Tracking von Medikalprodukten ist auf der Prioritätenliste deutscher Krankenhausmanager

Wow! Herzlichen Glückwunsch an alle Einkäufer und Logistiker im Krankenhaus. Ihr habt den Platz 6 in der Priorität deutscher Führungskräfte zur Krankenhaus-Digitalisierung errungen. Und zwar für das Thema:


Materialwirtschaft/Artikel-Tracking


Die Zeit ist reif für Prozessoptimierung und Digitalisierung im #Bestandsmanagement #stockmanagement #doku #rfid #standards #gs1 #edi #plattform #Digitalisierung


Zum vollständigen Artikel in der deutschen Ärztezeitung


Studien-Download

„Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft“ – Herausforderungen und Chancen Deutscher Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen


Bereits zum dritten Mal führte Rochus Mummert 2018 die Studie „Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft“ durch. Dafür befragte die Personalberatung 362 Führungskräfte deutscher Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mittels eines Onlinefrage bogens im Zeitraum Januar bis März 2018.


In der Bildergalerie finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse im Bereich Materialwirtschaft und Digitalisierung (Quelle: Rochus Mummert Studie Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft)

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Hospital 4.0 - Digitalisierung in der Krankenhauslogistik und Einkauf

Quelle: Polavis


Krankenhaus 4.0? Wir sind heute beim Krankenhaus 1.5 bis 2.0. Wir haben also noch sehr viel Handlungsbedarf. Prof. Dr. Wilfried von Eiff, Leiter des Zentrums für Krankenhausmanagement an der Uni Münster und Direktor des Ludwig Fresenius Center for Healthcare Management and Regulation, sieht in Zukunft durch die Digitalisierung den Krankenhaus-Einkauf und die Krankenhaus-Logistik revolutioniert. 


Prof. von Eiff verortet den aktuellen Stand jedoch erst beim Krankenhaus 1.5 bis 2.0 und sieht daher großen Handlungsbedarf und sehr viel Arbeit. Insbesondere in der Neuorganisation, Rationalisierung, Verbesserung und letztlich digitalen Unterstützung von Prozessen. Es mache keinen Sinn, Prozesse, die heute nicht optimal laufen, durch Digitalisierung geschmeidiger zu machen, sie müssen vorher überarbeitet werden. 


Die Akzeptanz aller Akteure des Gesundheitswesens für neue digitale Lösungen kann durch Transparenz gesteigert werden. Jede Veränderung löst Angst aus. Eine Veränderung ist für einen Mitarbeiter immer verbunden mit der Frage "Was hat das für Auswirkungen für mich", für meinen Berufsstand, für meine Arbeitsweise, für mein tägliches Brot?‘ – da gilt es Angst zu nehmen und Angst nimmt man durch Transparenz.


Quelle: 

Polavis Website

Polavis YouTube Kanal 

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Die Zukunft der Vergabe im Krankenhaus

▪ Was muss ich als Klinik-Einkäufer aktuell   beachten?

▪ Was sagen GWB, VgV, VOB/A und UVg zur eVergabe?

▪ EU-Beihilfenrecht / Zuwendungsrecht:   Pflichten und Fallstricke

▪ Ab wann dürfen nur noch elektronische   Angebote angenommen werden?

▪ Wie funktioniert die eVergabe praktisch?

▪ Was leisten eVergabe-Lösungen?


Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt die eVergabe-Roadshow 2018 des femak e.V.

Bei dieser Veranstaltungsreihe dreht sich alles um das Thema „Countdown für die verpflichtende eVergabe“.

Vergaberecht und Praxis der eVergabe – im Ober- und Unterschwellenbereich.


Sie als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in den Bereichen Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik in den Gesundheitseinrichtungen

sowie im technischen Bereich mit Bauprojekten im Krankenhaus

sind herzlich eingeladen.


Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

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Stv. Personalleitung gesucht

„Wer die Welt verändern will, muss ein großes Feuer in sich tragen.“ (Vinzenz von Paul)


Das Vinzenz von Paul Hospital in Rottweil sucht eine


stv. Personalleitung (m/w)


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Das neue Medizinprodukterecht (MDR) - die wichtigsten Fakten, einfach erklärt.

Unter der neuen Rubrik "Was bewegt unsere Medizintechnikanbieter", heute ein kurzer Überblick zur EU-MDR (Medical Device Regulation). Lassen Sie uns gemeinsam diskutieren, welche Folgen die Einführung der MDR indirekt auf Krankenhauseinkauf und Logistik hat (Lieferunregelmäßigkeiten, Sortimentsstraffungen und Bereinigungen, weniger KMUs, Preisdruck, Added Values....).

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eBusiness Strategie der Uniklinikum Düsseldorf

Femak symposium am 11. September 2018 in der Universitätsklinik Düsseldorf
Femak symposium am 11. September 2018 in der Universitätsklinik Düsseldorf

eBusiness – Strategie und Zielsetzung der Uniklinik Düsseldorf.


Thomas Klein, Dezernent Einkauf und Logistik, Universitätsklinikum Düsseldorf gibt tiefe Einblicke in die Materialwirtschaft mit seinem Vortrag und einer Besichtigung des Versorgungszentrums im Rahmen des femak e.V. Symposium am 11.09.2018 in Düsseldorf.


Weitere Referenten zum Schwerpunktthema "Einkauf wird digital": 

Prof. Dr. Hubert 

Otten Sylvia Reingardt


Programm und Anmeldung: https://www.femak.de/images/stories/2018_femak/2018_09_11_Symposium_UNI_Dueesseldorf/Flyer_Symposium_Einkauf-Digital.pdf

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Sonja Schmalen unterstützt den Hospital Supplier Award

Sonja Schmalen unterstützt den "Hospital Supplier Award", den ersten Lieferanten Award, der von Kliniken vergeben wird. 


Die Produktmanagerin Digital Health der Dr. Becker eHealth GmbH beleuchtet die Bewerbungen vor allem vor dem Hintergrund der Integration in ein digitales Umfeld. 


Mehr zum Award unter  www.zukunft-krankenhaus-einkauf.de/supplier-award .

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Deutschland wird für Medizinprodukteanbieter immer unattraktiver

Wie der Branchenverband BVMed auf seiner Internetseite berichtet, lassen  sich die Nachteile des Standorts Deutschland wie folgt zusammenfassen:

  • Eine starke Ökonomisierung des Gesundheitsmarktes
  • überzogene Anforderungen an die Erstattung
  • eine nicht funktionierende Innovationsklausel im stationären Bereich
  • eine verzögerte Innovationseinführung in die Vergütungssysteme
  • ein weniger dynamisches Wachstum im Vergleich zum Weltmarkt
  • eine stark eingeschränkte Planungssicherheit
  • die relativ hohe Unternehmenssteuer
  • wesentlich höhere Energiekosten
  • relativ hohe Sozialkosten
  • ein hoher Urlaubs- und Freizeitanspruch

Laut BVMed sorgt sich die Medizintechnik-Branche zunehmend um den Standort Deutschland. Das erwartete Umsatzwachstum der Unternehmen liegt im Inland nach den Ergebnissen der BVMed-Herbstumfrage 2017 nur noch bei 2,8 Prozent und damit deutlich unter den Vorjahreswerten. Die weltweite Umsatzentwicklung bleibt dagegen mit einem Plus von 5,9 Prozent auf dem guten Vorjahresniveau.

 

Der „Innovationsklima-Index Medizintechnik“ des BVMed fiel im vierten Jahr in Folge von einem Wert von 6,2 im Jahr 2013 auf nur noch 4,5 in diesem Jahr. Als größte Hemmnisse für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten für den Marktzugang durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung sowie für die Erstattung durch die langen Nutzenbewertungsverfahren. „In der neuen Legislaturperiode sollten die Bewertungsverfahren daher verbessert und beschleunigt werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt bei der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen des BVMed-Medienseminars in Berlin. Die Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage können unter www.bvmed.de/medienseminar2017 abgerufen werden.

 

Aus Kliniksicht stellt sich nun die Frage, welche Konsequenzen diese Entwicklung auf die Zusammenarbeit zwischen Lieferant und Klinik hat. Lesen Sie dazu folgende Artikel: 

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GHX kauft Medical Columbus

Medical Columbus AG
Medical Columbus AG

Pressemeldung Medical Columbus, Königstein im Taunus, 10. Juli 2018


Medical Columbus AG schließt Vertrag zur Veräußerung eines wesentlichen Teils ihres Vermögens mit der GHX Europe GmbH ab


Im Rahmen der Ad-Hoc Meldung vom 02.02.2018 und der im Geschäftsbericht 2017 präzisierten Strategie, wägt die Medical Columbus AG seit einiger Zeit strategische Handlungsoptionen über die Fortführung des eigenen Geschäftes ab.

Der Vorstand Herr Isenberg kommentiert: „Die Veränderungen des Marktumfeldes in den letzten Monaten haben die Notwendigkeit der Konsolidierung unseres ursprünglichen Geschäfts zur Folge gemacht. Mit dem Kauf der wesentlichen Vermögenswerte der Medical Columbus AG durch die GHX Europe haben wir eine Lösung gefunden, die für beide Seiten vorteilhaft ist. Die GHX Europe ist seit langem ein direkter Wettbewerber, der die Mitarbeiter und wesentlichen Assets der Medical Columbus AG übernehmen und das Geschäft unverändert fortführen wird.“ 


Herr Isenberg wird bei der Medical Columbus AG verbleiben und in einer Übergangsphase zur erfolgreichen Integration der Vermögenswerte bei der GHX beitragen.

Der Kaufpreis für die Vermögenswerte beträgt 12,2 Mio. Euro. Zusätzlich ist ein weiterer Kaufpreis in Form einer sog. Earn-Out Regelung in Höhe von 6,5 Mio. Euro vereinbart, sollten bestimmte Ziele bis zum 30. Juni 2019 erreicht werden. Der durch den Verkauf erzielte Reinerlös wird durch anfallende Steuern und weitere Transaktionsnebenkosten gemindert. 


Vorstand und Aufsichtsrat schätzen nach heutigem Kenntnisstand, dass der Reinerlös der Transaktion nach Steuern, Transaktionskosten und Tantiemeregelung für den Vorstand und nach erfolgtem Vollzug in 2019 bei ca. 10 Mio. Euro (ohne Earn-Out) bzw. ca. 14 Mio. Euro (bei Eintritt der Voraussetzungen für den Earn-Out) betragen sollte.

Das Vermögen der Gesellschaft wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion im Wesentlichen aus Barmitteln und der Beteiligung an der MEDIQON in Hannover bestehen. Die Gesellschaft erwägt, Aktionären, die dem veränderten Fokus des Geschäfts mit der MEDIQON nicht folgen wollen, nach Abschluss der Transaktion im gesetzlich zulässigen Rahmen über ein Aktienrückkaufprogramm Gelegenheit zur Veräußerung ihrer Aktien zu geben.


Die vor zwei Jahren gegründete Tochtergesellschaft MEDIQON in Hannover hat mittlerweile ein respektiertes Produktangebot aufgebaut und bereits zahlreiche Kunden gewonnen. MEDIQON bietet Krankenhäusern Lösungen zur erfolgreichen strategischen Ausrichtung und operativen Steuerung und nutzt dafür modernste Data Science und visual Analytikverfahren in Kombination mit umfangreichen Referenzdatenbeständen. Auf Grund der erfolgreichen Entwicklung der MEDIQON haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die zufließenden Mittel insbesondere in die Ausweitung des Geschäfts der MEDIQON zu investieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Mathias Saggau kommentiert: „Die MEDIQON hat sich in den vergangenen zwei Jahren hervorragend entwickelt. Das Team um Frau Bahareh Razavi und Herrn Dr. Dirk Elmhorst haben in kurzer Zeit viel erreicht. Mit den zufließenden Mitteln können wir das Wachstum der MEDIQON beschleunigen und die sich am Markt bietenden Chancen besser wahrnehmen. Gleichzeitig wollen wir allen Aktionären mit einem, für nach der Transaktion geplanten, Aktienrückkaufprogramm die freie und faire Wahl lassen, ob Sie an der neuen Unternehmensstrategie teilnehmen oder Ihre Aktien verkaufen wollen.“  



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Pressemitteilung der GHX Europe (Englisch):


Brussels, Belgium and Königstein, Germany, - Tuesday, July 10, 2018


GHX Announces Agreement to Acquire Majority of Assets of Medical Columbus
GHX to add solutions in Germany, Switzerland, Austria, Luxembourg and the Netherlands, expanding its supply chain business process network for both healthcare providers and suppliers


Global Healthcare Exchange (GHX), a leader in cloud-based healthcare supply chain management solutions, today announced that it has entered into an agreement to acquire a majority of the assets and employees of Germany-based Medical Columbus AG, a provider of healthcare procurement software for providers and suppliers across Germany, Switzerland, Austria, Luxembourg, and the Netherlands. The acquisition expands GHX’s European supply chain and procurement products portfolio to deliver even greater efficiency and value to the healthcare community. The acquisition is expected to close in about three months.


Both companies’ solutions serve providers, suppliers and group purchasing organizations (GPOs) in healthcare.The combined product offering gives GHX the ability to expand its procurement solutions offering and its trading partner network in key markets in Europe while helping to deliver operational efficiencies for both providers and suppliers in Germany, Switzerland, Austria, Luxembourg and the Netherlands. GHX has been operating in Europe since 2000.


“The solutions and employee team we are acquiring is a tremendous addition to GHX Europe," said Bruce Johnson, CEO and president of GHX. "With this acquisition, we are enhancing our solutions portfolio and expanding our footprint in Europe. This is great for our multi-national suppliers and local European provider customers by providing them with a larger pool of potential trading partners that can fuel increased business process efficiencies."

Added Dirk Isenberg, CEO at Medical Columbus, "We are pleased to be joining with GHX to help drive down costs in healthcare, allowing our customers access to best of breed e-catalogue and e-procurement solutions."


With more than 4,000 hospitals and 18,000 provider facilities worldwide in the GHX community, the acquisition reinforces GHX’s commitment to remove cost from healthcare by continuing to grow a global trading partner network that benefits both provider and suppliers.



ABOUT MEDICAL COLUMBUS

Founded in 1998, Medical Columbus is one of the e-health pioneers focusing on procurement processes. The company's transaction platform synchronizes the various IT systems and catalog data from medical device, pharmaceutical industry, and hospital customers. By standardizing data and processes, mistakes are avoided, processing times are shortened, and costs for suppliers and providers are significantly reduced. Medical Columbus products are best of breed in modern healthcare supply chain solutions. For more information, visit www.medicalcolumbus.de.


ABOUT GHX EU

Global Healthcare Exchange, LLC (GHX) is a healthcare and data automation company, empowering healthcare organizations to enable better patient care and maximize savings using its world-class cloud-based supply chain technology platform, solutions, analytics and services. GHX brings together healthcare providers, manufacturers and distributors in North America, and Europe, who rely on smart, secure healthcare-focused technology and comprehensive data to automate business processes and make more informed, timely and fact-based decisions. Solutions span procurement and accounts payable automation, contract and inventory management, vendor credentialing and management, business intelligence, payment management and other supply chain-related tools and services. For more information, visit www.ghx.com/europe/en (Europe), www.ghx.com (North America), and The Healthcare Hub blog.  


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kma unterstützt den Hospital Supplier Award 2018

Krankenhaus-Einkäufer wandeln sich vom Preisverhandler zum Wertschöpfungspartner. Für diesen Veränderungsprozess benötigen Einkäufer starke strategische Partner. Doch welche Lieferanten bieten praktikable Lösungen über das Produkt hinaus an, die Probleme der Klinken mit lösen können? Und welchen konkreten Mehrwert bieten diese Lösungen?

 

Der Hospital Supplier Award prämiert innovative Wertschöpfungskonzepte von Krankenhauslieferanten und soll den Einkäufern mehr Transparenz geben sowie den Dialog mit der Industrie aktiv fördern. Initiator des Hospital Supplier Awards ist das Portal und Informationshub "Zukunft Krankenhaus-Einkauf“.

 

Angesprochen sind Hersteller, Lieferant oder Fachhändler für Krankenhäuser in Deutschland, Österreich und Schweiz, die bereits Ihre Performance als Strategischer Partner, Systemlieferant oder Anbieter von "Addes Value Services" unter Beweis gestellt. Oder die gerade innovative, digitale Produkte entwickeln und sich im Status "Proof of Concept" befinden.

 

Innovationsgrad und Impact entscheidend

Kriterien für die Auswahl der besten Unternehmenskonzepte sind Innovationsgrad und Impact auf Wirtschaftlichkeit und Patientennutzen.  Der Wertschöpfungsbeitrag zur Unterstützung der Klinik- und Beschaffungsziele ist dabei entscheidend.

 

Die Begutachtung der Einreichungen erfolgt durch eine renommierte Jury aus namhaften Praktikern zusammensetzt. Weitere Infos zum Hospital Supplier Award 2018 finden Sie hier.

 

Link zum Originalartikel: 

https://www.kma-online.de/aktuelles/management/detail/kma-unterstuetzt-den-hospital-supplier-award-2018-a-38003

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Gesucht: Lösungsstrategien zur Vermeidung von Lieferengpässen

Innerhalb der letzten acht Wochen wurde noch nie so viel über Lieferengpässe und Versorgungsprobleme unter den Klinikeinkäufern heiß diskutiert. Lieferengpässe wie das aktuelle Beispiel der Redonflasche haben Auswirkungen auf die Patientensicherheit und auf die Versorgungsprozesse. Wir wollen heute aktiv nach Lösungen suchen, um leerlaufende Lager und deren gravierende Folgen zu verhindern. 

 

Deshalb sollten wir als Klinikeinkäufer, Lieferant, Einkaufsgemeinschaft, Logistiker und Verbände folgende Fragen diskutieren:

 

1. Haben Sie schon negative Erfahrungen mit Lieferengpässen für Medikalprodukte gemacht?

 

2. Welche Hauptursachen sehen Sie für die immer häufiger auftretenden Lieferprobleme der Industrie?

 

3. Gibt es in Ihrem Haus Lösungsstrategien für solche Notfälle?

 

4. Was können Kliniken und Lieferanten gemeinsam dazu beitragen, damit Lieferengpässe zukünftig vermieden werden? 

 

5. Brauchen wir etwa gesetzliche Vorschriften, ähnlich wie im Arzneimittel (Bestandsreserven, Meldestelle für Lieferabrisse wie BfArM oder FDA)? 

 

Ihre Ideen und Erfahrungen können helfen, einen wichtigen Schritt nach vorne zu kommen. Wir laden zum gemeinsamen Austausch über die Kommentarfunktion ein. 

 

Tags: #supplybottelneck #deliveryshortage #Backorder #patientsafety #dualsourcing #konventionalstrafe #deckungskauf #riskmanagement #alert #notfallplan #sharedeconomy #socialbuying #stockexchange #stocksharing #overstock  #fda #prozesskosten #megalogistik #supplychain #femak #redondrainage #luerlock #large #steckansatz

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Strategischer Einkäufer (m/w) gesucht für die stationären Johanniter Einrichtungen

#Krankenhauseinkauf #Medikaleinkauf #Johanniter #JCC #Trägereinkauf 

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Digitalisierung in der Klinikbeschaffung - bei der Umsetzung der Visionen die Menschen mitnehmen

Auf der 10. BVBG-Veranstaltung am 22. Juni 2018 im KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum in Berlin diskutierten hochrangige Experten offene Fragen im Rahmen des Digitalisierungsprozesses im Gesundheitswesen.


Was bedeutet Digitalisierung im Gesundheitswesen, wie soll sie finanziert werden und wie soll die Umsetzung erfolgen? Fragen, mit denen sich die Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft auf der 10. Jahresveranstaltung des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen intensiv befassten.


„Wir brauchen bei der Digitalisierung weniger Visionen und mehr Realität“, betonte Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland e. V. (BVBG) sowie Vorstandsvorsitzender der P.E.G. Einkaufsgenossenschaft eG bei der thematischen Einführung in das Programm. Wie designt man Digitalisierung? Diese Frage diskutierte Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer Gesellschaft für Risikoberatung (GRB), mit den Teilnehmern. „Design muss die Menschen dazu verführen Produkte einzusetzen“, so Dr. Gausmann. Das gelte auch für den digitalen Einsatz. Das sich durch digitalisierte Prozesse auch Chancen für die Kostenträger ergeben, stellte Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher, Vorsitzender des Vorstands IGV-Research, vor. Allerdings warnte er vor dem unstrukturierten Einsatz von Daten, der zu falschen Schlüssen führen könne. „Algorithmen brauchen eine Art Facharzt-Tüv“. Nur so könne die Herstellung falscher Zusammenhänge vermieden werden. Zu viele unterschiedliche digitale Plattformen und eigene Systeme im Rahmen der Beschaffung bemängelte Dr. Oliver Gründel, Geschäftsführer AGKAMED GmbH und plädierte für die branchenweite Etablierung elektronischer Standards, die eine einheitliche Scannerlösung ermöglichen. Als „Sünden der Vergangenheit“ bezeichneten Adelheid Jakobs-Schäfer, Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik der SANA Kliniken AG und Bernd Christoph Meisheit, Geschäftsführer Sana IT Services GmbH frühere Entscheidungen der Digitalisierung. So wurde die IT in vielen Bereichen lange nur als Kostenfaktor angesehen, Systeme nicht weiterentwickelt und keine Fachkräfte eingestellt. Überrascht waren viele der Teilnehmer von der Aussage von Dr. Michael Meyer, Vice President Siemens Healthineers, dass ca. ein Viertel aller Cyberangriffe im Gesundheitsbereich – und hier speziell im Umfeld von Kliniken – stattfinden. Dr. Martina Oldhafer, Leiterin Changemanagement Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, setzte beim Changemanagement auf einen emotionalen Ansatz. „80 % der Entscheidungen werden auf emotionaler Ebene getroffen. Veränderungen können zu Ängsten, Emotionen und Widerständen führen, wenn die Menschen, dies es betrifft, nicht mitgenommen werden.“


Der BVBG unterstützt die Tätigkeit von Beschaffungsinstitutionen in der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung und Optimierung der Gesundheitsfür- und Vorsorge. Ziel des Verbandes ist es, die Qualität, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zu erhalten und zu verbessern.


Quelle / Weitere Informationen:


Anton J. Schmidt

Vorstandsvorsitzender

P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG

BVBG e.V.

Kreillerstr. 24

81673 München

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Großes Klinikum sucht Einkaufsleiter

Das Großkrankenhaus sucht für seine neu ausgerichtete Einkaufsabteilung Zentraleinkauf einen „Einkaufsleiter“ als Erstbesetzung. Die attraktive Stelle des Krankenhauses der Maximalversorgung ist besonders für Kandidaten geeignet, die sowohl eine langjährige Berufserfahrung im Bereich Einkauf im Gesundheitswesen als auch mehrjährige Führungserfahrung vorweisen können.

Führungsverantwortung

Denn die neu aufgebaute Abteilung, mit etwa 30 Mitarbeitern sowohl zuständig für den strategischen und operativen Einkauf als auch für Prozesse, Methoden und dem Einkaufs Controlling, erfordert ein hohes Maß an Führungsqualitäten. Den gesuchten Einkaufsleiter erwartet eine spannende Aufgabe mit viel Gestaltungsraum in einer neu ausgerichteten Einkaufsabteilung, eine unbefristete Festanstellung mit attraktiver außertariflicher Vergütung und vielfältigen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Neben dem abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaft oder Rechtswissenschaft und fließender Englischkenntnisse, sollten das Fachwissen über Verhandlungen, Vergabemanagement und Vertragsrecht aber auch die Methodenkompetenzen in den Bereichen Moderation, Analysefähigkeit, Strukturierung und Beziehungsmanagement besonders ausgeprägt sein.

Umfangreiches Aufgabengebiet

Die Stelle des Einkaufsleiters ist direkt der Leitung Finanzen und Beteiligungsmanagement unterstellt und arbeitet interdisziplinär mit den Bereichen Medizintechnik, Kliniken, Logistik, IT, Verwaltungsbereichen, Lieferanten, Vorstand, Tochtergesellschaften und Einkaufsgemeinschaft zusammen. Das Aufgabengebiet des Einkaufsleiter ist umfangreich und einer der zentralen Stellen in dem Großkrankenhaus:

  • Leitung des strategischen Einkaufs
  • Strategieentwicklung der Abteilung und Weiterentwicklung des Einkaufs
  • Personalführung der Mitarbeiter
  • Beschaffungs- und Lieferantenmanagement
  • Regelmäßiges Controlling und Reporting Führungskreis
  • Beratung des Vorstandes zu einkaufsrelevanten Fragestellungen
  • Ausschreibungsverfahren managen
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UDI Auswirkungen auf Krankenhäuser

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Future trends in improving supply chain efficiency - a survey of leading german purchasing departments

Download the full presentation from the first european "Hospital Efficiency Forum 2018" 14.06.2018 in Barcelona. #HEF18 

Screenshot from Presentation "Future Trends in improving supply chain efficiency", Stefan Krojer & Martin Merkel, Hospital Efficiency Forum 2018
Screenshot from Presentation "Future Trends in improving supply chain efficiency", Stefan Krojer & Martin Merkel, Hospital Efficiency Forum 2018
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Zulieferung neu entdecken. Digitalisierung krempelt Zusammenarbeit um.

Selbstauslösende Bestellsysteme und volldigitaler Prozess im Krankenhaus? Utopie oder bald Wirklichkeit? 


Ich freue mich beim Hauptstadtkongress #HSK18 am Mittwoch 6.6.2018 in Berlin fünf innovative Köpfe des Gesundheitswesens anmoderieren zu dürfen. Kevin Downs, Helmut Drummer, Prof.Dr.Dr.Wilfried von Eiff, Gerhard M. Sontheimer und Dr. Frank Mau geben Einblicke und Impulse zum Thema " Zulieferung neu entdecken: Digitalisierung krempelt Zusammenarbeit um".


Hier geht's zur Anmeldung des Hauptstadtkongress 2018.


Hier geht's zur Website (Vortrag Zulieferung neu entdecken. Digitalisierung krempelt Zusammenarbeit um) des Hauptstadtkongress 2018.

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Ursachen und Lösungsmöglichkeiten zu Lieferengpässen bei Medizinprodukten / aktuelle Meldungen

 

Allgemeine Gründe für Lieferengpässe:

  • Produktions- oder Sterilisationwerke werden verlagert oder geschlossen
  • Rohstoffknappheit
  • Zertifizierungsprobleme (Neu- oder Rezertifizierungen) 
  • Technische Probleme mit den Produktionsanlagen 
  • IT Probleme (SAP etc) 
  • Firmenaufkäufe oder Konsolidierung 
  • Naturkatastrophen
  • Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen
  • Marktaustritte 
  • Logistikprobleme 
  • Schlechte Marktanalyse aufgrund von retrospektiven Verbrauchszahlen ohne jeglichen Puffer in Lager/Produktion
  • Reorder Probleme infolge schlechter Kommunikation / Abstimmung durch den Kunden 
  • Reorderprobleme durch nicht automatisierte Ersatzkomponentenlieferung (automatisch, nach Rücksprache, keine Lieferung) 


Gründe klinikintern: 

  • Dispositionsparameter sind im ERP-System falsch eingestellt (Zentrallager und Stationslager) 
  • Lieferungen liegen zu lange im Wareneingang und werden nicht ins ERP-System (Lagerartikel) gebucht oder vom Hol- und Bringedienst abgeholt (Durchläufer) 
  • Falschlieferungen des Lieferanten durch schlechte, klinikgeführte Artikelstammdaten

Lösungsoptionen (durch Kliniken und Lieferanten) 
Den Lieferanten mehr Planungsicherheit geben:
Durch 
1. mehr Verbindlichkeit in der Abnahme der Kliniken oder Einkaufsgemeinschaft innerhalb eines Jahreszeitraum 
2. Längere Verträge abschließen mit flexiblen Optionen (Produktrange etc) zum Beispiel über 3 Jahre oder länger
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Was können Kliniken bei Lieferengpässen im Einkauf tun?

Aktuell haben Krankenhäuser mit massiven Lieferengpässen bei Wunddrainagen, Angiographie Kathetern, OP-Sets und weiteren Medizinprodukten zu kämpfen. Bei globalen Anbietern werden solche Versorgungslücken in Zukunft öfter entstehen, warnt Stefan Krojer, Leiter des strategischen Einkaufs des Johanniter Competence Centers. Im Gespräch mit kma erläutert er, wie Kliniken darauf reagieren können. 

Zum Interview

Stefan Krojer mit kma im Interview
Stefan Krojer mit kma im Interview
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Interessante Kennzahl: Jahresbedarf der Helios Kliniken für Handschuhe liegt bei 171 Millionen

Quelle: Instagram Helios Kliniken
Quelle: Instagram Helios Kliniken

Durch die Hinzunahme der spanischen Kliniken wird diese Jahresmenge weiter steigen . Die Internationalisierung der großen Krankenhauskonzerne wird sicher weitergehen und somit auch die Marktmacht gegenüber den Lieferanten.


Zwischen den deutschen Krankenhäusern herrscht ein enormes Preisgefälle angefangen von den Bestpreisen Helios bis zu dem kleinen schlecht vernetzten alleinstehenden Krankenhaus. Sogar zwischen den großen Krankenhaus-Gruppen gibt es starke Unterschiede (Helios/SANA). Helios zieht den Großteil seiner Gewinn-Anstiege auch durch die Optimierung des Einkaufs und Logistik. Zukünftig werden wir 3 Arten von Einkaufsorganisationen innerhalb Krankenhäuser finden: 


1. große internationale Krankenhaus-Gruppen

2. mittelgroße, deutschlandweite Krankenhaus-Gruppen mit oder ohne Anbindung an externe Einkaufsgemeinschaft

3. Krankenhäuser, die mit Einkaufsgemeinschaften zusammenarbeiten. 

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Frank Bauer ist neuer Geschäftsführer der GDEKK

Der Vorstand der GDEKK hat Frank Bauer zum neuen Geschäftsführer der Genossenschaft ernannt. Am 3. April 2018 hat er seine Tätigkeit in der Kölner Geschäftsstelle aufgenommen. Frank Bauer löst Heribert Schlaus ab, der die Genossenschaft seit ihrer Gründung 1998 als Geschäftsführer geleitet hat.


In seiner bisherigen Position verantwortete Frank Bauer als Geschäftsbereichsleiter die verbundweiten Einkaufsaktivitäten für alle Business-Units des Johanniter-Konzerns. Im Speziellen umfasste dies die Bereiche Medical, Medizintechnik, IT und Services. Nachfolger von Frank Bauer bei den Johannitern wird ab 01.05.2018 Stefan Krojer. 


In Personalunion war Frank Bauer ebenso langjähriger Gründungsgeschäftsführer einer Einkaufsgemeinschaft mit 40 Kliniken und 100 Senioreneinrichtungen. Wichtige Zielsetzungen sind für Frank Bauer stets die Sicherstellung und Realisierung wirtschaftlicher und prozessualer Verbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.


Die GDEKK wurde seit ihrer Gründung 1998 von Heribert Schlaus als Geschäftsführer geleitet. Im Verlauf ihrer 20-jährigen Unternehmensgeschichte entwickelte sie sich zu einer der größten Dienstleistungs- und Einkaufsorganisationen im deutschen Gesundheitswesen.


Heute verantwortet die GDEKK für ihre 75 Mitglieder in Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie für deren mehr als 100 angeschlossene Einrichtungen alljährlich ein Einkaufsvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro.

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Wer ist der König unter den E-Procurement Anbietern in Healthcare?

Klassische EDI Anbieter für deutsche Kliniken
Klassische EDI Anbieter für deutsche Kliniken

Medical Columbus hat den besten Content und BI Tools, GHX die beste ERP-Integration und HBS hat die besten Applikationen?

 

Und was machen die Einkaufsgemeinschaften im Bereich Transaktionen? Und wie verhalten sich die Lieferanten oder Berater bei der Entwicklung von Problemlösungen für ineffiziente Supply Chain Prozesse im Krankenhaus? Werden Amazon oder völlig neue Player und Start ups in den komplizierten Healthcare Markt eintreten? 

 

Diese Fragen wurden auf der femak Bundesfachtagung am 13.03.2018  im Rahmen einer Podiumsdiskussion thematisiert.  Ausgewählte Mitschnitte der Podiumsdiskussion können Sie hier einsehen.

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Schwergewichte greifen an - Zwei Einkaufsgemeinschaften im direkten Vergleich

Zukunft Krankenhaus-Einkauf hat Anfang Januar 2018 sieben Einkaufsgemeinschaften per eMail für ein schriftliches Interview angefragt (AGKAMED, clinicpartner, GDEKK, PEG, Prospitalia, SANA Einkauf, UNICO). Zwei Einkaufsgemeinschaften haben mitgemacht. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an diese beiden Unternehmen. Sie tragen dazu bei, dass Kliniken die Geschäftsmodelle der Einkaufsgemeinschaften noch besser verstehen und die Zusammenarbeit verbessert werden kann. 

 

Die Einkaufsgemeinschaften werden namentlich nicht erwähnt. Erraten Sie es, um welche beiden Einkaufsgemeinschaften es sich handelt? 

Einkaufsgemeinschaft Nr. 1 



Frage 1: Ist der Preis immer noch das wichtigste für Einkaufsgemeinschaften? 

 

Wettbewerbsfähige Preise, welche es unseren Vertragskliniken ermöglichen, die Versorgung ihrer Patienten sicherzustellen und gleichzeitig profitabel zu arbeiten, sind natürlich ein Grundpfeiler unseres Angebots. Um diese für die ca. 800.000 Artikel, welche wir für unsere Vertragshäuser verhandeln, zu erreichen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferantenpartnern zusammen. 

 

Darüber hinaus nimmt aber das ergänzende Dienstleistungsportfolio, welches wir unseren Vertragskliniken anbieten, eine immer wichtigere Rolle ein. Deswegen bezeichnen wir uns selber auch als Einkaufsdienstleister, da wir das Krankenhaus und die dort stattfindenden Prozesse als Ganzes betrachten und überall Potentiale zur Prozessoptimierung und auch Kostensenkung aufzeigen können. 

 

 

Frage 2: Anhand welcher Kriterien entscheiden sich Krankenhäuser für ihre Einkaufsgemeinschaft? 

 

Entscheidend ist unser ganzheitlicher Ansatz. Neben den guten, von uns verhandelten Konditionen in der Beschaffung von Medizinprodukten, pharmazeutischen Produkten, Investitionsgütern sowie Lebensmitteln, bieten wir ein sehr großes Portfolio an zusätzlichen Dienstleistungen an, welche nicht nur die Einkaufsabteilungen, sondern auch die Geschäftsführungen und Vorstände von Einrichtungen im Gesundheitswesen effizient entlasten.

 

Hierzu haben wir gerade in der jüngeren Vergangenheit unser Consultingangebot sukzessive erweitert, sodass wir mittlerweile neben unserem Basischeck, also der grundlegenden Analyse aller logistischen Prozesse im Krankenhaus, auf deren Grundlage Projekte zur Kostensenkung gestartet werden können, zusätzlich Beratungsangebote zur Realisierung eben solcher Projekte, anbieten. Beratend begleiten wir aber auch z.B. die Beschaffung von Anlagevermögen. Hinzu kommt unser Interimsmanagement von Einkaufsabteilungen, welches es uns ermöglicht, beispielsweise einen reibungslosen Generationenwechsel in Beschaffungsabteilungen unterstützend zu begleiten oder aber auch vorübergehende Vakanzen aufzufangen.

 

Diese breite Unterstützung unterschiedlichster Prozesse im Krankenhaus führt nicht nur dazu, dass sich viele Kliniken für uns entscheiden, sondern auch dazu, dass wir kaum Abgänge haben. Das letzte Jahr war bereits das zweite Jahr hintereinander, in welchem wir keine Vertragsklinik an den Wettbewerb verloren haben.

 

 

Frage 3: Was ist die Besonderheit ihrer Einkaufsgemeinschaft?

 

Besonders ist in erster Linie das gerade beschriebene Dienstleistungsportfolio, welches es uns über die vergangenen Jahre ermöglicht hat, uns eine führende Marktposition in allen Kernbereichen der Beschaffung im Krankenhau zu erarbeiten. Durch die fast 1200 Vertragseinrichtungen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie die über 60 Klinikapotheken, welche mit uns arbeiten, haben wir in beiden Segmenten die Markführerschaft inne. Doch nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze der medizinischen Versorgung in Deutschland sind wir durch unser universitäres Cluster, welches sich explizit um die Belange der uns angeschlossenen 10 Universitätsklinika kümmert, sehr gut vertreten. Hinzu kommt unsere Tochtergesellschaft im Lebensmittelbereich, welche bereits vor der Eingliederung in die Unternehmensgruppe im Jahr 2015 Markführer im Bereich der Lebensmittelbeschaffung auf dem deutschen Gesundheitsmarkt war. 

 

Das alles bietet den uns angeschlossenen Vertragskliniken natürlich einen extremen Mehrwert an Know-How, Fachexpertise und natürlich auch die Möglichkeit zum Netzwerken, welches in unserem jährlich stattfindenden Jahreskongress ihren Höhepunkt findet.

 

Ein weiterer Aspekt welcher gerade für Verantwortliche im Einkauf, besonders aber auch für Geschäftsführer und Vorstände immer wichtiger wird, ist die Rechtssicherheit in der Beschaffung. Hier ist natürlich das Thema Compliance in aller Munde und führt zu einer erhöhten Sensibilität aller Beteiligten. Entscheidend sind aber zusätzlich auch die rechtsichere Beschaffung und die daraus resultierende Verpflichtung zur Ausschreibung öffentlicher Häuser. In diesem Bereich haben wir über die letzten Jahre in Zusammenarbeit mit juristischen Partnern eine Vergabekompetenz entwickelt, die allen unseren Vertragshäusern zugutekommt. Unter Beachtung aller Regelungen des Vergaberechts, insbesondere des Neutralitätsgebots sowie einer sauberen Dokumentation, führen wir so mittlerweile jedes Jahr eine Vielzahl an EU-konformen, europaweiten Ausschreibungen durch.

 

Die von uns zentral durchgeführten Ausschreibungen entlasten nicht nur unsere Vertragshäuser, sondern auch unsere Lieferantenpartner, und sparen so bei allen Beteiligten Zeit und Ressourcen.

 

Gleichzeitig schauen wir aber als Unternehmen auch immer nach Möglichkeiten, Einrichtungen im Gesundheitswesen durch innovative, zukunftsorientierte Lösungen noch besser unterstützen zu können. Gerade h-trak, ein australisches Unternehmen, welches seit letztem Jahr zu unserer Gruppe gehört, ist hierfür ein schönes Beispiel. Bereits seit 2002 ist h-trak in Australien und auch seit einiger Zeit in UK etabliert und ermöglicht es Kliniken, alle im Krankenhaus und im OP stattfindenden Prozesse per Scan zu erfassen und zu dokumentieren. Nicht nur das administrative Personal, sondern auch das medizinische werden so erheblich entlastet. Dieses bereits in anderen Märkten erfolgreich eingeführte Produkt wird auch die Prozesse in deutschen Krankenhäusern nachhaltig digitalisieren, somit modernisieren und effizienter gestalten.

 

 

Frage 4: Wie sehen Sie die Zukunft des Krankenhaus Einkaufs im Jahr 2025?

 

Wir sehen die wachsenden Bestrebungen aller am Gesundheitswesen aktiv Beteiligten, die Digitalisierung nachhaltig voranzutreiben und zu etablieren. Dies gilt nicht nur für uns als Einkaufsdienstleister, sondern auch für viele Krankenhäuser und natürlich Industrieunternehmen. Die durch Digitalisierung mögliche Effizienzsteigerung aller Prozesse im Krankenhaus macht das Arbeiten aller handelnden Personen nicht nur leichter, sie spart auch erhebliche Kosten. Nehmen Sie z.B. h-trak. Durch das genaue Erfassen aller verbrauchten Artikel hat das Krankenhaus die Möglichkeit, Konsignationslager auf den wirklichen Bedarf des Hauses zu minimieren, statt sich an ungefähren Werten zu orientieren. Hierdurch werden nicht nur Lagerkosten seitens der Kliniken gesenkt. Auch die Industriepartner haben weniger beim Kunden gebundenes Kapital. Der Nutzen kommt also beiden zugute, dem Einkäufer auf der einen, aber auch dem Lieferanten auf der anderen Seite.

 

Wir sind überzeugt, dass das die Zukunft des Einkaufs ist, nicht erst im Jahr 2025 sondern bereits heute, und auch bis weit über 2025 hinaus – die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitsmarkt zur Effizienten Versorgung jedes einzelnen Patienten bei gleichzeitiger Profitabilität für Kliniken und auch Industrieunternehmen. Diesen Prozess möchten wir, wie auch in den vergangenen Jahren, zukünftig weiter begleiten und aktiv mitgestalten.



Einkaufsgemeinschaft Nr. 2



Frage 1: Ist der Preis immer noch das wichtigste bei Einkaufsgemeinschaften?

 

Im heutigen Zeitalter des ständigen wirtschaftlichen Drucks auf die Krankenhäuser, ist der Preis für den Bezug der Produkte nach wie vor ein wichtiges Element. Den Mitgliedshäusern müssen gute Konditionen zur Verfügung gestellt werden, damit diese wirtschaftlich arbeiten können. Dennoch verändert sich diese rein produktbezogene wirtschaftliche Betrachtung immer mehr in eine ganzheitliche Betrachtung, in der die Prozesse mit einbezogen werden, was wir auch für richtig erachten.

 

Der Weg vom Produktgruppeneinkauf hin zum „Einkauf zur medizinischen Leistung“ wird aus unserer Sicht immer wichtiger und bereits seit Jahren von uns unterstützt. Beispielhaft kann man hier die über alle Mitgliedshäuser erfolgreich durchgeführte Einführung von OP-Trays sprechen, die zur Schaffung von Standards in den Mitgliedshäusern und zur besseren Kostenkalkulation für die durchgeführten OPs führten.

 

 

Frage 2: Anhand welcher Kriterien entscheiden sich Krankenhäuser für ihre Einkaufsgemeinschaft?

 

Bei uns können die Mitgliedshäuser ca. 95% ihrer gesamten Sachkosten durch bestehende Rahmenverträge abdecken und finden somit mehr Zeit, interne Prozesse zu optimieren und Produktstandards zu etablieren, die wiederum zu weiteren Einsparungen führen.

 

Hinzu kommt, dass die Entscheidungsgewalt zur Umsetzung von Produktstandards und der Auswahl von Vertragslieferanten bei den Mitgliedshäusern liegt und somit eine enge Einbindung der Mitglieder erfolgt. Vor allem die Einbindung der Mediziner aus den Einrichtungen führt zu qualitativ hochwertigen Beschlüssen und daraus folgend auch Umsetzungen.



Frage 3: Was ist die Besonderheit ihrer Einkaufsgemeinschaft?

 

Neben der in Punkt 2 beschriebenen engen Einbindung der Mediziner und kaufmännischen Verantwortlichen aus den Mitgliedshäuser in die Entscheidungsprozesse, zählt bei uns die hohe Verbindlichkeit in Richtung der Vertragslieferanten eine große Rolle. Hierdurch ermöglichen wir diesen, in Rahmen von Mengen- oder Umsatzzusagen für abgestimmte Zeiträume, einen Forecast zu treffen und den Mitgliedern sehr gute Konditionen anzubieten.

 

Wichtig ist für uns, dass die dadurch verhandelten Vorteile zu 100% bei den Mitgliedseinrichtungen landen und kein Geld aus dem Gesundheitsmarkt gezogen wird. Zudem zählt Transparenz zu einer unserer Stärken, so dass die Mitglieder nicht nur wissen, was wir leisten, sondern auch was wir kosten und dieses Verhältnis immer zum Vorteil der Mitglieder ist.



Frage 4: Wie sehen Sie die Zukunft des Krankenhaus Einkaufs im Jahr 2025?

 

Schaffung von digitalen und logistischen Standards und Prozessen wird die Hauptherausforderung der nächsten Jahre sein. Aus diesem Grunde haben wir schon seit Jahren Logistikzentren, welche zur Unterstützung der Mitgliedshäuser in den logistischen Prozessen dienen, etabliert und werden diese weiter ausbauen. Parallel dazu erfolgt derzeit die Einführung einer eigenen e-Procurement-Plattform, die die Digitalisierung der Stamm- und Bewegungsdaten in den Mitgliedshäusern auf den aktuellen Stand bringen wird.

 

Flankiert von weiteren möglichen hausinternen Prozessen (z.B. Produktscanning zur Datenerfassung und -verwaltung gemäß MPAV), bietet diese Plattform den Mitgliedern den vollumfänglichen digitalen Datenfluss von der Stammdatenoptimierung über die EDI-Bestellung bis hin zu allen digitalen Rückdokumenten (Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung), um die Prozesse in den beschaffenden Abteilungen zu optimieren.

 


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Werden Einkaufsgemeinschaften zu IT-Unternehmen? Live Voting auf der 36. Bundesfachtagung der femak

TED-Umfrage im Rahmen des Vortrags von Martin Merkel und Stefan Krojer zum Thema "Schnittstelle IT und Einkauf - Probleme und Lösungen". Über 220 Teilnehmer trafen sich am 12.03.2018 in Rotenburg a.d. Fulda. 


Möchten Sie den gesamten Vortrag einsehen? Dann schreiben Sie mir eine Mail an kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de. 

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Wer ist der König unter den US Einkaufsgemeinschaften?

Top 3 Einkaufsgemeinschaften in den USA
Top 3 Einkaufsgemeinschaften in den USA
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Alexa bestellt Kopierpapier nach

Ja, Alexa im Büro kommt sicherlich. Und ja, es steigert die Produktivität. Ja, man kann damit auch Kopierpapier nachbestellen. Aber das Amazon Echo dot an der Wand sieht doch ziemlich gewöhnungsbedürftig aus. Ich hab das mit einem AWS Dash Bottom gemacht. Wahrscheinlich ist Sprache dann doch noch einfacher, vor allem da man damit unendlich viele Befehle heben kann.


Noch ein Aber: Welche Kliniken haben bitte WLAN im Kopierraum? Bislang wohl wenige. Das wird sich aber schnell ändern sobald der Use Case rund ist. Und das wird er Ende 2018 sein! 

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Der Zukunft auf der Spur - Tourplan 2018 steht

Der Tourplan 2018 von Zukunft Krankenhaus-Einkauf steht. Wir berichten von allen Events auf unseren Social Media Kanälen. Folgen Sie einfach dem hashtag #TourZKHEK und den offiziellen hashtags der jeweiligen Veranstaltungen (#BFT18, #HSA18...). Unsere Mission ist es den Krankenhaus-Einkauf erlebbar zu machen und Innovationen auf den Zahn zu fühlen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare in den Sozialen Medien. 

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Die MedTech-Branche muss aufpassen, dass sie nicht zum reinen Produktlieferanten ohne Datenhoheit wird

Plenum der 20. eCommerce-Konferenz Düsseldorf, 21. Februar 2018, ca. 115 Teilnehmer (Quelle: BVMed)
Plenum der 20. eCommerce-Konferenz Düsseldorf, 21. Februar 2018, ca. 115 Teilnehmer (Quelle: BVMed)

 

Pressemittteilung (Berlin / Düsseldorf) des BVMed zur "eCommerce-Konferenz von MedInform: "Valide Stammdaten sind das digitale Blut"

 

Daten sind der Treibstoff der digitalen Entwicklung auch in der Gesundheitswirtschaft. Dabei ist eine gute Qualität der Stammdaten eines Unternehmens die Voraussetzung für optimierte, automatisierte Geschäftsprozesse. Das verdeutlichten die Experten der 20. eCommerce-Konferenz von MedInform am 21. Februar 2018 in Düsseldorf. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed. "Geschäftserfolge beruhen künftig auf sauber gepflegten Stammdaten", betonte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan. Die MedTech-Unternehmen müssten dabei aus ihren Daten selbst digitale Geschäftsmodelle entwickeln.

 

Der Umsetzungsdruck für ein besseres Datenmanagement kommt dabei zunehmend auch durch Vorgaben des Gesetzgebers auf europäischer und nationaler Ebene. Beispiele sind die verbindliche Einführung elektronischer Rechnungen an öffentliche Auftraggeber oder die Pflicht zur standardisierten "UDI"-Kennzeichnung von Medizinprodukten nach der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), auf die die Experten der Konferenz eingingen. Hinzu kommen neue Pflichten aus den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit. BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt warb für einen mutigeren Umgang mit dem Thema Digitalisierung. "Wir müssen Digitalisierung positiv begreifen und begleiten. Die Chancen durch diese neuen Wege sind enorm, die Risiken durchaus beherrschbar." 

 

Dr. Meinrad Lugan, Vorstandsmitglied bei B. Braun Melsungen und BVMed-Vorstandsvorsitzender, beleuchtete die dramatische Entwicklung der Digitalisierung, die in den letzten Jahren bereits unser gesamtes Leben verändert hat. Die digitalen Technologien sind "raumgreifend" geworden, sie werden "ambient". Dieser Entwicklung kann niemand entgehen. Das betrifft natürlich auch die Medizinprodukte-Branche. Geschäftserfolge beruhen künftig auf sauber gepflegten Stammdaten. Modernes Stammdaten-Management hat damit für die MedTech-Unternehmen eine enorme Bedeutung. Dienstleister wie Amazon können mit ihren Daten in eine individuelle Tiefe gehen, wie es die Unternehmen derzeit noch nicht können. Lugan: "Die MedTech-Branche muss aufpassen, dass sie nicht zum reinen Produktlieferanten ohne Datenhoheit wird." Die MedTech-Industrie und der wichtige Kunde Krankenhaus hinken technologisch Jahre hinter dem her, was möglich ist. Der digitale Gesundheitsmarkt wächst sehr viel stärker als der analoge Markt. Damit können digitale Dienstleistungen künftig wertvoller werden als die Produkte. Die Akzeptanz von Medical Apps steigt. Es gibt bereits 1,2 Millionen Health-Apps. "Wenn davon nur 500 Apps ein gutes Geschäftsmodell entwickeln, das zwischen den MedTech-Unternehmen und seinen Kunden steht, wird das schon dramatische Auswirkungen haben", so der BVMed-Vorstandsvorsitzende. Sein Fazit: "Wir müssen bei der Digitalisierung aus unserem Schneckentempo herauskommen, sonst machen die neuen Spieler mit ihren Daten die neuen Regeln der Patientenversorgung. Die Unternehmen müssen aus ihren Daten selbst digitale Geschäftsmodelle entwickeln."

 

Eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung spielt in Europa Estland. Einblicke in Estlands Weg in die digitale Wirtschaft gab Prof. Dr. Gunnar Prause, Professor für International Business an der Hochschule Wismar und der Universität Tallinn. eGovernment und eHealth seien in dem baltischen Staat Erfolgsmodelle. Haupttreiber der Entwicklung ist "e-Estonia", eine Interessengemeinschaft, die die digitale Gesellschaft vorantreibt. Jeder Este hat eine elektronische ID-Karte. Das Land ist flächendeckend mit Breitband versorgt. 99 Prozent der öffentlichen Dienste gibt es online. 99,8 Prozent der Banküberweisungen erfolgen online. 98 Prozent der Steuererklärungen erfolgen online. Bereits 30 Prozent der Wähler geben ihre Stimme online ab. Derzeit werden vollautomatische Auslieferungsroboter für Waren getestet. Das eHealth-System mit elektronischem Rezept wurde bereits 2008 eingeführt. 99 Prozent der Ärzte erstellen online Rezepte. Flächendeckend kommen PDF-Rechnungen zum Einsatz. Jede Institution in Estland kennt dabei nur die eigenen Daten. Bei Nutzung erfolgt die Datenzusammenführung über die eID-Karte und einen ID-Code. Wichtig: Alle Daten gehören den Betroffenen. Der Zugriff auf die eigenen Daten ist jederzeit möglich. Der Schutz der Daten wird durch verteilte Datenhaltung sichergestellt. Das estnische eHealth-System ermöglicht den Datenzugriff auf die eigene Krankenakte über ein Portal. Der "Telearzt" beinhaltet Fallzusammenfassungen, Überweisungen, Impfungen, zahnmedizinische Informationen oder medizinische Bilder. 95 Prozent der Gesundheitsdaten sind digitalisiert. Bereits 50 Prozent der medizinischen Überweisungen erfolgen digital. Was kann Deutschland von Estland lernen? Angebotsorientierung, One-Stop-Shop für die Bürger und der Multi-Channel-Ansatz garantieren ein durchgängiges eGovernment und eHealth-Konzept. Alle neuen Gesetze müssten diesen Ansatz stärken, so Prause. 

 

Die Umsetzung der eRechnungs-Richtlinie in Deutschland erläuterte Stefan Engel-Flechsig, Rechtsanwalt und Leiter des Forums elektronische Rechnung Deutschland (FeRD). Nach EU-Recht werden ab November 2018 der Empfang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen im Behördenverkehr auf Bundesebene verbindlich. Lieferanten müssen ab November 2020 elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber des Bundes schicken. Ausgenommen sind Rechnungsbeträge unter 1.000 Euro. Die eRechnung mit strukturierten Daten kommt dadurch "nach langem Anlauf in Wirtschaft und Verwaltung in Fahrt", so der Rechtsexperte. Die eRechnung ist ein Bestandteil der digitalen Transformation von fast allen Prozessen in der Wirtschaft und Verwaltung. Nach dem Gesetz ist eine Rechnung elektronisch, "wenn 1. sie in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und 2. das Format die automatische und elektronische Verarbeitung der Rechnung ermöglicht". Das reine PDF-Format erfüllt diese Voraussetzungen nicht. Ein hybrides Rechnungsformat findet dabei Anerkennung als Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für die Verwaltung, soweit das hybride Rechnungsformat CEN-konform ist. Das von der Wirtschaft favorisierte hybride Format "ZUGFeRD" kann weiter genutzt werden, wird aber derzeit zu "ZUGFeRD 2.0" weiterentwickelt, um die EU-Vorgaben zu erfüllen. Das EU-Format wird von Deutschland und Frankreich mit dem auf ZUGFeRD basierenden hybriden "Factur-X"-Format bereits umgesetzt. 

 

Dr. Thomas Rothe, Projektleiter SAP am Universitätsklinikum Dresden, will den Unternehmen "die Angst vor dem Thema elektronische Rechnungen" nehmen. Die Umsetzung sei relativ einfach, beispielsweise im PDF/A-3 ZUGFeRD-Format, wie es im Uniklinikum verwendet wird. PDF wurde zwar ursprünglich im Jahr 1993 von Adobe beschrieben, "ist heute aber ein offener Standard, der durch internationale Normierungsgremien weiterentwickelt wird". Der technische XML-Teil einer PDF-ZUGFeRD-Rechnung kann dann in die entsprechenden Systeme integriert werden. Das "eInvoice"-Projekt des Uniklinikums Dresden begann im Jahr 2010 damit, alle Papierrechnungen einzuscannen und aus dem Bild in einem Validierungsschritt strukturierte Daten für die elektronischen Prozesse zu generieren. Zudem wurde ein Archivsystem mit unveränderlichen Dokumenten integriert. Weitere Projektschritte und Prozesserweiterungen wurden durch "eInvoice PDF" 2013 und "eInvoice ZUGFeRD" 2015 realisiert. "Wir haben mit dieser Technik sehr gute Erfahrungen gemacht und konnten die Prozesse im Unternehmen deutlich optimieren", so Rothe. Lieferanten, die Rechnungen im PDF/A-3 ZUGFeRD-Format senden können, erhalten bei Ausschreibungen einen Bonus. Sein Fazit: "Die elektronische Rechnung ist für alle ein Gewinn."

 

Michael Dobrindt von Data Interchange stellte das PEPPOL-Projekt ("Pan-European Public Procurement Online") im Gesundheitssektor vor. Ziel von PEPPOL ist die Standardisierung grenzüberschreitender elektronisch unterstützter öffentlicher Vergabeverfahren innerhalb der Europäischen Union. PEPPOL hat dafür eine Kommunikationsinfrastruktur entwickelt, über die Unternehmen und Institutionen Nachrichten direkt und sicher austauschen können, die beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen notwendig sind, also Bestellungen, Lieferscheine oder Rechnungen. Unternehmen und Institutionen, die PEPPOL-Nachrichten austauschen möchten, müssen sich über einen Access Point Provider verbinden. Für eine Beteiligung an PEPPOL muss das interne ERP-System entsprechend an das XML-Format angepasst werden. "Versorger und Verwaltungsbehörden müssen ihre internen Managementsysteme vorbereiten, um fähig zu sein, Informationen aus den PEPPOL-Nachrichten zu extrahieren, die für den Austausch der Transaktionen notwendig sind", so Dobrindt. Der Druck im Markt wurde dadurch erhöht, dass die britische NHS 2017 PEPPOL verbindlich eingeführt hat. Neben Großbritannien wird PEPPOL auch in Dänemark oder Norwegen genutzt. 

 

Die Bedeutung eines guten Stammdatenmanagements betonte der IT-Experte Dr. Hans-Werner Velten. Eine gute Stammdatenqualität ist die Voraussetzung für optimierte, automatisierte Geschäftsprozesse. Zu den Stammdaten eines Medizinproduktes gehören technische Daten und Spezifikationen, klinische Daten und Leistungsdaten, Produktionsvorgaben, Herstellungsdaten, Anwendungsvorgaben, UDI- und Labeling-Vorgaben, aber auch Katalogdaten und Vermarktungsdaten. Stammdaten werden dabei immer in unterschiedlichen Systemen und Datenbanken vorgehalten, beispielsweise im ERP-System oder in QM-Datenbanken. Eine gute Stammdatenqualität kann durch dokumentierte und geschulte Anlage-, Änderungs- und Deaktivierungsprozesse erreicht werden. "Stammdatenmanagement ist eine Organisations- bzw. Prozessaufgabe, damit die Qualität nachhaltig ist, keine rein technische Aufgabe", so Velten. Ein Datenqualitätsmanagement braucht eine klare Festlegung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Berechtigungen. Ein Lösungsansatz kann ein zentrales System sein, in dem Stammdaten angelegt, geändert und ausgelesen werden können. 

 

Das UDI-Datenmanagement beleuchtete Michael Ankele, Bereichsleiter Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik bei Erbe Elektromedizin, aus der Sicht eines weltweit agierenden mittelständischen Medizinprodukte-Herstellers. Mit der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) wird die Kennzeichnung jedes Medizinprodukts mit einer eindeutigen Produktidentifikation, englisch "Unique Device Identification" (UDI), zur Pflicht. Die Unterschiede der MDR-Vorgaben zu den US-amerikanischen Regelungen zu UDI sind dabei "überschaubar". Der Code ermöglicht eine durchgängige Rückverfolgbarkeit bei Medizinprodukten und bietet den Unternehmen die Chance, die Digitalisierung von Prozessen in der Logistik und der Bestellungsabwicklung zu unterstützen. Ankele: "UDI ist eine große Chance für alle Beteiligten in der Supply Chain durch die Verwendung eines einheitlichen Schlüssels". Die einheitliche Produktkennzeichnung kann als Schlüssel für den standardisierten Informationsaustausch dienen. Ein nächster Schritt könnten RFID-Technologien sein, die ein größeres Datenvolumen und variable Schreib- und Leseprozesse bieten. 

 

Michael Döhler von IntelliShop stellte eine eCommerce-Softwarelösung für die Medizintechnik vor. Ziel ist es, mit einer eCommerce-Plattform Verkaufsprozesse zu optimieren. So kann die Plattform alle Systeme integrieren. Ein Tablet für die Außendienstmitarbeiter kann dabei als "Fernbedienung" für die verschiedenen Prozesse von der Terminfindung bis zum Verkauf dienen. Für den Hersteller Eppendorf hat IntelliShop beispielsweise eine zentrale eCommerce-Lösung für den Verkauf von Medizinprodukten gebaut, die eine branchenspezifische Abbildung von Account-Strukturen für Labore, Universitäten und Kliniken bietet. Außerdem können marktindividuelle Preise, Angebotsprozesse und Marketing-Werkzeuge abgebildet werden. Auch die Anbindung von Beschaffungssystemen und Marktplätzen wie SciQuest oder LabCloud ist möglich. Künftig wird der Aufbau digitaler Services neue Geschäftsmodelle und Prozessoptimierungen ermöglichen. 

 

Prof. Dr. Sebastian Schinzel von der Fachhochschule Münster beleuchtete das Thema Cybersicherheit und Medizintechnik. Die jüngsten Angriffe auf große Portale wie Amazon oder Netflix kamen dabei über Web-Kameras mit eigener IP und Standard-Passwörtern, die meist nicht geändert werden und damit leicht nutzbar sind. Die Wege, wie Computer oder Geräte kompromittiert werden, haben sich dabei in den letzten Jahren kaum geändert. Neu sind Geschäftsmodelle der Kriminellen wie der Verschlüsselungs-Trojaner WannaCry, mit dem Geld erpresst werden soll. Von solchen Angriffen ist die medizinische IT, die oft auf Windows-Rechnern läuft, ebenfalls verstärkt betroffen. So gibt es seit diesem Jahr Malware, die gezielt Krankenhäuser angreift – mit einem Fokus auf bildgebende Systeme. In den USA kam es dadurch schon zu einer Lösegeldzahlung in Höhe von 60.000 Dollar, damit die Klinik wieder auf ihre Daten und Systeme zugreifen konnte. Neue Anwendungen der "Smart Medicine" sind dabei genauso gefährdet. Die Unternehmen müssen daher mehr in den Schutz der Systeme und der Patientendaten investieren. "Cybersicherheit muss jetzt auch in den Krankenhäusern und der Medizintechnik ein wichtigeres Thema werden", so Schinzel. Das Projekt "MediSec" der Fachhochschule will dabei helfen, IT-Systeme der Krankenhäuser und Medizintechnik-Hersteller sicherer zu machen. 

 

Was kommt auf die MedTech-Unternehmen durch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung und durch das IT-Sicherheitsgesetz zu? Diese Frage beantwortete Maria Heil von NOVACOS Rechtsanwälte. Das IT-Sicherheitsgesetz vom Juli 2015 hat zum Ziel, für die Bevölkerung relevante IT-Systeme besser zu schützen. Das Gesetz ist vor allem für Unternehmen relevant, die kritische Infrastrukturen betreiben. Dazu gehört seit Juni 2017 auch der Gesundheitssektor, vor allem Krankenhäuser mit mehr als 30.000 Fällen. Medizinische Apparate wie CT-, MRT-, und Röntgenapparate sind als Gebrauchsgeräte auch dem Bereich der stationären medizinischen Versorgung zuzuordnen. Dann gelten bestimmte Anforderungen an die IT-Sicherheit, die beachtet werden müssen.

 

Beim Thema neues Datenschutzrecht läuft der Countdown: Am 25. Mai 2018 ersetzt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) das bislang geltende Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) als unmittelbar geltendes Recht. Parallel dazu gilt ab dem 25. Mai 2018 eine neue Fassung des BDSG. Das neue Datenschutzrecht bringt für die Medizinprodukte-Unternehmen eine Vielzahl neuer Regelungen und Anforderungen mit sich. Dazu gehören geeignete technische und organisatorische Maßnahmen gegen Cyber-Angriffe, das Führen eines Verzeichnisses aller technischen und organisatorischen Daten-Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutz-Folgenabschätzungen und dokumentierte Nachweise, wie die Datenschutzregelungen eingehalten werden sollen. Die gesetzlichen Vorgaben müssen dabei zeitnah umgesetzt werden, um drastisch erhöhte Bußgelder zu vermeiden. Denn bei Verstoß drohen dem Unternehmen Sanktionen von bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes oder bis zu 20 Millionen Euro. Die Prinzipien der Datenverarbeitung wie Zweckbindung und Datensparsamkeit haben sich dabei gegenüber dem alten Recht nicht verändert, so Heil. Für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten muss jedoch eine Einwilligung des Betroffenen vorliegen. Die Rechtsexpertin empfahl den Unternehmen, zunächst eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Daten, insbesondere von personenbezogenen Daten, vorzunehmen. Dazu gehören klinische Studiendaten, aber auch CRM-Systeme, die beispielsweise Kunden auf Ärzteseite erfassen. Ein Zugriff auf das CRM-System ist bereits eine "Datenverarbeitung". Wichtig sei der Aufbau von Compliance-Strukturen im IT- und Datenschutzbereich. Dazu gehören eine interne Strategie sowie geeignete technische und organisatorische Maßnahmen. Die Unternehmen seien zum Aufbau von präventiven Prozess- und Systemstrukturen verpflichtet, so Heil. 

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Neuer Stammdatenpool im Gesundheitswesen wird geschaffen

Wie die f&w in ihrer News des Tages am 20.02.2018 berichtet, entwickeln die vier  Einkaufsgemeinschaften GDEKK eG, P.E.G. eG, Prospitalia GmbH und Sana Klinik Einkauf GmbH einen Pool für elektronische Artikelstammdaten.

 

Der Datenpool, genannt "Healthcare Content Data Portal (HCDP)", soll eine einheitliche Klassifikation (eCl@ss) nutzen und die Standards der GS1 für die Identifikation und Datenübertragung abbilden. Der BVMed (Forum eStandards) und die Einkaufsgemeinschaften sollen dazu federführend die Validierungsregeln für die Stammdaten vorgeben.

 

Zeitschiene für Start des Projektes ist Mitte 2018. In einem Pilotprojekt sollen Hersteller und Lieferanten Zugang über ein neu geschaffenes Portal erhalten. Sie können Mithilfe des Portals ihre Artikelstammdaten per Upload in definierten Formaten bereitstellen und auch pflegen können. Mit der Ausführung wurde die Bayard Consulting Group beauftragt.

Interessant in diesem Zusammenhang ist der bereits existierende GSDN Datenpool der GS1 und auch die geplante europaweite Einführung der UDI (Eindeutige Geräte und Artikel Identifikation). Der UDI Barcode soll alle relevanten Informationen zu einem Medizinprodukt enthalten. Die UDI ist in den USA bereits erfolgreich eingeführt. Ein nächster Schritt könnten RFID-Technologien sein, die ein größeres Datenvolumen und variable Schreib- und Leseprozesse bieten. Hier erhalten Sie Zugang zur UDI Datenbank der FDA: ACCESS GUDID

Screenshot der UDI Datenbank der US-FDA
Screenshot der UDI Datenbank der US-FDA

Die UDI wird schrittweise eingeführt, siehe Roadmap (Quelle: Intellishop):

Roadmap Einführung UDI in der EU
Roadmap Einführung UDI in der EU
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Future Trends in improving supply chain efficiency

Themenfeld 1 beim Efficiency Forum in Barcelona 14./15.06.2018: Smarter Einkauf - Innovation in der Beschaffung und Vergabe
Themenfeld 1 beim Efficiency Forum in Barcelona 14./15.06.2018: Smarter Einkauf - Innovation in der Beschaffung und Vergabe

Zukunft Krankenhaus-Einkauf freut sich auf die Teilnahme beim Efficiency Forum am 14./15.06.2018 in Barcelona. Mit Kollegen aus ganz Europa wird über Potentiale zur Effizienzsteigerung in Krankenhäusern diskutiert. Der eigene Vortrag thematisiert die Zukunftstrends im Krankenhaus-Einkauf. 


Die 4 Themenfelder des Forums sind:


1. Innovation im Einkauf 

2. Patientenfluß

3. Produktfluß

4. Digitalisierung 


Mehr unter Efficiency Forum 

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Bislang ist nur eine Krankenhaus Apotheke an securpharm angebunden.

Endspurt: Nur noch ein Jahr bis zum neuen Fälschungsschutz für Arzneimittel


In einem Jahr geht das neue Schutzsystem für Arzneimittel an den Start. Arzneimittelpackungen, die ab dem 9. Februar 2019 vom Hersteller in den Verkehr gegeben werden, müssen dann Sicherheitsmerkmale tragen. Diese werden von Apotheken vor der Abgabe überprüft, um Patienten noch besser vor gefälschten Arzneimitteln zu schützen. securPharm e. V., die Organisation, die in Deutschland das System für die Echtheitsprüfung von Arzneimitteln anhand eines Sicherheitsmerkmals entwickelt, zeigt sich zwar zufrieden mit den im vergangenen Jahr erzielten Fortschritten des Systemaufbaus, gleichwohl müssen sich etliche Marktteilnehmer noch an securPharm anbinden.


Das Schutzsystem für verschreibungspflichtige Arzneimittel muss bis 9. Februar 2019 in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums errichtet sein. Kernelemente des Systems sind zum einen die Verwendung von Packungen mit Erstöffnungsschutz, zum anderen die Kennzeichnung jeder Packung mit einer individuellen Seriennummer. Das securPharm-System sorgt dafür, dass diese Nummer vor jeder Abgabe einer Arzneimittelpackung auf Echtheit geprüft werden kann. „Wir liegen mit dem Aufbau des neuen Schutzsystems absolut im Plan“, so Dr. Reinhard Hoferichter, Vorstandssprecher von securPharm e. V.


Mit dem europäischen Hub, der für den Datenaustausch zwischen den Schutzsystemen der beteiligten Länder sorgt, ist securPharm bereits verbunden. Aber auch unabhängig davon, wie viele weitere Länder zum Stichtag mit dem Hub verbunden sind, wird das securPharm-System den Patientenschutz in Deutschland verbessern.


„Die Errichtung eines europäischen Netzwerkes gegen gefälschte Arzneimittel ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die von den Systemnutzern nur durch eine frühzeitige Anbindung und eine entsprechende Trainingsphase gemeistert werden kann“, so Hoferichter. Deshalb steht das securPharm-System den Nutzern bereits seit 2013 zum Training zur Verfügung.


Die Nutzer des securPharm-Systems sind Pharma-Unternehmen, Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser. Sie müssen sich an das System anschließen, um die Daten für die gesetzlich geforderte Echtheitsprüfung von Arzneimittelpackungen anhand einer individuellen Seriennummer auszutauschen. „Wir konnten 2017 beobachten, dass die Komplexität der Umstellung und der daraus resultierende Handlungsbedarf weitestgehend in der Arzneimittelwirtschaft verstanden worden sind“, so Hoferichter. So haben 2017 weitaus mehr Pharma-Unternehmen einen Vertrag mit securPharm geschlossen als in den Jahren zuvor. Derzeit sind 200 Pharma-Unternehmen an Bord. Etliche fehlen aber noch immer. „Unternehmen, die noch nicht die nötigen Weichen für das Aufbringen der neuen Sicherheitsmerkmale gestellt haben, empfehlen wir dies unbedingt jetzt zu tun, sonst könnte es für einzelne Hersteller knapp werden“, so Hoferichter.


Die Anbindung der öffentlichen Apotheken und Großhändler nimmt planmäßig Fahrt auf. „Einzig die Situation bei der Anbindung der Krankenhäuser betrachten wir mit Sorge“, so Hoferichter. „Bislang hat sich erst ein Krankenhaus an securPharm angebunden und die Arbeit mit dem System erprobt. Hier besteht großer Zeitdruck“. Die Verantwortung für den Anschluss an das nationale System liegt aber bei den Nutzern. „Wir werden nicht nachlassen und weiter darauf hinweisen, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig an das System anzuschließen und die Prozesse der Echtheitsprüfung zu testen, damit ab 9. Februar 2019 nicht nur das System reibungslos funktioniert, sondern sich auch alle Nutzer angebunden haben“.


Ziel der Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU und der delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/161 ist der Schutz des Patienten vor gefälschten Arzneimitteln in der legalen Lieferkette. Dazu werden die bereits vorhandenen Regelungen und Kontrollen durch verbindliche technische Lösungen ergänzt. Ab 9. Februar 2019 dürfen in Deutschland vom pharmazeutischen Unternehmer nur noch verschreibungspflichtige Arzneimittel in Verkehr gegeben werden, die eine individuelle Seriennummer tragen (die das securPharm-System nutzt) und einen Erstöffnungsschutz besitzen, damit erkennbar ist, ob die Verpackung noch unversehrt ist. Vor diesem Stichtag freigegebene Arzneimittel dürfen jedoch weiterhin bis zum Ablauf des Verfalldatums ohne die Sicherheitsmerkmale abgegeben werden.


 


Über securPharm e.V.:

securPharm e.V. ist die nicht gewinn-orientierte Stakeholder-Organisation für den Aufbau des Systems zur Echtheitsprüfung von Arzneimitteln gemäß den Vorgaben der Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU und der delegierten Verordnung (EU) Nr. 2016/161 zum Schutz des Patienten vor gefälschten Arzneimitteln in der legalen Lieferkette in Deutschland. securPharm e. V. wird getragen von Pharma-, Großhandels- und Apothekerverbänden: BAH, BPI, vfa, PHAGRO, ABDA. Ziel von securPharm ist es, zum Stichtag am 9. Februar 2019 ein System bereit zu stellen, das von allen Marktbeteiligten genutzt werden kann. securPharm versteht sich als deutscher Baustein für ein EU-weites Netzwerk gegen Arzneimittelfälschungen.

Prozesskostenanalyse für den Krankenhauseinkauf

Die Anforderungen an den Krankenhaus Einkauf wachsen täglich. Der Krankenhaus Beschaffer soll nicht nur die Produkte zum richtigen Preis, sondern auch die richtigen Produkte zur passenden Operation und zu den individuellen Prozessen beschaffen. Dazu soll er noch die Verbräuche im Blick haben und verbrauchsteuernd eingreifen. 


Dazu benötigt er auch Controlling und Management Kenntnisse,  um Daten zu erfassen Daten, zu analysieren und dann entsprechend steuern zu können. Dies kann er allerdings nicht alleine schaffen. Er muss als gute Führungskraft die richtigen Strukturen und Aufgabenfelder schaffen und dazu noch die richtigen Mitarbeiter finden und weiterentwickeln.


Der Health Studiengang der HHL Hochschule Leipzig wendet sich an alle Berufsgruppen im Krankenhaus, Quereinsteiger, Berufsanfänger, aber auch Profis, weil z.B. über die Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems ebenso gesprochen wird, wie über rechtliche Fragen, Einkauf, Logistik, Qualitäts- und Risikomanagement, etc. Ich kann mir vorstellen, dass diese Themen auch für die Krankenhaus Einkäufer  interessant sind.


Wichtig: Jedes Modul (jedes Wochenende) kann einzeln gebucht werden, so dass eine flexible Teilnahme möglich ist. 


Hier das spezielle Modul zur Krankenhausbeschaffung:

Modul 5 Beschaffung, Einkauf und Logistik der HHL Leipzig
Modul 5 Beschaffung, Einkauf und Logistik der HHL Leipzig

Mehr Informationen erhalten Sie unter:

www.hhl.de 


Download der Broschüre


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Material verantwortlich für Patientengefährdung? CIRS-Fälle beim Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (äzq)

Screenshot Website des äzq
Screenshot Website des äzq

Auf der Webseite des "ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin" werden regelmäßig kritische Unfall und Patienten Gefährdungsmeldungen publiziert. Diese Meldungen und Informationen sind nicht nur interessant für Ärzte oder Pflegekräfte, sondern auch für alle im Krankenhaus Prozess und Materialbeschaffung beteiligten Personen. 


welches Produkt oder Material könnte einen negativen Effekt auf den Prozess haben? Was kann zu einer konkreten Patientengefährdung führen? Und welche Vorkehrungsmaßnahmen könnte man treffen, um dies zu vermeiden? 


Hier erhält der Einkäufer einen guten Überblick über Patienten sicherheitsrelevante Themen. Immer neben dem Produkt auch den wirtschaftlichen und Patienten sicherheitsrelevanten Fokus.


Link: 

- äzq CIRS Fälle

- Berliner CIRS Fälle

- Netzwerk CIRS medical 

Die Zahl des Monats von DeviceMed ist 52/100

Screenshot von der mobilen Webseite www.devicemed.de
Screenshot von der mobilen Webseite www.devicemed.de

Die Umfrage wurde zusammen mit den Digitalisierungsexperten von build'n'break  erhoben.

Im Vergleich zu Medtec Anbietern weisen deutsche Krankenhäuser einen Digitalisierungsgrad von weit unter 50% aus. So ist zum Beispiel die Pflege zu 42% digitalisiert. Der Anteil der voll mit einer durchgängigen elektronischen Patientenakte ausgestatteten Krankenhäusern liegt bei nur 8%.


Der Krankenhaus-Einkauf ist nach Schätzungen zu 35% digitalisiert.


Weitere Informationen und Checklisten zur Digitalisierung erhalten Sie bei Zukunft Krankenhaus-Einkauf und www.buildnbreak.de. 

Die größten Medizintechnik Firmen weltweit

Quelle: www.bvmed.de

Die größten Medizintechnik Firmen weltweit nach Umsatz:


Medtronic Johnson & Johnson GE Healthcare Siemens Healthineers Becton Dickinson Cardinal Health Philips Stryker Baxter International Inc. Abbott Boston Scientific Zimmer  Biomet Essilor Aesculap BBraun St. Jude Medical Alcon 3M Fresenius Group Olympus Europe Smith & Nephew Terumo Medical Corporation C. R. Bard Netherlands Sales B.V. Varian Medical Systems Edwards Lifesciences Hoya Hologic, Inc. Intuitive Surgical 


Und welches Unternehmen liefert den größten Prozessnutzen, Patientensicherheit, Wirtschlichkeit und medizinische Qualität für Krankenhäuser? 


Bewerben Sie sich für den 1. Hospital Supplier Award 2018. 

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Wir alle sind das Krankenhaus

Ich finde es ist an der Zeit, die von der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG) im Jahr 2013 gelaunchte Kampagne "Wir alle sind das Krankenhaus" wieder aufleben zu lassen.


Warum? 

Weil wir eine faire Finanzierung für die deutschen Krankenhäuser brauchen. In den Einkaufsabteilungen der Kliniken bekommt man das täglich zu spüren. Wie sollen wir denn die Investitionen in die Digitalisierung, Infrastruktur und Medizintechnik leisten? Nun ist es an der Zeit, dass die #GroKo handelt. Im Ergebnispapier der Sondierungsgespräche waren ja bereits ein paar gute Punkte aufgelistet. Jetzt brauchen wir den "Drive", damit die ordentlichen Ansätze noch besser werden und in den Koalitionsvertrag fix einfließen. 


Mitmachen! 

Also, bitte macht bei dieser Aktion mit! Einfach diesen Post mit dem hashtag #wirallesinddaskrankenhaus teilen oder selbst kreativ werden. 

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Helios sucht Einkaufsmanager (m/w) Gebietsleitung München

Ihre Aufgaben


Mit unternehmerischer Weitsicht entwickeln und realisieren Sie Beschaffungsstrategien für Kliniken der Region München – im Fokus haben Sie die Qualität und Wirtschaftlichkeit.


Ihre Expertise kommt in vielfältigen Projekten zum Tragen – und Sie agieren als kompetentes Bindeglied zum zentralen Einkauf der Helios Kliniken Gruppe.


Weiterhin beraten Sie die Geschäftsführer und medizinischen Anwender in den Kliniken Dachau, Indersdorf, Pasing und Perlach in allen einkaufsrelevanten Belangen.


Sie verbessern klinik- und bereichsübergreifende Prozesse, vor allem an der Schnittstelle zur Logistik und behalten auch das Sachkostenmanagement aufmerksam im Blick.


Analyse und Steuerung des Verbrauchs von Gütern des medizinischen Bedarfs sowie Güter des Wirtschafts- und Verwaltungsbedarfs.


Controlling der Materialkostenentwicklung der Einrichtungen.


Datensammlung und Aufbereitung für Vergleichszwecke sowie Weiterentwicklung des Konzernbenchmarks.


Entwicklung von Prozessoptimierungen zur Reduktion der Materialkosten.


Vorbereitung und Begleitung von Sparklausuren in den Kliniken.


Eigenständige Verhandlung mit den Verbrauchern.


Unterstellt sind Sie dem Regionalleiter Einkauf Region Süd – perspektivisch können Sie unternehmensweite Warengruppen steuern und sich so auch übergeordnet einbringen.

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EDI-Anbieter im Vergleich: GHX, HBS / PAGERO, Medical Columbus

Ein absolutes Highlight der 36. Bundesfachtagung der femak ist dieses Jahr der Vergleich der marktführenden EDI Plattformen für Krankenhäuser. Dem Vergleich stellen sich die drei Marktführer GHX, HBS und Medical Columbus. 


Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Martin Merkel der langjährige Erfahrung bei der Umsetzung von EDI Strategien in seiner Krankenhausgruppe besitzt.


Zum Programm und Anmeldung www.femak.de

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Prozesskosten im Einkauf? Ich kann es nicht mehr hören

Bei den Preisen ist nicht mehr viel Spielraum? Preise sind nicht alles. Wir müssen uns um die Prozesskosten kümmern. Diese Aussage hören wir nun seit gefühlt über 20 Jahren bei allen Beschaffungskongressen. Aber warum hören wir das immer wieder? Scheint sich da nicht wirklich etwas zu tun? Und vor allem warum? 


Die Industrie schimpft immer wieder auf die Krankenhäuser, dass deren die Potenziale die in den Prozessen stecken würden und diese nicht erkennen würden. Die Industrie versteht nicht, dass die Krankenhäuser diese Kosten - trotz 70% Personalkostenanteil - nicht erkennen. Die Krankenhäuser beschweren sich ihrerseits immer wieder, dass solche System-Partnerschaften oft nicht wie versprochen umgesetzt werden können oder nicht die Erwartungen erfüllen. 


Aus meiner Sicht hat weder die Industrie Recht, noch die Krankenhaus-Sicht. Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen. Wenn die Krankenhäuser immer wieder value-added-services und Prozesskosten Vorteile von der Industrie fordern,  aber am Ende des Tages dann doch wieder die Lieferanten mit dem günstigsten Preisen bevorzugt, dann fördert das nicht gerade das Vertrauen der Lieferanten. Dann hat das zur Folge, dass die Lieferanten nicht wirklich ihre Value Added Services und Produkte daraufhin weiterhin ausrichten. Und vor allen Dingen auch ihre personellen Ressourcen daraufhin nicht ausrichten, dass solche Projekte in der Breite und auch in der Tiefe gewinnbringend im Krankenhaus umgesetzt werden können. Das sind so ein bißchen wie das Henne - Ei Problem. 


Also was ist zu tun? Die Industrie muss das Thema aktiv weiter nach vorne bringen. Und ausgewählte Schüsselkunden identifizieren,  die die Themen auch auf der Geschäftsführer Ebene konsequent umsetzen. Erst wenn wichtige Schlüsselkunden und wichtige Use-Cases bewiesen umgesetzt sind und im Rahmen einer Gesamtkostenrechnung und Nutzenbewertung breit und solide nachgewiesen werden können. Es dann werden weitere Krankenhäuser diesem Weg folgen.


Darauf zielt auch der erste Hospital Supplier Award ab. Mehr dazu erfahren Sie hier

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femak Gewinnspiel zur Bundesfachtagung

*** Gewinnspiel *** 


Sie sind Mitarbeiter einer Gesundheitseinrichtung (Einkauf, Logistik, Materialwirtschaft...) und wollen die Gelegenheit nutzen erstmals Ihr Netzwerk auf einer femak Veranstaltung zu erweitern? 


Dann nutzen Sie die Gewinnchance auf eine von 10  Freikarten für die 36. Bundesfachtagung am 12. und 13. März im Wert von 295 Euro.


Wie?
Beantworten Sie einfach die Gewinnfrage, indem Sie Ihre Antwort als Kommentar posten oder mir eine Nachricht senden:


Wo findet die 36. Bundesfachtagung der femak statt?


Programm der femak Bundesfachtagung https://www.femak.de/images/stories/2018_femak/2018_36_Bundesfachtagung/03_Flyer_36_BuFaTa_Rotenburg_2018.pdf


Teilnahmebedingung: 

- Sie sind Mitarbeiter einer Gesundheitseinrichtung

Einsendeschluss: 15.02.2018

- Die Freikarten werden am 16.02.2018 unter den Teilnehmern verlost

- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.