Alle reden über automatisches Fahren, ich spreche über automatisches Beschaffen

Wäre es nicht toll, wenn das Beschaffen von Produkten für das Krankenhaus so einfach und bequem wäre, wie man sich autonomes fahren in der Zukunft vorstellt? Stellen Sie sich vor: Einfach ein Ziel auswählen, einsteigen und sich zurücklehnen. Vollautomatischen Beschaffungsmanagement wäre das schon ab spätestens 2019 möglich.

 

Automatisiert und trotzdem Herr über alles

Krankenhaus-Beschaffung der Zukunft heißt, bequem den Algorithmen beim Arbeiten zusehen. Wäre es nicht schön, wenn Sie einen auf ihr Krankenhaus persönlich zugeschnittenes Produktportfolio verfügen könnten, dass über modernste Technologie laufend dynamisch kontrolliert und automatisch angepasst wird? Automatische das passgenaue Produktportfolio auswählen, das macht die Digitalisierung möglich. Aber natürlich bestimmen Sie, wo es langgeht und welches Tempo sie festlegen, welche Preiskategorie, welche Risiken Sie pro Warengruppe eingehen möchten, wie flexibel sie bleiben möchten Bezug auf Laufzeit der Verträge und Weiteres.

 

Smarter Konfigurator

Sie können im Vorfeld ihre wichtigen Kriterien in einem Konfigurator eingeben. Der Algorithmus berechnet dann für Sie das optimale Portfolio mit einer passgenauen Warengruppenstrategie auf ihre aktuelle Leistungsfähigkeit und ihr aktuelles Leistungsspektrum des Krankenhauses. Und da das smarte System sie nach ein paar Bestellungen gut kennt (Amazon und Netflix lässt grüßen), schlägt Ihnen das System neue Produkte vor, die Sie auch gut gebrauchen könnten. Das geht soweit, dass der ganze Supplychain Prozess automatisch optimiert werden kann, wenn sie ihn mit weiteren Daten füttern (Daten aus OPS, §21, Benchmarks, BQS Indikatoren, KIS, Labor...). 

 

Adaptive Intelligenz

Auch können in die Zukunft gerichtete strategische Änderungen bereits eingeplant werden oder automatisch angepasst werden, zum Beispiel wenn eine medizinische Abteilung wegfällt oder ausgebaut wird.  Ideal ist es, wenn die Algorithmen direkt mit Ihrem Krankenhausinformationssystem verbunden sind, und so auf ihre Leistungsentwicklung und sogar externe Daten aktiv reagieren kann. Sogar können proaktiv vorhersagen getroffen werden, aufgrund externer Marktdaten und Hochrechnungen interner Leistungsdaten . 

 

Und das ist noch nicht alles

Selbst Produkt-Testungen können zukünftig digital realisiert werden. In Zukunft wird der Arzt mit VR Brille durch die virtuelle Shoppingmall des Medikal Anbieters oder der Plattform flanieren. In Kürze kann der Arzt Mithilfe sensorbestückter Handschuhe und VR Brille sogar die Produkte im virtuellen Shop "befühlen". Influencer und digitale Einkaufsberater ersetzen den Verkäufer in Zukunft fast komplett.  Beispielsweise kann Amazon heute bereits per Echo-Look (lernende Kamera) und Echo (Sprachsteuerung Alexa) Videos und Fotos aufnehmen und Kunden in Echtzeit im OP virtuell beraten. Microsoft wird mit seiner Mixed Reality Brille Hololens die Planung von OPs revolutionieren. In größeren Kliniken wird zukünftig ein 3D-Drucker stehen, um Patienten individuelle Produkte gleich komplett selbst zu produzieren. Weitere Use Cases werden in 2018 dazukommen. 

 

Blanke Theorie?

Sie glauben, diese Beschreibung ist erst was für das Jahr 2020 und betrifft mich nicht? Sie sind Lieferant oder Einkaufsgemeinschaft und sind der Meinung, dass Sie der first mover auf dem Weg zur Digitalisierung des Klinikeinkauf sind? Achtung: Amazon, IBM und innovative Startups werden den Markt revolutionieren. 

 

Wollen Sie mehr über innovative Beschaffungskonzepte erfahren? Schreiben Sie mir eine Mail per kontakt@zukunft-krankenhaus-einkauf.de. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0