Mehr Zeit für Einkäufer - Krankenhaus nutzt "Aussendiensttracker"

Aussendiensttracker
Aussendiensttracker

Der Klinikeinkauf muss täglich viele strategische und operative Aufgaben bewältigen. Während der Anteil strategischer Aufgaben im Krankenhaus-Einkauf im Durchschnitt unter 30 Prozent liegt, schafft es der Industrie-Einkauf auf über 60 Prozent Strategie. 


Kein Wunder also, dass sich der Klinik-Einkauf seit Jahren nur sehr langsam weiterentwickelt. Es bleibt kaum Zeit für strategisch wichtige Aufgaben und Projekte. Im Alltag kommt oftmals hinzu, dass dreiste Aussendienstmitarbeiter unangemeldet in das Büro des Einkäufers stürmen, um Kaltakquise zu betreiben oder nur "mal schnell" eine Information an den Einkäufer geben wollen. Diese Art von unqualifizierten Aussendienstkontakten sind für den Einkäufer nicht nur nervig, sondern klauen auch noch wertvolle Zeit. Strategische Aufgaben werden unterbrochen oder fallen teilweise unter den Tisch. 


Eine Berliner Klinik hat dem Verhalten der Aussendienstmitarbeiter nun einen Riegel vorgeschoben. Die Klinik nutzt den AussendiensttrackerAussendienstmitarbeiter müssen sich vor Kontaktaufnahme und Termin mit dem Einkauf, Ärzten oder Pflege online registrieren. Überzeugt der Lieferant das Krankenhaus in diesem kurzen Audit, erhält der Lieferant einen Termin beim Einkauf. Termine werden so vorqualifiziert und stehlen Einkauf und Lieferanten keine Zeit mehr. Noch nicht gelistete Lieferanten der Klinik müssen zudem den Online-Fragebogen "Lieferantenselbstauskunft" ausfüllen. 


"Die Schnecke nimmt Fahrt auf", so Helmut Drummer vom Diakonie-Krankenhaus in Stuttgart. 

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