Helios Einkauf führt Risikobewertung zur Einhaltung der Menschenrechte ein

 

Gemäß dem Helios Nachhaltigkeitsbericht 2019 plan der Helios Einkauf 2021 die Einführung einer einheitlichen Risikobewertung zum Thema Menschenrechte. Die Risikobewertung wird für die weitere Bewertung von Helios Lieferanten durch den Helios Einkauf berücksichtigt.

 

Der genaue Wortlaut lesen sie hier (Quelle: Helios Nachhaltigkeitsbericht): 

 

Der Helios Einkauf folgt drei wesentlichen Grundprinzipien:

 

Wir bewerten unsere Lieferanten objektiv:

Alle zwei Jahre führt der Helios Einkauf eine Lieferantenbewertung durch. Zuletzt 2018 wurden 162 Lieferanten mit einem Gesamteinkaufsvolumen von rund 840 Millionen Euro bewertet. Die Bewertung umfasst die Kriterien Prozessqualität, EDV-Qualität, Problemlösungsverhalten und Qualität des Personals. Bei Ausschreibungen mit einem Einkaufsvolumen von über 3 Millionen Euro werden auch relevante Aspekte zu gesetzlichen Anforderungen abgefragt, etwa zur Zahlung gesetzlicher Sozialversicherungen und zum Mindestlohn. Ökologische und soziale Aspekte finden aktuell nur vereinzelt Berücksichtigung. Mit der geplanten Einführung eines Lieferanten- Code of Conduct 2021 sollen diese Aspekte künftig konsequent eingefordert werden. Der Helios Einkauf ist aktives Mitglied des Ende 2019 gegründeten Human Rights Councils unseres Mutterkonzerns Fresenius. Hier wird bis 2021 eine einheitliche Risikobewertung zum Thema Menschenrechte entwickelt, die für die weitere Bewertung von Helios Lieferanten durch den Helios Einkauf berücksichtigt wird.

 

Wir setzen auf das Anwenderurteil:

Die Entscheidung für die Beschaffung von Produkten und Leistungen wird bei Helios durch die zuständigen Fachgruppen oder die Fachbereiche (Betriebstech- nik, Catering etc.) getroffen. Mit den Lieferanten und Dienstleistern verhandelt anschließend wiederum ausschließlich ein professionelles Einkaufsteam mit spezifischem Wissen über die Produkte und Branchen. Damit sind Produktentscheidung und Preisverhand- lung strikt voneinander getrennt.

 

Wir empfangen keine Außendienstmitarbeiter:

Da Entscheidungen über unsere Produkte von den zuständigen Fachgruppen getroffen werden, ist ein direkter Vertrieb von Produkten durch Außendienst- mitarbeiter in unseren Kliniken nicht notwendig und nicht gewünscht. Bei Helios dürfen ausschließlich zentrale sowie regionale Einkaufsabteilungen, keine Ärzte oder Pflegekräfte zu Werbe- und Verkaufs- zwecken angesprochen werden.

 

 

Unabhängige Produktentscheidung

Für die Versorgung unserer Patientinnen und Patien- ten beziehen wir eine Vielzahl unterschiedlicher Pro- dukte von externen Geschäftspartnern. Unser Bedarf lässt sich einteilen in die fünf Kategorien:

 

  1. Medizinischer Sachbedarf
  2. Labor
  3. Apotheke
  4. Medizintechnik
  5. Nicht medizinischer Sachbedarf

 

Im Jahr 2019 haben wir für diese Kategorien ins- gesamt rund 1,8 Milliarden Euro ausgegeben, wobei 97 Prozent unserer Ausgaben bei deutschen Landes- gesellschaften unserer Lieferanten liegen.

 

Der Helios Einkauf umfasst die gesamte Steuerung der Helios Lieferkette (exklusive der internen Güter- logistik) und ist somit verantwortlich für alle relevan- ten Beschaffungsprozesse der oben angeführten Kategorien. Die Organisationsstruktur unseres Ein- kaufs zeichnet sich durch Arbeitsteilung und eine damit verbundene Spezialisierung aus. Die Leitung des Zentralen Dienstes Einkauf hat die fachliche Gesamtverantwortung und eine direkte Berichtslinie an unseren Chief Financial Officer.

Bei der operativen Abwicklung der Bestellprozesse aus unseren 86 Kliniken und den 41 Rehakliniken unse- rer Konzernschwester Fresenius Vamed unterstützt produktbezogen jeweils der regionale Einkauf und prozessbezogen das zentrale Service Center Einkauf. Neben diesen beiden Bereichen spielen unsere 28 Lagerstandorte eine wichtige Rolle in der Materialversorgung unserer Kliniken.

Zentrale Grundlage für eine erfolgreiche Zusammen- arbeit mit unseren Geschäftspartnern sind die jeweiligen Vertragswerke einschließlich der im Helios Konzept Einkauf und der Helios Konzernregelung Transparenz dokumentierten Erwartungen an Geschäftspartner.

 

 

 

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