Revolution im Informationsmanagement

Es gibt eine Krankheit, unter der fast alle Krankenhäuser leiden und die so gut wie nie erkannt wird - Das Informationsdefizit.

Mit dem Digitalen Informations-Center (DIC) hat das Startup Supedio eine wirkungsvolle Therapie entwickelt.


In einem Fachwebinar zeigen Ihnen Experten, wie die Plattform die Patientensicherheit durch sofortige Verfügbarkeit aller relevanter Informationen zu Ihren Medizinprodukten maßgeblich erhört, die Rechtssicherheit nach MDR gewährleistet und darüber hinaus als revisionssichere, gesetzeskonforme Ablage für die Unterlagen der Klinik dient.


Zusammen mit den Gast-Experten Stefan Krojer (ZUKE) und Alfons Rathmer (ar@consulting) stellt Supedio die neu entwickelte Plattform vor. Anhand von praktischen Use Cases wird Ihnen die durch das DIC entstehenden Vorteile im Klinik-Alltag aufgezeigt. 



Die Experten-Gäste



Alfons Rathmer

Seit 1983 Berater im Gesundheitswesen mit Schwerpunkt eCommerce-Strategien und Digitalisierung


Stefan Krojer

Gründer von ZUKUNFT Krankenhaus-Einkauf





Ihre Gastgeber



Marcus Ehrenburg - Geschäftsführer Supedio GmbH


Veit Lippmann - Head of Sales Supedio GmbH





Dieses Fach-Webinar richtet sich gezielt an Einkäufer und Entscheidungsträger in der Beschaffung.



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Zippsafe treibt digitalen Wandel in Krankenhäusern mit smarten Umkleidelösungen voran

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen nimmt langsam Fahrt auf. Mit dem Ziel des Smart Hospitals werden Software-Lösungen eingeführt, Prozesse digitalisiert und Ökosysteme aufgebaut. Das Schweizer Technologieunternehmen Zippsafe trifft den Nerv der Zeit und bietet eine digitale und intelligente Lösung im Bereich von Personalumkleiden.

Durch den Fokus auf kontinuierliche Innovation und Einfachheit setzt Zippsafe neue Standards in Personalumkleiden. Neben der Digitalisierung bietet Zippsafe drei weitere signifikante Vorteile: Platzersparnis, Nutzerfreundlichkeit und Hygiene. Im Gegensatz zu starren Materialien klassischer Spinde nutzt Zippsafe textile Schließtaschen, welche sich flexibel den darin verstauten Gegenständen anpassen. Im Vergleich zum herkömmlichen Schließfachsystem kann dadurch bis zu 70% an Fläche eingespart werden. Pro System wählt man zwischen 10 und 15 Schließtaschen. Zum Einsatz kommt die Lösung bereits in Krankenhäusern wie dem Robert Bosch Krankenhaus oder dem Städtischen Klinikum Karlsruhe. Obwohl die Digitalisierung von Personalumkleiden oftmals nicht erste Priorität hat, können Krankenhäuser extrem profitieren. Mitarbeitende freuen sich über eine einfache Bedienung. Die Schließtaschen werden durch Einlesen der Personalkarte beim integrierten RFID- Leser direkt am System entriegelt. Dank API lässt sich Zippsafe mit jedem beliebigen Zutrittsmanagementsystem verbinden.

 

Nicht nur für NutzerInnen bietet Zippsafe Vorteile, auch der Arbeitsalltag des Verwaltenden wird extrem erleichtert. Die Plug-and-Play Lösung kann über IOT-Technologie in die bestehende IT- Architektur des Krankenhauses integriert werden. Dank der eigens entwickelten Software, dem ZippManager, wird die Verwaltung der Schließtaschen zum (digitalen) Kinderspiel. Die Remote- Steuerung der Umkleidesysteme eliminiert mühsames Schlüsselmanagement und über die Software wird ersichtlich, welche Taschen zurzeit belegt sind. Beim Eintritt eines neuen Mitarbeitenden kann dieser direkt einer Schließtasche zugewiesen werden. Wird eine Karte vergessen oder verloren, kann über den ZippManager ein temporärer Ersatzkarte erstellt werden. Bei einem Austritt können NutzerInnen über wenige Klicks gelöscht werden und sogar die Reinigung wird automatisch informiert.

 

Zippsafe nutzt mit Ihrer neuartigen Personalgarderobenlösung das Potenzial der Digitalisierung vollständig aus. Der digitale Spind steigert die Effizienz in der Verwaltung von Umkleiden enorm und erreicht nachhaltige Optimierung von Prozessen und Kosten. Durch die monetären Ersparnissen der Zippsafe Lösung, schafft es das Unternehmen dem steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen entgegenzuwirken.

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Der Gesundheitssektor — Wegweiser für eine CO2-neutrale Wirtschaft

(April 2021) In einem gemeinsamen Kommentar betonen die Verbände der Europäischen Akademien für Wissenschaft und Medizin EASAC und FEAM die Verantwortung des Gesundheitssektors, seine eigenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und mit anderen Sektoren zusammenzuarbeiten, um die Dekarbonisierung der Wirtschaft zu beschleunigen.

“Die EU sollte die Ambitionen des Gesundheitssektors konkret politisch vorantreiben, beispielsweise im Rahmen aktueller Initiativen der Europäischen Kommission für ein nachhaltiges öffentliches Beschaffungswesen und der pharmazeutischen Strategie”, erklärt FEAM-Präsident Prof. George Griffin.

 

Ganzer Artikel unter Der Gesundheitssektor — Wegweiser für eine CO2-neutrale Wirtschaft - mt-medizintechnikmt-medizintechnik

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KLUG veröffentlicht Rahmenwerk für klimaneutrale Gesundheitseinrichtungen

Die erste Hälfte des Jahres 2021 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Trotzdem oder genau deswegen setzte sich im Gesundheitssektor die erhebliche Sensibilisierung für die gesundheitlichen Auswirkungen der Überschreitung planetarer Grenzen fort. Im selben Zuge wuchs das Problembewusstsein für den ökologischen Fußabdruck der eigenen Gesundheitseinrichtungen und damit auch der Drang, daran etwas zu ändern. Allerdings ist das Gesundheitswesen hochgradig reguliert und steht unter erheblichem ökonomischen Druck. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es insbesondere während der COVID-19-Pandemie eine große Herausforderung, den ökologischen Fußabdruck des Gesundheitssystems zu reduzieren.

 

Die Voraussetzungen sind gut, diese Herausforderung dennoch zu bewältigen. Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der gerechtesten und leistungsstärksten der Welt. Im Vergleich mit anderen Berufsgruppen verfügen seine Mitarbeitenden über die höchste gesellschaftliche Anerkennung und Glaubwürdigkeit. Gesundheitseinrichtungen können dies nutzen, um Verantwortung zu übernehmen, der Gesellschaft voranzugehen und so einen wichtigen Beitrag leisten, den nachfolgenden Generationen eine Zukunft zu geben.

 

Die Autor*innen dieser ersten an Gesundheitseinrichtungen gerichteten Version des Rahmenwerks fassen die wichtigsten Handlungsfelder zusammen. Es soll Angehörige aller Berufsgruppen im Gesundheitssektor ermutigen, die große Transformation voranzubringen. Vor allem ist es eine Einladung, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um bis 2035 ein klimaneutrales Gesundheitssystem zu erreichen. Die Inhalte werden fortlaufend aktualisiert.

 

Das Rahmenwerk „Klimagerechte Gesundheitseinrichtungen“ wird von Annegret Dickhoff, Christian Grah, Christian Schulz und Edda Weimann herausgegeben. Stefan Krojer (ZUKE Green) hat ein Kapital dazu beigetragen "Dekarbonisierung der Lieferkette". KLUG hat das Rahmenwerk als Herausgeber am 24.06.2021 veröffentlicht.

 

Es ist ab sofort auf der Plattform Zenodo unter folgenden Links abrufbar:


Green Health Kongress

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DIE ZUKUNFT DES EINKAUFS IN KLINIK UND PFLEGE

Unser Gründer Stefan Krojer schreibt in der aktuellen Ausgabe des Magazins "WIRKSAM" über die Zukunft des Einkaufs in Klinik und Pflege. Laden Sie hier den kompletten Artikel herunter. Das Magazin "WIRKSAM" können Sie hier bestellen. WIRKSAM ist das Magazin zur Pflege.

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DIE ZUKUNFT DES EINKAUFS IN KLINIK UND PFLEGE
Veröffentlicht in "Wirksam", Herausgeber: RA Holger Menk | www.wirksam.online
Wirksam_Ausgabe02_2021_Einkaufsmanagemen
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Die REGIOMED-KLINIKEN suchen einen neuen Einkaufchef:in

Die REGIOMED-KLINIKEN GmbH sucht einen neuen Einkaufchef:in. Toller Klinikverbund mit 1.400 Betten und 400 Millionen Jahresumsatz. Worauf warten? Jetzt bewerben!

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Bereichsleitung Einkauf_REGIOMED Klinike
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Klimaschutz auch im Krankenhaus: Nachhaltigkeit durch Kreislaufwirtschaft

Zusammenfassung der heutigen Session "Klimaschutz auch im Krankenhaus: Nachhaltigkeit durch Kreislaufwirtschaft" des #Hauptstadtkongress (verfasst von ZUKE Green, Initiative für nachhaltigen Einkauf & Wirtschaften im Gesundheitswesen):

+++ Wiederaufbereitung Medizinprodukte +++
Marcus Bracklo (Vorstand Vanguard Medical Remanufacturing) und Anna Schulte (Doktorandin Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Fraunhofer CCPE) zeigten, dass sich Ökologie & Ökonomie sinnvoll kombinieren lassen: Zum Beispiel durch die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten lassen sich bis zu 50 % CO2 und gleichzeitig bis zu 30 % Kosten sparen.

+++ Textilversorgung +++
Für Stephan Richtzenhain (Geschäftsführer der Sitex Textile Dienstleistungen - Simeonsbetriebe GmbH) ist Nachhaltigkeit ein strategisches Unternehmensziel. "Wir müssen Neues denken. Gemeinsam mit Partnern, die uns zeigen, wie innovativ wir sein können. Prozessketten neu gestalten". Fakt: 50 % der Pestizide gehen in der Baumwollanbau. Mit seinem Kongress "Krankenhausmanagement NEU" am 03.09.2021 (https://lnkd.in/dsqrYh9) möchte er Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen fördern.

+++ Einkaufsgemeinschaft +++
Jens Leveringhaus (Vorstandsvorsitzender der PEG Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft EG) zeigte, dass der Gesundheitssektor für ca. 5 % der Treibhausgase verantwortlich ist. 71 % entstehen in der Versorgungskette. Umweltsiegel müssten aber kritisch hinterfragt werden, denn manche seien zu kommerziell. Die noch offene Frage sei, ob die Kliniken einen höheren Preis für die "grüne Alternativen" bezahlen wollen. Es müsse eine Gesamtbetrachtung geben.

+++ Krankenhaus +++
Für Matthias Spielmann (CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung der GZO AG Spital Wetzikon) sind die wichtigsten Hebel Abfallwirtschaft, Lebensmittel, Pharmafilter B.V., Mehrweginstrumente. Höhere Einkaufspreise werden von seinem Klinikum akzeptiert, wenn diese zur Unternehmensstrategie passen. Zum Beispiel ein regionaler Lebensmitteleinkauf.

Danke an den Veranstalter des Hauptstadtkongresses WISO S.E. Consulting GmbH für die spannenden Insights. Mehr zum Thema Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen erfahren Sie unter: www.zuke-green.de und auf dem "1. ZUKE Green Health Kongress - nachhaltiger Einkaufen & Wirtschaften" am 23.11.2021: https://lnkd.in/dvv_pWn

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Lieferkettengesetz verabschiedet - Risiko und Chance für Gesundheitseinrichtungen

Der Bundestag hat heute den Gesetzentwurf der Bundesregierung über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (19/28649) in der vom Ausschuss für Arbeit und Soziales geänderten Fassung (19/30505) angenommen. Ziel ist es, Menschenrechte und Umwelt in der globalen Wirtschaft besser schützen.

 

Heute ist ein guter Tag! Zumal noch vor wenigen Wochen ein erneuter Zwangsarbeitsskandal das deutsche Gesundheitswesen erschüttert hatte. Einer der größten Hersteller von Nitril-Handschuhen setzt Zwangsarbeit ein. Deutsche Kliniken kauften bei diesem Hersteller direkt oder indirekt ein.

 

Zum verabschiedeten Gesetzentwurf der Bundesregierung:

Wie die Bundesregierung schreibt, würden in Handel und der Produktion regelmäßig grundlegende Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört. Mit dem „Gesetzentwurf über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten“ will sie deutsche Unternehmen deshalb verpflichten, ihrer globalen Verantwortung für die Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards besser nachzukommen.

 

Die Verantwortung der Unternehmen soll sich nach dem Willen der Regierung künftig auf die gesamte Lieferkette erstrecken, abgestuft nach den Einflussmöglichkeiten. Die Pflichten sollen durch die Unternehmen in ihrem eigenen Geschäftsbereich sowie gegenüber ihren unmittelbaren Zulieferern umgesetzt werden. Mittelbare Zulieferer sollen ebenfalls einbezogen werden, sobald das Unternehmen von Menschenrechtsverletzungen auf dieser Ebene „substantiierte Kenntnis“ erhält.

 

Schutz vor Gesundheits- und Umweltgefahren:

Das Gesetz soll auch konkretisieren, in welcher Form die Unternehmen ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht erfüllen müssen. Diese beinhalte etwa die Analyse menschenrechtlicher Risiken, das Ergreifen von Präventions- und Abhilfemaßnahmen, die Schaffung von Beschwerdemöglichkeiten sowie die Pflicht zum Bericht über die Aktivitäten.

 

Auch der Umweltschutz ist im Entwurf des Gesetzes erfasst, soweit Umweltrisiken zu Menschenrechtsverletzungen führen können. Zudem ist geplant, umweltbezogene Pflichten zu etablieren, die sich aus zwei internationalen Abkommen zum Schutz vor den Gesundheits- und Umweltgefahren durch Quecksilber und langlebige organische Schadstoffe ergeben.

 

Änderungen im Sozialausschuss: 

Der Ausschuss für Arbeit und Soziales hatte zuvor noch Änderungen am Entwurf vorgenommen. So sollen nun auch ausländische Unternehmen mit Zweigniederlassung oder Tochterunternehmen in Deutschland einbezogen werden. In die Mitarbeiterzahl werden ins Ausland entsandte Beschäftigte mit einbezogen.

 

Klargestellt wurde auch, dass Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen nicht über die bestehenden Regelungen hinaus zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Umweltschutzbelange wurden durch Aspekte zum Abfallhandel erweitert.

 

Für Kliniken und seine Lieferanten wird es nun konkret: Die Anforderungen stehen fest, die Vorbereitungen können beginnen...

In Vorbereitung zu unserem "1. ZUKE Green Kongress - nachhaltiger Einkaufen und Wirtschaften im Krankenhaus" am 23.11.2021  werden wir konkrete Anwendungsfelder in den nächsten Wochen per Webinar und Podcast mit Ihnen diskutieren. 

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Podcast über die Zukunft in Klinik Einkauf und Logistik

Podcast DIALOG GESUNDHEIT: Folge 5 Zukunft Klinikeinkauf. Gast: Stefan Krojer ist Gründer von Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE)


Stefan Krojer ist Gründer von Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE). Er verfügt über 20 Jahre praktische Erfahrung im Gesundheitswesen. Zu seiner Community und Innovationsschmiede (ZUKE) zählen Kliniken und Einkäufer aller Trägerschaften in der D-A-CH-Region. Seine Spezialgebiete sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Seine Studie “Zukunft Krankenhaus-Einkauf 2025” hat gezeigt, dass der Einkäufer der Zukunft zu aller erst seine eigenen Daten und Prozesse standardisieren und digitalisieren muss. Um die Rolle als Game-Changer im Krankenhaus aktiv zu leben, muss er agil mit Hilfe externer Wertschöpfungspartner neue Lösungen finden. Als Kenner der Unternehmensziele kauft er zukünftig nicht nur Produkte ein, sondern auch neue Markt- und Unternehmenschancen. Die Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend digitaler und nachhaltiger. Darauf muss der moderne Klinik Einkäufer reagierten. Herr Krojer war viele Jahre Einkaufsleiter in Kliniken, zuletzt Geschäftsbereichsleiter Strategischer Einkauf der Johanniter Kliniken und Pflegeheime. Seine berufliche Laufbahn begann in einer Einkaufsgemeinschaft für Krankenhäuser. Er ist Dipl. Betriebswirt für Krankenhausmanagement und MBA Health Care Management.


Die Mitglieder der ZUKE Community tauschen sich mit Hilfe von “Einkäufer Gruppen-Chats”, Newsletter, interner Mitgliederbereich täglich aus. So zum Beispiel auch im Rahmen der ZUKE Events, des ZUKE Digital Kongress, des ZUKE Green Health Kongress, Think Tank Krankenhaus-Einkauf 4.0, Startup Scout oder Studien. Unsere Webseite besuchen über 10.000 Besucher pro Monat. In den Sozialen Medien folgen uns über 22.000 Follower. Unsere Netzwerkpartner unterstützen uns mit ihrer Fachexpertise.


Die ZUKE-Vision:

Der Einkauf und alle Beteiligten der Unterstützungsketten transformieren sich bis ins Jahr 2030 zum Wertschöpfungspartner der Klinik Geschäftsführung, der Industrie und von Startups. Der Einkauf sichtet und kauft Marktchancen ein. Er trägt Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung seiner Einrichtung in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Dimension.


Die ZUKE-Mission:

Mit der Community und dem Portal für einen digitalen und nachhaltigen Krankenhauseinkauf möchte ZUKE entscheidende Informationen bereitstellen, aufklären und einen offenen Austausch fördern. Gemeinsame Kreation von sinnvollen Lösungen für Patient und Klinik ist das Ziel. Gemeinsam für mehr Innovation, Effizienz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Value based Procurement.


Hören Sie den Podcast DIALOG GESUNDHEIT Zukunft des Klinikeinkaufs

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Save the date - ZUKE Green Health Kongress 2021 Online

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Konferenz für nachhaltiges Einkaufen und Wirtschaften in der Gesundheitsversorgung, ZUKE Green Health, am 23. November online stattfinden wird. Die Registrierung wird im Juli eröffnet und auf der Konferenzwebsite bekannt gegeben. Bitte speichern Sie das Datum in Ihrem Kalender ab.

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Übersicht zu vergaberechtlichen Besonderheiten bei der Vergabe von Patientenportalen gemäß KHZG

Die Digitalisierung der Krankenhäuser rückt mit dem am 18. September 2020 im Bundestag beschlossenen Krankenhauszukunftsgesetz (das “KHZG”) in den politischen Fokus. Bund und Länder stellen dabei 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung, damit Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, Digitalisierung und IT-Sicherheit investieren können.

 

Eine der größten Unsicherheiten, die wir dabei im Markt beobachten, ist der Umgang mit den vergaberechtlichen Herausforderungen - insbesondere bei privaten und freigemeinnnützigen Trägern. Dass die Auftragsvergabe rechtlich einwandfrei abläuft, ist auch in unserem Interesse als Lösungsanbieter - denn nur so sind die Fördermittel gesichert. Daher haben wir unsere Auffassung zu den wichtigsten Themen in einer Übersicht zu den vergaberechtlich wichtigsten Punkten in einer einfachen Übersicht in einfacher Sprache festgehalten.

 

Diese ersetzt keine vergaberechtliche Beratung bei der Durchführung eines Verfahrens, kann aber dabei helfen, für die wichtigsten Punkte sensibilisiert zu werden und eine initiale Orientierung zu erhalten.

 

Mit der Förderrichtlinie des Krankenhauszukunftsgesetzes wird der Tatbestand des digitalen Patientenportals zum Beispiel in die drei Untertatbestände digitales Aufnahme- und Behandlungsmanagement sowie digitales Entlassmanagement aufgeteilt. Bei genauerer Betrachtung der MUSS-Kriterien, zeigt sich ganz deutlich, eine thematische Abgrenzung zwischen dem Aufnahme- und Behandlungsmanagement und dem Entlassmanagement. So konzentriert sich beispielsweise ersteres auf ein für den Kontakt mit dem Patienten ausgerichtetes Portal, während letzteres sich auf interne Klinikprozesse für Mitarbeiter sowie rein technische Anforderungen fokussiert.

 

Die vom Gesetzgeber vorgegebene Segmentierung des 2. Fördertatbestandes in drei Untertatbestände bzw. in zwei inhaltlich abgegrenzten Komponenten wirkt sich auch auf die Vergabe von Patientenportalen aus. Alle Vergaberegime in Deutschland kennen den Vorrang der Losaufteilung, welcher die Vergabe, wo inhaltlich sinnvoll, in mehreren Fachlosen fordert. Entgegen irrtümlicher Meinungen reicht es dabei nicht Subunternehmer oder Bietergemeinschaften möglich zu machen. Dies wurde von der Rechtssprechung bereits sogar unter weniger strikten Rechtslagen vor der Vergaberechtsreform beurteilt. Die Vergabekammer Nordbayern betonte, dass eine angemessene Losaufteilung für den Mittelstand nicht durch Nachunternehmertum und Bietergemeinschaften ersetzt werden könne. Es muss die Möglichkeit einer eigenständigen Bewerbung hergestellt werden. Eine fehlende Losaufteilung hat in der Rechtssprechung auch bereits zur Rückführung von Fördergeldern geführt wie in diesem Fall (Link) vor dem Oberverwaltungsgericht München. Dies obliegt natürlich jedoch immer einer Einzelfallprüfung.


 

Die Übersicht können Sie als PDF unter dem folgenden Link herunterladen:
LINK

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Die Maskenproduktion in Deutschland organisiert sich und gründet den Maskenverband Deutschland e.V.

Die Entwicklung der Coronapandemie im vergangenen Jahr hat eine neue Branche in Deutschland hervorgebracht. Zahlreiche Unternehmen haben sich das Ziel einer bundesweiten Versorgung von hochwertigen Schutzmasken zur Aufgabe gemacht.

Durch den Dialog zwischen qualifizierten Unternehmern, welche ihre Produktionen in Deutschland aus dem Boden gestampft haben, wurden sehr schnell die zukünftigen Ziele des Verbandes gesteckt.

 

Zur Unterstützung der Verbandstätigkeiten konnten verschiedene Materiallieferanten, Prüfgerätehersteller, Hersteller von Verpackungsmaschinen und unabhängige Sachverständige für Medizinprodukte gewonnen werden.

Gemeinsamen Ziele ist es, das Qualitätsversprechen „Made in Germany“ zu wahren und eine Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

 

Die wesentlichen Themen des Verbandes:

  1. Planbare Versorgungssicherheit mit Masken aus Deutschland
  2. Hohe Wertschöpfungskette durch deutsche Hersteller
  3. Volle Transparenz und Compliance zwischen den Herstellern, Politik und Zivilgesellschaft
  4. Fairer Wettbewerb für deutsche Hersteller um dauerhaft die Kompetenz und die Arbeitsplätze zu erhalten
  5. Qualität, Rückverfolgbarkeit und Haftung als lokale Produzenten
  6. Entwicklung neuer Standards und Normen, auch über Corona hinaus
  7. Nachhaltigkeit in Produktion und Transport

Der Verband umfasst heute bereits ca. 30 Mitglieder und wächst weiter: “Wir denken, dass bereits ein Drittel aller Hersteller, die in Deutschland produzieren, schon im Verband organisiert sind und weitere dem Verband beitreten werden” so der Vorsitzende des Verbandes. Die Unternehmen produzieren wöchentlichen mit über 500 Mitarbeitern eine Produktionskapazität von 18 Millionen Masken.

 

In den nächsten Tagen werden Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern geführt, die an der Entwicklung der med. Grundversorgung in Deutschland mitwirken. (Quelle: Maskenverband Deutschland

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Strategischer Einkäufer (d/m/w) für medizinisches Verbrauchsmaterial in der REGIOMED-KLINIKEN GmbH

 

TÄTIGKEITSGEBIET: Strategischer Einkäufer (m/w/d) für medizinisches Verbrauchsmaterial

EINSATZORT: Zentralverwaltung / Bereich Einkauf

ARBEITSZEITANTEIL: in Vollzeit (38,5 Stunden wöchentlich)

TÄTIGKEITSBEGINN: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

ANSPRECHPARTNER: Bereichsleitung Einkauf Herr Marcus Wernicke, Telefonnummer 09561 9733–2234

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Top Glove unter Zwangsarbeitsverdacht

Der US-Zoll beschlagnahmt die Lieferung von Top Glove nach der Feststellung von Zwangsarbeit. Top Glove ist einer der weltweit größten Untersuchungshandschuh und OP-Handschuh Hersteller für den medizinischen Sektor.

 

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Studie: Ressourcenschonung im Gesundheitssektor

Das Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research ISI hat im Auftrag des Umweltbundesamt eine Studie zur Ressourcenschonung im Gesundheitssektor angefertigt.

 

Daraus drei wichtige Erkenntnisse: 

  1. Die Strategische / Kaufmännische Leitung hat den größten Einfluss zum Ergreifen von Maßnahmen zur Ressourcenschonung.
  2. 23% jener Befragten, deren Organisation sich aktuell NICHT mit der Schonung von Ressourcen auseinandersetzt, sehen keinen Handlungsbedarf.
  3. 23% der Befragten gaben an Informationen zu "erfolgreichen Beispielen" brächten ihre Organisation dazu, sich intensiver mit dem Thema Ressourcenschonung auseinander zu setzen.

 

Zur Studie

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Personalumkleiden der Zukunft - Neueste Trends, Use Cases und Lösungen

Jahrzehntelang haben wir im Bereich Personalumkleiden kaum Innovation gesehen. Nun wird es Zeit für Veränderung. Zippsafe hat sich zum Ziel gesetzt den klassischen Spind zu revolutionieren und setzt neue Standards mit ihren Smart Soft Locker Solutions.

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Klinik und Klima - Stand in Berlin

Der Vivantes-Konzern und die Charité könnten noch viel tun, um ihre Klimabilanz zu verbessern. Das ergibt die Antwort auf eine Anfrage der Grünen.


Berlin soll bis spätestens 2050 klimaneutral sein – dabei kommt gerade den öffentlichen Einrichtungen eine Vorbildfunktion zu. Für die vom Land betriebenen Krankenhäuser gilt das allerdings noch nicht so richtig. Mehr 

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Klimaneutralität wird verbindlich

Daran kommt niemand mehr vorbei! Die Verfassungsrichter in Karlsruhe haben Klimaneutralität verbindlich gemacht. Ihr Urteil ist spektakulär: Generationengerechtigkeit ist plötzlich keine Floskel mehr.

 

Das deutsche Klimaschutzgesetz ist laut Bundesverfassungsgerichts in Teilen verfassungswidrig. Fridays for Future und andere Klimaschützer hatten gegen das Klimaschutzgesetz geklagt – es geht ihnen nicht weit genug. Nun hat Karlsruhe der Verfassungsbeschwerde teilweise recht gegeben: Die Regierung muss nachbessern.

 

Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass die Regelungen des Klimaschutzgesetzes vom 12. Dezember 2019 (Klimaschutzgesetz <KSG>) über die nationalen Klimaschutzziele und die bis zum Jahr 2030 zulässigen Jahresemissionsmengen insofern mit Grundrechten unvereinbar sind, als hinreichende Maßgaben für die weitere Emissionsreduktion ab dem Jahr 2031 fehlen. Im Übrigen wurden die Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen.

 

Das ist vor allem ein Sieg der jüngeren Generation. Diese machen jetzt - mit Rückenwind des Gesetzgebers - klar, dass es keine Halbherzigkeit und Aufschieberitis mehr geben kann. Der Gesundheitssektor ist davon auch betroffen. 

 

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TRANSPARENZ SPART GELD MIT WENIGEN SCHRITTEN

VERFÜGBARKEIT VON MEDIZINPRODUKTEN UND HYGIENE VERBESSERN

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Whitepaper: Verfügbarkeit von Medizinprodukten und Hygiene verbessern
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Neue Initiative zur Förderung einer nachhaltigen Beschaffung im Gesundheitswesen gestartet

Pressemitteilung vom 22.04.2021

Heute ist weltweit der „Tag der Erde“. Dieser Tag soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken und dazu anregen, die Art des Konsumverhaltens und des Wirtschaftens zu überdenken. Anlässlich dieses Tages startet das Netzwerk Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE) die Aktion "ZUKE GREEN" (www.zuke-green.de). Eine neue Initiative zur Förderung einer nachhaltigen Beschaffung im Gesundheitswesen.

 

Warum starten wir die Initiative ZUKE GREEN?

Das Thema Nachhaltigkeit und grüne Beschaffung ist zwar vielen Krankenhäusern, Rehakliniken und Pflegeeinrichtungen bereits im Bewusstsein angekommen, jedoch oftmals noch nicht umgesetzt. Dabei wollen wir mit unserem Netzwerk unterstützen. Gemeinsam mit unseren Nachhaltigkeitsbotschafter:innen will die Initiative dazu beitragen, dass die Beschaffung die bestmöglichen Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft über den gesamten Lebenszyklus hat.

 

Verantwortung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt 

Das ist eine Herausforderung, die sich anzugehen lohnt. Denn: Der Gesundheitssektor weist einen Anteil von 4,4 Prozent an den globalen Treibhausgasemissionen auf und ist somit klimaschädlicher als der Flugverkehr. Der Einkauf trägt hierbei eine wesentliche Verantwortung: Der Einkauf kann bis zu 70 Prozent der im Krankenhaus entstehenden Emissionen beeinflussen. Dazu kommt die Verantwortung einer nachhaltigen Lieferkette unter Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards. Das Sorgfaltspflichtengesetz (Lieferkettengesetz) wird heute im Bundestag gelesen und tritt höchstwahrscheinlich ab 01.01.2023 in Kraft. Der Einkauf ist somit zentrale Schlüsselposition einer nachhaltigen Wirtschaft. Er ist Multiplikator nach innen und nach außen.

 

"Es liegt uns viel daran, mehr Menschen in Einrichtungen des Gesundheitswesens für dieses Thema zu sensibilisieren und zu mobilisieren", sagt Stefan Krojer, Gründer der Initiative ZUKE GREEN. Deshalb sucht die Initiative Mitstreiter:innen aus allen Berufsgruppen im Gesundheitswesen - egal ob Einkauf, Technik, Verwaltung, Pflege, Ärzte oder andere, die als Botschafter:in dieselbe Vision teilen.

 

Die Vision von ZUKE GREEN

Jede Gesundheitseinrichtung ist im Jahr 2035 klimaneutral, trägt ihre soziale Verantwortung innerhalb der eigenen Einrichtung plus Lieferkette und arbeitet trotz Einhaltung sozialer und ökologischer Standards wirtschaftlich. Kostensteigerungen sind minimiert, Fördermöglichkeiten genutzt und Risiken gemanagt. 

 

Die ersten Botschafter:innen, die diese Vision teilen stehen in den Startlöchern. Neben der Vernetzung und der Förderung des Dialoges zwischen den Berufsgruppen im Gesundheitswesen bietet ZUKE GREEN einen News-Blog an. Dieser informiert die Akteure über die wichtigsten Entwicklungen rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Klinik Beschaffung. 

 

Die Initiative sucht engagierte Menschen in der Gesundheitswirtschaft, die Lust haben sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um der Vision ein Stück näher zu kommen. Interessierte können sich per E-Mail bei der Initiative melden: kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de

 

Weitere Informationen zum Projekt unter www.zuke-green.de 

  

 

Pressekontakt: 

ZUKE GREEN - Eine Initiative von Zukunft Krankenhaus-Einkauf 

Stefan Krojer

Hatzurodestr. 28

41812 Erkelenz 

Tel. +49 177 82 98 372

www.zuke-green.de 

kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de

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Neun Voraussetzungen für den Aufbau einer nachhaltigen Beschaffungsorganisation

Was Sie beim Aufbau einer nachhaltigen Beschaffungsorgansation unbedingt beachten sollten.

  1. Benennen Sie einen Nachhaltigkeitsverantwortlichen für den Einkauf.
  2. Entwickeln Sie eine nachhaltige Beschaffungsstrategie (mit Risikoanalyse, Zielen, Maßnahmen, Indikatoren)
  3. Konzipieren Sie ein Nachhaltigkeits-Programm mit priorisierten Handlungsfeldern, Zielsetzung und Verantwortlichkeiten (zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Strategie)
  4. Formulieren Sie eine nachhaltigen Beschaffungsrichtlinie (zur Integration der Nachhaltigkeitsmaßnahmen in die operativen, taktischen und strategischen Beschaffungsprozesse)
  5. Kaskadieren Sie Ihre Lieferkettenanalyse (zum Beispiel Transparenz in der Lieferkette von mindestens drei wesentlichen Lieferanten pro Jahr)
  6. Verfassen Sie einen jährlichen Nachhaltigkeitsberichts der Beschaffung (mit Management Review zu Strategie, Zielen, Optimierung)
  7. Beteiligen Sie sich regelmäßig an Benchmark-Analysen mit definierten KPI 
  8. Publizieren Sie eine Erklärung der Geschäftsleitung zur Einhaltung von Menschenrechten und der Verfolgung sozialer und ökologischer Ziele entlang der Lieferkette.
  9. Arbeiten Sie mit einem Supplier Code of Conducts.

 

Quelle: BME e.V., Mindestkriterien der Zertifizierung für Nachhaltige Beschaffungsorganisationen (2019)

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Transparenzoffensive Nachhaltigkeitsperformance von Klinik Lieferanten

Sehr geehrte Klinik Lieferanten und Klinik Dienstleister, 

 

auf dem letzten Klinikeinkauf Kongress "ZUKE DIGITAL Kongress" wurde das Thema "Nachhaltigkeit" als eines der wichtigsten Handlungsfelder für die Jahre 2021/2022 genannt, siehe unser Blogartikel. In unserer Einkäufer Gemeinschaft "Zukunft Krankenhaus-Einkauf" kommt das Thema Nachhaltigkeit auch im Zusammenhang mit dem neuen Sorgfaltspflichtengesetz immer wieder als wichtiges Thema auf. 

 

Einkäufer wünschen sich mehr Transparenz über die Nachhaltigkeitsperformance ihrer Lieferanten

Klinik Einkäufer brauchen Informationen über die Nachhaltigkeit Ihrer Lieferanten und Produkte, damit sie zukünftig eine evidenzbasierten nachhaltigen Medizin-Einkauf gewährleisten können. Ziel ist eine "Grüne Liste" auf die alle Klinik Einkäufer zugreifen können, um eine neutralen Marktübersicht zu schaffen. Des Weiteren soll sie Orientierung geben und bei der Lieferantenauswahl als Entscheidungshilfe dienen.  

 

Machen Sie mit! Fragebogen zur Selbstauskunft für Lieferanten  

Sie sind Lieferant oder Dienstleister für Krankenhaus, Rehaklinik oder Pflegeheim? Und sehen die Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden? Dann bitten wir Sie um das Ausfüllen des folgenden Fragebogens. Ihre Vorteile: Sie werden auf Wunsch auf der "Grünen Liste" aufgenommen und erhalten so Sichtbarkeit und Vertrauenswürdigkeit bei unserer Klinik Einkäufer Community. 

Oder zählen Sie zu den Lieferanten, die das Thema zwar auf der Agenda haben, aber in der Praxis noch nicht umsetzen? Dann geht es Ihnen wie vielen, da die Themen aktuell noch in der Entwicklung sind. Egal, machen Sie trotzdem gerne mit bei der Selbstauskunft. Wir geben Ihnen auf Wunsch gerne Tipps zu den Zertifikaten  sowie zu den Wünschen der Kliniken Einkäufer. 

 

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail zur Verfügung (kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de)

Herzlichen Dank! 

 

Ihr ZUKE Team

 

P.S.: Mehr Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie auf unserer Themen-Seite hier

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ZUKE sagt DANKE

 

Danke an alle Partner und Unterstützer des "2. ZUKE DIGITAL Kongress" vom 03.03.2021. 396 Teilnehmer und 33 Speaker haben erneut gezeigt, wie wichtig das Thema Digitalisierung für die Zukunft des Krankenhaus Einkauf ist. Das Feedback der Teilnehmer hat uns überwältigt. 

 

Hier findet Ihr Impressionen und eine Zusammenfassung zum Kongress

 

Wir basteln derzeit fleißig an den nächsten ZUKE Events. Über unseren Newsletter halten wir Euch auf dem Laufenden. 

 

Schöne Ostern und bleibt gesund!

 

Unsere Partner

Empatheo Fuhrmann GmbH Newtron GmbH GSG mbH #EnLiPa DYNAMED GmbH consus clinicmanagement GmbH Enterprise Ireland GDEKK GmbH femak e.V. Dataident GmbH KUGEL medical Xatena AG Boston Scientific umlaut company Con-Sense GmbH Gallmann & Schug Consulting - und Managementgesellschaft mbH & Co. KG Prospitalia GmbH FUJIFILM Sonosite, Inc. Coloplast Klüh Service Management GmbH scoutbee CLINARIS GmbH GS1 Germany GmbH PL Procurement & Logistics Consulting hystrix medical AG WISAG CARELINE Hillrom Johnson & Johnson Omnicell Proactis Medline Industries, Inc. AGKAMED GmbH Onventis GmbH GLOBOS Logistik- und Informationssysteme GmbH Aerogen aequitixx GmbH MEDIIO GmbH Bredehorst Clinic Medical Management GmbH Thieme Group Supedio GmbH ScanProCare! ISC Innovative Systems Consulting AG UTK Solution GmbH Infimedix GmbH wissner-bosserhoff GmbH Medizinio GmbH PEG Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft EG Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) Archlet Supplytechs PharmaTrace Lhotse Incospro Recare Zebra Technologies Roche Mercateo Gruppe Zippsafe AG DVKC e. V. - Management und Controlling in der Gesundheitswirtschaft med.Logistica Procurement Summit

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Nachhaltige Beschaffung ist Mega Trend für 2021/2022

NACHHALTIGKEIT hat hohe Relevanz. Auch in der Beschaffung im Gesundheitswesen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 149 LinkedIn Nutzern und eine Umfrage der Teilnehmer des 2. ZUKE DIGITAL Kongress. Unsere Community Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE) will deshalb das Thema noch besser verstehen und Projekte im Bereich Nachhaltigkeit starten. Wer kann uns dabei unterstützen? Uns interessiert vor allen Dingen folgendes:

 

Wie können Kliniken...

... bis in das Jahr 2030 klimaneutral werden? 

... ihre soziale Verantwortung innerhalb der eigenen Einrichtung und ihrer Lieferkette tragen?

... trotz Einhaltung sozialer und ökologischer Standards wirtschaftlich arbeiten?

 

Wichtig dabei sind Klinik Einkäufer nicht nur das eigene Wirkungsfeld im Krankenhaus, sondern vor allem auch die Scope 2 und Scope 3 Tragweiten. Deshalb ist die Einbeziehung der Lieferanten elementar wichtig. Das Konzept des Value Based Procurements bezieht Nachhaltigkeitsaspekte in die Kaufentscheidung erstmals mit ein. Das Sorgfaltspflichengesetz wird ab 2023 zusätzlich die nachhaltige Beschaffung beschleunigen.    

 

Bitte schreiben Sie uns Ihre Idee, Lösungsansatz, Anregung oder Meinung als Kommentar zu diesem Beitrag oder via Mail an kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de. Wir werden Sie über unsere weiteren Aktionen auf dem Laufenden halten. Herzlichen Dank! 

 

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med.Logistica DIGITAL: Online-Session für Logistik und Prozessmanagement im Krankenhaus

Die Präsenzveranstaltung der med.Logistica im Mai 2021 musste leider coronabedingt auf das nächste Jahr verschoben werden. In der Online-Session med.Logistica DIGITAL werden aber bereits in diesem Jahr drei herausragende Projekte vorgestellt. Besonderer Höhepunkt ist dabei die Würdigung des Preisträgers des Leipziger Innovationspreises für Krankenhauslogistik 2021.

 

Am 5. Mai 2021 findet die med.Logistica DIGITAL als Livestream statt. 

 

Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier

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Fragen und Antworten zum Sorgfaltspflichtengesetz (Lieferkettengesetz)

(Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung // Stand: 02.03.2021) 

 

1. Was ist das Ziel des Gesetzes?

  • Ziel ist es, den Schutz der Menschenrechte zu verbessern.
  • Dazu tragen auch Unternehmen in Deutschland Verantwortung. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass in ihren Lieferketten die Menschenrechte eingehalten werden, also keine Kinder arbeiten oder Zwangsarbeit stattfindet.
  • Dabei geht es um die Einhaltung grundlegender Menschenrechtsstandards. Es geht nicht darum, überall in der Welt deutsche Sozialstandards umzusetzen
  • Auch Umweltbelange sind relevant, wenn sie zu Menschenrechtsverletzungen führen (z.B. durch vergiftetes Wasser).
  • Das Gesetz legt klare und umsetzbare Anforderungen für die Sorgfaltspflichten von Unternehmen fest und schafft so Rechtssicherheit für Unternehmen und Betroffene.
  • Damit setzen wir den Koalitionsvertrag um.

 

2. Warum brauchen wir ein Sorgfaltspflichtengesetz?

  • Um die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland umzusetzen, hatte die Bundesregierung viele Jahre auf freiwilliges Engagement gesetzt und den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet.
  • Zur Überprüfung, ob größere Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in den Lieferketten nachkommen, wurde ein Monitoring mit unabhängigen Dienstleistern eingerichtet.
  • Die Zielmarke von 50 Prozent wurde dabei klar verfehlt:
  • Bei der ersten Unternehmensbefragung (2019) haben etwa 400 von rund 3.000 angeschriebenen Unternehmen den Fragebogen ausgefüllt; davon waren ca. 20 % Erfüller.
  • In der zweiten Runde (2020) wurde die Methodik verbessert und es antworteten rund 450 (von 2.250) Unternehmen; davon waren 17 % Erfüller.
  • Der Koalitionsvertrag sah für diesen Fall vor, dass die Bundesregierung auf nationaler Ebene gesetzlich tätig wird.  

 

3. Was sind die größten Menschenrechtsverletzungen bei Wirtschaftsaktivitäten weltweit?

  • 152 Mio. Kinderarbeiter, davon die Hälfte in ausbeuterischen Verhältnissen.
  • 25 Mio. Menschen in Zwangsarbeit.

 

4. Auf welche Menschenrechte beziehen sich die Sorgfaltspflichten? 

  • Unversehrtheit von Leben und Gesundheit;
  • Freiheit von Sklaverei und Zwangsarbeit;
  • Schutz von Kindern und Freiheit von Kinderarbeit;
  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen;
  • Schutz vor Folter;
  • Gerechte Arbeitsbedingungen (Arbeitsschutz, Pausen);
  • Umweltbezogene Pflichten zum Schutz der menschlichen Gesundheit.

 

5. Welche Unternehmen werden vom Gesetz erfasst?

  • Ab 2023: Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden (über 600 Unternehmen in Deutschland).
  • Ab 2024: Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden (2.900 Unternehmen).
  • Danach wird der Anwendungsbereich evaluiert.

 

6. Was sind die wichtigsten Regelungen?

1. Erstmals klare Anforderungen für die unternehmerischen Sorgfaltspflichten

  • Das schafft Rechtssicherheit für Unternehmen und Betroffene.

2. Verantwortung für die gesamte Lieferkette

  • Die Sorgfaltspflichten der Unternehmen erstrecken sich auf die gesamte Lieferkette – vom Rohstoff bis zum fertigen Verkaufsprodukt.
  • Die Anforderungen an die Unternehmen sind angemessen und abgestuft, u.a. nach dem Einflussvermögen des Unternehmens auf den Verursacher der Verletzung sowie nach den unterschiedlichen Stufen in der Lieferkette.

3. Externe Überprüfung durch eine Behörde

  • Viele Unternehmen erfüllen bereits diese Vorgaben, da sie beispielsweise die EU Konfliktmineralienverordnung und / oder die EU-CSR-Richtlinie umsetzen. 
  • Mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle überprüft eine etablierte Behörde die Einhaltung des Gesetzes.
  • Sie kontrolliert die Unternehmensberichte und geht eingereichten Beschwerden nach.

4. Besserer Schutz der Menschenrechte

  • Betroffene von Menschenrechtsverletzungen können ihre Rechte nicht nur vor deutschen Gerichten geltend machen, sondern jetzt auch Beschwerde beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einreichen.

 

7. Was ist eine Lieferkette?

  • Die Lieferkette im Sinne dieses Gesetzes erstreckt sich auf die Beiträge, die das Unternehmen verwendet, um ein Produkt herzustellen oder eine Dienstleistung zu erbringen, angefangen von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Lieferung an den Endkunden.

 

8. Wie sind die Anforderungen in der Lieferkette abgestuft?

  • Die Anforderungen an die Unternehmen sind nach den unterschiedlichen Stufen in der Lieferkette abgestuft:
  • eigener Geschäftsbereich,
  • unmittelbarer Zulieferer,
  • mittelbarer Zulieferer. Und nach:
  • Art und Umfang der Geschäftstätigkeit,
  • dem Einflussvermögen des Unternehmens auf den unmittelbaren Verursacher der Verletzung,
  • der typischerweise zu erwartenden Schwere der Verletzung. 

 

9. Was muss ein Unternehmen im eigenen Geschäftsbereich und beim unmittelbaren Zulieferer tun?

Unternehmen müssen folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte verabschieden.
  • Risikoanalyse: Verfahren zur Ermittlung nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte durchführen.
  • Risikomanagement (inkl. Abhilfemaßnahmen) zur Abwendung potenziell negativer Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Beschwerdemechanismus einrichten.
  • Transparent öffentlich Bericht erstatten.
  • Im Fall einer Verletzung muss es im eigenen Geschäftsbereich unverzüglich Abhilfemaßnahmen ergreifen, die zwingend zur Beendigung der Verletzung führen. Zudem muss es weitere Präventionsmaßnahmen einleiten.
  • Wenn das Unternehmen die Verletzung beim unmittelbaren Zulieferer nicht in absehbarer Zeit beenden kann, muss es einen konkreten Plan zur Minimierung und Vermeidung erstellen.

 

10. Was muss ein Unternehmen beim mittelbaren Zulieferer tun?

  • Hier gelten die Sorgfaltspflichten nur anlassbezogen.
  • Erlangt das Unternehmen Kenntnis von einem möglichen Verstoß bei einem mittelbaren Zulieferer, so hat es unverzüglich:
  • eine Risikoanalyse durchzuführen,
  • ein Konzept zur Minimierung und Vermeidung umsetzen, • angemessene Präventionsmaßnahmen gegenüber dem Verursacher zu verankern.

 

11. Was muss ein Unternehmen tun, wenn eine Beschwerde eingeht?

  • Das Unternehmen muss prüfen, ob eine Rechtsverletzung im eigenen Geschäftsbereich oder bei einem Zulieferer vorliegt.
  • Je nach Stufe der Lieferkette gelten dann die zuvor dargestellten Anforderungen. 

 

12. Müssen gegebenenfalls Geschäftsbeziehungen abgebrochen werden?

  • Das ist nicht Ziel des Gesetzes. Vielmehr geht es darum, Verbesserungen beim Menschenrechtsschutz dauerhaft zu verankern.
  • Ein Abbruch der Geschäftsbeziehungen ist nur dann geboten, wenn eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung festgestellt wurde und die bisherigen Maßnahmen des Konzepts innerhalb einer gesetzten Frist nicht erfolgreich sind.

 

13. Gibt es eine Haftung für Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten?

  • Das Gesetz schafft keine neuen zivilrechtlichen Haftungsregelungen.
  • Es gilt weiterhin die zivilrechtliche Haftung nach deutschem und ausländischem Recht.

 

14. Können Nichtregierungsorganisationen klagen?

  • Nichtregierungsorganisationen steht kein eigenes Klagerecht zu.
  • Betroffene, die in wichtigen Rechten verletzt wurden, können aber von Nichtregierungsorganisationen bei ihrer Klage unterstützt werden (sog. Prozessstandsschaft).

 

15. Gibt es Vorgaben für Mindestlöhne?

  • Das Gesetz legt keine globalen Mindestlöhne fest.
  • Das Gesetz verweist aber auf die ILO-Übereinkommen, die einen angemessenen Lohn vorsehen.
  • Das anzustrebende Lohnniveau ist von Land zu Land verschieden und orientiert sich an der wirtschaftlichen Situation. 

 

16. Wie wird das Gesetz umgesetzt?

  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gewährleistet die effektive Durchsetzung des Gesetzes. 
  • Bei Verstößen gegen das Gesetz sind Bußgelder möglich.
  • Unternehmen können bei schwerwiegenden Verstößen bis zu drei Jahren von der öffentlichen Beschaffung ausgeschlossen werden.
  • Gleichzeitig wird es substanzielle Unterstützungsangebote der Bundesregierung für Unternehmen geben.

 

17. Gibt es ein elektronisches Berichtsverfahren?

  • Die zuständige Behörde arbeitet aufwandsarm mit einem komplett elektronischen Berichtsformat. Bestehende Berichtspflichten (z.B. CSR-Berichterstattung) werden darin integriert, um Parallelstrukturen zu vermieden.
  • Weitere Erleichterung für Unternehmen: Die Behörde wird einen „Anerkennungsmechanismus“ für bestehende Zertifizierungssysteme aufsetzen. Das gibt Unternehmen Orientierung, an welchen Stellen Zertifikate als Nachweis für die Erbringung der Sorgfaltspflichten geeignet sind.

 

18. Brauchen wir nicht europaweite Regeln?

  • Das Ziel bleibt eine einheitliche europäische Regelung.
  • Bis eine einheitliche europäische Regelung vorliegt, wird es voraussichtlich noch mehrere Jahre dauern.
  • Mit einem nationalen Gesetz können wir die EU-Gesetzgebung in unserem Sinne beeinflussen. Das ist auch im Interesse der deutschen Wirtschaft.

 

19. Wie ist die weitere Zeitplanung?

  • Der Gesetzentwurf soll spätestens Mitte März im Bundeskabinett beschlossen werden.
  • Noch vor der Sommerpause soll das Gesetz vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden.
  • Für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden gilt es dann ab dem 01.01.2023.



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Welche Themen werden in der Klinik Beschaffung nach Corona wichtig?

Welche Themen werden nach der Corona-Krise in der Klinik Beschaffung wichtig?

 

Interessantes Ergebnis einer Teilnehmerumfrage auf dem 2. ZUKE digital Kongress von Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE). Für alle, die den Online-Kongress am 03.03.2021 verpasst haben: Hier geht's zum Nachbericht mit den wichtigsten Learnings. 

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Was bedeutet der Emissionshandel für Krankenhäuser

Was bedeutet der Emissionshandel für Krankenhäuser? Berechnen die Lieferanten die Kosten für die CO2-Zertifikate einfach an die Kliniken weiter? Toller Artikel der Fachvereinigung Krankenhaustechnik (fkt e.V.).


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#emissionshandel #co2 #co2Zertifikate #mehrkosten

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ZUKE digital Kongress – Geld ist nicht alles, aber …

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Networken und Wissen sammeln beim 2. ZUKE digital Kongress war ein voller Erfolg

Der 2. ZUKE digital Kongress für den Klinik Einkauf war ein voller Erfolg. Am 03. März 2021  traf sich die ganze Beschaffungswelt online. 

 

Hier die wichtigsten Kennzahlen zum Event: 

  • 393 registrierte Teilnehmer
  • davon 139 Kliniken 
  • konstant über 220 Teilnehmer im Live Stream über den gesamten Kongress lang
  • 8 Stunden Inhalte
  • 33 Speaker
  • 4 interaktive Workshops 
  • Networking in den Pausen

 

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Neuer Alltag in der Helios Klinik Cuxhaven: Mit Mehrwegflaschen die Umwelt schützen

Die Helios Klinik Cuxhaven hat inzwischen mit einem Pilotprojekt im stationären Krankenhausbetrieb von Einweg- auf Mehrwegflaschen umgestellt. Das etablierte Mehrwegsystem ist nachhaltig und schont vor allem die Umwelt. TEILEN Rund 80.000 Einweg-Trinkflaschen hat die Helios Klinik Cuxhaven jährlich an ihre Patienten verteilt. Damit ist jetzt Schluss: Im Rahmen eines Pilotprojektes zunächst auf den Stationen 0A und 0B wurde von Einweg- auf Mehrwegflaschen für die stationären Patienten umgestellt. Dazu wurde ein komplexes Mehrwegsystem gemeinsam mit der Krankenhauslogistik, der Küche sowie der Hygiene konzeptioniert und aktuell umgesetzt.

 

Die bisher genutzten kleinen Plastikflaschen mit grünem Deckel wurden von blauen Liter-Flaschen abgelöst. Diese werden von der Logistik auf den Stationen bereitgestellt und morgens von der jeweiligen Station frisch befüllt an die Patienten ausgegeben. Zum Befüllen stehen auf jeder Station Wasserspender für Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure bereit. Nach Gebrauch werden die Mehrwegflaschen wieder in den speziell angefertigten Transportwagen eingesammelt und in der eigenen Küche von Industriespülmaschinen mit speziellen Einsätzen hygienisch gereinigt. Am nächsten Tag beginnt ihre Reise auf Station dann wieder von vorn – so kann jedes Jahr mit dem Mehrwegsystem viel Plastikmüll vermieden und gleichzeitig die Umwelt geschont werden.

 

Auch Klinikgeschäftsführer Georg Thiessen freut sich über das Mehrwegsystem: „Das Thema Nachhaltigkeit ist für Helios in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus gerückt, denn zwischen einer gesunden Umwelt und menschlicher Gesundheit besteht ein enger Zusammenhang. Wir beschäftigen uns immer intensiver damit, wie ein umweltfreundlicher und ressourcenschonender Krankenhausbetrieb in Zukunft aussehen kann“ so der Klinikgeschäftsführer abschließend. Im Rahmen des Pilotprojektes ist eine zeitnahe Implementierung des neuen Mehrwegsystems innerhalb der gesamten Klinik sowie am Helios Standort in Nordenham geplant. Das Projektteam zur Einführung des Mehrwegsystems v.l.n.r. Krankenhaushygieniker Dr. Hinnerk von Thun-Hohenstein, Küchenleiter Mirko Riemann, Klinikgeschäftsführer Georg Thiessen und Clusterleiter Logistik Heiko Heinbockel präsentieren die neuen Transportwagen der Mehrwegflaschen.

 

 

Quelle: Helios 

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Digitales Medikamenten- und Medikalproduktemanagement mit Omnicell XT Cabinets

Weniger Arzneimittelirrtümer, mehr Arzneimitteltherapiesicherheit: Closed-Loop-Versorgung

 

In Krankenhäusern ist die Arzneimitteltherapiesicherheit ein hohes Gut und Medikationsfehler sind eine folgenschwere Herausforderung. Denn: 19–35 % der Fehlereignisse im klinischen Betrieb sind auf Arzneimittelirrtümer zurückzuführen. Aus Studien geht hervor, dass die Arzneimittelkomplikationen zu den häufigsten Fehlern im Medizinbetrieb zählen und gleichzeitig gravierende Folgen für den Patienten haben. Zusätzlich zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und spürbaren Einschränkungen des Wohlbefindens bewirkt jeder nicht fatale Medikationsirrtum im Durchschnitt circa 3.000 Euro vermeidbare Kosten in Form von Liegezeitverlängerungen.

 

Systeme, die Prozesse automatisieren und optimieren, können einen wichtigen Beitrag für die Arzneimitteltherapiesicherheit leisten – so auch Closed-Loop und Unit-Dose. Die Closed-Loop-Versorgung stellt einen geschlossenen Medikationsprozess mit elektronischer Verschreibung, pharmazeutischer Validierung und lückenloser Dokumentation sicher. Unit-Dose bezeichnet die patientenindividualisierte Belieferung aus der Zentralapotheke, geht allerdings mit der Limitation einher, dass die Logistik eine Ad-hoc-Medikation ausschließt und sich hauptsächlich auf Arzneimittel in fester oraler Darreichungsform beschränkt. So werden u.a. Betäubungsmittel (BtM), Hormone, Akutmedikationen sowie Spritzen und Ampullen nicht abgedeckt. An dieser Stelle kommen automatisierte Versorgungsschränke – wie die Omnicell XT Cabinets – ins Spiel, die den Prozess einer Closed-Loop-Versorgung optimal ergänzen. 

 

Omnicell XT Cabinets: Die Lösung, um einen Closed-Loop über alle Darreichungsformen abzubilden

Als automatisierte Versorgungsschränke für Medikamente knüpfen die Omnicell XT Cabinets an dem Gesamtsystem „Medikationsprozess“ an und fügen sich nahtlos in den geschlossenen Kreislauf der Closed-Loop-Versorgung ein und schließen insbesondere die Versorgungslücke auf den Stationen. Das XT Cabinet verwahrt Medikamente in fast allen gängigen Verpackungsarten sicher auf der Station und gibt diese auf Anforderung aus. Über die digitale Bestandsführung und die vollständige Prozessdokumentation, wie z. B. die der Lieferung und Ausgabe der Medikamente (insbesondere der BtM) lassen sich die Omnicell XT Cabinets bestmöglich in ein Closed-Loop System integrieren. Der Ausdruck eines individuellen Patientenlabels über das Cabinet sichert den Prozess zusätzlich ab. Die sicheren, automatisierten und effizienten Prozesse setzen wertvolle Ressourcen frei. Sie schenken dem Apotheken- und Pflegepersonal mehr Zeit für den Patienten oder wertschöpfendere Tätigkeiten, da dieses von pflegefremden Tätigkeiten befreit wird. Das System übernimmt zudem die automatische Dokumentation unter Einhaltung behördlicher Vorgaben. Durch die lückenlosen Protokolle sind Arzneimittelrückzählungen fast nicht mehr notwendig und die Aufklärung etwaiger Bestandsdiskrepanzen wird erheblich erleichtert.

 

Dezentrale Medikationsversorgung mit Omnicell XT-Cabinets

  • Pflegekraft stellt lichtgesteuert eine Komplett-Unit-Dose (alle Medikamentenformen) für den Patienten aus den entsprechenden Schubladenfächern zusammen.
  • Darauf aufbauend kann ein komplettes Medikationstablett für den Patienten erstellt werden. 
  • Zusätzliche Reduktion eventueller Medikationsfehler mittels gleichzeitiger Scantechnologie und Identitätsprüfung am Patientenbett.
  • Die Pflegekraft behält ihre Kompetenz hinsichtlich der Medikation.

Nutzeneffekte für das Management von Arzneimitteln

  • Geeignet für fast alle Arzneiformen in allen vorkommenden Verpackungsarten: Tabletten-Blister, Infusionen, Ampullen, Einzeltabletten
  • Sichere Einlagerung von BTM
  • Automatische Dokumentation der BTM gemäß BtMVV § 13, 14.
  • Ärztliche Verordnung ist patientenindividuell hinterlegt.
  • Daten sind in Echtzeit anpassbar und abrufbar (7 Jahre).
  • Verordnungssoftware überprüft Nebenwirkungen (bspw. allergische Reaktionen) Reaktionszusammenhänge, Dosierung und Gabezeitpunkt
  • Einlagerungsmöglichkeit von Selbstmedikation (Single-Pointe).
  • Schlankere Prozesse in der Apotheke, u. a. keine Entblisterung, kein Sonderlager für Schüttware
  • Besonders geeignet für: 
  • Stationen mit häufig vorkommenden Medikamentenänderungen
  • Dort, wo eine sofortige Patientenzuordnung nicht erfolgen kann (Notfallaufnahme).

Gut zu wissen: Mit den Omnicell XT Cabinets rüsten Krankenhäuser, im Rahmen des Fördertatbestandes 5: digitales Medikationsmanagement auf. Dadurch ist eine staatliche Förderung im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes,  möglich, sofern die Beantragung in 2021 erfolgt. Denn die elektronischen Versorgungssschranksysteme von Omnicell erfüllen über 50 % der Muss-Kriterien aus der Förderungsrichtlinie.  

 

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Wie Klinken ihren Medizinproduktepark erfolgreich optimieren und Kosten senken können

Im stressigen Krankenhausalltag kennt das Pflegepersonal oftmals nicht den Echtzeit-Standort von werthaltigen Medizinprodukten und hortet deshalb Schwerlastbetten oder Infusionspumpen, um bei Bedarf schnell darüber verfügen zu können. Folge: ein überdimensionierter und teurer Medizinproduktepark. Digitale Lösungen können hier gezielt gegensteuern. Als innovativer Digitalisierungsexperte bietet die CLINARIS GmbH die Software-Lösung HPM® zur Prozessoptimierung beim Bettenmanagement und zum Echtzeit-Tracking von Medizinprodukten an. 

 

 

Wertvolle Transparenz für einen faktenbasierten Einkauf 

Einkaufsleiter von Krankenhäusern können mit dem Softwaresystem HPM® jederzeit den Einsatz Ihrer werthaltigen Medizinprodukte digital überblicken. Sie kennen mit der CLINARIS Lösung HPM® die tatsächliche Nutzungsdauer von Medizinprodukten und Sie können mit diesem Wissen eine faktenbasierte Beschaffung durchführen. 

 

Überbestand reduzieren und Kosten nachhaltig senken

Durch eine Echtzeit-Übersicht über den Standort und den hygienischen und technischen Status der Medizinprodukte reduziert HPM® die Such- und Wegezeiten für Pflege und Medizintechnik. Ein Medizinproduktefinder führt die Mitarbeiter zielsicher zu jedem Medizinprodukt, das für den Einsatz benötigt, gereinigt oder desinfiziert werden muss. Ohne Zeitverzögerung werden reparaturbedürftige Produkte mit dem einfach zu bedienenden Defekt-Meldemodul der Medizintechnik zugeführt. Und auch die gesetzlich vorgeschriebene technische Überprüfung der Betten sowie z.B. die Wartung und Eichung medizinischer Instrumente lässt sich mit HPM ® lückenlos überwachen. 

 

 

Durch diese digital gestützten Prozesse steigt die Verfügbarkeit von Medizinprodukten und die Notwendigkeit für Überbestand sinkt erheblich ab. Durch eine dann mögliche Optimierung des Produkteparks können Krankenhäuser Ihre laufenden Kosten erheblich reduzieren. 

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Recycling von OP-Einmalinstrumenten

Toller Fachartikel zum Thema "Recycling von OP-Einweginstrumenten" von Daniel Unger in der aktuellen "Klinik Einkauf" (Georg Thieme Verlag KG). In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Asklepios Klinikum Hamburg-Harburg, REMONDIS-Gruppe und dem Clean-Tech Startup Resourcify wurde ein digital unterstütztes Rücknahmesystem entwickelt. Das Ergebnis: Abfallkosten reduziert, CO2-Emmisionen gesenkt und Ressourcen geschont.

 

Zum Thema Kreislaufwirtschaft, Lieferkettengesetz und nachhaltige Beschaffung wird Yvonne Jamal und Steffi Kirchberger vom JARO Institute for Sustainability and Digitalization e.V. auf dem "2. ZUKE digital Kongress" von Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE) einen Workshop halten. Wir sind schon sehr gespannt darauf! Anmeldung zum Workshop hier: www.zuke-digital.de

 

Treten Sie unserer LinkedIn Gruppe "Nachhaltige Klinik" bei unter https://www.linkedin.com/groups/9033064/ oder besuchen Sie unsere Fokus-Seite "Nachhaltige Beschaffung im Krankenhaus" unter https://www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de/projekte/zuke-nachhaltig/

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Neue Studie belegt: Mit wiederhergestellten Medizinprodukten lässt sich das Klima schützen

Kunststoffe bieten sehr gute Eigenschaften, sind häufig langlebige Werkstoffe und kommen in allen möglichen Bereichen – von Verpackungen über die Baubranche bis hin zur Medizin - zum Einsatz. Wenn Kunststoffprodukte so lang wie möglich im Kreislauf geführt werden, reduziert sich der Ressourcenverbrauch, das Klima wird geschont. Auch viele Medizinprodukte, die vom Hersteller lediglich für eine einmalige Verwendung zugelassen wurden, enthalten Kunststoffe, beispielsweise Elektrophysiologie-Katheter (Herzkatheter). Welche positiven Umwelteinflüsse es hat, wenn diese nicht entsorgt, sondern mit zertifizierten Verfahren wiederhergestellt werden, untersuchte ein Forschungsteam des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des Medical Remanufacturing Unternehmens Vanguard AG. . Beim runden Tisch des Verbands AMDR (Association of Medical Device Reprocessors) am 11. März erläutert Mitautorin Anna Schulte die Details der gerade veröffentlichten Studie.

Eine Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy soll es ermöglichen, weniger fossile Ressourcen zu entnehmen, Abfallprodukte und Emissionen zu minimieren, Produkte intelligent für ihre Wiederwertung zu gestalten und damit End-of-Life Verluste zu reduzieren. Um aufzuzeigen, welche Umweltwirkungen die Herstellung von Produkten und Materialien haben, erstellt Fraunhofer UMSICHT Ökobilanzierungen oder Life-Cycle-Assessments für Kunden aus unterschiedlichen Branchen. In der kürzlich veröffentlichte Studie im Auftrag der Vanguard AG verglich das Forschungsteam die Neuproduktion eines Elektrophysiologie-Katheters (Herzkatheters) mit einem wiederhergestellten Katheter – mittels des sog. Medical Remanufacturing –  insbesondere bezüglich ihrer Auswirkung auf die globale Erwärmung sowie deren Ressourcenverbrauch. Das Ergebnis: Medical Remanufacturing reduziert den CO2-Fußabdruck um über 50 Prozent und den Ressourcenverbrauch um über 28 Prozent. Die Studie ist in der wissenschaftlichen Zeitschrift »Sustainability« erschienen.

 

Positive Effekte steigen mit Anzahl der Wiederaufbereitungszyklen

»Unsere Studie hat gezeigt, dass das Medical Remanufacturing von medizinischen Einwegprodukten in beiden Kategorien – CO2 -Fußabdruck und Ressourcenverbrauch – zu signifikanten Einsparungen führt im Vergleich zur Neuproduktion von Herzkathetern. Es ist ein tolles Beispiel, wie die Transformation hin zu einer Circular Economy gelingen kann«, erläutert Anna Schulte, Leiterin der Studie des Fraunhofer UMSICHT. Die Studie zeigt weiterhin, dass die positiven Effekte mit der Anzahl der Wiederaufbereitungszyklen zunehmen. In einer Modellierung über mehrere Lebenszyklen konnte Fraunhofer UMSICHT abschätzen, dass ca. 450 t CO2-Equivalent jährlich in Deutschland eingespart werden könnten.

 

Recycling und Remanufacturing

Der wichtige Vorteil des Remanufacturing ist, dass im Gegensatz zum Recycling der Wert eines Produkts erhalten bleibt – sowohl ökonomisch als auch ökologisch. Das Produkt wird nach seiner Nutzung zu seinem höchst möglichen Wert und Nutzen im Kreislauf geführt, wohingegen beim Recycling nur der Wert des Materials erhalten bleibt. Ein recycelter Kunststoff weist beispielsweise eine andere Qualität auf. Beim Remanufacturing geht es darum, das Produkt so aufzubereiten, dass es dieselben Qualitäten besitzt wir ein neu hergestelltes Produkt. Dies ist insbesondere für Kunststoffe im medizinischen Bereich relevant, da bei Medizinprodukten häufig Hochleistungspolymere verwendet werden, deren Eigenschaften im kommunalen Recycling nicht weiter berücksichtigt werden können. Ein wichtiger Prozessschritt hierbei ist die Gewährleistung der Produktsicherheit u.a. durch validierte Reinigungs und Sterilisationsverfahren, sowie durch umfangreiche Funktionalitäts und Hygieneprüfungen.

 

Runder Tisch am 11. März 2021

Am 11. März (16:00 bis 17:30 h) stellt Autorin Anna Schulte die Ergebnisse der Studie bei einem runden Tisch des Verbandes AMDR vor und diskutiert mit weiteren Expert*innen über die Möglichkeiten eines zirkuläres Gesundheitssystems in Europa. Eine Teilnahme ist kostenlos. 

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Zwei neue Blockheizkraftwerke sorgen für Wärme und Strom und verbessern die Umweltbilanz des BKH

Mit dem Neubau der Psychiatrie wird das Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg nicht nur moderner. Bereits jetzt ist es auch umweltfreundlicher geworden. Seit wenigen Wochen sind am Standort zwei neue Blockheizkraftwerke (BHKW) in Betrieb. Damit werden sowohl Wärme als auch Strom produziert. Darüber hinaus wurden zwei neue Heizkessel sowie ein Pufferspeicher installiert. In der Umweltbilanz schlägt das kräftig zu Buche: „Der von der Regionalleitung vorgegebene Primärenergiefaktor unter 0,5 konnte erreicht werden, dies entspricht einer Verbesserung von über 50 Prozent“, berichtet der technische Leiter des Standorts, Rainer Beinhauer. „Für die Kliniken ist das vom Umweltgedanken und aus Sicht des Klimaschutzes super“, ergänzt Umweltmanagementbeauftragte Katharina Rochau. Alles in allem haben die Bezirkskliniken Schwaben etwa 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Energiezentrale gesteckt.

 

Die ursprüngliche Anlage stammt aus den frühen 80er Jahren. In den Jahren 1981/82 wurde das Dienstleistungs- und Logistikzentrum (DLZ) errichtet und mit ihm die Energiezentrale. 1983 wurden dann zwei Warmwasser-Heizungskessel eingebaut. Weil einer davon undicht war und leckte, wurde er 2015 durch einen neuen ersetzt. Nun folgte der zweite. Diesen großen Heizkessel ersetzen zwei neue, kleinere. „Der bisherige große Heizkessel bringt eine Leistung von 6,0 Megawatt, die beiden kleineren 3,6 und 1,6 Megawatt“, sagt Rainer Beinhauer. Alle drei produzieren ausschließlich Wärme.

 

Aus Gründen der Betriebssicherheit und wegen der Auflagen aus der Energieeinsparverordnung wurden auch zwei Erdgas-betriebene Blockheizkraftwerke beschafft und eingebaut, was unter laufendem Betrieb eine große Herausforderung war. Sie produzieren Strom und Wärme. Die Anlage war genehmigungspflichtig nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Technikleiter Beinhauer hat die Daten: „Die beiden BHKW erzeugen zusammen etwa 1000 Kilowatt elektrische Leistung sowie 1200 Kilowatt thermische Leistung.“ Jedes Gerät wiegt sieben Tonnen. Die Technik sei so weit fortgeschritten, dass sie im Vergleich zur bisherigen Anlage ein „Quantensprung“ sei, sagt Beinhauer. Auch wenn die beiden BHKW bereits laufen, so werde es wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die umfangreiche und ausgefeilte Regeltechnik so einreguliert ist, dass alles problemlos funktioniert.

 

Die entstehende Energie wird in den neuen Pufferspeicher eingespeist. Der große Behälter, der außerhalb der Energiezentrale steht, fasst 60.000 Liter aufbereitetes Wasser. Auf der anderen Seite des Gebäudes, in dem sich die neuen BKHW und die Heizkessel befinden, steht das Transformatorenhaus. Wie der technische Leiter weiter erläutert, versorgt die Energiezentrale sowohl das BKH als auch die Kreisklinik Günzburg, die Dr.-Georg-Simnacher-Stiftung und weitere Verbraucher mit Wärme. Die entsprechenden Leitungen verlaufen kilometerweit durch das Klinikareal teilweise unter der Erde. Außerdem liefern die Kraftwerke Strom für das BKH. „Aus Umweltschutzgedanken ist die Modernisierung von großem Nutzen: Wir rechnen künftig mit einer Einsparung von über 2000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr“, sagt Beinhauer.

 

Auch aus wirtschaftlicher Sicht wird sich die Anlage mittelfristig amortisieren. Der Ökologie-Gedanke in Günzburg hat nicht erst seit jetzt Fuß gefasst. Seit mehr als 15 Jahren verleiht der Freistaat Bayern in einem Prüfungsintervall von drei Jahren ein Umweltsiegel für das BKH. Damals in der ersten Runde der Ernennung waren die Bezirkskrankenhäuser in Günzburg und Kaufbeuren quasi als Vorreiter bereits dabei. Inzwischen ist Kempten dazu gekommen – ein weiteres „green hospital“ in Bayerns Krankenhauslandschaft und das dritte BKH in Schwaben. Darüber ist man bei den Bezirkskliniken Schwaben als Trägerin der BKH stolz. Dabei will man es nicht belassen: Alle arbeiten daran, die hohen Umweltstandards einzuhalten und weiter punktuell zu verbessern. „Erst 2020 fand für den Standort BKH Günzburg eine sehr erfolgreiche Rezertifizierung nach EMAS statt, die eine stetige Verbesserung testiert“, teilt Katharina Rochau mit.

 

Quelle: https://www.bezirkskliniken-schwaben.de

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Lieferkettengesetz kommt auch für Kliniken

Erst in einer zweiten Stufe – ab 2024 – soll das Lieferkettengesetz auch in kleineren Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten gelten. Für größere Krankenhäuser wird das Lieferkettengesetz also ab 2024 greifen! Das müsste doch eigentlich genügend Zeit sein, um sich darauf vorzubereiten? 


Zum Artikel im Handelsblatt 

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med.Logistica: Terminverschiebung auf Mai 2022

Der Termin des internationalen Kongresses und der Fachmesse med.Logistica wird vom 5. und 6. Mai 2021 auf das kommende Jahr verschoben. Die Veranstaltung findet nun am 11. und 12. Mai 2022 auf dem Leipziger Messegelände statt. Für den 5. Mai 2021 ist dennoch ein digitales Angebot für die Branche in Vorbereitung, bei dem auch der diesjährige Preisträger des Leipziger Innovationspreises für Krankenhauslogistik vorgestellt wird. Die Entscheidung hat die Leipziger Messe gemeinsam mit den Fachgremien der med.Logistica getroffen, da sich die Situation in den deutschen Krankenhäusern aufgrund von Covid-19 nach wie vor sehr herausfordernd gestaltet.

 

„Angespannt“ lautet die Beschreibung, wenn man die derzeitige Lage in Deutschlands Krankenhäusern schildert. Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft sind durch den Zuwachs von Patienten, die mit Corona infiziert sind, seit November Engpässe im Intensivbereich zu verzeichnen. Doch auch darüber hinaus beanspruche ein Corona-Patient weitaus mehr Pflegepersonal. Sowohl das Pflegepersonal als auch die beteiligten Mitarbeiter im Hintergrund der logistischen Prozesse werden auch in den nächsten Wochen und Monate noch große Kraftanstrengungen leisten müssen, um die Behandlung der Patienten zu ermöglichen.

 

Vor diesem Hintergrund hat die Leipziger Messe gemeinsam mit den Fachbeiräten der med.Logistica die Entscheidung getroffen, den internationalen Kongress und die Fachmesse in diesem Jahr nicht zu veranstalten. Stattdessen wird sie auf den 11. und 12. Mai 2022 verschoben.

 

Digitales Alternativprogramm am 5. Mai 2021

Für den 5. Mai 2021 wird dennoch ein digitales Programm für die Branche vorbereitet, bei dem auch der Preisträger des Leipziger Innovationspreises für Krankenhauslogistik 2021 vorgestellt wird. Details dazu folgen in den kommenden Wochen.

 

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Optimierungspotentiale in der Krankenhaus-Supply-Chain unter Berücksichtigung der neuen Medizinprodukteverordnung (MDR)

Auftretende Probleme in einer ganzheitlichen Krankenhaus-Supply-Chain sind zugleich Herausforderungen, um neues Entwicklungspotential in Form von Optimierungen freizusetzen. Hierzu hat der Autor (T. Meerstedt; Projektmanager Procurement  & SCM) das Modell der twin-flexibility [TF] entwickelt und auch schon erfolgreich implementieren können.

Insgesamt stehen zahlreiche Hindernisse hinsichtlich interner Widerstände (z.B. Akzeptanz für Veränderungen im Healthcare-Sektor) einer steigenden Anzahl an Möglichkeiten (Optimierungspotential) gegenüber. Je mehr Prozess-Stolpersteine in der Krankenhaus-Supply-Chain auftreten, desto höher ist das Potential für erfolgreiche Optimierungen. Dazu sind die Instrumente der Prozessanalyse (Ist- und Sollprozesse) und -modellierung unabdingbar. Eine lösungs- und ressourcenorientierte Vorgehensweise (wie kann ein Problem gelöst werden) muss stets im Vordergrund eines Optimierungsprojektes stehen. 

 

Gerade vor dem Hintergrund der im Mai 2017 in Kraft getretenen Medizinprodukteverordnung (MDR) ist es notwendig, die gesamte Krankenhaus-Supply-Chain von der Beschaffung einzelner Medizinprodukte (MP) bis hin zur Auslieferung  an die Endanwender ganzheitlich zu betrachten. Hierbei spiegelt sich besonders die "twin-flexibility" der Krankenhausabläufe wieder. Gerade festgefahrene Prozesse können (müssen; Anm. des Autors) vor dem Hintergrund der MDR umgedacht und reorganisiert werden. 

 

Beispielsweise sei an dieser Stelle die Erfassung des UDI-Codes der Medizinprodukte-Klassen III zu nennen. Wie sollen sämtliche MP dieser Klassen logistisch optimal und informationstechnisch richtig erfasst werden? Welches logistische Equipment ist für diesen Prozess ideal? Wie sollte der Materialfluss folgerichtig designed sein? All diese Fragen gilt es im Zuge der MDR aufzudecken und mit "optimization opportunities" zu beantworten. Selbstverständlich existieren noch weitere Schnittstellen, die es in Form von "threats und opportunities" zu ermitteln gilt.

 

Autor: 

T. Meerstedt

Projektmanager Procurement  & Supplychain-Management

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Klinik Einkauf Kongress: 2. ZUKE digital Kongress am 03. März 2021

Die COVID19-Krise hat uns gelehrt, wie wichtig stabile Lieferketten und digitales Zusammenarbeiten sind. Um neues Wissen zu teilen und Interessensgruppen zusammen zu bringen, veranstaltet die Initiative „Zukunft Krankenhaus-Einkauf“ am 03. März 2021 von 09.00 bis 15.00 Uhr den zweiten virtuellen Kongress für Klinik Einkäufer. 

 

Einkaufspraktiker aus dem Krankenhaus, Lieferpartner und Digitalexperten der Gesundheitsbranche teilen ihr Wissen. Das Motto: "Visions & Best Practices" - gestalten wir Gegenwart und Zukunft zusammen und partnerschaftlich. Es werden über 200 Teilnehmer aus Krankenhaus, Industrie und Handel erwartet. 

 

Die Kernthemen des Kongress sind: 

  • Digitalisierung: Welche konkreten Projekte gibt es im Klinik Einkauf 
  • Lieferengpässe: Wie gehen wir mit Lieferengpässen zukünftig um? 
  • MDR: Was muss ich zur Einführung der Medical Device Regulation beachten? 
  • Datenmanagement: Wie bekomme ich meine Produktstammdaten optimiert? 
  • KHZG: Welche Rolle spielt der Einkauf beim Krankenhaus Zukunftsgesetz? 
  • New Work: Wie arbeiten wir im NewWork zukünftig am besten zusammen? 
  • Einkaufsgemeinschaften: Welche Rolle haben die Einkaufsgemeinschaften zukünftig? 
  • Value Based Procurement: welche Erfolgsprojekte gibt es? 
  • Nachhaltige Beschaffung: der nächste große Trend? 

 

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