Vernetzung liegt voll im Trend

Klinikeinkäufer aus der ganzen Welt vernetzen sich immer stärker. Das sieht man daran, dass die Nutzerzahlen der Klinik Einkäufer in den sozialen Medien in den letzten Monaten stark angestiegen ist. Und: dazu gekommen ist eine neue Branchenplattform speziell für das Gesundheitswesen MATEical.


Einkäufer tun sich auch immer mehr themenbezogen zusammen. Das Matchmaking welche Partner welche Themen aktuell zusammen bearbeiten können, erledigen heutzutage die analogen oder digitalen Netzwerke. Beispiele für den Träger- und Einkaufsgemeinschaft übergreifenden Zusammenschluß von Einkäufern ist der 1. Hospital Supplier Award oder der Think Tank Krankenhauseinkauf 4.0

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Fazit und Ausblick (Teil 10 der Social Media Reihe)

Die eigene Präsenz in den Sozialen Netzwerken ist heutzutage für den Klinikeinkäufer nicht mehr eine Frage des „ob“, sondern des „wie“. Große Teile der geschäftlichen Kommunikation laufen bereits heute über XING und Co. Spätestens in drei Jahren werden wir nicht mehr darüber reden, ob die Sozialen Medien einen Platz im Business Einkauf Umfeld haben. Einkäufer werden auf die Mehrwerte im Arbeitsalltag nicht mehr verzichten wollen. Kommunikation, Wissensteilung und Zusammenarbeit zwischen Einkäufern und Geschäftspartnern werden durch die Netzwerke in den nächsten Jahren revolutioniert werden. Derzeit planen die Plattformen an der Einführung neuer für den Einkäufer wertvollen Funktionen, wie zum Beispiel einer Unternehmensanalyse oder einem Tool zur Zusammenarbeit. Vielleicht werden schon bald gesamte Einkaufsfunktionen wie das Lieferantenmanagement oder eine Online-Einkaufsgemeinschaft in den Netzwerken abgebildet werden.

 

Nutzen Sie die Plattformen bereits heute in der Innovationsbeschaffung, im Risikomanagement, in der Lieferantenbeobachtung oder im zur Kontaktaufnahme von potenziellen Bewerbern. Seien Sie sichtbar für Ihre Geschäftspartner. Verbessern Sie dadurch das Image Ihrer Einkaufsabteilung. Seien Sie dort, wo Ihre Lieferanten und Einkaufskollegen sind. Wenn Sie jetzt immer noch denken “das ist nichts für mich”, dann probieren Sie es einfach einmal zwei Wochen lang aus. Sie werden den Nutzen dann erfahren. Soziale Netzwerke sind natürlich kein Allheilmittel oder ein Selbstläufer. Sie sind jedoch ein Baustein innerhalb der Digitalisierungsstrategie Ihres Krankenhaus-Einkaufs der Zukunft.


Twitter: @KHeinkauf
LinkedIn:
www.LinkedIn.com/in/krojer
XING:
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Procurious:
www.procurious.com/professionals/stefan-krojer
Facebook:
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Soziale Netzwerke richtig nutzen (Teil 9 der Social Media Reihe)

Aber ganz ehrlich? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, die Soziale Medien für ihren Einkauf einzusetzen? Ich zunächst auch nicht. Bis ich den Sprung in die sozialen Netzwerke gemacht habe. Aber viele Einkäufer mit denen ich geredet habe sind noch nicht auf XING und Co. vertreten. Ich höre immer wieder verschiedene Bedenken. Wenn ich Fachinfos rausgebe, muss ich erst fragen? Was ist eigenes Know-how? Viele wollen verständlicherweise nicht ihre Wettbewerbsvorteile kommunizieren. Sie haben Angst, dass sie beobachtet werden und persönliche Daten von sich preisgeben. Solche Überlegungen schaffen Zurückhaltung. Wichtig ist eine überlegte und effektive Nutzung der sozialen Netzwerke.

 

Es ist stets zu hinterfragen, welche Informationen sind unkritisch und können bedenkenlos geteilt werden. Und welchen Nutzen habe ich und andere von meiner Aktion. Ist es also ein Risiko in den sozialen Medien zu sein? Ja, sicherlich. Die sozialen Medien sind öffentlich. Lieferanten, Wettbewerber, Arbeitgeber und andere können mehr über sie erfahren. Aber aus meiner Sicht ist es ein größeres Risiko, nicht dabei zu sein. Die häufigste Ausrede, nicht in den sozialen Medien aktiv zu sein ist “zu wenig Zeit”. Klar, täglich 5-15 min auf XING & Co. müssen aufgebracht werden. Diese Zeit sparen Sie aber wieder ein. Denn die Sozialen Netzwerke sind - richtig angewandt - effektivere Tools zur Kommunikation als E-Mail, Telefon oder Fax. Die Sozialen Medien könnten sich als neuen Weg zum Vernetzen, Kommunizieren, Zusammenarbeiten und Weiterbilden etablieren. Deshalb sollten die Einkäufer das Thema bereits heute anpacken.

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10 Schritte Anleitung zum erfolgreichen Auftritt in den sozialen Netzwerken (Teil 8 der Social Media Reihe)

Zugriffsberechtigung prüfen: Stellen Sie sicher, dass die sozialen Netzwerke in Ihrem Krankenhaus für Sie freigeschaltet sind.

Registrierung: Registrieren Sie sich und Ihre Einkäufer kostenlos bei XING, LinkedIn, Twitter und Procurious.

Zuständigkeiten festlegen: Definieren Sie, welcher Ihrer Einkäufer, für welche Lieferanten und welche Themen verantwortlich sein soll.

Schulung: Schulen Sie Ihre Einkäufer im Umgang mit den sozialen Medien.

Netzwerk aufbauen: Verbinden Sie sich mit Ihren Top 50 Lieferanten, mit Einkäuferkollegen und sogenannten “Influencern” (Twitter-User: @KHEinkauf).

Wissen teilen: Seien Sie offen und teilen Sie Ihr Wissen. Starten Sie Diskussionen. Das Horten von Informationen und Wissen war gestern.  

Investieren: Beantworten Sie interessante Fragen von anderen Einkäufern oder Geschäftspartnern.

Ernten: Erhalten Sie wertvolle Antworten auf Ihre gestellten Fragen.

Weiterbildung: Buchen Sie ein Webinar- oder eLearning-Kontingent für sich und Ihre Mitarbeiter.

Routine: Nutzen Sie XING, LinkedIn, Twitter und Procurous 5-15 Minuten pro Arbeitstag. Zum Beispiel mit einer App, die alle Portale zusammenfasst (Hootsuite). Ihre E-Mail Newsletter können Sie abbestellen. Das spart Ihnen Zeit und leert Ihren Posteingang.

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Gute Mitarbeiter finden (Teil 7 der Social Media Reihe)

Der „Krieg um Talente“ ist nicht nur im Ärzte- oder Pflegebereich entfacht. Gute Einkäufer

werden aktuell überall händeringend gesucht. Die Einkaufsabteilungen benötigen

junge, innovative Einkäufer, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu

meistern. Diese jungen Einkäufer nutzen die sozialen Medien im privaten und

beruflichen Umfeld täglich. Also seien Sie dort, wo Ihre potentiellen neuen

Mitarbeiter sind. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich dort als attraktiven

Arbeitgeber darstellen.

 

Sie als Einkaufsleiter müssen beim Bewerber einen

innovativen Eindruck mit Ihrem Profil und Ihren Aktivitäten hinterlassen. Das

Profil muss aussagekräftig und aktuell sein. Somit kann sich der Interessant

ein gutes Bild von Ihnen als Vorgesetzten und Ihrem Unternehmen machen. Auf der

anderen Seite können Sie auf XING und Co. auch selbst nach potentiellen

Kandidaten suchen und diese unkompliziert anschreiben. Das kann Ihnen Kosten

für eine Stellenausschreibung ersparen.

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Bessere Verhandlungsergebnisse erzielen (Teil 6 der Social Media Reihe)


Sie haben morgen um 10 Uhr eine wichtige Verhandlung mit einem Hersteller für Klinikbetten? Sie sind gut vorbereitet, kennen alle Zahlen, Daten, Fakten und haben sich bereits eine Verhandlungsstrategie zu Recht gelegt. Sie haben das Unternehmen und ihre Verhandlungspartner natürlich gegoogelt. Aber haben Sie auch die Sozialen Netzwerken durchsucht? Jede zugängliche Information über das Unternehmen und Ihre Gesprächspartner kann für Ihre Verhandlung entscheidend sein. Wird über das Unternehmen aktuell negativ berichtet? Macht das Unternehmen und ihre Gesprächspartner auf den sozialen Plattformen vertrauensvollen Eindruck? Wird über Lieferschwierigkeiten des Unternehmens geschrieben? Ist das Produkt von Kunden schlecht bewertet worden? Wer sind die Vorlieferanten, Logistikpartner oder anderen Partner innerhalb der Lieferkette des Geschäftspartners? Beschweren sich die Mitarbeiter über ihre Firma? Steht etwa eine Übernahme kurz bevor? Wird eine Produktsparte geschlossen? Postet der Lieferant bereits Neuigkeiten zu einem neueren Bettenmodell? Welchen beruflichen Hintergrund hat Ihr Verhandlungspartner? Welche Stärken und Interessen hat er? Welche Vorgesetzten oder Mitarbeiter Ihres Gesprächspartners kennen Sie? Könnte man die Verhandlung eventuell nach oben hin eskalieren lassen? Hat Ihr Gesprächspartner dieselben Kontakte wie Sie? Was weiß Ihr Gesprächspartner dann eventuell bereits über Sie? Lassen sich dadurch Ansatzpunkte ein neues Argument in der Verhandlung ableiten?

 

All diese Fragen könnten Einfluss auf Ihre Verhandlungsstrategie und vor allem auf Ihre Verhandlungstaktik haben. Meine Erfahrung ist, dass man immer dann bessere Verhandlungsergebnisse erzielen kann, wenn man den Verhandlungspartner und dessen Bedürfnisse besser kennt. So lassen sich leichter Ansätze für ein Win-Win Verhandlungsergebnis entwickeln. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Verhandlung könnten Sie in Absprache mit dem Lieferanten Ihre gute Zusammenarbeit auf den Netzwerken posten. Sie könnten XING & Co. aber natürlich auch dazu nutzen, Schlechtleistungen Ihrer Geschäftspartner öffentlich zu machen, um so den Druck zu erhöhen oder Ihre gemachten Erfahrungen anderen Einkäufern zugänglich zu machen. Auf alle Fälle haben Sie durch die sozialen Netzwerke ein neues, machtvolles Medium in der Hand, um Lieferanten und Personen zu analysieren und die Qualität der Zusammenarbeit zu kommunizieren.  

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Weiterbildung wird digital und kosteneffizienter (Teil 5 der Social Media Reihe)

Krankenhaus-Einkäufer stehen aktuell vor der Herausforderung, die Lücke zwischen alten und neuen

Anforderungen an einen Einkäufer - getrieben durch die digitale Transformation

– zügig zu schließen. Sie müssen deshalb ihre Hard- und Softskills, zum

Beispiel im Projektmanagement, eProcurement oder im Medizinwissen verbessern.

Einkäufer im Krankenhaus bilden sich durchschnittlich nicht mehr als zweimal im Jahr auf

Kongressen und Seminaren vor Ort weiter. In manchen Kliniken gibt es sogar gar

kein Weiterbildungsbudget für den Einkauf. Oder die Einkäufer haben nur sehr

wenig Zeit auf Dienstreise zu gehen. Weiterbildung ist über die Sozialen

Netzwerke nur noch ein paar Mausklicks entfernt.

 

Auf LinkedIn, XING und Procurious finden Sie zahlreiche Webinar und eLearning Angebote. Nutzen Sie

diese zeitsparende und kostengünstige Form der Weiterbildung für Ihre

Einkaufsabteilung. Stellen Sie für Ihre Einkaufsabteilung jährlich einen

Weiterbildungsplan auf und selektieren Sie in den sozialen Netzwerken passende

Webinare und eLearning-Module für Ihre Mitarbeiter. LinkedIn bietet seinen

Mitgliedern neben Webinaren und eLearning eine kostenlose Präsentations- und

Dokumentendatenbank namens “Slideshare” an. Dort erhalten Sie Zugriff auf

Kongresspräsentationen, Masterarbeiten und Whitepapers. Bieten Sie anderen

Nutzern einen Zusatznutzen, indem Sie auch Ihre eigenen Präsentationen und

Publikationen einstellen. So können andere Einkäufer von Ihnen lernen.

Weiterbildung ist digital geworden. Folgen Sie dem Fortschritt und sprechen Sie

mit Ihrer Personalabteilung über die Umsetzungsmöglichkeiten in Ihrem

Krankenhaus.

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Einkäufern vernetzten sich in virtuellen Gruppen (Teil 4 der Social Media Reihe)


Klinikeinkäufer tauschen sich außerhalb der sozialen Netzwerke relativ selten untereinander aus. Ein Austausch erfolgt in der Regel nur wenige Mal im Jahr auf Kongressen, zum Beispiel der eigenen Einkaufsgemeinschaft, der Medlogistika in Leipzig, dem Beschaffungskongress der Krankenhäuser in Berlin oder auf Fortbildungsveranstaltungen des einkäufereigenen Fachverbandes „femak“ (Fachverband für Einkäufer, Materialwirtschaftler, Logistiker im Krankenhaus). Wenn man bedenkt, dass sich die Einkäuferwelt derzeit im digitalen Wandel befindet und neues Wissen deshalb dringend benötigt wird, ist dieser seltene „offline“ Wissens- und Erfahrungsaustausch deutlich zu wenig um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern. Sammeln Sie Verbesserungen außerhalb Ihrer normalen Arbeitsumgebung. Eine Möglichkeit besteht darin, lieferantenunabhängigen und von Einkäufern moderierten Gruppen beizutreten. Zum Beispiel die XING-Gruppe „Einkauf + Lieferantenmanagement“ oder die XING-Gruppe „Krankenhaus-Einkauf“. Die Gruppe  „Einkauf + Lieferantenmanagement“ ist aktuell die größte Einkäufergruppe auf XING und umfasst 9.516 Mitglieder, hat 2.160 Beiträge und 3.395 Kommentare. Die Nischen-Gruppe „Krankenhaus-Einkauf“ kommt immerhin auf 2.428 Mitglieder, 1.141 Beiträge und 163 Kommentare. Leider sind diese Foren auch bei Lieferanten beliebt und werden von diesen auch gerne als Werbeplattform mißbraucht. Umso wichtiger ist es, dass sich Einkäufer in diesen virtuellen Gruppen aktiv beteiligen. Vergrößern Sie Ihr Netzwerk stetig und folgen Sie Experten und deren Updates. Stellen Sie Fragen. Vielleicht erhalten Sie eine perfekte Antwort von der anderen Seite der Welt. Vielleicht hat ein Einkäufer aus Australien genau Ihre aktuelle Aufgabenstellung bereits erfolgreich gelöst.


Die für den deutschen Krankenhaus-Einkäufer aktuell wichtigste Plattform ist XING. Die zusätzliche Präsenz auf LinkedIn bietet einen zusätzlichen Austausch mit internationalen Einkaufskollegen und den Zugang zu englischsprachigen News, Fachartikeln und Weiterbildungsangeboten. Wer über gute Englischkenntnisse verfügt oder seine Englischkenntnisse verbessern will, sollte deshalb unbedingt neben XING auf LinkedIn vertreten sein. Die Plattform Procurious eignet sich hervorragend für den Fachaustausch mit Einkaufskollegen aus anderen Branchen. Hier können branchenübergreifende Best Practice Modelle auf das eigene Krankenhaus übertragen werden. Procurious bietet darüber hinaus ein gutes eLearning Programm speziell für Beschaffer an. Ich empfehle die Präsenz in allen drei genannten Netzwerken. So können Sie aus den verschiedenen Plattformen das jeweils beste für sich heraussuchen. Wenn Sie eine App installieren, die alle sozialen Netzwerke zusammenfasst, müssen Sie nicht alle Plattformen separat aufrufen (Hootsuite).

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Wissen – die entscheidende Zutat für den Einkäufer der Zukunft (Teil 3 der Social Media Reihe)

Ziel eines jeden Krankenhaus-Einkäufers ist es, einen Beitrag zur Erhöhung des Patientennutzens im Rahmen der Wirtschaftlichkeit zu leisten. Ein profundes Fachwissen über medizinische, wirtschaftliche und informationstechnische Prozesse sowie gute Methoden- und Sozialkompetenzen sind Voraussetzung, um dieses Ziel zu erreichen. Jeder Einkäufer besitzt bereits ein großes Wissens und hat viele Erfahrungen im Laufe seiner Karriere gesammelt. Lieferanten verfügen ebenfalls über große Expertise. Aber wird das Wissen von Einkäufern untereinander weitergegeben? Oder zwischen den Einkäufern und den Lieferanten ausreichend ausgetauscht?

 

Im Sinne einer effizienten und optimalen Patientenversorgung sollten alle Marktteilnehmer ihr vorhandenes Wissen regelmäßig teilen und somit voneinander lernen. Die sozialen Medien eignen sich hier hervorragend, um Wissen effizient aufzubauen und Wissen schnell einer großen und definierbaren Zielgruppe weiterzugeben. Durch die digitale Vernetzung, Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Einkäufern untereinander, aber auch zwischen Einkäufern und Lieferanten haben wir eine Chance, vorhandenes Wissen zu kombinieren und dadurch neues Wissen und ein besseres Verständnis von Einkauf und Patientenversorgung entstehen zu lassen. Wissen spart aber auch wertvolle Zeit für den beruflichen Alltag.

 

So kann zum Beispiel durch eine Internet und Social Media basierte Schreibtischanalyse ein Lieferant bereits im Vorfeld eines vor Ort Termins im Krankenhaus auf seinen potentiellen Wertschöpfungsbeitrag hin untersucht werden. Das erspart dem Einkauf zahlreiche unnötige Lieferantengespräche vor Ort.

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Informationen in Echtzeit machen den Einkäufer zum Steuermann (Teil 2)

Geschäftspartner und ihre Mitarbeiter sind in den sozialen Medien immer umfangreicher präsent. Wertvolle Neuigkeiten oder Gerüchte über ihrer Lieferanten erfahren Sie immer häufiger zuerst in den sozialen Medien, bevor diese in E-Mail Newslettern oder in Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Twitter eignet sich hier hervorragend zur Überwachung von globalen und lokalen News und Trends. 


So können Sie sicher sein, nicht von wichtigen Neuigkeiten überrascht zu werden. Zum Beispiel erfahren Sie als erstes über eine Produkteinstellung oder einen Lieferstopp und können schneller als andere auf ein Ausweichprodukt umstellen. Der Apothekenmanager und die Hygienekraft könnte das Thema „Norovirus”, „MRSA“ oder „Grippewelle“ in den sozialen Medien scannen. Bei Eintritt eines Ereignisses wäre es dann möglich, frühzeitig die Klinikorganisation darauf einzustellen. Zum Beispiel indem sich die Apotheke, die Hygiene, die interne Logistik und der Einkauf mit den notwendigen Waren und Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Grippe eindecken und die Anwender zeitnah und bedarfsgerecht zu beliefern und somit einen wertvollen Beitrag zur Patientensicherheit zu leisten. 


Sogenannte “soziale Zeichen” können so durch die sozialen Medien frühzeitig erkannt werden und die Relevanz für das eigene Krankenhaus bewertet werden. Jeder Warengruppeneinkäufer sollte deshalb sein eigenes Produkt- und Lieferantenspektrum in den Sozialen Netzwerken verfolgen, um seine Lieferkette jederzeit im Griff zu haben. Zum Beispiel könnte der IT-Einkäufer alles rund um das Thema “Wannacry” oder Virenangriffe im Krankenhaus beobachten. Er wird damit in die Lage versetzt, schnell auf aktuelle Ereignisse zu reagieren und Bedrohungen abzuwehren. Ein einfaches Eingeben des Suchbegriffs oder Hashtags „Wannacry“ + „Krankenhaus“ auf Twitter genügt, um die neuesten Updates zu erhalten.


Durch die Nutzung der genannten Sozialen Netzwerke können Sie Zeit sparen, da Sie alle Neuigkeiten in nur drei Portalen lesen können, statt sich durch zahlreiche E-Mail Newsletter klicken zu müssen. Zum Beispiel können Sie den KMA-Newsletter schneller und bequemer über XING lesen. Ein weiterer bedeutender Vorteil der Sozialen Netzwerke gegenüber allen anderen Medien ist die Interaktionsmöglichkeit. 


Die Unternehmens- oder Produktnews können von Einkäuferkollegen oder anderen Nutzern kommentiert oder bewertet werden und erhalten so neutrales Korrektiv oder es entsteht eine interessante Diskussion über einen Beitrag. Informationen werden somit mit zusätzlichen Informationen angereichert, verknüpft oder korrigiert. Diese neue Art der Kommunikation unter vielen Menschen („Mass Communication“) bietet bislang nicht gekannte Möglichkeiten, Wissen zu teilen, zu kombinieren und dadurch Neues zu erschaffen sowie Kreativität anzuregen. 

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Serie: Einkauf der Zukunft - Wie Soziale Netzwerke den Krankenhaus-Einkauf optimieren können

Die Soziale Medien werden in Krankenhäuser im Patienten- und Einweisermarketing, bei der Imagebildung oder bei der Mitarbeitergewinnung bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Für die Marketing- und Personalabteilungen gehören sie deshalb mittlerweile zum Standardinstrumentarium. Aber wie kann die Einkaufsabteilung von den Sozialen Netzwerke profitieren? In der Serie "Soziale Netzwerke für den Krankenhaus-Einkauf der Zukunft" erhalten Sie praktische Tipps, auf welchen Plattformen der Krankenhaus-Einkäufer vertreten sein sollte und wie er die Sozialen Netzwerke gewinnbringend für sich einsetzen kann.

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