  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0