Optimierungspotentiale in der Krankenhaus-Supply-Chain unter Berücksichtigung der neuen Medizinprodukteverordnung (MDR)

Auftretende Probleme in einer ganzheitlichen Krankenhaus-Supply-Chain sind zugleich Herausforderungen, um neues Entwicklungspotential in Form von Optimierungen freizusetzen. Hierzu hat der Autor (T. Meerstedt; Projektmanager Procurement  & SCM) das Modell der twin-flexibility [TF] entwickelt und auch schon erfolgreich implementieren können.

Insgesamt stehen zahlreiche Hindernisse hinsichtlich interner Widerstände (z.B. Akzeptanz für Veränderungen im Healthcare-Sektor) einer steigenden Anzahl an Möglichkeiten (Optimierungspotential) gegenüber. Je mehr Prozess-Stolpersteine in der Krankenhaus-Supply-Chain auftreten, desto höher ist das Potential für erfolgreiche Optimierungen. Dazu sind die Instrumente der Prozessanalyse (Ist- und Sollprozesse) und -modellierung unabdingbar. Eine lösungs- und ressourcenorientierte Vorgehensweise (wie kann ein Problem gelöst werden) muss stets im Vordergrund eines Optimierungsprojektes stehen. 

 

Gerade vor dem Hintergrund der im Mai 2017 in Kraft getretenen Medizinprodukteverordnung (MDR) ist es notwendig, die gesamte Krankenhaus-Supply-Chain von der Beschaffung einzelner Medizinprodukte (MP) bis hin zur Auslieferung  an die Endanwender ganzheitlich zu betrachten. Hierbei spiegelt sich besonders die "twin-flexibility" der Krankenhausabläufe wieder. Gerade festgefahrene Prozesse können (müssen; Anm. des Autors) vor dem Hintergrund der MDR umgedacht und reorganisiert werden. 

 

Beispielsweise sei an dieser Stelle die Erfassung des UDI-Codes der Medizinprodukte-Klassen III zu nennen. Wie sollen sämtliche MP dieser Klassen logistisch optimal und informationstechnisch richtig erfasst werden? Welches logistische Equipment ist für diesen Prozess ideal? Wie sollte der Materialfluss folgerichtig designed sein? All diese Fragen gilt es im Zuge der MDR aufzudecken und mit "optimization opportunities" zu beantworten. Selbstverständlich existieren noch weitere Schnittstellen, die es in Form von "threats und opportunities" zu ermitteln gilt.

 

Autor: 

T. Meerstedt

Projektmanager Procurement  & Supplychain-Management

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Kommentare: 2
  • #1

    Alisa (Donnerstag, 04 Februar 2021 15:26)

    Dear Timo,
    Thank you very much for sharing your vision!
    Also I wonder, is this possible to split the ways on how the hospitals in Germany are supplied (for example):
    Is there a limited number of organisations (groups, companies), which supply to the hospitals?
    Is there any direct sales possible?
    Is there any analogue of NHS Chain Supply Organisation in Germnay (https://www.supplychain.nhs.uk/)?

    I believe the ratio between these ways would substantially influence on the logistics as well.

    Best wishes,
    Alisa

  • #2

    Timo (Mittwoch, 10 Februar 2021 18:37)

    Dear Alisa,
    best thanks for your questions.
    There are many ways to deliver a health facility (e.g. a hospital) as a manufacturer/supplier.
    Of course it is possivble to act as an direct saler.
    Also many hospitals secure their stocks through purchasing groups.
    I hope I was able to answer your questions. If not, please ask me more questions.

    Snowy greetings from Germany
    Timo