Deutschland wird für Medizinprodukteanbieter immer unattraktiver

Wie der Branchenverband BVMed auf seiner Internetseite berichtet, lassen  sich die Nachteile des Standorts Deutschland wie folgt zusammenfassen:

  • Eine starke Ökonomisierung des Gesundheitsmarktes
  • überzogene Anforderungen an die Erstattung
  • eine nicht funktionierende Innovationsklausel im stationären Bereich
  • eine verzögerte Innovationseinführung in die Vergütungssysteme
  • ein weniger dynamisches Wachstum im Vergleich zum Weltmarkt
  • eine stark eingeschränkte Planungssicherheit
  • die relativ hohe Unternehmenssteuer
  • wesentlich höhere Energiekosten
  • relativ hohe Sozialkosten
  • ein hoher Urlaubs- und Freizeitanspruch

Laut BVMed sorgt sich die Medizintechnik-Branche zunehmend um den Standort Deutschland. Das erwartete Umsatzwachstum der Unternehmen liegt im Inland nach den Ergebnissen der BVMed-Herbstumfrage 2017 nur noch bei 2,8 Prozent und damit deutlich unter den Vorjahreswerten. Die weltweite Umsatzentwicklung bleibt dagegen mit einem Plus von 5,9 Prozent auf dem guten Vorjahresniveau.

 

Der „Innovationsklima-Index Medizintechnik“ des BVMed fiel im vierten Jahr in Folge von einem Wert von 6,2 im Jahr 2013 auf nur noch 4,5 in diesem Jahr. Als größte Hemmnisse für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten für den Marktzugang durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung sowie für die Erstattung durch die langen Nutzenbewertungsverfahren. „In der neuen Legislaturperiode sollten die Bewertungsverfahren daher verbessert und beschleunigt werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt bei der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen des BVMed-Medienseminars in Berlin. Die Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage können unter www.bvmed.de/medienseminar2017 abgerufen werden.

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Gesucht: Lösungsstrategien zur Vermeidung von Lieferengpässen

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Ursachen und Lösungsmöglichkeiten zu Lieferengpässen bei Medizinprodukten / aktuelle Meldungen

 

Allgemeine Gründe für Lieferengpässe:

  • Produktions- oder Sterilisationwerke werden verlagert oder geschlossen
  • Rohstoffknappheit
  • Zertifizierungsprobleme (Neu- oder Rezertifizierungen) 
  • Technische Probleme mit den Produktionsanlagen 
  • IT Probleme (SAP etc) 
  • Firmenaufkäufe oder Konsolidierung 
  • Naturkatastrophen
  • Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen
  • Marktaustritte 
  • Logistikprobleme 
  • Schlechte Marktanalyse aufgrund von retrospektiven Verbrauchszahlen ohne jeglichen Puffer in Lager/Produktion
  • Reorder Probleme infolge schlechter Kommunikation / Abstimmung durch den Kunden 
  • Reorderprobleme durch nicht automatisierte Ersatzkomponentenlieferung (automatisch, nach Rücksprache, keine Lieferung) 


Gründe klinikintern: 

  • Dispositionsparameter sind im ERP-System falsch eingestellt (Zentrallager und Stationslager) 
  • Lieferungen liegen zu lange im Wareneingang und werden nicht ins ERP-System (Lagerartikel) gebucht oder vom Hol- und Bringedienst abgeholt (Durchläufer) 
  • Falschlieferungen des Lieferanten durch schlechte, klinikgeführte Artikelstammdaten

Lösungsoptionen (durch Kliniken und Lieferanten) 
Den Lieferanten mehr Planungsicherheit geben:
Durch 
1. mehr Verbindlichkeit in der Abnahme der Kliniken oder Einkaufsgemeinschaft innerhalb eines Jahreszeitraum 
2. Längere Verträge abschließen mit flexiblen Optionen (Produktrange etc) zum Beispiel über 3 Jahre oder länger
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Was können Kliniken bei Lieferengpässen im Einkauf tun?

Aktuell haben Krankenhäuser mit massiven Lieferengpässen bei Wunddrainagen, Angiographie Kathetern, OP-Sets und weiteren Medizinprodukten zu kämpfen. Bei globalen Anbietern werden solche Versorgungslücken in Zukunft öfter entstehen, warnt Stefan Krojer, Leiter des strategischen Einkaufs des Johanniter Competence Centers. Im Gespräch mit kma erläutert er, wie Kliniken darauf reagieren können. 

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Streamline your cost management efforts (GPO, PremiereConnect Supply Chain)

Die US-Einkaufsgemeinschaft "Premier" bietet ihre Mitgliedern eine Vielzahl an IT-Tools zur Kostensenkung, Patientensicherheit und Erlössteigerung an. Mehr unter Premier.

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