Disrupting Healthcare - aber wie? Startup meets Klinik - wie gelingt erfolgreiche Zusammenarbeit?

Startups sind hoch innovativ. Sie können ihren Kunden Wettbewerbsvorteile verschaffen. Aber wie können Kliniken und Startups voneinander profitieren und lernen? Was müssen Klinken und Startups tun, damit ein Proof of Concep, ein Pilot und eine nachhaltige Zusammenarbeit gelingen kann?


Klar ist, dass sich die Arbeitsweise von Kliniken in den nächsten Jahren ändern muss, um die digitale Transformation zu schaffen. Wie können starre Strukturen und langsame Entscheidungsprozesse der Kliniken und Pflegeeinrichtungen mit den agilen Arbeitsweisen der Startups zusammen gebracht werden? 


Weitere Fragen, die diskutiert werden:


Wie findet man das für sich passende Startup?


Wie bewertet man Startups und das vom Startup angebotene Produkt?


Welche Rolle spielt die Einkaufsabteilung bei Scouting und Bewerten von Startups? 


Wie fördert man eine gute Zusammenarbeit zwischen Klinik und Startup, damit die Produkteinführung für alle zum Erfolg wird? 


Diese und andere Fragen wollen wir in lockerer Atmosphäre in Form einer Meetup Podiumsdiskussion am 03.12.2019 von 18-21 Uhr in Berlin mit diesen fünf Healthcare Startups diskutieren.


Unsere Top-Startups wurden mit Hilfe unseres Startup-Scouting Teams der Community "Zukunft Krankenhaus-Einkauf" identifiziert und bewertet. Mehr Informationen zum Startup-Scouting und den Startups erhalten Sie unter: https://www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de/projekte/startup-scouter/

Haben Sie noch Fragen zum Event? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf:

kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de oder Tel. +49 177 8298372.

 

Zur Anmeldung 

0 Kommentare

Value Based Procurement Konferenz

Von Hans Bax

 

Die sich wandelnde Landschaft im Gesundheitswesen erfordert eine Beschaffung auf dem Weg in eine wertorientierte Zukunft. 

 

Das Wesentliche beim Reisen zu Fuß, mit dem Zug oder mit dem Flugzeug besteht darin, den vorhandenen eigenen Standort durch einen anderen zu ersetzen, der mehr gewünscht oder benötigt wird.  Aber warum machen wir das?  Manchmal ist es der Reiz eines neuen Ziels - vielleicht eines Skigebiets oder einer tropischen Insel.  In anderen Fällen ist die Entscheidung für einen Umzug auf die Erkenntnis zurückzuführen, dass der derzeitige Standort nicht mehr nachhaltig ist.

 

Im Gesundheitswesen zeichnet sich die Dringlichkeit ab, dass es an der Zeit ist, umzuziehen. Sie kennen die Gründe: Die steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, steigende Gesundheitsausgaben und ungewollte Ergebnisschwankungen bei Organisationen von Gesundheitsdienstleistern haben die meisten europäischen Gesundheitssysteme unter Druck gesetzt.

 

Ich habe die potenzielle Rolle der Beschaffung bei der Beschleunigung unserer Reise zu einem besseren Ort untersucht.  Traditionell lag der Schwerpunkt der Beschaffung darauf, die benötigten Produkte und Dienstleistungen zum niedrigstmöglichen Preis einzukaufen.  In einigen EU-Mitgliedstaaten ist dies immer noch üblich.

 

Mit der Umsetzung der europäischen Vergaberichtlinie von 2014 in nationales Recht durch alle 28 EU-Mitgliedstaaten beobachten wir nun jedoch eine langsame, aber sichere Auswahl von Medizintechnikprodukten unter Berücksichtigung von Preis und (Produkt-) Qualität. 

 

Der Preis als einziger Einflussfaktor auf den Kaufprozess gehört der Vergangenheit an;  Qualität nimmt ihren Platz ein.  Im Durchschnitt umfassten 42% der Medtech-Beschaffungsprozesse im Jahr 2016 Qualitätskriterien. Frankreich, Großbritannien, Irland und die Niederlande liegen mit mehr als 80% der von ihnen vergebenen Angebote auf der Grundlage von Qualität und Kosten an der Spitze.  Darüber hinaus ist dieses Preis-Leistungs-Verhältnis in einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten, wie den Niederlanden und Finnland, rechtlich das bevorzugte Vergabekriterium.  Aber führt dies wirklich zu einer wertorientierten und wirtschaftlich günstigsten Ausschreibung, oder liegt der Schwerpunkt unter dem Strich immer noch auf Preissenkungen?

 

Ich sehe einen ermutigenderen Trend: Die Anwendung von Konsultationen vor der Ausschreibung, die Nutzung des Ausschreibungsverfahrens für den wettbewerblichen Dialog und des Verfahrens für Innovationspartnerschaften haben stetig zugenommen - im Zeitraum 2016-2019 um 60%.  Das Wissen der Medizintechnik-Zulieferer fließt zunehmend in die Ausschreibungsprozesse der Gesundheitsdienstleister ein.

 

Dies ist zwar ein Fortschritt, aber es ist nur eine Zwischenstation auf unserer Reise - wir haben noch einen langen Weg vor uns, bis wir unser endgültiges Ziel erreichen.

 

Anbieterorganisationen möchten die Kosten für jeden Patientenvorgang senken und gleichzeitig die Patientenergebnisse verbessern.  Medtech-Unternehmen untersuchen, wie sie dazu beitragen können.  Aus diesem Grund glaube ich, dass der nächste Schritt bei der Beschaffung darin besteht, Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, die den höchsten Beitrag zur Steigerung der Patientenergebnisse leisten, wenn bestimmte Mindestqualitätsniveaus und verfügbare finanzielle Budgets oder Zahlungsbereitschaft gegeben sind.

 

Während es noch am Anfang ist, haben wir seit 2014 einen erheblichen Anstieg der Fälle von wertorientierter Auftragsvergabe (Value Based Procurement, VBP) festgestellt, die mindestens 12 EU-Mitgliedstaaten betreffen.  

 

Eine Umfrage von BCG unter 65 Medizintechnik-Lieferanten und 25 Beschaffern ergab, dass fast 80% beider Gruppen VBP als sehr wichtig für ihren organisatorischen Erfolg ansehen.  Wir können uns von Führungskräften in diesem Bereich inspirieren lassen, beispielsweise von der Verpflichtung von NHS Wales, eine VBP-Strategie über die gesamte Versorgungskette hinweg zu verfolgen, und von der Hauptstadtregion Dänemarks, die VBP als zentrale Organisationslogik für eine zentralisierte Beschaffungsorganisation für Medizintechnik betrachtet.

 

Da VBP allen Interessengruppen klare Vorteile bietet, bin ich fest davon überzeugt, dass VBP sowohl von Beschaffern als auch von Medizintechnik-Zulieferern schnell aufgenommen wird.  Beide Parteien verstärken ihre Fähigkeiten, um praktische Hürden bei der Implementierung zu überwinden, während die Medizintechnik-Zulieferer ihr Geschäftsmodell überdenken, um sicherzustellen, dass sie weiterhin im Gesundheitswesen tätig sind. 

 

Wir sind auf einer Reise zu einem attraktiven Ziel.  Konzentrieren wir uns auf das Ziel, aber genießen wir auch die Reise, die wir gemeinsam unternehmen!

 

1. Value Based Procurement Konferenz 

Am 12. Dezember 2019 findet im The Hotel in Brüssel die 1. Europäische Wertbeschaffungskonferenz zum Thema Beschaffung im Gesundheitswesen statt.  Diese Konferenz, die von der Community of Practice Value-Based Procurement organisiert und von EHPPA, EUREGHA und MedTech Europe unterstützt wird, wird die neuesten Entwicklungen in Bezug auf die Rolle der wertorientierten Beschaffung hervorheben, um den Wert aus den Perspektiven der verschiedenen Interessengruppen im Gesundheitswesen zu integrieren.  

 

Die praktische Umsetzung, die neuesten Fälle wertorientierter Beschaffungspraktiken und Möglichkeiten, Partner für eine patientenzentrierte, qualitativ hochwertige und nachhaltige Gesundheitsversorgung zu werden, werden ebenfalls erörtert.  Führende Unternehmen, die eine wertorientierte (Innovations-) Beschaffung in der Praxis umsetzen, und Unternehmen, die eine wertorientierte Beschaffung in ganz Europa effektiv einsetzen, werden ihre Erfahrungen diskutieren.

 

Auszug aus dem Programm: 

 

Early Adoption of value-based procurement: a revolution in mind and an evolution in practice

Interactive session moderated by Gabriela Prada

 

Description: The session aims to build a community of practice and to provide an opportunity to learn from peers. Participants will be informed of the ongoing initiatives and the views of some early adopters of value-based procurement. Participants will have the opportunity to have an active conversation with the early adopters, engage with peers to leverage the momentum, accelerate the adoption and overcome the initial challenges of value-based procurement.

 

Three topics will be covered during this interactive discussion:

 

1. Which supportive tools are available to implement value-based procurement and how can legislation promote innovation procurement?

• Hans Bax, Senior Advisor MEAT Value-Based Procurement • Peter Dohmen, Procurement Consultant, Best Value Group • Lieve Bos, policy officer pre-commercial procurement (PCP) & public procurement of innovation solutions (PPI), DG CONNECT, European Commission • Virginie Dor, Partner, CMS • Speaker, EU Procurement, MEAT - DG GROW, European Commission

 

2. Unplugged session: Live testimonials on performed value-based procurement cases and key learnings on how to engage with internal stakeholders and medtech suppliers.

Your Unplugged questions are welcome Testimonials from:

• François Capitain, Resah (France) • Gunnar Goblirsch, Consultant, former Head Purchasing, Karolinska (Sweden) • Brian Mangan, SCCL, NHS (UK) • Eva de Boer, Erasmus Medisch Centrum (Netherlands) • Maarten Timmermann, Erasmus Medisch Centrum (Netherlands) • Joanne Liddle, NHS Wales (UK) • Karsten Kirkegaard, Region Syddenmark (Denmark) • Per Wagner Kristensen, Region Syddanmark (Denmark) • Per-Marthin Karlsen, Sykehusinkjopp (Norway) • Stefan Krojer, Zukunft Krankenhaus-Einkauf (Germany)

 

Registrieren Sie sich jetzt und profitieren Sie vom Frühbucherrabatt.

 

Autor: Hans Bax 

 

Über Hans Bax:

 

Hans Bax is holding over 20 years of international experience in procurement and supply chain management, especially in health care provider organisations. Hans has been the Procurement Director of the University Medical Center in Groningen (Netherlands) for over 15 years and subsequently has been representing GDEKK, a Germany-based Group Procurement Organisation, serving hospitals in both Germany, Austria and the Netherlands.

 

Starting 2019 Hans is supporting the European EURIPHI project on the development and adoption of (MEAT) Value Based Procurement. In addition, Hans is a senior lecturer on public procurement and tender management at NEVI, the Dutch Association for Purchasing Management. 

mehr lesen 0 Kommentare

Welche Rolle spielt der Preis?

We live now in a complex business ecosystem - everybody is building up a platform model, patient experience and value added services. What are the implications for pricing? How dealing with transparency, collaborative relationships and smart data?


Hear Stefan Krojer speak at the "9th EPP Life Sciences Pricing Forum" Oct 15th in munich:


Innovative Hospital Procurement meets Supplier Collaboration


• Listen about the future of hospital procurement and its implications
• Understand how hospitals and suppliers can collaborate in this scenario
• Explore this with real cases and success stories


Register now https://lnkd.in/dwsJgDW


#pricingforum #epppricing #lifeSciences #healthcare #medtech #valuebasedprocurement #hospitalprourement #substainability #collaboration

0 Kommentare

Das digitale Krankenhaus

Jeder möchte sein Klinikum zum digitalen Krankenhaus ausbauen. Jedoch, im operativen Geschäft und bei begrenzten Ressourcen muss man sich auf die "Big Points" konzentrieren. Aber was sind die aktuellen "Big Points"? Auf der Fachkonferenz „Das digitale Krankenhaus“ am 11./12. Dezember 2019 in Nürnberg erfahren Sie an zwei Tagen alles rund um die "Big Points" der Digitalisierung.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Zukunft Krankenhaus-Einkauf auf Kongress Tournee, Termine Ende 2019

10.09.2019 

femak Symposium, Dresden 


18.-19.09.2019

Digital Procurement World, Amsterdam 


24.-/25.09.2019

IMH Einkauf und Logistik im Krankenhaus, Wien 


01.10.2019

Social Media und B2B-Kommunikation mit Ärzten und Einkäufern, Berlin 


09.-10.10.2019

MedinIreland, Dublin 


12.10.2019

Xpomet, Berlin 


14.-16.10.5019

EPP Pricing Forum, München 


22.-23.10.2019

GS1 Healthcare live, Kiel 


23.10.2019

Medsupply Lieferantentag, Luzern 


05.-06.11.2019

Health - The Digital Leaders, Berlin 


13.-15.11.2019

BME Symposium Einkauf und Logistik, Berlin  


13.-15.11.2019

Frontiers Health, Berlin 


18.-21.11.2019

MEDICA, Düsseldorf 


03.12.2019

Startup meets Klinik - wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelingt, Berlin 


04.-05.12.2019

Beschaffungskongress der Krankenhäuser, Berlin 


11.-12.12.2019

Das digitale Krankenhaus, Nürnberg



Vorschau 2020:


16.-17.03.2020

femak Bundesfachtagung, Rotenburg a.d. Fulde 


April 

Disrupting Procurement BME, Berlin


16.-17.06.2020

Procurement Summit, Hamburg 

0 Kommentare

XPOMET ist die globale Plattform für das Gesundheitssystem der nächsten Generation

Das dreitägige Technologie- und Medizinfestival inspiriert Fachpublikum und interessierte Bürger vom 10. bis 12. Oktober 2019 mit Entdeckungen und Fortschritten aus den Gesundheitswissenschaften. 

 

Kreative Explosion und Wissenstransfer sind die Wurzeln der XPOMET. Erleben Sie mit 5.000 weiteren Gäste aus ganz Europa, China, Indien, Israel und Nordamerika – 150 anregende Referenten, 15 Workshops und Thinks Tanks und mehr als 200 der innovativsten Unternehmen, um neue transdisziplinäre Lösungen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften in Medizin und Lebenswissenschaften zu entdecken und zu fördern. 

 

Ergänzt wird das Programm durch einen Hackathon, DJs, Musiker und Kunstperformances. Sei am 10. bis 12. Oktober 2019 in Berlin dabei, wenn wir gemeinsam die Zukunft des Gesundheitswesen formen.

 

Zukunft Krankenhaus-Einkauf ist Schirmherr der Veranstaltung und vertritt die Community der Healthcare Procurement People. Gemeinsam mit anderen Einkäufern und Anwendern wollen wir diskutieren, wie die neue Generation der Technologien aber auch der Menschen unsere Arbeit im Krankenhaus Einkauf verändern wird.

 

Mehr zum Event unter www.xpomet.com 

 

0 Kommentare

Wie managen sie ihre Lieferanten Zertifikate?

Stefan Krojer, Vorträge 2019

 Das digitale Krankenhaus 12.12.2019

Digitale Transformation im Einkauf:

- Digitalstrategie im Einkauf  

- Digitalisierung der Prozesse  

- Der neue „Digital Health-Einkäufer“  

- Transformation des Mindset und der Skillsets 

- Wertschöpfungspartnerschaften mit Startups und Lieferanten

 

Beschaffungskongress der Krankenhäuser 04.12.2019:

gemeinsam mit Christian Offergeld, Leiter Beschaffung & Logistik, Insel Gruppe AG in Bern

„PLANSPIEL GRÜNE WIESE“: KRANKENHAUS DER ZUKUNFT – LOGISTIKPROZESSE UND -MANAGEMENT IN DER DIGITALEN WELT

 

Viele Krankenhäuser in Deutschland haben noch nicht die nötige Ausstattung und Erfahrung, lebensbedrohliche Notfälle und Komplikationen angemessen zu behandeln. Der Grund dafür sind oftmals veraltete Versorgungsansätze, unflexible Netzstrukturen und fehlende Modernisierung. Genau hier setzt das Planspiel „Krankenhaus der Zukunft“ an. Unter Anleitung von Experten aus Wirtschaft und der Gesundheitsversorgung inszenieren die Teilnehmenden den kompletten Neuaufbau eines Krankenhauses. Wie wäre das perfekte Krankenhaus organisiert? Wie sollten die logistischen Prozesse aufgebaut werden? Wie kann man Wirtschaftlichkeit und Qualität optimieren? Gemeinsam bauen Spielleiter und Publikum Klinik, Infrastruktur und Prozesse nach höchstmöglichen Standards und zeigen die Möglichkeiten eines Krankenhauses der Zukunft auf. Das interaktive Format ist auf 20 Teilnehmende begrenzt.

 

Disrupting Healthcare 03.12.2019:

Startup meets Klinik - wie gelingt erfolgreiche Zusammenarbeit?

 

BME Symposium 14.11.2019:

Lieferantenbeziehungen neu denken

Disruption oder Kollaboration – wie positioniere ich mich als Einkauf?

- Verknüpfung von Warengruppen- und Innovationsstrategie

- Wertbeitrag setzen, z.B. über Innovation und Co-Creation

- Praxisbeispiele für die Gestaltung Unternehmensübergreifender Zusammenarbeit

 

BME Symposium 15.11.2019:

gemeinsam mit Sven Poguntke, Lecturer for Design Thinking & Innovation 

DESIGN-THINKING-WORKSHOP: Der Einkauf als Innvator & Kollaborations-Gestalter

Wenn Systempartnerschaften und Ökosysteme an Bedeutung gewinnen, muss der Einkauf zum Beziehungsgestalter werden! Im Workshop erarbeiten Sie Ideen, um kollaboratives Arbeiten im eigenen Unternehmen zu etablieren. Praxiserfahrungen zu Think-Tanks, Pitches oder Innovation Accelerator geben weitere Inspiration zur Umsetzung.

- Woran scheitern Kollaborationen?

- Wie sieht der Einkauf der Zukunft eigentlich aus?

- Wie gelingt die Umsetzung trotz Ressourcen-Knappheit?

 

Medsupply "Wind of Transformation" 22.10.2019:

Social Buying - der vernetzte Einkauf 

 

GS1 Healthcare live 21.10.2019: 

Innovation im Klinik Einkauf 

 

EPP Lifescience Pricing Forum

NNOVATIVE HOSPITAL PROCUREMENT MEETS SUPPLIER COLLABORATION

- Listen about the future of hospital procurement and its implications

- Understand how hospitals and suppliers can collaborate in this scenario

- Explore this with real cases and success stories

 

IMH Einkauf und Logistik im Krankenhaus, 24.09.2019

Zukunft Krankenhauseinkauf – Ausblick 2025

- Produkt- und Prozessqualität – gewusst wie

- Monetäre Mittel zielgerichtet einsetzen

- Automatisierungsmöglichkeiten konkret

 

Procurement Summit 17.06.2019

 Digitalisierung im Einkauf 

 

Medlogistica 06.06.2019

Der innovative Einkauf 

0 Kommentare

Digitalisierung im Einkauf

Mitschnitt der Podiumsdiskussion "Digitalisierung im Einkauf", Procurement Summit 2019, Hamburg. 

0 Kommentare

Forum Spital Einkauf und Logistik im Krankenhaus

mehr lesen 0 Kommentare

Logimed bringt Medtech- und Klinik-Einkäufer zusammen

Liebe Klinikeinkäufer,

 

unsere Beschaffungsfunktion verändert sich derzeit rasant. Neben der Kostensenkung wird eine stabile und effiziente Lieferkette immer wichtiger.  Lieferkettenengpässe nehmen zu.  Und Lieferanten benötigen Verbindlichkeit von Krankenhäusern für ihre Bedarfsplanung.

 

Ich habe einen Traum, in dem sich Krankenhaus-Beschaffungsmanager mit Supply Chain Managern von Medtech-Unternehmen über den besten Weg zur Schaffung einer end2end-Lieferkette austauschen und neue Ideen entstehen lassen. 

 

Die LogiMed ist Europas führende Konferenz für Supplychain Management und Logistik für die Medizinprodukteindustrie.  Sie findet am 16./17. Oktober in Rotterdam statt. LogiMed bringt die führenden Fachleute der Lieferkette von Unternehmen wie Medtronic, Stryker, Boston Scientific und BD sowie Europas führenden Krankenhäusern zusammen, um gemeinsame Diskussionen über eine engere und effizientere Zusammenarbeit anzuregen.

 

Ein Programm Punkt ist der "Healthcare Innovation Think Tank: How can hospitals increase collaboration across Europe to collectively drive forward new initiatives in MedTech and value based healthcare?

Join this interactive Think Tank to explore common challenges and opportunities in healthcare procurement, hear real-world experiences from procurement leaders from across Europe and brainstorm new ideas to help further innovation and transform supply chain efficiency, security and effectiveness."     

 

Es hat sich gezeigt, dass eine der wichtigsten Herausforderungen, die diese Branche bewältigen muss, die engere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und ihren Zulieferern ist.  Die Supply-Chain-Funktion innerhalb des Herstellers ist oft weit von seinen Kunden entfernt, sodass keine Möglichkeit für Innovationen besteht und die Service-Levels sinken.  In diesem Sinne ist LogiMed darauf ausgelegt, diese beiden Parteien zusammenzubringen, damit sie künftig enger zusammenarbeiten können.

 

Zu den zu diskutierenden Themen gehören:

 

- UDI-Anforderungen und Verbesserungen

- Bringen Hersteller näher zu ihren Kunden

- Konsignationslager - wie geht's weiter? 

- Kundendienst automatisieren

- worauf achten Krankenhäuser bei der Auswahl von MedTech-Lieferanten?

 

Als Botschafter der Veranstaltung vergibt Zukunft Krankenhaus-Einkauf zehn kostenlose Tickets an Einkaufsleiter aus Krankenhäusern. Bewerben Sie sich per Mail für ein kostenloses Ticket: kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de

0 Kommentare

Digital Procurement World

Die Digital Procurement World (DPW) findet statt in Amsterdam am 18. und 19. September 2019. Die DPW ist eine internationale Veranstaltung für digitale Beschaffung. 


Mit den Keynotes der heutigen Vordenker, mehr als 40 Vorträgen, Lösungspartnern und zahlreichen Networking-Möglichkeiten bietet DPW die Gelegenheit, sich über die Technologien, auf die wir bereits zurückgreifen, und die Technologien, auf die wir uns in Zukunft verlassen werden, die neuesten Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen. Wie gelingt die digitale Transformation des Einkaufs? Diese Frage steht im Mittelpunkt.


Mehr unter www.digitalprocurementworld.com 

0 Kommentare

Hospital Supplier Award - Kliniken bewerten innovative Lieferantenkonzepte

Pressemitteilung, Berlin, 22.05.2018 // Derzeit werden Verhandlungen im Krankenhaus Einkauf fast ausschließlich über Produktqualität, Preis und Service geführt und entschieden. Zukunft Krankenhaus-Einkauf sucht mit dem neuen Format „Hospital Supplier Award“ innovative Wertschöpfungskonzepte von Krankenhauslieferanten, die für Klinik und Patienten Mehrwerte schaffen. Der Award soll den Einkäufern mehr Transparenz über vorhandene Konzepte geben und den Dialog mit der Industrie aktiv fördern. 

 

Zukunft Krankenhaus-Einkauf sieht mit dem Vormarsch der Digitalisierung einen klaren Wandel der Entscheidungskriterien für den Einkauf in Richtung wertebasierten Einkauf. Immer mehr Daten können erfasst und ausgewertet werden. Der in diesem Jahr erstmalig verliehene Hospital Supplier Award prämiert Lieferanten, die nicht nur die „herkömmlichen“ Produkte liefern, sondern zusätzliche Mehrwerte bieten. „Durch die Digitalisierung wird die Patientenzufriedenheit transparenter und so automatisch für alle Marktteilnehmer ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Und das ist auch gut so, denn letztendlich muss aus unserer Sicht der Patient mit im Fokus stehen.“ so Stefan Krojer, Geschäftsbereichsleiter Strategischer Einkauf der Johanniter Competence Center GmbH und Initiator von Zukunft Krankenhaus-Einkauf und des Hospital Supplier Awards.

 

Klink Einkäufer suchen Lieferanten als Wertschöpfungspartner

17 Bewerbungen von Lieferanten für Krankenhäuser in Deutschland, Österreich und Schweiz wurden eingereicht bei denen der Wertschöpfungsbeitrag zur Unterstützung der Klinik- und Beschaffungsziele im Fokus steht.

 

Neuartige Bewertungskriterien

Der Award wird umfassend unterstützt durch einen 20 köpfigen Beirat. Aus diesem Kreis bildeten 12 renommierte Krankenhausexperten die Jury. Die interdisziplinäre Besetzung der Jury vom Arzt über Pflegekraft bis zum Geschäftsführer und innovativen Entrepreneur stellte eine 360 Grad Bewertung sicher. Um den Wandel der Krankenhaus-Einkäufer vom Preisverhandler zum Wertschöpfungspartner zu fördern, standen folgende Bewertungskriterien im Fokus: Innovationsgrad, Effizienzpotential, Patientennutzen, Praxisbezug, Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit, Einfache Implementierung.

 

Die Preisverleihung im Jüdischen Krankenhaus Berlin

50 geladene Gäste, hauptsächlich aus dem Sektor Krankenhaus Einkauf und Lieferanten, verfolgten die Preisverleihung live vor Ort im Jüdischen Krankenhaus Berlin. „Das hohe Interesse an dem Thema und das durchweg positive Feedback nach der Preisverleihung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Eins steht für uns fest. Wir machen weiter und freuen uns auf Bewerbungen für den 2. Award am 20.05.2020“ so Stefan Krojer, Initiator Zukunft Krankenhaus-Einkauf. Die Laudatoren aus der Jury des 1. Hospital Supplier Award vergaben die Plätze 1 bis 3:

 

1. Platz  für E-Learning

Der erste Platz wurde an  die UNIVERSE EMEDIA GmbH für den „RapidCourseBilder“ verliehen. Die webbasierte Lösung bietet eine einfache Erstellung von E-Learning Kursen speziell für das Gesundheitswesen.

 

2. Platz für Medizintechnik Marktplatz

Mit dem zweiten Platz wurde die Plattform „Medizintechnikmarkt.de“ des Anbieters Thalamed GmbH prämiert. Sie bietet als Marktplatz wichtige Informationen und Entscheidungshilfen für den Beschaffungsprozess für medizintechnische Geräte.

 

3. Platz für innovatives Bestandsmanagement

Der dritte Platz wurde an Cardinal Health GmbH überreicht. Mit der Lösung „WaveMark“ bieten sie eine RFID- und Cloudbasierte Echtzeit-Technologieplattform, die Business Intelligenz für den Einkauf und die Lagerung von vor allem hochpreisigen Medizinprodukten ermöglicht.

 

Die Top-10 Lieferanten

Von den eingereichten 17 Bewerbungen, haben es neben den drei Gewinnern folgende Firmen unter die Top-10 geschafft: B. Braun, Johnson & Johnson Medical, Lohman & Rauscher, Mölnlycke, Philipps, S&F Gruppe und Werk 39.

 

Zur Fotogalerie

 

Über den Initiator Zukunft Krankenhaus-Einkauf

Zukunft Krankenhaus-Einkauf ist eine Eigeninitiative von Einkaufspraktikern. Die Community hat sich 2017 gegründet und engagiert sich für einen  werteorientieren, nachhaltigen und effizienten Klinik Einkauf innerhalb der DACH-Region. Die Mitglieder der Community arbeiten in Projektteams - egal zu welchem Klinikträger oder Einkaufsgemeinschaft sie angehören und sehen die Transformation durch die Digitalisierung als Chance für einen wertebasierten, nachhaltigen und fairen Krankenhaus-Einkauf.  

0 Kommentare

Zukunft Krankenhaus-Einkauf meets medlogistica

Der Think Tank Krankenhauseinkauf 4.0 trifft sich im Rahmen der medlogistica am 5. und 6. Juni 2019 in Leipzig. Gemeinsam werden Vorträge und Aussteller besucht, um neue Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten. 


Auf die Themen fahrerlose Transportsysteme, Robotics und die Verfolgung von Assets in Echtzeit sind wir ganz besonders gespannt


Im Rahmen des "femak Einkäuferseminars" hält Think Tank Mitglied Stefan Krojer folgenden Vortrag:


Einkauf und Logistik / mächtige Verbündete in Zeiten hohen Kostendrucks


05.06.19 | 11:30 – 12:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Saal 3, Ebene +1, CCL



Weitere Vorträge des "femak Einkäuferseminars" sind:


Automatisieren und Digitalisieren - Konkrete Anwendungsfälle

Nils Koch, SRH Kliniken


Supply Chain Management vom klinischen Prozess gedacht

Alexander Schug, Gallmann & Schug Consulting Management GmbH & Co. KG

0 Kommentare

Preisverleihung 1. Hospital Supplier Award

 

Einladung zum 1. Hospital Supplier Award am 22. Mai 2019
Der Countdown zur Preisverleihung läuft! Zu den Tickets 

Die Gewinner des 1. Hospital Supplier Award - dem ersten unabhängigen Lieferanten-Preis, der direkt von Klinik-Mitarbeitern vergeben wird - stehen fest. Erfahren Sie wie die täglichen Herausforderungen im Klinikeinkauf kreativ und neu gedacht werden können und erhalten Sie innovative Impulse. 

Gesucht wurden digitale Lösungen, die Klinik-Lieferanten über das Produkt hinaus bieten können, um den Klinikeinkauf zukunftsfähig zu gestalten. 

Die besten drei Konzepte werden in offiziellem Rahmen prämiert und von den Gewinnern persönlich vorgestellt. 

WANN: 22.05.2019 ab 18:00 Uhr 

WO: Jüdisches Krankenhaus Berlin 

 

PROGRAMM

17.30 Uhr: Einlass 

18.00 Uhr: Begrüßung der Gäste 
- Stefan Krojer (Initiator "Hospital Supplier Award" und Leiter Strategischer Einkauf Johanniter CC) 
- Pavlos-Agis Briolas (Beirat & Jury "Hospital Supplier Award" und Leiter Kostenmanagement Jüdisches Krankenhaus Berlin) 

18.30 Uhr: Impulsvortrag "Digitale Lösungen für Kliniken über den Tellerrand hinaus" 
- Armin Haas (CXO build'n'break) 

19.00 Uhr: Preisverleihung und Vorstellung der Lösungskonzepte 
- Moderation: Florian Bechtel, Stefan Krojer

20.30 Uhr: Abschluss Diskussion 

20.45 Uhr: Get together mit Imbiss 

 

Wir würden uns freuen, Sie als unseren Gast begrüßen zu dürfen. 

Bitte melden Sie sich unter Eventbrite an. Die Plätze sind begrenzt. 

 

Nähere Informationen über den Veranstalter und die Bewerber finden Sie unter: 

 

www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de sowie www.klinik-einkauf.de/lp/award 

0 Kommentare

Cognitive Procurement, Automatisierung & Robotik Das Berufsbild des „Einkäufers“ im Wandel – Wie sieht meine Jobbeschreibung 2025 aus?

Der technologische Wandel und die Digitalisierung eröffnen vielfältige neue Möglichkeiten – auch für die Einkaufs- und Logistikprozesse. Elektronische Kataloge und Beschaffungsprozesse waren hierbei erst der Anfang. Beschaffungsmanagement 4.0 geht hierüber aber deutlich hinaus und zielt auf die weitestgehende Automatisierung komplexer Prozesse in Echtzeit unter Einbezug von Robotik und künstlicher Intelligenz ab. In diesem Zusammenhang fällt auch oft der Begriff des Cognitive Procurement. All diese Entwicklungen machen auch vor den Krankenhäusern nicht Halt, eröffnen neue Möglichkeiten, verändern aber gleichzeitig das Berufsbild des „Einkäufers“.


Das Fachforum I widmet sich dem Thema von zwei Seiten: Zum einen werden neue Technologien kurz erläutert, um aufzuzeigen, wo wir technologisch stehen, wohin die „Reise“ im Einkauf in den nächsten Jahren geht, und welche Grenzen ggf. (noch) gesetzt sind. Zum anderen konzentrieren wir uns auf das Berufsbild des „Einkäufers“ im Wandel, die Frage, welche Qualifikationen künftig wichtig sind und wie technologische Innovationen und Mensch künftig zusammenwirken. Oder kurz: Wie sieht die Jobbeschreibung eines Einkäufers 2025 aus?


Moderation:


Hartmut Ponßen
Vorstand
gök Consulting AG



Diskutanten:


Stefan Krojer
Leiter strategischer Einkauf
Johanniter Competence Center GmbH


Bünyamin Saatci
Leiter Beschaffung
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein


Dr. Marcus Schüller
Partner, Advisory, Head of Operations Consulting
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2018, 5./6. Dezember 2018, Hotel de Rome


Zur Kongreß-Website

0 Kommentare

Stefan Krojer - Portraitfoto, Vita, Logo

FOTO

Fotos zum freien herunterladen für Presse, Medien und Veranstalter. 

mehr lesen 0 Kommentare

Geschäftspartnerschaften im digitalen Zeitalter

Verfolgen Sie die Veranstaltung auf Twitter unter dem hashtag #medtechvk.

 

Weitere Bilder der Veranstaltung (BVMed) 

 

Zusammenfassung der Veranstaltung MedTech-Vertriebskonferenz von MedInform am 19.09.2018 in Düsseldorf (Pressemitteilung BVMed):

 

"Der MedTech-Vertrieb der Zukunft ist lösungs- und nicht produktorientiert. Der Lieferant wird zum Wertschöpfungspartner der Klinik!"

 

 

Krankenhäuser und Medizinprodukte-Unternehmen werden künftig Geschäfts- und Wertschöpfungspartner werden, um gemeinsam an der Optimierung der Versorgungsprozesse zu arbeiten und Lösungen für eine bessere Patientenversorgung zu entwickeln. Das ist die gemeinsame Vision der Experten aus Klinik und Industrie der 4. MedTech-Vertriebskonferenz von MedInform am 18. September 2018 in Düsseldorf mit rund 200 Teilnehmern. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed. Die Medizintechnik-Branche befindet sich durch die Digitalisierung, die Veränderungen im Klinikmarkt und neue regulatorische Anforderungen in einem dramatischen Umbruch. Um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, müssen sich die MedTech-Unternehmen dabei "vom reinen Produktlieferanten zum Lösungsanbieter" wandeln.

 

Bei den Servicelösungen gehe es dabei immer um einen "Mehrwert", nicht nur für den Kunden durch Prozessverbesserungen, sondern vor allem um einen individuellen Mehrwert für die Patienten, so Dr. Dirk Ghadamgahi von Johnson & Johnson Medical. "Wir sind auf der Gewinnerseite, wenn wir das Ergebnis für den Patienten verbessern, und gleichzeitig die Prozesskosten in der Versorgung reduzieren." Die Unternehmen könnten ihr Expertenwissen einbringen, um die unterschiedlichen Behandlungsergebnisse der Kliniken und Ärzte anzugleichen und zu verbessern, betonte Dr. Jens Deerberg-Wittram von Boston Consulting. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen der MedTech-Branche bietet sich in der Zusammenarbeit mit Start-ups eine große Chance, ein von Unternehmergeist geprägtes Handeln in der Mitarbeiterschaft zu entfachen, so Darius Moeini von NUMA Berlin. Von der Klinikseite betonten Adelheid Jakobs-Schäfer von den Sana Kliniken und Stefan Krojer von den Johannitern die Bedeutung von Lieferanten als strategische Partner, um "gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, Wirtschaftlichkeit und Innovationen zu fördern". "Das Ziel von neuen Systempartnerschaften im digitalen Zeitalter ist es, gemeinsam mit den Versorgungspartnern Prozesse zu optimieren, Wirtschaftlichkeitsreserven zu heben, Innovationen zu fördern – und damit gemeinsam die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern", fasste Konferenz-Moderator und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt die Erkenntnisse zusammen.

 

Unternehmensberater Dr. Jens Deerberg-Wittram von der Boston Consulting Group (BCG) beleuchtete in seinem Einführungsvortrag die Chancen von "Value Based Healthcare" (VBHC) für die MedTech-Branche. Ausgangspunkt der Überlegungen sei, dass es bei verschiedensten medizintechnischen Verfahren wie Hüftgelenkersatz, Schrittmacher-Implantation, Gefäßerkrankungseingriffen oder Schlaganfall- und Herzinfarkt-Therapien große Qualitätsunterschiede in den Kliniken gibt. Die große Variabilität entlang einer Versorgungskette "bietet Chancen für eine effektivere Qualitätskontrolle bei chirurgischen Eingriffen", so der BDG-Experte. Der VBHC-Ansatz versuche, eine hohe Ergebnisqualität aus Patientensicht mit möglichst geringen Kosten für das System zu erreichen, indem die gesamte Behandlungskette und nicht nur der Eingriff selbst betrachtet werden. Ziel sei eine qualitätsabhängige Vergütung statt einer festen Vergütung pro Patient. Solche "Bündelverträge", die Qualität und Kosten verbessern, gibt es beispielsweise in Schweden im Bereich der Hüft- und Knie-Endoprothetik. In Deutschland zeigt die Einführung der Qualitätsverträge einen "Perspektivwechsel und Kulturwandel in der Versorgung und Finanzierung", so Deerberg-Wittram. Neue Vergütungsmodelle berücksichtigen stärker die Qualität als die Menge. Die MedTech-Branche sei bei der erforderlichen Bereitstellung von Mehrwertdiensten insgesamt gut positioniert. Die Unternehmen müssten sicherstellen, "dass alle neuen Produkte mit einem überzeugenden klinischen und wirtschaftlichen Wertversprechen verbunden sind". Die Vertriebsteams müssten in der effektiven Kommunikation des Mehrwertes gegenüber dem Kunden geschult werden. Auf Vertragsseite müssten innovative Lösungen entwickelt werden, um den Kunden Anreize zu bieten. Dazu gehören beispielsweise Ergebnisgarantien oder Risk-Sharing-Modelle. Sein Fazit: "Value-based Healthcare eröffnet MedTech-Unternehmen neue Möglichkeiten der Differenzierung."

 

Dr. Dirk Ghadamgahi, Mitglied der Geschäftsführung und Medical Director bei Johnson & Johnson Medical, stellte den "Care Advantage"-Ansatz seines Unternehmens vor, um kundenorientierte Lösungen zu entwickeln, die einen konkreten Mehrwert schaffen. "Lösen beginnt dabei mit Verstehen", so das Motto der Werteorientierung des Unternehmens. In Zukunft steht dabei weniger die Frage im Mittelpunkt, ob der Kunde, der Arzt oder die Klinik zufrieden ist, sondern ob der Patient zufrieden ist. "Die Qualitätswahrnehmung muss sich künftig auf den Patienten zentrieren", so Ghadamgahi. Sein Unternehmen versteht sich selbst als "Partner, Unterstützer und Problemlöser". Das Angebot geht über das Produkt hinaus und umfasst Leistungen, die Kostenreduzierung, Verbesserung der Ergebnisqualität und Steigerung der Patientenzufriedenheit unterstützen. Die Ergebnisse müssen dann auch durch Daten und Analysen validiert werden. Als ein konkretes Beispiel nannte Ghadamgahi die Standardisierung von Prozessen im OP, die durch die Integration des Surgical Process Institutes (SPI) bei Johnson & Johnson vorangetrieben wird. Über 60 Prozent der chirurgischen Prozesse könnten standardisiert werden. Digitale Checklistensysteme von SPI helfen dabei, dass sie eingehalten und Prozesse optimiert werden können. Das System visualisiert dabei die Abläufe im OP und vermeidet so Fehler. Und es dokumentiert alle Verfahrensschritte und fasst sie zusammen. Begonnen hat die Implementierung in der ACQUA-Klinik in Leipzig. "Wir sind auf der Gewinnerseite, wenn wir das Ergebnis für den Patienten verbessern, und gleichzeitig die Prozesskosten in der Versorgung reduzieren", so Ghadamgahi. Wichtig sei, dann auch die Krankenkassen als Partner für "Value Based Healthcare" einzubeziehen. "Wir sehen im deutschen Markt die Notwendigkeit, nicht nur in Richtung Ärzteschaft und Krankenhäuser zu schauen, sondern auch noch stärker mit Krankenkassen zu kooperieren."

 

Adelheid Jakobs-Schäfer, Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik der Sana Kliniken, beleuchtete "Geschäftspartnerschaften mit der Industrie auf der Basis von Qualität" aus Sicht eines großen Einkaufsverbundes. Sana hat dafür eine "Cross-Check"-Strategiematrix für Systempartnerschaften entwickelt, zu denen neben Wirtschaftlichkeit und Qualität auch Service und Kompetenz gehören. Nach einem Pre-Test 2017 wurde der "Cross-Check", basierend auf einem hochkomplexen IT-Tool, 2018 durchgeführt. 71 Prozent der Industriepartner haben daran bereits teilgenommen. Ziel sei eine "Geschäftspartnerschaft auf der Basis von Qualität". Aspekte im Prozess seien ein verbessertes Feedback an die Geschäftspartnerschaften, Handlungsbedarf zu erkennen, Objektivierung zu steigern, sowie Qualitätsberichte oder die zertifizierte Lieferantenbewertung nach ISO 9001. Das Motto des Sana-Einkaufs lautet: "Medizinische Qualität braucht Messbarkeit. Vertriebsqualität braucht Nachhaltigkeit. Prozessqualität braucht Bodenhaftung." Jakobs-Schäfer nannte konkrete Probleme in der Zusammenarbeit mit Lieferanten: Stammdaten und Konditionenmodelle führen zu Rechnungsklärfällen, Analysepotenziale werden nicht genutzt. Verpackungseinheiten wurden nicht auf Modulsysteme und medizinische Veränderungen angepasst. Darreichungstechniken wurden nicht an hygienische Maßnahmen angepasst. Lieferprobleme sind zum Teil selbst verursacht, hohe Volumina brauchen abgestimmte Übernahmezyklen und Sicherheitsbestände. "Um diese Probleme im Alltag zu lösen, benötigen Kooperationen mehr Kliniknähe, Reflexion und Prozessverständnis. Dazu gehört auch, dass die Kliniken ihre Partner in der Industrie hineinschauen lassen", so die Sana-Expertin.

 

Wie können Start-ups und MedTech-Unternehmen besser zusammenkommen? Mit dieser Frage befasst sich Start-up-Experte Darius Moeini von NUMA Berlin. Er versteht sich als "Innovations-Accelerator" für Start-ups und etablierte Unternehmen. Die gesamte Gesellschaft sei von Disruption erfasst: durch den technologischen Wandel, neue Vertriebskanäle, eine Änderung des Kundenverhaltens und einem einhergehenden Kulturwandel. Davor mache auch die Medizin nicht halt. Start-ups bieten bei der Entwicklung neuer Lösungen die Vorteile von weniger Hierarchie, mehr Transparenz, Experimentierfreude und Risikobereitschaft, Agilität, Geschwindigkeit und digitalem Fokus. Auf der anderen Seite stehen Mitarbeiter- und Liquiditätsmangel sowie ein Mangel an Wissen über die Produkte und die Vertriebswege. Hier könnten beide Seiten, Start-ups und Unternehmen, von den jeweiligen Stärken der anderen profitieren, wenn sie geeignete Kooperationsformen finden. "Bei Kollaboration trifft Stabilität auf Agilität, Hardware auf Software, Ressourcen auf Momentum und Vertrauen auf Sexiness", so Moenis Vision. Möglichkeiten der Zusammenarbeit sieht er in den Bereichen Training und Kulturwandel, Markt- und Technologie-Analysen, Verkauf und Portfolio, Innovation und Investment. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen der MedTech-Branche bietet sich in der Zusammenarbeit mit Start-ups eine große Chance, ein von Unternehmergeist geprägtes Handeln in der Mitarbeiterschaft zu entfachen.

 

Armin Haas, Geschäftsführer von build’n’break und langjähriger Mitarbeiter bei Paul Hartmann, bezeichnete "Social Selling" als Vertriebsmarketing der Zukunft. Soziale B2B-Netzwerke wie LinkedIn, XING oder Twitter "bieten Vertriebsteams eine super Möglichkeit, ihre Kunden im digitalen Zeitalter effektiv und frühzeitig im Kaufprozess zu unterstützen", so Haas. Durch die Nutzung der sozialen Medien und gut aufbereitete persönliche Profile könnten Vertriebsmitarbeiter "Teil der 80 Prozent Kaufentscheidung werden, die vor dem ersten Kontakt mit einem Vertriebsmitarbeiter bereits getroffen ist". Denn neben der Technologie habe sich in den letzten Jahren auch das Kaufverhalten der Kunden extrem verändert. Das Management der MedTech-Unternehmen müsste auf diese Veränderungen reagieren. Social Media sei mittlerweile ein relevanter Kanal, um Entscheider zu erreichen. Traditionelle Vertriebsaktivitäten würden dagegen an Bedeutung verlieren. "Mehr Personen sind heute an Kaufentscheidungen beteiligt und müssen erreicht werden", stellt Haas fest. Deshalb sei die effektive Nutzung von relevanten Social Media-Kanälen im B2B-Vertrieb für den Aufbau von Beziehungen zu Entscheidungsträgern, für das gezielte Erreichen des passenden Ansprechpartners und damit eine Steigerung der Vertriebsproduktivität unverzichtbar. Zu den Werkzeugen des "Social Sellings" gehören ein kundenorientiertes Profil in den Netzwerken, das regelmäßige Überprüfen und Optimieren der Kennzahlen in den Kanälen und die thematische Vernetzung über Hashtags und Interaktionen.

 

Die Bedeutung sozialer Netzwerke für die B2B-Kommunikation betonte auch Stefan Krojer, Leiter Strategischer Einkauf des Johanniter Competence Centers sowie Initiator und Betreiber der Plattform "zukunft-krankenhaus-einkauf.de". Der Krankenhauseinkäufer der Zukunft werde die sozialen Netzwerke effizient nutzen. Die Unternehmen müssten deshalb digitale Tools nutzen und "ihr Wissen als Coach teilen", so Krojer. "In sozialen Netzwerken beschaffen Einkäufer fast alle Informationen zu Lieferanten, Produkten und Ansprechpartnern in real time. Das Teilen von Wissen über soziale Plattformen wird Standard werden." Um den Wandel aufzuzeigen, stellte der Klinikeinkaufsexperte die Ergebnisse seiner Zukunftsstudie "Krankenhaus-Einkauf 2025" vor, für die er 85 Einkaufsexperten befragte. Der Krankenhauseinkäufer der Zukunft besitzt demnach die Kern-Fähigkeiten: Prozessdenker, Problemlöser, Datenanalyst. 77 Prozent der befragten Krankenhauseinkäufer gaben an, dass Lieferanten zukünftig in die Verantwortung genommen werden, Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele zu erreichen. "Wertschöpfungspartnerschaften werden Produkte und Prozesse gemeinsam bewerten", so Krojer. Wenn Lieferanten zukünftig zum Wertschöpfungspartner werden, verbessern sie im Krankenhaus gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, die Wirtschaftlichkeit und fördern Innovationen. Einkäufer identifizieren, segmentieren und entwickeln Industriepartner, um passgenaue Lösungen für ihr Haus zu erarbeiten. So wandeln sich einige Lieferanten vom reinen "Produktanbieter" zum "strategischen Geschäftspartner". Sie betreiben mit dem Krankenhaus ganze Leistungseinheiten oder entwickeln in enger Kooperation neue Produkte und digitale Lösungen. Krojers Vision: "Dies könnte so weit gehen, dass Kliniken mit Lieferanten sogar gemeinsame Start-ups gründen oder sich Investition und Profit teilen. Kliniken bieten als Innovationscoach für die Lieferanten einen Mehrwert in der Produktentwicklung. Strategische Partner erhalten so tiefe Einblicke in die Klinikprozesse."

 

Petra Popp, Senior Vice President Global Service bei Carl Zeiss Meditec in Jena, betonte die Bedeutung moderner Services zur Vertriebsunterstützung. Weltweit arbeiten rund 4.500 Menschen in der Medizintechnik-Sparte von Zeiss, deren Ziel es ist, Ärzten zu helfen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Digitale Services spielen dabei eine zunehmend wichtigere Rolle. Einen Mehrwert durch digitale Services will Zeiss für Ärzte, aber auch für Patienten schaffen. Zu den praktischen Beispielen gehört eine App, die das Smartphone mit dem robotischen Visualisierungssystem von Zeiss verbindet. Damit können Fälle auf das Smartphone geladen und mit Kollegen leichter besprochen oder in Präsentationen eingebaut werden. Mit einer zahnmedizinischen App können Zahnärzte ihren Patienten den Wert einer Versorgung direkt in der Praxis visualisieren. In der Versorgung mit Intraokularlinsen bietet Zeiss Unterstützungslösungen an, die die Versorgungskette von den Patientengewinnen über die Untersuchung und Versorgung bis zur Nachsorge abdecken. Der technische Service von Zeiss umfasst Trainings, E-Learnings, Animationen, Handbücher, Videos, FAQs und Onlinehilfen, aber auch Virtual Reality-Lösungen. Die Services werden für die Kunden in einem "Digital Customer Companion"-Portal zusammengefasst. Hilfe gibt es zudem per Remote Service.

 

Manuela Forster, Strategic Account Manager Corporate / Shared Services beim MedTech-Unternehmen BD Becton Dickinson sowie Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises "Krankenhausmarkt" (AK KHM) beleuchtete die künftigen Herausforderungen für den Medizinprodukte-Außendienst. Insgesamt stehe das Gesundheitssystem vor der Herausforderung begrenzter Ressourcen beispielsweise durch einen Mangel an qualifizierten Pflegekräften, sinkende Investitionsquoten und einen enormen medizinisch-technischen Fortschritt. Hinzu kommen die Herausforderungen an eine qualitativ hochwertige Versorgung durch den demografischen Wandel und die notwendige sektorenübergreifende Versorgung. Die MedTech-Unternehmen könnten hier ihre spezielle Expertise durch zusätzliche Services einbringen, um Prozesse zu optimieren und die Patientenversorgung zu verbessern. Dafür muss der Vertrieb strategisch ausgerichtet werden, um konzeptionelle Lösungen zu entwickeln. Bei BD hat man sich dabei auf das Thema "Patientensicherheit" fokussiert. Neben der Vermeidung von Infektionen geht es auch um die Medikationssicherheit. Das Unternehmen unterstützt hier die Kliniken mit ihrer Fachkompetenz.

 

Mark Jalaß, BVMed-Vorstandsmitglied und Divisionsleiter Vertrieb & Marketing Ambulanter Bereich Deutschland bei Lohmann & Rauscher, plädierte dafür, die Vertriebsmitarbeiter gut auf die neue Rolle vorzubereiten. Es gehe künftig um ganzheitliche Lösungen statt reinem Produktservice. Beispielsweise hapere es bei den Stammdaten, beim Order-to-Cash-Prozess sowie beim OP-Management. "Hier generieren Lösungen einen echten Mehrwert", so Jalaß. Lohmann & Rauscher hat hierfür mit "Optiline" ein Konzept zur Effektivitätssteigerung und Qualitätssicherung im Krankenhaus entwickelt. Das Servicekonzept habe bereits mehr als 400 Kunden, "das auf unserer Erfahrung als kompetenter Vollsortimenter und Partner in der transsektoralen Versorgung aufbaut".

 

Weitere Informationen unter www.bvmed.de

0 Kommentare

Der Zukunft auf der Spur - Tourplan 2018 steht

Der Tourplan 2018 von Zukunft Krankenhaus-Einkauf steht. Wir berichten von allen Events auf unseren Social Media Kanälen. Folgen Sie einfach dem hashtag #TourZKHEK und den offiziellen hashtags der jeweiligen Veranstaltungen (#BFT18, #HSA18...). Unsere Mission ist es den Krankenhaus-Einkauf erlebbar zu machen und Innovationen auf den Zahn zu fühlen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare in den Sozialen Medien. 

0 Kommentare

femak Gewinnspiel zur Bundesfachtagung

*** Gewinnspiel *** 


Sie sind Mitarbeiter einer Gesundheitseinrichtung (Einkauf, Logistik, Materialwirtschaft...) und wollen die Gelegenheit nutzen erstmals Ihr Netzwerk auf einer femak Veranstaltung zu erweitern? 


Dann nutzen Sie die Gewinnchance auf eine von 10  Freikarten für die 36. Bundesfachtagung am 12. und 13. März im Wert von 295 Euro.


Wie?
Beantworten Sie einfach die Gewinnfrage, indem Sie Ihre Antwort als Kommentar posten oder mir eine Nachricht senden:


Wo findet die 36. Bundesfachtagung der femak statt?


Programm der femak Bundesfachtagung https://www.femak.de/images/stories/2018_femak/2018_36_Bundesfachtagung/03_Flyer_36_BuFaTa_Rotenburg_2018.pdf


Teilnahmebedingung: 

- Sie sind Mitarbeiter einer Gesundheitseinrichtung

Einsendeschluss: 15.02.2018

- Die Freikarten werden am 16.02.2018 unter den Teilnehmern verlost

- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

mehr lesen

Rückblick 9. Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2017

Das Event-Flaggschiff 2018: Jetzt anmelden zur 36. Bundesfachtagung der femak e.V.

Programm und Anmeldung: www.femak.de

0 Kommentare

Nachlese 9. Beschaffungskongress der Krankenhäuser in Berlin

Am 6. und 7. Dezember 2017 in Berlin fand der 9. Beschaffungskongress der Krankenhäuser statt. Über 500 Teilnehmer nahmen teil. Krankenhaus-Einkäufer und Lieferanten präsentierten ihre Best Practices, innovative Lösungen und diskutierten über die Gegenwart und die Zukunft des Krankenhauseinkaufs und der Krankenhauslogistik. 

 

Die dominierenden Themen dieses Jahr waren: 

  1. Datenmanagement
  2. Schnittstellenmanagement
  3. Changemanagement (digitale Transformation)
  4. Sachkostensteuerung
  5. Internet der Dinge und Vernetzung 

Einheitlicher Tenor war, dass der Einkäufer in seiner Rolle als Schnittstellenmanager die große Chance habe sich intern als Wertschöpfungspartner zu positionieren. An der Schnittstelle zwischen IT, Medizincontrolling, Technik und Geschäftsführung könnte der Einkäufer das entsscheidende "Rad" sein, um die digitale Transformation zu schaffen.

 

Prof. Marquardt, IT Leiter Rhön Klinikum, provozierte mit der These, dass 80% der Kliniken die digitale Transformation nicht schaffen werden. Seiner Meinung nach müssten sich die Einkäufer zum Prozessmanager (Beschaffung UND Medizin) und IT-Fachmann wandeln. Ansonsten würden sie die "rote Karte" bekommen und vom Markt verschwinden.

 

Zahlreiche Lieferantenstimmen forderten die Einkäufer auf, als zentraler Akteur im Klinikum Chancen zur Sachkostenoptiierung und Erlössteigerung im Dialog mit den Anbietern zu diskutieren. Denn nur im Dialog und im gegenseitigem Verständnis der aktuellen Situation und der zukünftigen Planung könnten gemeinsam Potentiale identifiziert und passgenaue Lösungen angeboten werden.

 

Norbert Ruch, Bundesvorsitzender der femak, verteidigte die Einkäufer: "Einkäufer müssen indikationsgerechte Qualitätsdiskussionen mit den Ärzten führen und sich die Rückendeckung aus der Geschäftsführung einholen."

 

Martin Merkel, Leiter Einkauf edia.con, sieht den Einkäufer in der Pflicht sich medizinisch fortzubilden. Dazu könnte man zahlreiche Weiterbildungsangebote der Einkaufsgemeinschaften, Lieferanten oder femak wahrnehmen.  Seine These: "Nur wenn der Einkauf medizinisches Produktwissen und zugleich medizinisches Prozesswissen habe, könne er zum Game-Changer werden." 

 

Stefan Krojer, Leiter Wirtschaft und Versorgung St. Marien-Krankenhaus Berlin, zeigte einen Ausblick ins Jahr 2025.  Er zeigte konkrete Beispiele wie Bots, Cognitive Procurement und IoT bereits heute den Einkauf unterstütze kann. Wichtig sei dabei, heute die Hausaufgaben zu machen (Daten- und Prozessstandardisierung, Digitalisierung der eigenen Prozesse), um zukünftig Zeit zu haben und die technischen und prozessualen Anforderungen für die digitale Transformation des eigenenen Klinikums zu erfüllen. 

 

Zusammenfassung auf TWITTER #BKK17

Das Portal "Zukunft Krankenhaus-Einkauf"  hat die wichtigsten Beiträge in seinem Twitter Kanal www.twitter.com/KHEinkauf unter dem Hashtag #BKK17 zusammengefasst.

 

Wie ist Ihre Meinung? 

Welche Themen und Vorträge wären für Sie am interessantesten? Schreiben Sie uns. per Kommentar auf diesem Blog oder in unseren sozialen Medien

mehr lesen 0 Kommentare

Das Portal Zukunft Krankenhaus-Einkauf ist dieses Jahr Medienpartner des Beschaffungskongress der Krankenhäuser

Der Beschaffungskongress der Krankenhäuser findet am 6.  und 7. Dezember 2017 im Hotel de Rome in Berlin statt. Wir berichten live per Twitter #BKK17 und per Facebook.


Im Nachgang der Veranstaltung könnt ihr auf unserem YouTube Kanal Referentenstatements und Teilnehmerstimmen sehen. Natürlich gibt es wie bei uns gewohnt einen knackigen Kurzbericht im speedreading Format.


Zudem werden die Medien KMA, MWV medizinisch wissenschaftlicher Verlag und Medtech zwo über das Jahresevent für Krankenhaus Einkäufer und Logistiker berichten. 

Beschaffungskongress der Krankenhäuser

Am 06.12.2017 wird Stefan Krojer und Martin Merkel beim Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2017 etwas zu den Entwicklungen des Klinikeinkaufs sagen. U.a. auch, warum das Jahr 2025 magisch ist und wie der Klinikeinkauf zum Game-Changer wird. #zukunftkrankenhauseinkauf 

 

Am 07.12.2017 wird Stefan Krojer gemeinsam mit seinem Femak Kollegen Martin Merkel die Zukunft der digitalen Informationsbeschaffung neu denken. #socialbuying 

0 Kommentare

Medica Trends 2017 - Digitalisierung und Dematerialisierung für smarte Prozesse

Als Resümee der Diskussionen auch der weiteren gut besuchten, in die MEDICA integrierten Themenforen, beispielsweise MEDICA HEALTH IT FORUM oder MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM, sowie der von den Ausstellern vorgestellten Produktneuheiten lässt sich zusammenfassen: Die Digitalisierung durchdringt nachhaltig alle Versorgungsbereiche. Und die Wirtschaftlichkeit sowie das einfache Handling medizintechnischer Geräte und Produkte bleiben vorrangige Kriterien für den Kauf. 


Alle Applikationen, die die relevanten Informationen am `Point of Care´ so schnell und einfach wie möglich verfügbar machen, sind sehr stark gefragt. Mobile Computing-Anwendungen auf Tablets und Smartphones sind Beispiele hierfür inklusive der dazugehörigen Apps. Apropos: Hier zeigt sich ein weiterer Trend – der der Dematerialisierung. In Bezug auf immer mehr Systeme, Geräte und Produkte lässt sich die Innovation mehr festmachen an neuen Software-Lösungen und weniger an der Hardware. Diese wird zudem – ohne Leistungseinbußen – immer kompakter und leichter. Zu den Produkthighlights der MEDICA 2017 zählte u. a. ein Ultraschallsystem einzig bestehend aus der Kombination von Schallkopf, Smartphone und passender App. Dank einer innovativen Schallkopf-Entwicklung ist `Ultraschall to go´ damit selbst in der als anspruchsvoll geltenden kardiologischen Fachdisziplin eine Option.


Besonders `smart´ sind auch die sogenannten Wearables, zu denen viele Neuheiten im Rahmen der MEDICA 2017 für verschiedenste Anwendungsfelder präsentiert wurden, z. B. Diabetes, kardiologische Erkrankungen bis hin zur optimalen Wundversorgung (mittels intelligenten Pflastern). Das deutsche Startup Humotion nutzte etwa seinen Auftritt beim neuen MEDICA START-UP PARK (in Halle 15), um ein textilintegriertes Sensorsystem zu präsentieren. Damit lässt sich die Bewegungsdynamik des Patienten in seiner Gesamtheit präzise erfassen, was wiederum im Hinblick auf orthopädisch oder geriatrisch erkrankte Personen für Arzt und Therapeut wertvolle Rückschlüsse zulässt.


„Krankenhäuser in einer neuen Zeit“


Unter dem diesjährigen Leitmotto „Krankenhäuser in einer neuen Zeit“ widmete sich der 40. Deutsche Krankenhaustag als führende Informations- und Kommunikationsplattform für die Direktoren und das Management deutscher Kliniken neben gesundheitspolitischen Fragenstellungen nach der Bundestagswahl u. a. ebenfalls der Digitalisierung sowie der klinischen Qualitätssicherung und zählte gut 2.000 Teilnehmer. Begleitet wurde die Veranstaltung (wie jedes zweite Jahr) wieder von der European Hospital Conference, dem Treffpunkt der Top-Entscheider von Kliniken aus ganz Europa. Hier war der `E-Health-Aktionsplans 2012 – 2020´ der Europäischen Kommission ein besonders aufmerksam verfolgtes Thema.


Quelle: www.medica.de

mehr lesen 0 Kommentare

9. Beschaffungskongress der Krankenhäuser

Am 6. und 7. Dezember 2017 findet der Beschaffungskongress der Krankenhäuser bereits zum 9. Mal statt und bringt erneut Einkaufsverantwortliche des Gesundheitswesens in  Berlin zusammen. Veranstalter ist die Wegweiser GmbH aus Berlin.

 

Der Kopf von "Zukunft Krankenhaus-Einkauf" (Stefan Krojer) wird diesmal als Diskutant und Redner mit dabei sein. Stefan Krojer wird Einblicke aus seiner Studie "Krankenhaus-Einkauf 2025" geben. Welche Trends gibt es bis ins Jahr 2025? Welche Technologietreiber werden den Krankenhauseinkauf verändern? Was muss der Einkäufer der Zukunft können? 

Der Beschaffungskongress der Krankenhäuser hat sich in den letzten Jahren als Branchenereignis für Einkauf und Logistik in der Gesundheitsversorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz etabliert. Im Mittelpunkt stehen dabei nationale und internationale Entwicklungen und Trends sowie aktuelle Anforderungen an einen strategischen Krankenhauseinkauf. Der Kongress führt rund 500 Experten aus Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik, Wissenschaft, Industrie und Beratung zusammen, um gemeinsam Optimierungspotenziale für den Einkauf zu erarbeiten.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite des Veranstalters.

 

femak mit eigenem Stand und Workshop

Treffen Sie die femak auf dem Kongress am Stand oder beim Workshop am 7.12.2017. 

      

2. Treffen der XING-Mitglieder Gruppe "Krankenhaus-Einkauf"

am 06.12.2017, 19 Uhr im Augustiner Bräu Berlin (Gandarmenmarkt)

Weitere Informationen und Anmeldung siehe XING-Event oder kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de. 

mehr lesen 0 Kommentare

XING-Gruppe "Krankenhaus-Einkauf" feiert Beitritt des 2500. Mitglieds mit Event in Berlin

 

Wenn das kein Grund zum feiern ist. Herr Moritz Vedder, Einkäufer bei der Charite, ist das 2500. Mitglied der XING-Gruppe "Krankenhaus-Einkauf". Herzlichen Glückwunsch! Die XING-Gruppe "Krankenhaus-Einkauf" hat nun über 2.500 Mitglieder.

 

Das wird am 06.12.2017 um 19 Uhr im Berlin im Hofbräuhaus nähe Alexanderplatz gebührlich gefeiert. Hier können Sie sich als Mitglied der Gruppe zum Event registrieren:

Zum Event.

 

Bitte beachten Sie: Die XING-Gruppe ist ein Non-Profit Netzwerk, moderiert von einem Krankenhauseinkäufer. Deshalb können die Teinehmer nicht zu Essen und Trinken eingeladen werden. Jeder muss Speis und Trank selbst zahlen. Ich bitte um Verständnis :-) 

 

Der Hash-Tag zum Event lautet: #krankenhauseinkauf2500

 

Fakten zur Gruppe "Krankenhaus-Einkauf" auf XING: 

  • Gegründet: 05.12.2008
  • Mitglieder: 2.533
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 1.314
0 Kommentare

Wer ist der "Steve Jobs" des Krankenhaus-Einkauf?

Quelle: Prospitalia 


Es ist wieder soweit – die Prospitalia vergibt den Best Practice Award 2018 für den Bereich „Einkauf und Logistik im Krankenhaus“. Die Initiative "Zukunft Krankenhaus-Einkauf" unterstützt diesen Award. Denn Wissen teilen und Innovationen fördern ist auch Teil unserer Mission. 


Fortwährend wird im Klinikbereich Einkauf und Logistik an der Modernisierung und Optimierung unterschiedlichster Abläufe gearbeitet. Die Digitalisierung ist in aller Munde und bereits heute eine Vielzahl an neuer Angebote und Hilfsmittel, die jedoch auf dem Prüfstand stehen. Der Prospitalia liegt es am Herzen, unter ihren Vertragskliniken innovative Strukturen und Prozesse zu fördern und den Wissenstransfer in diesem Bereich zu unterstützen.


Die Jury bestehend aus Vertretern aus dem Klinikeinkauf, der Wirtschaft und der Wissenschaft bewerten die Best Practice Einreichungen und wählen die drei besten Konzepte aus.


Den Gewinnern winken zweckgebundene Preisgelder für das Weiterbildungsbudget der Abteilung:


    Preis: 5.000 EUR

    Preis: 3.000 EUR

    Preis: 1.000 EUR


3-mal wurde der Award bereits verliehen. Die Auszeichnung findet im festlichen Rahmen der Abendveranstaltung des Prospitalia Jahreskongresses vor einem ca. 600köpfigen Publikum statt. Ausführlich wird das Gewinnerprojekt in der KMA, dem Gesundheitswirtschaftsmagazin des Thieme Verlags, publiziert.


Voraussetzung zur Teilnahme am Best Practice Award ist, dass das Best Practice Projekt bereits in der Einrichtung umgesetzt wurde. Teilnahmeschluss ist der 28.02.2018.     

0 Kommentare

Patientensicherheit erhöhen - femak Seminar am 27.9.2017

femak - Fachverband der Einkäufer, Materialwirtschaftler und Logistiker im Krankenhaus
femak - Fachverband der Einkäufer, Materialwirtschaftler und Logistiker im Krankenhaus
mehr lesen 0 Kommentare

Das femak-Symposium "Digitalisierung - Der Patient im Netzwerk“

Download
Anmeldung und Flyer zur Veranstaltung
Flyer_Symposium_Digitalisierung_Leipzig.
Adobe Acrobat Dokument 390.3 KB
mehr lesen 0 Kommentare

9. Beschaffungskongress der Krankenhäuser 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. BESCHAFFUNGSKONGRESS DER KRANKENHÄUSER

 

Am 06. und 07. Dezember 2017 findet der Beschaffungskongress der Krankenhäuser bereits zum 9. Mal statt.

Der Beschaffungskongress der Krankenhäuser hat sich in den letzten Jahren als das Ereignis für Einkauf und Logistik in der Gesundheitsversorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz etabliert. Im Mittelpunkt stehen dabei nationale und internationale Entwicklungen und Trends sowie aktuelle Anforderungen an einen strategischen Krankenhauseinkauf. Der Kongress führt rund 500 Experten aus Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik, Wissenschaft, Industrie und Beratung zusammen, um gemeinsam Optimierungspotenziale für den Einkauf zu erarbeiten.

  • Jährlich über 500 Teilnehmer aus Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik,
    Wissenschaft, Industrie und Beratung

  • hochkarätige Keynotes, kontroverse Podiumsdiskussionen und interaktive Formate

  • Konsequente thematische Verzahnung von Strategie, Management und praktischer Anwendung (Best-Practice)

  • aktuelle nationale und internationale Trends zu Einkauf, Logistik & IT im Krankenhaus

  • begleitende Fachausstellung mit praxisnahen Lösungen und innovativen Produkten

ZUM PROGRAMM

eCommerce-Konferenz: Neue Anforderungen durch UDI-Pflicht und elektronische Rechnungen

(Quelle: BVMed) Die Digitalisierung bringt auch neue Pflichten für die Hersteller von Medizinprodukten. Mit den UDI-Pflichten zur standardisierten Kennzeichnung der Produkte kommen insbesondere auf die kleinen und mittelständischen Medizinprodukteunternehmen große Herausforderungen durch neue regulatorische Anforderungen zu. Zudem werden Anforderungen an die elektronische Rechnung und das elektronische Auftragswesen verbindlich. Das verdeutlichten die Experten der 19. eCommerce-Konferenz von MedInform mit dem Titel "Gesetzliche Vorgaben beim eCommerce - ein Segen?" am 21. Februar 2017 in Düsseldorf. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed.

 

Seit vielen Jahren engagieren sich Vertreter von Krankenhäusern, Herstellern und Dienstleistern, um die Potenziale des eCommerce auszuschöpfen: für rasche und zuverlässige Prozesse, Transparenz, Senkung der Kosten und letztlich ein Mehr an Patientensicherheit. Standards sind gesetzt, Empfehlungen wurden veröffentlicht. Aber der Gewinn dieser Maßnahmen zeigt sich noch immer schleppend, bemängelte BVMed-Expertin Elke Vogt. Deshalb wird nun verschiedenen Gesetzgebungsbereichen ein besonderes Augenmerk geschenkt, da sie zu einer konsequenten und einheitlichen Umsetzung elektronischer Prozesse beitragen könnten. Dazu gehöre das Thema der maschinenlesbaren Identifizierung von Produkten, das die neue europäische Medizinprodukte-Verordnung mit der einmaligen Kennzeichnung (UDI) verpflichtend einführe. Weitere Themen der Konferenz waren die rasche Datenerfassung bei OP-Sets, RFID im Krankenhaus, das Vergaberecht im Gesundheitssektor in der EU, die Medizinprodukte-Logistik sowie ein Ausblick auf das Krankenhaus 4.0.

 

Holger Clobes, Head of Global eCommerce and Auto ID bei B. Braun, führte in die Bedeutung von Big Data für die Gesundheitswirtschaft ein. "Am Digitalisierungs-Trend kommt in der MedTech-Branche niemand vorbei, auch wenn der Gesundheitsbereich gegenüber anderen Branchen eher noch Rückstand hat", so Clobes. Zum Megatrend Digitalisierung gehören neben Big Data ebenso wie medizinische Apps, Cloud-Lösungen, die Entwicklung einer IT-Infrastruktur, 3D-Druck, verbundene Produkte, tragbare Geräte, Telemedizin, künstliche Intelligenz und virtuelle Realität sowie Sensoren. Valide Daten seien noch immer das meist unterschätzte Thema in den Unternehmen, so Clobes. Die Herausforderung von Big Data sei, Daten zu sammeln, zu verknüpfen und zu analysieren. Die Technik sei hier nicht die größte Herausforderung, sondern die Organisation der Daten. Die Quantität der Daten ersetze dabei nicht die Qualität der Daten, so Clobes. Mit "Big Data" werde auch das Thema "individuelle Medizin" kommen, beispielsweise durch eine individuelle Unikatfertigung, also das Implantat aus dem 3D-Drucker. Einer besonderen Diskussion bedürfe die Frage, ob auch die produktbegleitenden Informationen aus dem eCommerce als Big Data für weitere Zwecke nutzbar gemacht werden könnten. Voraussetzung für die Einführung und Verbreitung von Big Data sei die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen wie Datenschutz und IT-Sicherheit an die veränderten Bedingungen. Viele Daten-Herausforderungen kommen zudem über neue regulatorische Anforderungen, beispielsweise durch die verpflichtende UDI-Einführung. Medizinprodukte-Hersteller stehen zudem vor der Herausforderung, dass Daten-Giganten wie Google, Apple oder Microsoft in die medizinische Versorgung drängen. Hier müssen die Unternehmen eine Strategie finden - durch Übernahmen, Kooperationen oder neue Geschäftsmodelle.

 

Volker Zeinar, Global Coordinator Auto-ID Affairs bei B. Braun, beschrieb die wesentlichen Anforderungen an die Hersteller von Medizinprodukten durch die Anwendung des Unique Device Identification Systems (UDI), also die standardisierte Kennzeichnung der Medizinprodukte mit einer einmaligen Produktnummer. Das UDI-System ist in den USA bereits Pflicht und wird in Europa durch die neue Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation - MDR) eingeführt. Für die eindeutige Identifizierung und erleichterte Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten wird eine einmalige Produkt- (UDI-DI) und Herstellungskennung (UDI-PI) vergeben, bevor ein Produkt in Verkehr gebracht wird. Die Kennung muss auf der Verpackung bzw. dem Produkt selbst maschinenlesbar und in Klarschrift aufgebracht werden. Zudem müssen weitere Daten zum Produkt in die europäische UDI-Datenbank eingespeist werden, um das Produkt identifizieren und charakterisieren zu können. Die UDI-Datenbank ist Teil der EUDAMED-Datenbank. UDI soll damit auch für die Meldung schwerwiegender Vorkommnisse und Sicherheitskorrekturmaßnahmen im Markt wie Rückrufe verwendet werden. UDI wird zudem Teil der technischen Dokumentation im Rahmen der Konformitätserklärung. Die UDI-Einführung steht und fällt mit der EUDAMED-Datenbank, die von der EU-Kommission selbst aufgebaut wird. Ab Sommer 2018 sollen die technischen Spezifikationen für die EUDAMED-Datenbank vorliegen. Die MDR wird nach der voraussichtlichen Verabschiedung im Sommer 2017 nach einer dreijährigen Übergangszeit ab Sommer 2020 angewendet werden müssen. Die UDI-Einführung erfolgt stufenweise. Für Klasse 3-Medizinprodukte und Implantate muss die Kennzeichnung ab Sommer 2021 umgesetzt sein. Die Klassen 2a und b folgen im Sommer 2023, Klasse 1 im Sommer 2025. Die Erfahrungen aus der UDI-Implementierung in den USA zeigen, dass ausreichend Zeit für die Einführung eingeplant werden muss. "Die Implementierungszeit für Label, Daten und Prozesse wurde häufig unterschätzt", so Zeinar. Sein Appell an die Unternehmen: "Die UDI-Implementierung ist sehr komplex, sie sollten sehr früh damit beginnen. UDI ist dabei kein Projekt mit Anfang und Ende, sondern eine permanente Aufgabe."

 

Olaf Berse, Vorstand der Clinicpartner eG, ging auf die Standardisierung von OP-Sets ein. Clinicpartner kümmert sich um den strategischen Einkauf von 170 Krankenhausbetriebsstätten und mehr als 280 Pflege- und sonstigen Einrichtungen mit einem Jahreseinkaufsvolumen von derzeit rund 1,3 Milliarden Euro. Nach erfolgreicher Standardisierung der OP-Abdeckungen auf einen Lieferanten über die gesamte Einkaufsgemeinschaft sollte als nächster Schritt die Einführung von OP-Sets als Mittel zur Prozess- und Kostenoptimierung umgesetzt werden. Ziel war zunächst die Einführung von Standard-OP-Sets für alle Einrichtungen. Das war aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen nicht zu realisieren. Das neue Ziel lautete daher die "Einführung von OP-Sets unter der Maßgabe der individuellen Standardisierung", so Berse. Hierzu wurden nicht die OP-Sets standardisiert, sondern die auswählbaren Komponenten eines OP-Sets auf die Vertragsprodukte der Clinicpartner eG vereinheitlicht. Daraus wurde eine Masterliste zur Auswahl der benötigten Komponenten mit rund 1.000 Artikeln entwickelt. Zur Konfiguration der OP-Sets wurde ein Online-Tool eingesetzt. Ein weiteres Ziel ist die beschleunigte Datenerfassung. Bislang erfolgte die Erfassung der eingesetzten Produkte manuell durch ein Einzelscannen der benötigten Artikel. Die Herausforderung ist dabei laut Berse, dass es derzeit keine standardisierte Vorgabe für die Art des Barcodes gibt. Nach Einführung der OP-Sets werden die Chargen der in den OP-Sets integrierten Einzelartikel durch den Set-Hersteller verwaltet. Das OP-Set erhält eine eigene Charge mit einem Barcode, von der alle inhaltlich vorhandenen Einzelchargen eruiert werden können. In Zukunft sollen alle benötigten Produkte vom Aufnahmebogen bis zum Entlassungsbrief des Patienten durch "indikationsbezogene Patienten-Trays" standardisiert werden, so Berse.

 

RFID-Anwendungen im Krankenhaus beleuchtete Reinhard Jurisch, Geschäftsführer des Technologie-Dienstleisters microsensys GmbH. "Radio-Frequency Identification" (RFID) bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen. Anwendungsbeispiele im Krankenhaus sind beispielsweise die Kennzeichnung von OP-Bestecken, die Überwachung von Reinigungsprozessen, RFID in der Gerätetechnik oder die Kennzeichnung von Proben im Laborbereich. Eine innovative Anwendung in der Medizintechnik ist ein passiver Transponder als Implantat zur Messung des Gehirndrucks und der Gehirntemperatur, der erst zur Messung und Datenübertragung aktiviert wird.

 

Einen Überblick über das Vergaberecht im Gesundheitssektor in Europa und Anforderungen an elektronische Kommunikation bei öffentlichen Aufträgen gab An Baeyens von der Europäischen Kommission. Europaweit gibt es eine Vielzahl von öffentlichen Auftraggebern wie Krankenhäuser, Gesundheitsministerien, Gemeinden und regionale Behörden, Krankenkassen oder zentrale Einkaufstellen bzw. Einkaufsgemeinschaften. Wichtigstes Auswahlkriterium ist insbesondere in Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland der niedrigste Preis. Das wirtschaftlich günstigste Angebot kommt vor allem in Irland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien zum Tragen. Deutschland liegt hier im Mittelfeld. Festzustellen sei ein europaweiter Trend zur Bündelung auf der Nachfrageebene, um Synergievorteile zu nutzen und Einsparungen zu erzielen. Damit gehen Nachteile für die Lieferanten und für die Innovationsfähigkeit einher. Insbesondere in Deutschland, Belgien, Finnland, Dänemark und Frankreich spielen die Einkaufsgemeinschaften eine große Rolle. Die größten Probleme bei Ausschreibungen gebe es mit der Nicht-Anwendung von Vergaberegeln. Die EU-Kommission unterstützt deshalb verschiedene Maßnahmen zur Professionalisierung von Ausschreibungen und deren technische Spezifikationen.

 

Das E-Rechnungs-Gesetz des Bundes stellte Dr. Stefan Werres, Projektleiter eRechnung im Bundesinnenministerium, vor. Grundlage ist die EU-Richtlinie vom Mai 2014 (2014/55/EU), die alle öffentlichen Auftraggeber verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen und weiterzuverarbeiten. Für Herbst 2017 steht die Veröffentlichung einer europäischen Norm durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) an. Sie wird ein semantisches Datenmodell für die Kernelemente einer elektronischen Rechnung enthalten. Die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie wird in Deutschland in diesen Tagen durch das E-Rechnungs-Gesetz vollzogen. Danach soll die reine Abbildung einer Papierrechnung, beispielsweise ein PDF-Dokument, nicht als elektronische Rechnung anerkannt werden, da sie keine strukturierten Daten enthält. Operative Details wird eine Rechtsverordnung regeln. Die Vorgaben beziehen sich auf die drei Prozessschritte: Rechnungseingang, -freigabe sowie -archivierung. Die Herstellung von Interoperabilität bei den zum Einsatz kommenden unterschiedlichen technischen Ebenen erfolgt durch den Verweis auf einen nationalen Verwaltungsstandard "XRechnung". Für zentrale öffentliche Auftraggeber wird die Verpflichtung Anfang 2018 starten, 18 Monate nach der Bekanntgabe der CEN-Norm: Für dezentrale Auftraggeber wie öffentliche Krankenhäuser gilt die Regelung ab dem Jahr 2019.

 

Die Standards und Formate der elektronischen Rechnung in der Wirtschaft beleuchtete Rolf Wessel, IT-Produktmanager E-Invoicing bei der Seeburger AG. Derzeit bestehen verschiedene eInvoice-Lösungen, beispielsweise das Hybridmodell des Forums eStandards im BVMed. Das europäische Normungsgremium CEN wird in den nächsten Monaten ein europäisches Kernformat für elektronische Rechnungen entwickeln. Aus der Vielzahl möglicher Syntaxen werden möglicherweise nur zwei in den Standard aufgenommen. Lieferanten können dann eines der EU-Formate nutzen, um ihre Kunden in ganz Europa zu bedienen. Durch Integrationssysteme wird aus den verschiedenen Formaten der Lieferantenrechnung ein strukturierter Datensatz plus Bild nach der EU-Vorgabe generiert. Mit der eRechnung befindet man sich aber am Ende des Bestellprozesses (Order Cycle). Wessel empfiehlt deshalb den ganzheitlichen Ansatz, der mit sauberen Stammdaten und einer elektronischen Bestellung beginnt.

 

Prozessoptimierungen durch ein gemeinsames Logistikprojekt stellten Rüdiger Forster von Johnson & Johnson Medical, Oliver Püthe von GS1 Germany und Hansgeorg Lohl vom Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) vor. Durch den Einsatz von GS1-Standards im Healthcare-Transportbereich seien Prozessoptimierung und Interoperabilität erreichbar. Produktivitätsgewinne seien dabei vor allem beim Wareneingang in den Kliniken möglich, wenn die Medienbrüche durch die Nutzung von Standards beseitigt werden, so Forster. GS1-Experte Püthe wies darauf hin, dass kaum eine Branche so stark wächst wie die Paketbranche. In den letzten fünf Jahren ist der Markt um 25 Prozent gestiegen. Start-ups sind in diesem Bereich sehr erfolgreich, weil sie Servicelücken der etablierten Unternehmen schließen. Die Initiative von GS1 will einen offenen Identifikationsstandard auf allen Paketsendungen weltweit etablieren. Bei der Deutschen Post ist das SSCC-Format von GS1 bereits heute Standard. Das soll nun durch eine CEN-Empfehlung in Kürze auf eine breitere Basis gestellt werden. Die Umsetzung funktioniert aber nur, wenn die Lieferanten bei ihren Logistikdienstleistern auf dem Standard bestehen, so Püthe. Diesem Ziel ist der BdKEP verpflichtet: "Der Datenbruch kann durch die Nutzung einer standardisierten Sendungsnummer durch die KEP-Dienstleister vermieden werden", so Lohl. Ziel der AG Healthcare Logistik des BVMed ist es, den Transporteuren diesen einheitlichen Standard vorzugeben, so Forster abschließend.

 

Prof. Dr. Wolfgang Deiters von der Bochumer Hochschule für Gesundheit, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund, schilderte Anwendungsbeispiele zum Krankenhaus 4.0. Die Digitalisierung sei dabei nicht nur ein Treiber für Prozessoptimierungen, sondern auch für neue Geschäftsmodelle. Cyber-Physische Systeme (CPS), also smarte Objekte, die sich über offene Informationsnetze verknüpfen, sind die "Dampfmaschine der Industrie 4.0", so Deiters. Industrie 4.0 steht damit für das Internet der Dinge, für sich selbst steuernde Objekte. Sie ermöglichen eine dezentrale Steuerung beispielsweise von Prozessen in der Klinik, um das "humanitäre Krankenhaus" als Ziel besser zu realisieren. Als Praxisbeispiel stelle Deiters das "Det Nye Universitetshospital i Aarhus" in Dänemark vor. Es handelt sich dabei um eines von fünf Neubauten in Dänemark. Zum modernen Krankenhaus 4.0 gehören neue "Just-in-time" Logistik-Versorgungsprozesse. Dänemark setzt dabei stark auf das Thema Digitalisierung und Prozesssteuerung. Zu den prozessunterstützenden Systemen gehört, dass alle "Objekte" auf Basis einer Tracking- und Tracing-Infrastruktur mit RFID lokalisiert werden - nicht nur Betten, sondern auch Ärzte und Pfleger. Bestandteil der klinischen Logistik ist die Stationssteuerung über Touchscreens mit klinischen Pfaden für die Patienten und einem Task Management über mobile Endgeräte für das medizinische Personal. Zur Service-Logistik gehören intelligente Systeme für Wäsche-, Essen- oder Arzneimittel-Container, die von sich aus Tasks generieren und darüber die Prozesse steuern. Auf der Basis der generierten Daten können dann zudem Analysen gefahren werden, um die Prozesse zur Patientenversorgung zu optimieren. Deiters' Fazit: "Daten sind das neue Öl. Die Datenintegration und -vernetzung schafft die Grundlage für durchgängige Behandlungen und ein medizinisches Wissensmanagement. Intelligente Dienste und Prozesse können zu Transparenz und Effizienzsteigerung beitragen."

 

 

Quelle: 

BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.

Berlin / Düsseldorf, 22.02.2017

0 Kommentare

Datensammler entlang des Patientenpfads

 Kevin Downs, NHS Director of Finance and Performance
Kevin Downs, NHS Director of Finance and Performance

Datensammler entlang des Patientenpfads 

Kevin Downs, CFO einer englischen NHS Klinik, stellte seine Standardisierungs- und Digitalisierunginitiativen vor. Downs setze in seiner Klinik auf den GS1 Standard in Kombination mit dem Scannersystem "Scansafety" (mehr unter http://www.scan4safety.nhs.uk/). Er nannte Projektbeispiele in den Produktbereichen Jaw Plates und Screw Packs. Gerade im OP und der ZSVA ließen sich durch intelligentes Packen von Materialien Kosten sparen. Es läge aber nicht allein am Material, Kosten zu sparen. Downs beschrieb, dass die Operateure unterschiedliche Sachkosten für das eingesetzte chirurgische Verbrauchsmaterial realisieren würden, obwohl sie die gleichen Eingriffe, Erlöse und Schnitt-Nath Zeiten hätten. Das strikte Scannen von Patient, Personal und Material ermögliche eine Ursachenanalyse. 

 

Denn nur wenn alle verwendete Ressourcen erfasst werden würden, könne ein genaues Bild von Kosten und Leistung erstellt werden. So werde durch das umfassende Scannen der komplette Patientenpfad transparent gemacht.  Niedrigpreisige Artikel werden in Kit Packs zusammengestellt und dann gescannt, um alle Materialkosten im Blick zu haben. Zudem stellt Downs durch den Einsatz der UDI sicher, dass Produkte bei Rückrufen schnell identifiziert würden. Alle gesammelten Informationen stelle die Klinik in einem "Clinical Management Information" System allen relevanten Stakeholden zur Verfügung. Abschließend stellte Downs das Europäische Standardisierungsprojekt "PEPPOL" vor (mehr siehe https://www.slideshare.net/mobile/GerClancy/peppol-berblick-fr-deutschland). Pan-European Public Procurement OnLine (PEPPOL) ist ein internationales Projekt mit dem Ziel der Standardisierung grenzüberschreitender elektronisch-unterstützter öffentlicher Vergabevzurerfahren innerhalb der Europäischen Union.

0 Kommentare

Einkaufs- und Datenmanagement für Kliniken erfolgreich gestalten

Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart
Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart

Der Einkauf muss sich digital transformieren, um die Herausforderungen der nächsten 10 Jahre zu meistern. Dies ist das Fazit des Prospitalia Jahreskongress 2017 in Stuttgart. Vom 03.-04. April 2017 trafen sich über 600 Teilnehmer aus Krankenhaus, Apotheke und Industrie, um über die Zukunft des Klinikeinkaufs zu diskutieren. Die Tagung stand unter dem Motto "Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Chancen und Herausforderungen aus Sicht des Einkaufs". 

Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia
Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia

Datenmanagement ist Erfolgsfaktor der Zukunft 

Markus Wild, Geschäftsführer der Prospitalia GmbH begrüßte die Teilnehmer und betonte in seiner Einführungsrede die wachsende Bedeutung der Digitalisierung. Datenmanagement sei ein zentrales Zukunftsthema. Dabei ginge es ihm nicht nur um Artikelstammdaten, sondern um die sinnvolle Verknüpfung aller vorhandenen Daten im Klinikum wie Materialbewegungsdaten oder Controllingdaten. Die Einkaufsgemeinschaft Prospitalia entwickle derzeit das bestehende Artikelinformationssystem (AIS) zum Supply-Chain-Cockpit aus. Oft würden sich die Kliniken fragen, wie sich die Erlöse zu den Kosten entwickeln würden. Auf diese Frage könne das Cockpit eine Antwort geben, indem es Leistungsdaten der Klinik mit Kostendaten verknüpfe. Für das Vertragsmanagement biete die Prospitalia ebenfalls eine Lösung an. Das System der Firma Optimal Systems sei im Supply-Chain-Cockpit integriert. Ebenfalls eingebettet in das Cockpit sei das Auswertungstool der Firma Click Sense. Angeschlossen würden die Kliniken per direkter Mawi-Schnittstelle oder per Rechnungsdigitalisierung. 

 

Barcodes noch verbesserungswürdig 

Die Prospitalia hilft ihren Mitgliedern dabei, Innovationsprojekte und Technologiepartnerschaften zu initiieren und zu begleiten. Zunächst werden gemeinsam mit den Kliniken Ziele und Strategien definiert.

Die Basis der Digitalisierung müsse allerdings stimmen. So sei oft noch ein falscher Barcode auf den Produkten oder zwei unterschiedliche Barcodes für ein und denselben Artikel, weil die Produkte aus zwei unterschiedlichen Ländern kämen. Wenn die Basis nicht stimme, dann bräuchte man über die folgenden Prozesse erst gar nicht mehr sprechen. 

 

2,2 Milliarden Einkaufsvolumen

Michael Lange, Leiter Key Account Management der Prospitalia, skizzierte die positive Mitgliederentwicklung für das Jahr 2016. Insgesamt seien 711 Senioren- und Rehaeinrichtungen, 534 Akutkliniken, 22 Maximalversorger und 8 Unikliniken Mitglied bei der Prospitalia mit mehr als 190.000 Betten. Die Einrichtungen könnten derzeit auf 745.000 verhandelte Artikel zugreifen. Das Einkaufsvolumen beträgt 2,2 Milliarden Euro, so Lange.  

 

Konsolidierung der Medizintechnikanbieter 

Karin Gensow, Leiterin Einkauf Prospitalia, stellte das Einkaufsteam der Prospitalia vor. Das Team des strategischen Einkaufs wurde auf insgesamt 30 Mitarbeiter vergrößert, um der wachsenden Bedeutung des Vergaberechts Rechnung zu tragen. Gensow berichtete, dass Deutschland im europäischen Vergleich sehr wenige Ausschreibungen realisieren würde, weshalb derzeit die Vergabepraxis der deutschen Kliniken von der EU-Kommission untersucht werde. Gensow informierte die Mitglieder über neue Lieferantenlistungen und aktuelle Fusionen gelisteter Partner. Derzeit vollziehe sich eine Konsolidierung am Medizintechnikmarkt. Durch den Zukauf der Einkaufsgemeinschaft Comparatio im März 2017 sei die Prospitalia aber für die Zukunft gut gerüstet und könne selbst eine hohe Marktmacht den Lieferanten entgegenstellen. Aktuell sind laut Gensow 400 Vertragslieferanten gelistet. 

 

Aesculap ist Lieferant des Jahres 2016

Im Rahmen der Abendveranstaltung des Prospitalia Jahreskongresses wurde die Fa. Aesculap zum Lieferanten des Jahres 2016 gekürt (Gesamtnote 1,934). Der deutsche Anbieter für Endoprothetik, Nathmaterial und chirurgische Instrumente überzeugte die Mitglieder der Prospitalia vor allem beim Service, bei der Qualität der Produkte und bei der Erreichbarkeit des Innendiensts. Die Plätze zwei und drei gingen an Sarstedt und Paul Hartmann. Die Plätze vier und fünf belegten Lohmann & Rauscher und B.Braun. Insgesamt wurden bei der Lieferantenbewertung 51 Medikallieferanten von den Mitgliedern der Prospitalia anhand von 14 Kriterien bewertet. 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Die Zukunft des Gesundheitswesens: eine Mischung aus IT und Medical-Food

Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Direktor 2b AHEAD Think Tanks
Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Direktor 2b AHEAD Think Tanks

Sven Gábor Jánszky, Direktor 2b AHEAD Think Tanks, ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher Europas (http://www.2bahead.com/tv/). Jánszky sprach am 04.04.2017 im Rahmen des Prospitalia Jahreskongresses vor über 400 begeisterten Zuschauern in Stuttgart. Die Tagung für Krankenhauseinkäufer stand unter der Motto "Prozessoptimierung durch Digitalisierung - Lösungen aus Sicht des Einkaufs".

 

Das Gesundheitswesen ist die Branche, die sich im Rahmen der Digitalisierung am meisten wandeln werde, führte Jánszky ein.  Die Zukunft der Kliniken werde aber nicht aus den Kliniken selbst entwickelt, so Jánszky. Vielmehr werde sie von außen, den Patienten und den IT-Firmen vorangetrieben. Um die Zukunft zu erfragen, muss der Zukunftsforscher deshalb Personen aus diesen Branchen befragen. Zukunftstreiber sind laut Jánszky Unternehmen wie Google, IBM oder Qualcomm. Die Entwicklung der Digitalisierung wird exponentiell steigen. Derzeit verdoppelt sich alle 18-24 Monate die Rechenleistung eines PCs. Die gegenteilige Entwicklung kann man bei der Nutzungsdauer von Handys und Medizinischen Geräten beobachten. Diese werden immer kürzer und Geräte seien bereits nach 2 bis 3 Jahren veraltet.  

 

Digitalisierungsstrategien sind gefährlich 

Jánszky behauptete, dass alle digitalen Strategien der Unternehmen für das Jahr 2025 falsch seien. Diese Erkenntnis müssten die Manager aber erst einmal gewinnen. Es sei zwar durchaus sinnvoll eine Digitalisierungsstrategie für sein Unternehmen und den Einkauf aufzustellen, jedoch ist die Entwicklung in den nächsten Jahren so exponentiell, dass im Jahr 2025 alles wieder anders sein würde, als vorher angenommen. Deshalb könnte man keine Strategie aufstellen, die einen Zeitraum länger als fünf Jahre umfasst. Die Strategie muss ständig angepasst werden, so Jánszky. Als Beispiel für die exponentielle Entwicklung nannte er das iPhone 1. Dies wurde vor genau 10 Jahren auf den Markt gebracht. Damals lag die Zustimmung der Bevölkerung zur täglichen Verwendung des Handys und eines Touchscreens unter 2 Prozent. Heute hält jeder das iPhone für das normalste auf der Welt. Wir empfinden Regelbrüche, die wir vorher als Spinnerei abgetan haben, im Nachhinein als normal, betonte Jánszky. 

 

IBMs Watson im Handy 

Eric Brown, Director IBM Watson, veröffentlichte bereits im Jahr 2016 eine kostenlose Watson-Testversion für Studenten, so Jánszky. Jánszky Prognose: Im Jahr 2025 erledigen Studenten ihre Excel Arbeiten nur noch mit einem integrierten Watson-Algorithmus. Künstliche Intelligenz wird zur normalsten Sache der Welt werden. Jánszky prognostiziert eine spannende Entwicklung im Bereich Kundenservice und Call-Center: Watson könnte ab 2025 80% der eingehenden Anrufe thematisch voraussagen. Und zwar bevor der Anruf überhaupt beim Call-Center eingeht. Jánszky nannte ein Beispiel: Herr Musterman hat wahrscheinlich ein Problem "XY". Zu seinem Problem passt wahrscheinlich die Lösung "XY", berechnet Watson. In drei Jahren werde jeder Mensch eine mobile Watson-Version in seinem Smartphone mittragen. Watson werde in drei Jahren Krebs besser erkennen als Menschen. Der Chinesischer Computer "Quantum Physics" hat zu Watson bereits aufgeschlossen., meint Jánszky. Die Entwicklung geht rasant weiter. Wir würden an der Schwelle zum Zeitalter des Quanten-Computer stehen, so Jánszky. Die kognitive Intelligenz, also die Denkgeschwindigkeit, die Fähigkeit Strategien zu bilden oder Verhandlungen zu führen, wird im Jahr 2057 vom Computer endgültig besser ausgeführt werden als vom Menschen, prognostiziert Jánszky.  

 

mehr lesen 0 Kommentare

Klinikeinkäufer rüsten sich für die Zukunft

Die 35. Bundesfachtagung der femak (Fachverband für Einkäufer, Materialwirtschaftler und Logistiker im Krankenhaus e.V.) fand am 13. und 14. März 2017 in Rotenburg statt. Das Motto der diesjährigen Tagung lautete "Kompetenzzentrum Krankenhauseinkauf - sozial, digital … Und wie geht es weiter?".  Zwölf interessante Vorträge informierten über 160 Teilnehmer über aktuelle Trends und erfolgreich umgesetzte Projekte aus dem Krankenhaus-Einkauf.  

Innere Qualität  

Prof. Dr. Kuno Rechkemmer vom Stuttgarter CGIFOS Institut sieht für die Zukunft die "Innere Qualität" und das "Empowerment" als Megatrend in deutschen Kliniken.  In­ne­re Qua­li­tätig bedeute die Qua­li­tät des Ver­hal­tens der Be­schäf­ti­gen ge­mes­sen an den Vor­ga­ben zu Wert­hal­tun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen (Kun­den­ori­en­tie­rung, Wirt­schaft­li­cher Um­gang mit Res­sour­cen, Füh­rung etc.). Ei­ne gu­te In­ne­re Qua­li­tät sei für die Qua­li­tät und den Er­folg von Kliniken von ho­her, kaum zu über­schät­zen­der Re­le­vanz. Selbst bes­te Struk­tu­ren und Pro­zes­sblau­pau­sen nut­zen we­nig, wenn die In­ne­re Qua­li­tät nicht stimmt. Das Kon­zept der In­ne­ren Qua­li­tät führe zu ei­nem neu­en Ver­ständ­nis der Qua­li­tät und da­mit auch des Ma­nage­ments von Or­ga­ni­sa­tio­nen. Das bis­lang vor­nehm­lich auf die Äu­ße­re Qua­li­tät (Struk­tu­ren, Pro­zes­se, Er­geb­nis­se) kon­zen­trier­te Den­ken und Han­deln wird um ei­ne zwei­te Grund­di­men­si­on er­wei­tert – eben die In­ne­re Qua­li­tät. Prof. Rechkemmers These ist, dass der Einkauf sich nur weiterentwickeln könne, wenn das Verhalten der Menschen gemessen und optimiert werde. Dadurch liese sich die Interne Qualität des Einkaufs verbessern. Die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger im Einkauf wer­den nicht an­ge­mes­sen in der Wahr­neh­mung ih­rer Auf­ga­ben un­ter­stützt. Her­kömm­li­che An­sät­ze ent­spre­chen nicht den An­for­de­run­gen, seien teils so­gar fehl­lei­tend und kon­tra­pro­duk­tiv. Zum einen geht bei Innerer Qualität des Einkaufs um die Qualität der Zusammenarbeit und der Aufgabenerfüllung. Am Rande vielleicht auch um die Optimierung der Compliance und Minimierung von Betrug. Noch wichtiger erscheint Rechkemmer, dass es der Einkauf mit in der Hand hat, bisherige Fehlleitungen zu korrigieren. Ein Beispiel seien die Kosten  für Kommunikationstrainings, Coachings, BGM-Massnahmen, Diversifizierungsmanagement, Soft-Fächer in der Aus- und Fortbildung. Wie wird der Return kontrolliert beziehungsweise gemessen? Hier könnte der Einkauf klare Vorgaben machen (Organisationsrichtlinie etc.). 

Sein Er­geb­nis: Die Zie­le wer­den trotz ho­hen Auf­wands oft nicht er­reicht. Hier setze das Konzept Management der Inneren Qualität an (MIQ). Die Interne Qualität sei zentrale Voraussetzung, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. 

mehr lesen 0 Kommentare

Digitalisierung auf dem Vormarsch - Beschaffungskongress der Krankenhäuser am 8.12.2017 in Berlin

Quelle: Wegweiser, Berlin
Quelle: Wegweiser, Berlin

Beim Beschaffungskongress der Krankenhäuser am 8.12.2016 in Berlin stand des Thema Digitalisierung des Klinikeinkaufs im Vordergrund. 


Kliniken, Lieferanten, Logistiker und Einkaufsgemeinschaften stellten Lösungsansätze vor. 


Die Einkaufsgemeinschaft Prospitalia stellte ihre neuen Services für Mitglieder vor. Markus Wild, Geschäftsführer Prospitalia GmbH, skizzierte in seinem Vortrag "IT-Entwicklungen – Krankenhauseinkauf der Zukunft" den Einkaufsdienstleister als IT-Lösungsanbieter. Basis aller intelligenten Lösungen sei die Fokussierung auf Stammdatenqualität. Im zweiten Schritt könne die Nutzung von Bewegungsdaten zur die Optimierung des Einkaufs beitragen. Durch digitalisierte Rechnungsdokumente sollen weitere Aktionen automatisch ausgelöst wie zum Beispiel die Veredelung mit GTIN Nummern oder das Vorkodieren von OP-Prozeduren bishin zum automatischen Vorschlag einer DRG. Dadurch steigen der Klinikeinkauf zum Wertschöpfungspartner auf und generieren einen klinischen Nutzen durch Digitalisierung. 


Die Prospitalia will ihren Mitgliedern im Jahr 2017 noch weitere digitale Services anbieten:

- BI Tool: Standardreports und Analysen (z.B. ABC, eClass) 

- Neues Artikelinformationssystem (Cockpit): Datenimport / Datenveredelung der Kliniken und Verknüpfung von Stamm- und Bewegungsdaten 

- ECM: Enterprise Content Management System - Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Fachverfahren zum Beispiel Vertragsmanagement, Revisionssicheres Archiv, Abbildung von Workflows 

- Lieferantenbewertung 

- Klinikbenchmarks

- Automatisierung der Klinikumsatzmeldung

- eShop 

- Scanner-Lösungen zur Logistikoptimierung


Der Berliner Logistiker Hospital Logiserve GmbH stellte seine eigenentwickelte Scanner Lösung im OP vor. Dadurch liese sich der komplette Beschaffungsprozess digitalisieren von der Bestellung bis hin zur Bezahlung der Rechnung inklusive Kostenstellen und Kostenträger Verbuchung. 


Das Beratungsunternehmen GÖK Consulting aus Berlin präsentierte ein Auswertungstool für Kliniken. Damit könne der Klinikeinkauf auf Knopfdruck seinen Materialverbrauch analysieren und Einsparpotentiale entdecken. Das Tool wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Transact aus Hannover entwickelt und basiert auf clikview Technologie. 

0 Kommentare