Serie: Einkauf der Zukunft - Wie Soziale Netzwerke den Krankenhaus-Einkauf optimieren können

Die Soziale Medien werden in Krankenhäuser im Patienten- und Einweisermarketing, bei der Imagebildung oder bei der Mitarbeitergewinnung bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Für die Marketing- und Personalabteilungen gehören sie deshalb mittlerweile zum Standardinstrumentarium. Aber wie kann die Einkaufsabteilung von den Sozialen Netzwerke profitieren? In der Serie "Soziale Netzwerke für den Krankenhaus-Einkauf der Zukunft" erhalten Sie praktische Tipps, auf welchen Plattformen der Krankenhaus-Einkäufer vertreten sein sollte und wie er die Sozialen Netzwerke gewinnbringend für sich einsetzen kann.

Teil 1: Die wichtigsten beruflichen Sozialen Netzwerke

Der Einkäufer gilt als interne und externe Schnittstelle im Unternehmen. Als Netzwerker ist für ihn eine gute Kommunikation und Informationsgewinnung zentraler Erfolgsfaktor. Die Sozialen Netzwerke können Einkäufer bei ihren täglichen Herausforderungen effizient unterstützen. Laut einer Studie von Roland Berger zählen bereits nahezu 50 Prozent der deutschen Einkäufer zu den „Digital Natives“. Sie sind es gewohnt, sich täglich in den Sozialen Netzwerken zu bewegen. Aber auf welchen beruflich relevanten Netzwerken sollten  Krankenhaus-Einkäufer aktiv sein? 

 

Facebook ist das größte Soziale Netzwerk der Welt mit 1,86 Milliarden Nutzer. Auf Instagram tauschen 600 Millionen Nutzer Bilder aus. Diese beispielhaft genannten Netzwerke sind vor allem zur Imagebildung und zur Mitarbeitergewinnnung im Krankenhaus interessant. Für den Einkäufer spielen sie eine untergeordnete Rolle und werden deshalb im Folgenden nicht weiter behandelt. Relevant für den beruflichen Alltag eines Krankenhaus-Einkäufers sind die Netzwerke: XING, LinkedIn, Twitter und Procurious.  

 

Tabelle: Für Einkäufer relevante Netzwerke (Quelle der Nutzerzahlen: Wikipedia)  

Weltweit die Nummer eins unter den beruflichen Netzwerken ist LinkedIn mit über 470 Millionen Nutzer, darunter 10 Millionen in Deutschland. LinkedIn gehört zu den Top 20 täglich angeklickten Websites überhaupt. Das Tochterunternehmen von Microsoft wird in den nächsten Monaten den deutschsprachigen Marktführer XING an Nutzerzahlen  überholen. XING hat derzeit ebenfalls 10 Millionen Nutzer in Deutschland, wächst aber langsamer als LinkedIn. LinkedIn und XING bieten ihren Nutzern vergleichbare Funktionen an. Interessant ist der Unterschied bei der Zusammensetzung der Nutzer: 36 Prozent aller XING-Mitglieder sind Führungskräfte, bei LinkedIn sind es 80 Prozent. Twitter hingegen ist ein sogenannter Mikroblogger-Dienst, der es jedem ermöglicht Meldungen mit bis zu 140 Zeichen zu verschicken.

 

Während E-Mails einen direkten Empfänger oder Empfängerkreis haben, haben Twitter Meldungen das Potential mehrere hundert oder tausend Empfänger durch das geschickte Setzen von sogenannten „Hashtags“ (zum Beispiel „#Krankenhaus“) zu erreichen. Procurious ist der Einkaufsspezialist unter den sozialen Netzwerken. Procurious wurde erst Anfang 2017 gegründet und konzentriert sich auf die Zielgruppe Einkäufer. Alle genannten Sozialen Netzwerke verbinden Fach- und Führungskräfte weltweit, mit dem Ziel diese produktiver und erfolgreicher zu machen. Sie bieten Zugang zu Personen, News, Insider-Informationen, Weiterbildungsinhalten und Stellen. Aber was bringt der Aufbau einer eigenen Social Media Präsenz konkret für die tägliche Arbeit im Krankenhaus-Einkauf? 

Das erfahren Sie im zweiten Teil "Informationen in Echtzeit machen den Einkäufer zum proaktiven Steuermann"

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