Sana Kliniken AG übernimmt die Roeser Medical Gruppe

Die Sana Kliniken AG übernimmt die ROESER-Unternehmensgruppe (ROESER Medical Group) in Essen. Das haben beide Unternehmen heute gemeinsam bekannt gegeben. Die ROESER Medical Group ist der größte Systemanbieter im medizinischen Fachhandel Deutschlands. Mit dem Tochterunternehmen HospiGate GmbH bietet sie Lager- und Logistikleistungen bis hin zur Krankenhausvollversorgung. Zu den Kunden gehören Kliniken, Einkaufsgemeinschaften, ambulante Gesundheitseinrichtungen und medizinische Spezialzentren. Das Essener Unternehmen ist seit einigen Jahren im Besitz einer Investorengruppe.


Der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG, Thomas Lemke, sagte, mit der Übernahme wird die bestehende Expertise auf dem Gebiet der Einkaufsdienstleitungen exzellent ergänzt. „Sana ist und bleibt ein Krankenhausbetreiber. Gleichzeitig wollen wir aber – dort wo es sinnvoll ist – auch Geschäftsfelder rund um das Krankenhaus besetzen, unser bereits sehr breites Dienstleistungsportfolio ergänzen und so außerhalb des Kerngeschäftes weiter wachsen.“ Lemke verwies darauf, dass Sana eines der wenigen Unternehmen auf dem Markt sei, das nahezu alle Dienstleistungen im Krankenhaus aus einer Hand anbieten könne. Die Übernahme der ROESER-Unternehmensgruppe stellt aus Sicht der Sana Kliniken AG eine Erweiterung des Kerngeschäftes dar. Die Sana Klinik Einkauf GmbH (SKE) gehört bereits seit vielen Jahren zu den führenden Einkaufskooperationen in Deutschland.  Die ROESER-Unternehmensgruppe bietet Lösungen für die Beschaffung von B- und C-Artikeln und für das Management von Medizinprodukten. Als Händler vertreibt ROESER zahlreiche Eigenmarken. „Mit der Übernahme dieses Systemlieferanten können wir unseren Kunden künftig vom Commodity-Artikel bis hin zur vollständigen OP-Ausstattung und dem Instrumentenmanagement alle Produkte und Dienstleistungen anbieten“, sagte Dr. Jens Schick, Vorstand der Sana Kliniken AG. Geplant ist, dass die ROESER-Unternehmensgruppe neben der SKE als eigenständiges Tochterunternehmen am Markt agieren soll.


„Nachdem die vertraglichen Grundlagen geschaffen wurden, muss nun noch das Bundeskartellamt über die Übernahme entscheiden“, sagte die zuständige Generalbevollmächtigte Adelheid Jakobs-Schäfer. „Erst nach der Zustimmung können wir über die Strukturen und weiteren Planungen beraten“. Klar sei: Die Verträge aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ROESER-Unternehmensgruppe, die in Essen ihren Hauptsitz hat und über einen weiteren Standort in Leinfelden-Echterdingen verfügt, bleiben unverändert bestehen.


ROESER vermittelt zwischen dem Bedarf der Kliniken und dem Angebot der Hersteller, als unabhängiger Dritter“, erklärte Adelheid Jakobs-Schäfer. „Als zuverlässiger und strategischer Partner wollen wir diese Geschäftsbeziehungen intensivieren.“ Über Vertragsdetails haben die Parteien Vertraulichkeit vereinbart. 

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