
Letzte Woche hatte ich in unserem osapiens Digital Product Passport oLAB in Köln ein seltsames Déjà-vu-Erlebnis.
Gemeinsam mit dem Team von B. Braun diskutierten wir die Entwicklung von Produktdaten im Gesundheitswesen.
Als praktisches Beispiel nutzten wir ein Blutdruckmessgerät und dessen Digital Product Passport (DPP).
Vor 25 Jahren, als ich meine Karriere im Krankenhauseinkauf begann, sprach ich bereits mit Lieferanten über Lieferkettendaten.
Damals lag der Fokus auf Verfügbarkeit, Beschaffungsprozessen und Stammdaten.
Heute gehen die Diskussionen weit darüber hinaus.
Jetzt geht es um:
- Nachhaltigkeit und CO₂-Daten
- Rückverfolgbarkeit und Compliance
- Kreislaufwirtschaft und Interoperabilität
Wir sprachen hauptsächlich über Nachhaltigkeit und CO₂-Daten:
Ansätze zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei medizinischen Einwegprodukten und die Marktanforderungen an die Bereitstellung von Ökobilanzdaten.
Wir haben Fragen wie die folgenden erörtert:
- Welche Produktinformationen benötigen Krankenhäuser tatsächlich?
- Welche Daten existieren bereits in verschiedenen Systemen?
- Wie lässt sich Interoperabilität realistisch umsetzen?
- Wie können Compliance-Anforderungen mit operativen Prozessen verknüpft werden?
Genau hier wird der Digitale Produktpass (DPP) in den nächsten Jahren für Anbieter und Hersteller im Gesundheitswesen relevant.
„Der Digitale Produktpass wird zum gemeinsamen Datencontainer, der alle relevanten Produktinformationen zusammenführt.“
Für Hersteller, Lieferanten, Krankenhäuser und Partner.
Viele Krankenhauslieferanten müssen sich voraussichtlich deutlich früher als erwartet auf die Anforderungen des DPP vorbereiten.
Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die Textilien, Produkte mit Batterien, Elektronikgeräte oder Möbel liefern.
Wichtig: 💊 Arzneimittel sind derzeit ausdrücklich vom DPP-Rahmenwerk ausgenommen.
🩺 Medizintechnik wird jedoch voraussichtlich ebenfalls relevant werden.
Auch wenn wichtige delegierte Rechtsakte und Zeitpläne in den kommenden Monaten noch präzisiert werden.
Genau deshalb haben wir unser Digital Product Passport oLAB in Köln ins Leben gerufen:
um diese Themen greifbar und praxisnah statt rein theoretisch zu gestalten.
Ich werde Sie in den kommenden Monaten über die Entwicklungen im regulatorischen Umfeld auf dem Laufenden halten.
Und falls Sie das Thema selbst erleben möchten:
Ich biete Ihnen persönlich exklusive Führungen durch unser Digital Product Passport oLAB in Köln an.
Vielen Dank noch einmal an das Team der B. Braun Gruppe – Thomas Kieninger, Amelie Funck, Torben Guhl und Björn Günther – für den anregenden Austausch.
Wir sehen uns auf unserem Sustainability osapiens Summit in Mannheim.
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Autor: Stefan Krojer