Amazon als Lieferant für Krankenhäuser

Wie bei der Apothekenversorgung, ist auch die Medikalprodukte Lieferkette in Kliniken derzeit komplex und mit Zwischenhändlern besetzt. Die Hersteller haben mit Händlern zu tun, die mit Einkaufsgemeinschaften (EKGs/GPOs) zu tun haben, die im Namen von Krankenhäusern verhandeln, um die Kosten für Verbrauchsmaterial und Technologie zu senken (obwohl Krankenhäuser manchmal direkt verhandeln).


Nach den Personalkosten stellt die Lieferkette die zweitgrößten Ausgaben der Krankenhäuser dar und wird voraussichtlich in naher Zukunft wachsen. Amazon bedient diesen Bereich bereits teilweise: Der B2B-Bereich verfügt über eine Gesundheitsabteilung, die sich hauptsächlich mit risikoarmen Rohstoffprodukten befasst (ein Grund dafür ist, dass noch keine Kühlkette vorhanden ist).


Da Amazon noch nicht alles bietet, können Krankenhäuser auf vorhandene Distributoren zurückgreifen, die alle ihre Anforderungen erfüllen und bereits über einen Prozess verfügen.  Viele Krankenhäuser sind an diesen Einkaufsgemeinschaften beteiligt, was ihren Anreiz zur Umstellung auf ein neues System weiter verringert.


Amazon wird Schwierigkeiten haben, seinen Kunden sofort Kosteneinsparungen zu liefern.  Steven Corwin, CEO von New York Presbyterian, erwähnte kürzlich in einem Interview, dass das Unternehmen keine besseren Preise für das Krankenhaus liefern könne.


Aber die Erfolgsparameter ändern sich. Chris Holt, der die B2B-Zulieferabteilung von Amazon leitet, sprach mit HealthcareDive über die Senkung der Personalkosten/Prozesskosten, die Schaffung einer besseren Benutzeroberfläche und den Aufbau von Technologien zur Integration in bestehende Systeme und Prozesse.


Amazon setzt auf Effizienzsteigerung und Rückwärtsintegration, um mehr Benutzer für das System zu gewinnen. Dadurch können mehr Lieferanten gewonnen werden, die möglicherweise bessere Angebote haben. Dies kann Amazon beim Ausbau seiner Marktplatzfunktionalität helfen.


Mit der Zeit könnte das Unternehmen mehr Back-End-Bestellvorgänge ersetzen und möglicherweise bessere Angebote erzielen als bestehende Einkaufsgemeinschaften.


 Amazon könnte sich neben seiner Apothekenstrategie auch auf die Verbraucherseite des medizinischen Bedarfs konzentrieren.  Das Unternehmen konnte die Zustellung und Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten nach der Diagnose übernehmen.


Vor kurzem wurde eine Partnerschaft mit Xealth angekündigt, die bereits in mehrere Notaufnahmen und Krankenhäuser integriert ist, damit Ärzte medizinische Versorgung für ihre Patienten bestellen können.  Mit Xealth können Ärzte auch digitale Produkte wie Diabetes-Management-Programme und relevante Inhalte oder Therapien für bestimmte Krankheiten verschreiben.


Quelle: (aus dem englischen übersetzt) cbinsights.com

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