Corona Paket für Krankenhäuser

Gute Neuigkeiten für Krankenhäuser - Eckpunktepapier des Koalitionsausschuss vom 03.06.2020 verspricht hohe finanzielle Hilfen:


💶 1 Mrd. für den Aufbau inländischer Produktion für Arzneimittel und Medizinprodukte 

💶 1 Mrd. für die Erstaustattung zur Bevorratung medizinischer Schutzausrüstung.

💶 3 Mrd. Zukunftsprogramm für Investitionen in Digitalisierung, Notfallkapazitären, Robotik, Hightech Medizin, Abläufe, IT-Sicherheit, Dokumentation etc.


Welche Chancen beinhalten diese Maßnahmen für den Krankenhauseinkauf? Das diskutieren wir am 16.06. live auf dem "1. Digitalen Einkaufskongress der Krankenhäuser". Jetzt kostenlos hier anmelden: www.zuke.digital 


Der Wortlaut im Detail:


51.  Die  Patientenversorgung  in  Krankenhäusern  spielt  für  die  Bewältigung  der  CoronaPandemie  eine  große  Rolle.  Deshalb  ist  eine  modernere  und  bessere  investive Ausstattung  der  Krankenhäuser  in  Deutschland  absolut  notwendig.    Deshalb  wird  ein „Zukunftsprogramm  Krankenhäuser“  aufgelegt,  aus  dem  notwendige  Investitionen gefördert  werden,  sowohl  moderne  Notfallkapazitäten  (räumlich  wie  in  der  investiven Ausstattung),  als  auch  eine  bessere  digitale  Infrastruktur  der  Häuser  zu  besseren  (internen und  auch  sektorenübergreifenden)  Versorgung,  Ablauforganisation,  Kommunikation, Telemedizin,  Robotik,  Hightechmedizin  und  Dokumentation.  Ferner  sollen  Investitionen  in die  IT-  und  Cybersicherheit  des  Gesundheitswesens,  die  gerade  in  Krisenlagen  noch bedeutsamer  ist,  und  Investitionen  in  die  gezielte  Entwicklung  und  die  Stärkung  regionaler Versorgungsstrukturen,  sowohl  für  den  Normalbetrieb  wie  für  Krisenzeiten  konzeptionell aufeinander  abgestimmt,  zum  effizienten  Ressourceneinsatz  aus  dem  Programm unterstützt  werden.  Die  Umsetzung  erfolgt  über  die  gesetzliche  Erweiterung  des Strukturfonds,  der  bereits  vor  einigen  Jahren  gesetzlich  zur  Investitionsförderung  zur Verbesserung  regionaler  stationärer  Versorgungsstrukturen  begründet  wurde.  Die Zusätzlichkeit  und  die  Verteilung  der  Mittel  erfolgen  analog  zu  den  geltenden  Regelungen des  bestehenden  Strukturfonds.  {Finanzbedarf:  3  Mrd.  Euro}


52.  Die  Koalition  strebt  an,  dass  Deutschland  im  Bereich  von  medizinischer  Schutzausrüstung, der  Herstellung  von  Wirkstoffen  und  deren  Vorprodukten  sowie  in  der  Impfstoffproduktion über  größere  Kapazitäten  und  mehr  Unabhängigkeit  verfügt.  Daher  wird  ein  Programm  zur Förderung  der  flexiblen  und  im  Falle  einer  Epidemie  skalierbaren  inländischen Produktion  wichtiger  Arzneimittel  und  Medizinprodukte  aufgelegt.  {Finanzbedarf:  1 Mrd.  Euro}  


54.  Im  Falle  einer  Epidemie  steigt  kurzfristig  der  Bedarf  an  medizinischer  Schutzausrüstung. Neben  der  zusätzlichen  Produktion  kommt  der  vorausschauenden  Bevorratung  eine wichtige  Rolle  zu.  Der  Bund  wird  eine  nationale  Reserve  an  persönlicher  Schutzausrüstung aufbauen.  Dies  muss  jedoch  auch  dezentral  in  den  medizinischen  Einrichtungen  und  beim Katastrophenschutz  der  Länder  erfolgen.  Dies  soll  gesetzlich  verankert  werden.  Der  Bund wird  die  entsprechende  Erstaustattung  finanziell  unterstützen.  {Finanzbedarf:  1  Mrd.  Euro} 

Zum Eckpunktepapier "Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken" -  Ergebnis Koalitionsausschuss 3. Juni 2020

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Daniel Hecht (Freitag, 03 Juli 2020 10:01)

    Spannend! Und wie kann eine Krankenhaus die die Mittel für das "Zukunftsprogramm Krankenhäuser" beantragen? Und bei wem?