Innovationskraft noch besser auf Kundenbedürfnisse ausrichten - werk_39

Um seine Innovationskraft noch besser auf Kundenbedürfnisse ausrichten zu können und die strategische Transformation vom Produktlieferanten zum Lösungsanbieter weiter voranzutreiben, wurde im März 2017 das B. Braun Innovationszentrum werk_39 in Tuttlingen eröffnet.

 

Es liegt 2,1 km entfernt vom Hauptgelände der Aesculap AG in einem über einhundert Jahre alten, angemieteten Fabrikgebäude. In Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Kunden und Partnern entstehen hier Lösungen, die Mehrwert schaffen – und zwar „beyond the product“. Also über die bestehende Produktpalette  hinaus explizit in den Bereichen Dienstleistungen, digitale Lösungen und Geschäftsmodelle. In definierten Suchfeldern, die das höchste Verbesserungspotenzial bieten und zum Leistungsportfolio von B. Braun passen, befassen sich die Projektteams tiefgreifend mit den Kundenproblemen – meist im Prozess zu finden. Basierend darauf wird ein Lösungskonzept mit technischer Machbarkeit agil erarbeitet.

 

Alleinstellungsmerkmal werk_39

Die ins werk_39 eingeladenen Teams arbeiten als sogenannte „Ventures” in drei Phasen nach einer kundenzentrierten, agilen Technik (Lean Startup – Build, Measure, Learn) mit Elementen aus Design Thinking und Scrum. Diese Phasen werden jeweils von einem Pitch vor einer Jury abgeschlossen. Die beschriebene „Ideation Phase“ dauert zwischen drei und sechs Monaten. Die Arbeitskultur zeichnet sich durch eine hohe Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter und ein modernes und offenes Umfeld aus. „Venture Consultants“ betreuen die Projektteams aus methodischer Sicht für ein agiles Vorgehen. „Venture Specialists“ unterstützen in den Projektphasen mit Expertenwissen zu Krankenhausprozessen, User Experience Design und Data Analytics.

 

Systempartnerschaften 

Im Rahmen von Systempartnerschaften werden Entscheider von Kunden sowie Anwender bereits sehr früh mittels Co-Creation in die Erarbeitung von Lösungen tief eingebunden– auch die gemeinsame mehrmonatige Venture Phase kann aus internen und vom Kunden entsandten Mitarbeitern zusammengesetzt sein. Ein derartiger Ort zur gemeinsamen Lösungserarbeitung zwischen Kunde und Hersteller, im Geiste von „Sharing Expertise“, ist bislang weltweit einzigartig in der Healthcare-Branche.

 

Betriebswirtschaftlicher Nutzen

Entwickelt werden zunächst Prototypen, die schnell in der Praxis zum Einsatz kommen können. Wichtige Bestandteile dieser Arbeitsweise sind das Ausprobieren und Testen, dabei auch frühes Scheitern, um vor allem daraus zu lernen. Von März 2019 an wird ein modular aufgebauter „simulation_space“ in Betrieb genommen, um neue Prozess- und vornehmlich Digitallösungen für Kunden und Partner in einem geschützten Raum erlebbar zu machen und diese zu validieren. Der betriebswirtschaftliche Nutzen kann nur über das jeweilige Einzelprojekt aufgezeigt werden. Die Ausrichtung von werk_39 auf produktunabhängige Prozessoptimierung im Krankenhaus, meist digitaler Art, führt unweigerlich zu höherer Patientensicherheit und reduzierten Kosten in Klinikprozessen.

 

Mehr unter https://www.werk39.com/

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